Archiv 1. Mannschaft
Das Ende einer Ära
Königsee zieht 1.Mannschaft vom Spielbetrieb
zurück
Nach 19-jähriger Oberligazugehörigkeit und dem
Abstieg in der letzten Spielzeit, kommt nun der nächste Schlag
für den Königseer Handball: trotz aller
Bemühungen des Vereins konnte bis auf Stephan Göring
keine weitere Verstärkung für die kommende
Landesliga-Saison verpflichtet werden. Dadurch stehen der "Ersten" nur
7 Spieler zur Verfügung. Dies ist natürlich nicht
genug. Die Vereinsführung und die Mannschaft sahen sich daher
zum Handeln gezwungen und haben die Teilnahme an der kommenden Saison
zurückgezogen.
Für die Mannschft,die Fans und das Umfeld ist dies eine herbe
Enttäuschung.
Die Gründe für diese Misere sind schon seit
längerer Zeit bekannt und konnten trotz aller Versuche der
letzten Jahre nicht beseitigt werden. Viele werden sagen, dass die
Führung um E. Möbius versagt hat und es deshalb
soweit gekommen ist. Die Wahrheit ist aber, dass die Führung
kaum Unterstützung hatte und zuviel Arbeit auf zu wenig
Schultern lag.
Vor allem der Tatkraft von E. Möbius ist es zu verdanken, dass
sich die Oberligamannschaft nicht schon vor Jahren auflösen
musste.
Königsee ist nun dort, wo andere Mannschaften schon vor Jahren
waren - am Ende - und gleichzeitig am Anfang. Die nächsten
Jahre werden zeigen, ob der Königseer Handball eine Chance hat
noch einmal wieder zu kommen, oder ob die Unterstützung der
vielleicht beliebtesten Sportart in unserer Stadt völlig
einbricht. Im Hintergrund wird schon wieder geplant und gehofft. Die
2.Mannschaft ist nun die letzte im Spielbetrieb und wird erst einmal
den Handball in Königsee am Leben halten. Gerade in diesen
schlechten Zeiten wird sich zeigen, wer etwas tun will, oder wer nur
reden kann. Wir werden sehen ...
1OR3
OTZ Rudolstadt 18.05.09
SV Thuringia Königsee - HSC Erfurt 25:29 (12:19)
Kein Erfolg zum Abschied
Handball, Oberliga: Erfurter diktieren gegen Thuringia
Königsee das Spiel
Von Gerd Wagner
Nach 19-jähriger Oberligazugehörigkeit kam am
Sonnabend das Ende. Doch vor dem letzten Anpfiff eines Oberligaspiels
in Königsee gab es noch Dank und Verabschiedungen. Das betraf
Michael Hüttner, Jörg Schmeißer, Martin
Hanl und Stefan Meilahn. Des weiteren informierte Abteilungsleiter
Eckhard Möbius, sich um Verstärkung zu
kümmern, um in der Landesliga vorn mitzuspielen. Zum Abschied
hatten sich die Königseer auch einiges vorgenommen.
Zunächst bestimmte Thuringia für wenige Minuten das
Geschehen, setzte die Akzente und zog in Front (3:1, 4.). Doch die
technisch und spielerisch begabten Gäste hielten mit, hatten
allerdings einen Pachtvertrag mit dem Torgebälk. Als die
Thuringia-Mannen begannen, mit Toren zu geizen, wendete Erfurt das
Blatt (4:3, 8.). In der Folgezeit agierten die Gäste mit viel
Glück am Königseer Strafraum, was die
Trefferdifferenz anwachsen ließ (5:8, 13.). In diesen Minuten
kam der Oberligaabsteiger erneut auf die Verliererstraße.
Vorn wollte nichts mehr gelingen und hinten bekam man den
Rückraum der Gäste nicht in den Griff. Dazu gesellten
sich einige zweifelhafte Schiedsrichterentscheidungen (6:10, 17.).
Königsee verließ zusehends die Selbstsicherheit, was
die Erfurter nutzten (7:12, 21.) Nun sah es schon nicht mehr nach einem
versöhnlichen Abschluss aus und die Gäste hatten
Narrenfreiheit. Doch das Oberligaschlusslicht ließ sich nicht
gehen (9:12, 23.). Nach wie vor trafen jedoch die Mannen des HSC
besser, welche kurz vor der Pausensirene wieder zu einem Torepolster
kamen (11:18, 27.).
Mit dem Anpfiff zum zweiten Durchgang kam Erfurt der
Zehn-Tore-Differenz noch näher. Thuringia kämpfte
zwar, doch viel Zählbares kam nicht zustande (14:20, 34.). Der
HSC machte weiter das Spiel (15:24, 38.). Weiterhin stand die
Zehn-Tore-Differenz zur Debatte, welche die Herren in Schwarz wohl
klären wollten, als sie die Königseer auf vier
Akteure dezimierten, die jedoch trafen (19:26, 45.) und weiter
verkürzten (21:27, 47.). Der HSC ließ allerdings
nichts anbrennen (29:21, 52.). In den Schlussminuten kamen die
Königseer noch einmal besser zum Zuge. Dank Dademasch-Treffer,
der das letzte Königseer Oberligator warf, kam Thuringia
wieder auf Reichweite (25:29, 58.), doch die Niederlage war nicht zu
vermeiden.
Thuringia: Föhr, Szotowski - Götz (2), Lächa
(1),
Hüttner (4), Dademasch (10), Hanl, Meilahn (1),
Schmeißer
(3), Oldenburg (4), Varchmin
OTZ Rudolstadt 11.05.09
Thüringer HC - SV Thuringia Königsee 29:26
(12:11)
Königsee ist abgestiegen
Handball, Oberliga: Altbekannte Leiden lassen Hoffnung auf
Klassenerhalt schwinden
Von Gerd Wagner
Über 40 Spielminuten sah es gut aus für die
Gäste, sich im knallharten Abstiegskampf wenigstens einen
Punkt zu holen. Die Thuringia, in Bad Langensalza von Peter Varchmin
betreut, war stets auf Augenhöhe und ging im zweiten
Spielabschnitt gar mit zwei Toren in Führung. Doch dann kam
die berühmte Schwachstelle, der Einbruch. Torflaute,
Brechstange sowie Konzentrationsschwächen führten
innerhalb weniger Minuten zum Bruch, dem man letztendlich erlegen war.
Der THC übernahm das Heft des Handelns und ließ die
Königseer nicht mehr zum Zug kommen. Nach der
1:0-Führung der Gastgeber drehten die Ostthüringer
das Spiel und kamen mit 2:1 (4.) bis zum 4:3, (7.) in Vorderhand. Nach
elf Spielminuten zog der THC wieder in Front und setzte sich mit zwei
Toren ab, was beim 10:8 (22.) sein Ende hatte. Die Königseer,
angefeuert von über 50 Fans, von denen sich aber einige nicht
rühmlich aufführten und auf die man verzichten kann,
kamen wieder, erreichten das 10:10 (25.), mussten jedoch zur
Pausensirene noch unglücklich den knappen Rückstand
hinnehmen, wobei sich Hüttner in einigen Abschlüssen
mit dem Gebälk angefreundet hatte.
Doch mit diesem knappen Resultat glimmte der Hoffnungsfunke. Die
Königseer kämpften, blieben dran und egalisierten den
jeweiligen Ein-Tore-Rückstand (15:15, 42.). Begeisterung und
Hoffnung folgte in den nächsten Spielminuten, als sich die
Mannen vom Oberliga-Urgestein ein weiteres Mal in Front werfen konnten
(17:15, 44.).
Doch dem folgte der bekannte Leerlauf sowie Totalausfälle,
welchen die leichtesten Abspielfehler bzw. haarsträubenden
Abschlüsse unterliefen, was auf Grund von Erfahrungswerten
nicht nachvollziehbar ist. Diesen nutzen die Gastgeber, glichen aus
(17:17, 44.) und zogen davon (20:17, 50.). Das sollte der
Gnadenstoß für die Königsser gewesen sein,
die weiter in Rückstand gerieten (20:24, 53.) und sich nicht
mehr an einem gut haltenden Föhr aufbauen konnten, der 19
Bälle mit Bravur hielt. Er entschärfte was zu halten
war, während seine Vorderleute im Vorwärtsgang
versagten, was auch 50 Fehlversuche und technische Fehler belegen. Nach
dem Geraer Sieg am gestrigen Abend ist nun auch der letzte
Hoffnungsfunken erloschen, das 20. Jahr in Thüringens
Oberliga-Elite zu erleben.
Thuringia: Föhr, Szotowski - Götz, Lächa,
Pojonie (1),
Hüttner (5), Dademasch (3), Hanl (5), Meilahn,
Schmeißer (3)
Oldenburg (6), St. Varchmin (3).
OTZ Rudolstadt 27.04.09
SV Thuringia Königsee - Behr./Sonneb. 30:24 (17:10)
Die Hoffnung bleibt
Handball, Oberliga: Königsee schafft Grundlage für
Heimsieg in Durchgang eins
Von Gerd Wagner
Himmel oder Hölle - so lautete die Devise für die
Königseer in ihrem vorletzten Heimspiel. Es war allen klar,
diese Partie musste auf Biegen und Brechen gewonnen werden, wollte man
sich weiter an den rettenden Strohhalm klammern. Dies gelang den
Königseern, welche sich die Grundlage dafür im ersten
Durchgang erspielten. Das Schlusslicht begann optimistisch, nahm das
Heft des Handelns in die Hand und übernahm durch zwei
Hanl-Treffer die Führung, welche Oldenburg weiter ausbauen
konnte (3:0, 4.). Bei diesem Stand gelang den Gästen ihr
erster Treffer. Doch die Thuringia-Mannen blieben auch in den folgenden
Minuten das spielbestimmende Team, ließen aber langsam
Angriffszüge ungenutzt (5:3, 7.). Da sich dem die
Gäste anpassten und die Rinnestädter wieder
treffsicherer wurden, sah es weiter gut aus (8:3, 11.). Die Gastgeber
kämpften und erhielten dafür die bedingungslose
Unterstützung von den Rängen. Die Königseer
spielten weiter wie aus einem Guss, ließen ihren
Gästen nur wenig Spielraum und trafen im Vorwärtsgang
weiter (11:3, 16.), sodass die Partie an einstige Glanzzeiten
erinnerte.
Nach 20 Spielminuten hatten die Varchmin-Schützlinge bereits
knapp die Zehn-Tore-Differenz vor Augen, die Behringen/Sonneborn zu
verhindern wusste (12:4, 18.). Diese schien aber nur noch eine Frage
der Zeit zu werden (14:5, 20.). Das Vorhaben blockten die
Gäste jedoch ab. Königsee schlitterte in diesen
Minuten in eine kleine Torflaute, welche den Tabellenneunten aufatmen
ließ (9:15, 27.), was allerdings die Hausherren kurz vor der
Pausensirene abwenden konnten. Mit diesem Zwischenstand sollte dem
erhofften und wichtigen Doppelpunktgewinn nichts mehr im Wege stehen.
Der Beginn des zweiten Durchgangs sah zunächst eine
unkonzentrierte Thuringia-Sieben, die erst ihren dritten Anlauf in
einen Treffer ummünzen konnte (18:11, 34.). Königsee
präsentierte sich jetzt auch in der Abwehr anfällig,
was Behringen/Sonneborn zur Aufholjagd nutzte (14:20, 28.). Die
Gäste hatten in diesen Minuten mehr vom Spiel (16:21, 40.).
Der Spielfluss, die Treffsicherheit und das Abwehrbollwerk waren beim
Gastgeber wie weggeblasen, sodass die Westthüringer langsam
Oberwasser bekamen. Wieder ins sichere Fahrwasser zu gelangen, das
wollte auch weiter nicht gelingen (23:20, 48.). Thuringia
kämpfte zwar aufopferungsvoll, hatte jedoch das Glück
des Tüchtigen nicht mehr auf seiner Seite. Als jetzt auch
Behringen/Sonneborn seinen Faden angriffsmäßig
wieder verlor, waren die Gastgeber zur Stelle und brachten sich
deutlicher in Vorderhand (27:21, 55,). Vier Minuten vor dem Ende war
nun alles gelaufen. Königsee hatte sich mit seiner starken
ersten Hälfte das nötige Polster zum
Doppelpunktgewinn geschaffen, der den Hoffnungsfunken auf den
Klassenerhalt am Glimmen hält.
Thuringia: Föhr, Szotowski - Götz, Hüttner
(7), Pojonie
(4), Schmeißer (1), Hanl (6), Meilahn, Oldenburg (10),
Varchmin
(2)
OTZ Rudolstadt 20.04.09
Sonneberger HV - SV Thuringia Königsee 32:28 (13:11)
Knappe Niederlagen helfen auch nicht
Handball, Oberliga: SV Thuringia Königsee blickt immer mehr
gen Landesliga
Von Gerd Wagner
Die Königseer wissen eigentlich, was nun die Stunde geschlagen
hat. Doch eine knappe Niederlage bei den bekannt heimstarken
Sonnebergern bringt sie auch nicht weiter, was die weitere
Oberliga-Zugehörigkeit von Thuringia betrifft. So muss man
sich nun im Königseer Handball-Lager von Woche zu Woche immer
mehr vertraut machen mit dem Gedanken Abstieg und in der neuen Saison
Spiele in der Landesliga, wo man noch nie zu Gast war. In
Südthüringen erlebten die Rinnestädter trotz
ihres Vier-Tore-Rückstands zur Schlusssirene erneut ein
Wechselbad der Gefühle.
Doch zeigte sich auch, dass man in den Reihen noch kämpfen
kann bzw. sich noch nicht selbst dem Schicksal hingegeben hat.
Beim Sonneberger HV gingen die Gäste zunächst in
Führung (1:0, 2.), um anschließend einen 1:6 (9.)
Rückstand zu verkraften. Das sah zu diesem Zeitpunkt alles
andere als gut aus und man musste einen frühzeitigen Einbruch
von Thuringia befürchten.
Doch die Mannen um Spielertrainer Steffen Varchmin rappelten sich auf,
bliesen zur Aufholjagd und waren beim 8:6 (18.) wieder im
Gespräch. Sonneberg ließ sich davon nicht
beeindrucken, hielt die Thuringia-Akteure weiter auf Distanz bzw.
verschaffte sich erneut etwas Luft (10:6, 20.). Die Königseer
rackerten jedoch bis zur Pausensirene unermüdlich weiter und
kamen wieder in eine günstigere Ausgangsposition (9:11, 24.).
Kurz vor dem Seitenwechsel hatten die Ostthüringer ihren
Kontrahent auf Reichweite (11:12, 30.), der jedoch Sekunden vor dem
Ende der ersten 30 Spielminuten zurückschlagen konnte und mit
einer Zwei-Tore-Differenz in die Pause ging.
Mit Beginn des zweiten Durchgangs blieben die Königseer
zunächst dran (12:13, 31.; 13:14, 32.), bevor Fehler sowie
Toreleerlauf sie erneut zurückwarfen (13:18, 38.). Sonneberg
schien nun die Königseer in den Griff zu bekommen (20:15,
39.), um sie in die Schranken zu weisen. Doch auch dieses Mal hatten
sie die Rechnung nicht mit den Thuringia-Mannen gemacht, welche trotz
ihrer Fehlerquote sich langsam wieder herantasten konnten (19:21, 44.),
allerdings nicht zum Einstand kamen.
Im Gegenteil. Die Gastgeber schufen sich wieder eine klarere
Führung (24:20, 47.). In den letzten zehn Spielminuten
schienen die Königseer mit ihren Kräften am Ende
(24:30, 57.). Doch sie bäumten sich allerdings noch einmal auf
und gestalteten das Resultat freundlicher, für das es jedoch
keine Zähler gibt.
SV Thuringia Königsee: Föhr, Szotowski -
Hüttner,
Pojonie (1), Götz, Lächa, Schmeißer (7),
Oldenburg
(12), Dademasch (4), Meilahn, Varchmin (3), Hanl (1).
OTZ Rudolstadt 04.04.09
SV Thuringia Königsee - HSV 90 Apolda 22:27 (8:13)
Königsee schlägt sich selbst
Handball, Oberliga: Tabellenführer Apolda tut am Schiefer nur
das Nötigste
Von Gerd Wagner
Vom Tabellenstand der beiden Kontrahenten Thuringia Königsee
und HSV 90 Apolda sollte die Partie am Sonnabend eine klare
Angelegenheit für den Tabellenführer werden. Doch die
Gastgeber, als Schlusslicht, wollten und mussten bedingungslos fighten,
um ihre miserable Tabellenposition zu verbessern. Wieder einmal
scheiterten jedoch die Rinnestädter an einer
überhöhten Fehlerquote und drei in Folge verworfenen
Siebenmeter.
Die Gäste wirkten von Anfang an voll konzentriert und wollten
die letzten Niederlagen in Königsee vergessen machen. Sie
übernahmen vom Anpfiff weg die Führung, welche sie
nach mehreren Anläufen ausbauen konnten (2:0, 5.). Thuringia
fand zu diesem Zeitpunkt keine Lücke, um etwas
Zählbares auf die Habenseite zu bringen. Dieses Dilemma
beendete Hanl zum 1:2 (8.). Da auch die Apoldaer nicht gerade den
sichersten Eindruck hinterließen, blieben die
Rinnestädter dran und erzielten den Ausgleich durch Oldenburg
(3:3, 9.).
Doch die Nordhäuser Schiedsrichter meinten es gut mit dem
Tabellenführer, verhängten zwei Strafwürfe
für Apolda, die sie wieder nach vorn brachten (5:3, 12.) und
Empörung auf den Rängen auslösten.
Thuringia Königsee tat sich im Verlauf der Begegnung weiter
schwer im Abschluss und musste einem Zwei-Tore-Rückstand
hinterherlaufen (5:7, 20.). Königsee wirkte nervös
bzw. unsicher, hatte allerdings mit Föhr im Kasten zu diesem
Zeitpunkt einen starken Rückhalt, so dass man weiter im
Gespräch blieb, wenn da nicht der schwache Abschluss zu
beklagen war. Die Gastgeber fanden auch weiterhin selten eine
Lücke in der HSV-Abwehr oder scheiterten mit schwachen
Würfen am Apoldaer Keeper, so dass sich die Gäste
langsam weiter absetzen konnten (12:7, 28.).
Der Fünf-Tore-Rückstand ließ nichts Gutes
ahnen, zumal sich die Königseer zwangen, etwas zu tun.
Thuringia musste sich unter allen Umständen etwas einfallen
lassen, um sein Spiel zu finden bzw. im Vorwärtsgang etwas
erfolgreicher zu werden.
Die Varchmin-Schützlinge eröffneten im zweiten
Durchgang den Torreigen und legten nach (10:13, 34.). Thuringia und
seine treuen Anhänger begannen wieder Hoffnung zu
schöpfen, doch jetzt entstanden diverse Lücken in der
Abwehr, die der Tabellenführer erkannte (15:11, 36.).
Auf der Gegenseite standen nun drei vergebene Siebenmeter in Folge zu
Buche, die ein besseres Resultat verhinderten. Da sich in diesen
Minuten auch die Gäste nicht mit Ruhm bekleckerten, entstand
kein weiterer größerer Schaden, der die
Rinnestädter weiter hoffen ließ (13:15, 41.).
Das erwies sich jedoch als Strohfeuer. Apolda machte kurzzeitig ernst
und brachte sich mehr und mehr ins sichere Fahrwasser (20:13, 45.).
Diese wenigen Minuten reichten nun für die
Glockenstädter, die Entscheidung herbeizuführen. Von
nun an kontrollierten die Gäste das Geschehen und
ließen nur noch Ergebniskosmetik zu (16:22, 49.).
Zehn Minuten vor dem Ende stimmten die Fans des
Tabellenführers die Jubelgesänge an, der die
Zehn-Tore-Differenz vor Augen hatte (25:16, 52.). Thuringia
Königsee bäumte sich noch einmal auf, doch der
Leerlauf und die Fehlerquote hielten weiter an (19:25, 55.).
In diesen letzten Minuten tat der Spitzenreiter nur noch das
Nötigste und bleibt weiter im Meisterschafts- bzw.
Aufstiegsgeschehen, während beim Gastgeber nach dieser
erneuten Heimniederlage das Bangen um den Klassenerhalt in der
Handball-Oberliga weitergeht.
SV Thuringia Königsee: Föhr, Szotowski -
Götz, Pojonie
(1), Dademasch (8), Schmeißer (2), Oldenburg (5), Meilahn,
Hanl
(2), Varchmin (2), Hüttner (2).
OTZ Rudolstadt 23.03.09
HSG Werratal 05 - SV Königsee 30:16 (14:5)
Thuringia geht an der Werra baden
Handball, Oberliga: Nach desolater Leistung kaum noch Hoffnung
für Königsee
Von Gerd Wagner
Die Werrataler waren heiß auf die Königseer, denn
gegen das Schlusslicht des Thüringer-Handball-Oberhauses
rechnete man sich große Chancen aus, das Punktekonto locker
und leicht aufzustocken. Das wollten die Rinnestädter zwar
verhindern, doch nach nur wenigen Spielminuten war von diesem Vorhaben
nichts mehr zu sehen. Die Gäste, die über 50
Fehlwürfe und technische Regelfehler zu Buche stehen hatten,
wurden im Verlauf dieses Spiels teilweise regelrecht
vorgeführt, verhöhnt und gingen an der Werra im
wahrsten Sinne des Wortes baden. Thuringia begann zunächst
aggressiv, führte 1:0. Doch individuelle Fehler gaben dem
Gastgeber die Möglichkeit, das Blatt schnell zu wenden. So
häuften sich die Abspielfehler, welche die HSG Werratal 05
nutzte. Doch die Varchmin-Schützlinge kämpften und
hatten mehrfach die Möglichkeit wieder auszugleichen, was
letztendlich Hanl gelang (3:3, 12.). Grundstein für diesen war
in diesen Momenten Föhr im Königseer
Gehäuse, der mehrfach glänzend hielt, was im weiteren
Verlauf allerdings auch nachließ. Gastgeber Werratal
ließ sich davon nicht beeindrucken und setzte sich wieder ab
(5:3, 15.).
Die Gäste offenbarten in diesen Minuten erhebliche
Abwehrschwächen, in welche die Gastgeber immer wieder stachen
(9:4, 20.). Königsee scheiterte dagegen serienweise mit
unplatzierten Würfen am HSG-Keeper, der sein Team stark
machte.
Kurz vor der Pausensirene zeichnete sich die Zehn-Tore-Differenz ab,
gegen welche die Ostthüringer machtlos schienen. Sie
präsentierten sich äußerst hausbacken und
brachten selbst Würfe aus guten Positionen bzw.
Sololäufe nicht unter (13:5, 26.).
So hatten es sich die Gäste nicht vorgestellt, welche den
Faden zum Spiel nie fanden und auf ein Debakel zusteuerten, nachdem der
erste Durchgang 14 Fehlversuche und neun technische Regelfehler
brachte. So hieß es nur noch das Gesicht zu wahren.
Doch wie der erste Durchgang endete, begann der zweite.
Königsee verwirft, Werratal trifft und schafft erstmals die
Zehn-Tore-Differenz (15:5, 32.). Auch im Spiel sechs gegen vier taten
sich die Rinnestädter schwer und ließen die
Gastgeber weiter erhöhen (17:5, 34.). Nach
zwölfminütiger Torflaute konnte Oldenburg endlich das
zu "fünf auf der Anzeigetafel löschen (6:17, 36.).
Thuringia tat sich weiter äußerst schwer, brachte
nur wenige Bälle an den Mann bzw. in das Netz und musste die
entsprechenden Kommentare sowie Lacher von der Tribüne
über sich ergehen lassen.
Der Neuling hatte mittlerweile einige seiner Leistungsträger
zur Schonung auf die Bank gesetzt, ließ junge
Heißsporne ran, die im Abschluss Gnade walten
ließen, so dass der Rückstand nicht weiter anwuchs.
Es wollte auch weiterhin nichts laufen in den Reihen der
Varchmin-Schützlinge, bei denen Keeper Szotowski für
einige Lichtblicke sorgte. Und der zehnte Treffer nach 50 Spielminuten
spricht auch Bände über den desolaten Auftritt des
Schlusslichts, welches sich auch so zeigte.
In der Schlussphase präsentierten sich beide
Hintermannschaften offen wie ein Scheunentor, was die Trefferzahl
höher schnellen ließ (24:11, 52.). Die Fans der HSG
05 hatten schon lange allen Grund zum jubeln, deren Akteure in den
letzten Minuten der Partie nach Belieben trafen und sich die
Königseer an Fehlwürfen übertrafen (29:14,
57.).
Mit dieser Leistung und diesem Wille rückt ein Klassenerhalt
für Thuringia Königsee in der Handball-Oberliga in
weite Ferne, zumal man zum wichtigen Kellerduell gegen den
Thüringer HC auswärts antreten muss.
Thuringia: Föhr, Szotowski - Götz, Dademasch (5),
Pojonie, Schmeißer (5), Hanl (2), Meilahn, Oldenburg (4)
OTZ Rudolstadt 16.03.09
SV Thuringia Königsee - HSV Ronneburg 24:34 (10:17)
Eine Nummer zu groß
Handball, Oberliga: Ronneburg gewinnt klar - Königsees guter
Lauf ist gestoppt
Von Gerd Wagner
Trotz des gravierenden Tabellenunterschieds wollten die Gastgeber ihren
guten Lauf fortsetzen und wieder zu Punkten kommen. Doch die
Ronneburger, welche den Anschluss zu den Treppchenplätzen
wieder herstellen konnten, wollten auf keinen Fall ihre gute
Ausgangsposition aufs Spiel setzen. Letztendlich bestimmten sie auch
die Szenerie in diesem Duell der beiden Oberliga-Urgesteine und kamen
zu einem nie in Gefahr geratenden Doppelpunktgewinn. Thuringia begann
die Partie mit erheblichen Startschwierigkeiten, so dass sich der alte
Rivale locker einen Vorsprung erspielen konnte (3:0, 5.). Den
Gastgebern klebte dagegen förmlich das Pech an den
Händen. Sie warfen frühzeitig HSV-Keeper Seidemann
"berühmt oder scheiterten am Gebälk.
Königsees erster Treffer gelang Dademasch zum 1:4 (8.). Die
Rinnestädter wirkten unkonzentriert und fanden auch in der
Folgezeit nicht zu ihrem Spiel (2:6, 11.). Thuringia versuchte an den
Ketten zu zerren, doch die Fehlerquote blieb weiter hoch (4:9, 16.).
Schon nach diesen wenigen Minuten war ein Heimdebakel nicht
auszuschließen. Das Schlusslicht spielte weiter unter seinen
Möglichkeiten und hatte auch weiterhin einen Pachtvertrag mit
dem Torgebälk des HSV. Anders die Ronneburger, die ihre
körperlichen bzw. Schnelligkeitsvorteile nutzten und ihren
Kontrahenten auf Distanz hielten (8:13, 24.). Selbst Torhüter
Seidemann konnte sich bei einem Weitwurf in die
Torschützenliste eintragen (8:15, 27.). Auch kurz vor der
Pausensirene lief bei den Varchmin-Schützlingen nichts, welche
einen Sieben-Tore-Rückstand verkraften mussten.
Schon nach diesen 30 Spielminuten sah es für die Hausherren
nach einem aussichtslosen Unterfangen aus, sollte nicht noch ein Wunder
geschehen. Und nach diesem sah es auch weiterhin nicht aus (11:18,
31.). Ronneburg diktierte weiter das Geschehen und lebte von der
Fehlerquote der Einheimischen. Thuringia spielte unkonzentriert und
überhastet weiter, so dass auch weiterhin keine Besserung in
Sicht war (14:20, 38.). Königsee fand einfach nicht zu seiner
Durchschlagskraft der letzten Spiele, der man den entsprechenden Tribut
zollen musste (15:23, 42.). Ronneburg hatte nun die Zehn-Tore-Differenz
vor Augen, gegen die sich die Gastgeber aufbäumten (18:25,
46.). Zehn Minuten vor dem Ende war längst die Messe gelesen.
Ronneburg ließ nichts anbrennen, spielte sein Programm
herunter und setzte ein zweites Mal zur Zehn-Tore-Differenz an (18:27,
51.), welche mit dem 20:30 (55.) gelang. In den Schlussminuten
bäumten sich die Königseer noch einmal auf,
gestalteten das Resultat etwas freundlicher (22:30, 57.). Mit der
Schlusssirene kamen die Ronneburger dann doch wieder zum
Zehn-Tore-Abstand. Sie waren an diesem Tag eine Nummer zu
groß für die Königseer.
Thuringia: Föhr, Szotowski - Götz, Dademasch (9),
Pojonie
(3), Schmeißer (2), Hanl (1), Meilahn, Oldenburg (7),
Varchmin
(2).
OTZ Rudolstadt 09.03.09
SV Thuringia Königsee - SV Hermsdorf 26:26 (11:14)
Thuringia sieht wieder Land
Handball, Oberliga: Königsee nach Remis mit neuer Hoffnung im
Abstiegskampf
Von Gerd Wagner
Ausgelassene Stimmung herrschte nach den 60 Spielminuten am
Königseer Schiefer. Denn wird man einmal nicht verschaukelt,
dann hat auch ein Schlusslicht gegen einen Großen seine
Chance. Gut in Erinnerung bei vielen Fans das Spiel gegen Ziegelheim
(38:39), welches die Königseer nicht erfolgreich gestalten
durften. Anders die jetzige Partie gegen den Tabellendritten, wo die
Rinnestädter mit dem gleichen Engagement zu Werke gingen. Der
Punktgewinn hing am seidenen Faden und wurde fünf Sekunden vor
der Schlusssirene durch Spielertrainer Steffen Varchmin perfekt
gemacht. Zu diesem Spiel gab es auch ein Wiedersehen mit den
Ex-Thuringia-Spielern Michael Varchmin und Radek Najman. Allerdings kam
es nicht zum Vater-Sohn-Duell, da sich der Filius beim
Aufwärmen verletzte. Hermsdorf begann die Partie furios und
ging mit 3:1 (4.) in Führung. Doch die durch Verletzungen und
Grippe geschwächten Gastgeber knieten sich in ihre Aufgabe und
kamen in Vorderhand (5:3, 9.). Thuringia hatte den Gästen den
Schneid abgekauft, die sich an der Deckung bzw. an Keeper Föhr
die Zähne ausbissen. Schon in diesen Minuten bebte der
Schiefer, trotz des erneuten Rückstands den Najman erzielte
(6:7, 17.). Die Königseer versuchten durch schnelles Spiel zum
Erfolg zu kommen, was nicht gelang. Anders die Gäste, die sich
nun absetzen konnten (10:7, 21.), (9:14, 26.). Angefeuert aus
über 100 Kehlen und der Trommlergarde bäumten sich
die Varchmin-Schützlinge noch einmal auf und kamen durch
Dademasch und Oldenburg wieder näher (11:14, 29.).
Gut geführt und eingesetzt von Routinier Varchmin bliesen die
Thuringia-Mannen mit Beginn des zweiten Durchgangs weiter zur
Aufholjagd die durch Oldenburg sowie Dademasch belohnt wurde (13:14,
33.). Und als Dademasch das 15:15 (36.) markierte herrschte
Tollhausstimmung. Hermsdorf ließ sich davon jedoch nicht
beeindrucken und zog davon (19:15, 40.). Doch auf den Rängen
sah man die Felle nicht davonschwimmen, da die Königseer dem
haushohen Favoriten weiter die Stirn boten (21:22, 49.). Wie schon in
den vergangenen Spielminuten war auch zehn Minuten vor Ultimo von einem
krassen Tabellen- bzw. Punkteunterschied nichts zu sehen.
Von nun an überschlugen sich die Ereignisse und die Halle
stand Kopf, als Varchmin zum 24:24 (53.) kam. Hermsdorf antwortete mit
dem 26:24 (55.). Der Hexenkessel brodelte alsKönigsee dran war
(25:26, 59.). Zehn Sekunden vor Ultimo. Tor durch Varchmin. Ausgleich,
alle Thuringia-Akteure lagen sich in den Armen und auf der
Tribüne wurde gefeiert.
Thuringia: Föhr, Szotowski, Götz, Pojonie, Dademasch
(8), Schmeißer (3), Hanl (2), Oldenburg (10), Varchmin (3).
OTZ Rudolstadt 04.03.09
Post SV Gera - SV Thuringia Königsee 24:25 (12:11)
Thuringia greift mit Mini-Kader nach rettendem Halm
Handball, Oberliga: Kampfgeist wir endlich belohnt
Von Gerd Wagner
Der Griff zum rettenden Strohhalm gelang Thuringia in Gera. Beim
Post-Team siegte Königsee erstmals seit vielen Jahren - und
darf sich wieder Hoffnung auf den Verbleib in der Oberliga machen. Als
die Königseer mit ihrem Mini-Kader die Geraer Panndorfhalle
betraten, frohlockten die Gastgeber. Gerade einmal neun Akteure standen
bei Königsee auf dem Spielprotokoll, und auch Spielertrainer
Steffen Varchmin fehlte beim Tabellenletzten.
Doch davon ließen sich die Gäste nicht beirren,
führten zu Beginn mit 2:0. Erst in der fünften
Spielminute gelang der erste Post-Treffer zum 1:2. Und
Königsee blieb am Drücker, führte schon mit
6:3, ehe Gera beim 9:9 wieder ins Spiel fand. Kurz vor der Halbzeit ein
herber Rückschlag für die Gäste, nachdem
Michael Hüttner verletzt das Parkett verlassen musste und
René Dademasch die dritte Zwei-Minuten-Strafe erhielt (29.).
Den knappen Vorsprung rettete dann der Gastgeber in die Kabine, wobei
die Zuschauer ein äußerst verkrampftes Spiel sahen.
Königsee kämpfte auch in der zweiten Halbzeit
aufopferungsvoll, wohlwissend, dass nur mit einem Sieg der Funken
Hoffnung auf den Klassenerhalt erhalten bleiben würde. Selbst
Ersatztorwart Szotowski, eigentlich Ersatztorhüter, wurde als
Feldspieler eingesetzt. Und erzielte immerhin auch zwei Tore. Bis zum
17:17 (42.) konnte sich kein Team absetzen, ehe die Postler beim 19:17
die Vorentscheidung erzwingen wollten. Doch Thuringia kam
zurück, führte in der 52. Minute mit 22:21,
später sogar mit 25:21 und gab diese Führung nicht
mehr ab. Auch wenn es am Ende doch noch recht eng wurde.
Thuringia: Föhr, Szotowski(2),Dademasch (2),
Schmeißer (6), Meilahn (1), Oldenburg (6), Götz (1),
Pojonie (3), Hüttner (4)
OTZ Rudolstadt 16.02.09
SV Thuringia Königsee - LSV Ziegelheim 38:39 (18:20)
Königsee ohne Bonus bei Unparteiischen
Handball, Oberliga: Thuringia bleibt unbelohnt bei bester Saisonleistung
Von Gerd Wagner
Es war zum Haare raufen. Da liefert Königsee schon einmal eine
starke Partie ab und bleibt am Ende dafür unbelohnt. Und das,
weil der Tabellenführer am Schiefer seine Visitenkarte
abgegeben hat, der diesen Bonus nach den 60 Spielminuten voll
genießen konnte. Die Königseer, ohne
Hüttner und Pojonie eh schon arg gehandicapt,
präsentierten sich von ihrer besten Seite. Sie wirkten bis in
die Haarspitzen konzentriert, gingen in Führung und bauten
diese aus (5:2, 4.). Das sorgte für die Stimmung auf den
Rängen und gab Zuversicht, zumal die weiteren Minuten ebenso
erfolgreich verliefen (8:4, 6.). Doch die Gäste kamen. Sie
profitierten nun von Fehlversuchen bzw. Holztreffern, die über
das Verkürzen, den Ausgleich und den erstmaligen
Führungswechsel führten (9:8, 11.). Königsee
fabrizierte weiter Fehler über Fehler, so dass sich der
Oberliga-Tabellenführer weiter absetzen konnte (11:8, 13.).
Die Gäste aus dem Altenburger Land sahen und fanden weiter die
Lücken, wirkten spritziger und trafen weiter, während
sich die Gastgeber schwer taten (12:16, 21.). Doch die
Rinnestädter bäumten sich auf und kamen wieder auf
Augenhöhe, als Szotowski im Thuringia-Kasten glänzend
parierte (18:19, 27.). Der mögliche Ausgleich wollte jedoch
nicht fallen.
Vom Resultat her ein hoffnungsvoller Spielstand für die
Einheimischen nach den ersten 30 Spielminuten, der aber nicht gehalten
werden konnte (18:22, 32.). Die Gäste wirkten erneut
zielstrebiger und treffsicherer. Thuringia hatte in einigen Situationen
nicht das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite, doch
man blieb dran (22:24, 37.). Die Rinnestädter
kämpften aufopferungsvoll und hielten die Partie spannend
(24:25, 40.). Von einem derart krassen Tabellenunterschied war nichts
zu sehen. Das sollte allerdings ein Dorn im Auge der Herren in Schwarz
sein, die für manch unverständliche Entscheidung
sorgten, so dass sich der Tabellenführer wieder in ruhigeres
Fahrwasser begeben konnte (29:26, 45.). Königsees Kampfgeist
blieb ungebrochen, allerdings taten sich nun einige Löcher im
Abwehrverband auf, von denen die Gäste profitierten (32:28,
47.). Die Varchmin-Schützlinge ließen nicht locker,
suchten die Sensation (32:33) und ließen die Halle Kopf
stehen (33:33, 52.). Doch Ziegelheim konnte weiter vorlegen, was mit
Siebenmetern verwöhnt wurden. Fünf Minuten vor dem
Ende begann der offene Schlagabtausch, der die Ziegelheimer im Vorteil
sah (36:35). Thuringia musste nun treffen, was nicht geschah.
Thuringia: Föhr, Dewender, Szotowski - Dademasch (10),
Schmeißer (9), Hanl (4), Meilahn (1), Oldenburg (7), Varchmin
(7).
OTZ Rudolstadt 10.02.09
Ernestiner SV Gotha - SV Thuringia Königsee 31:29
(17:14)
Thuringia erwacht in Gotha viel zu spät
Handball, Oberliga: Punktgewinn möglich
Von Gerd Wagner
Ohne den erkrankten Hüttner startete Thuringia die nun
angebrochene Endspiel-Serie in Gotha. Beim Tabellenachten musste etwas
Zählbares her, um nicht noch hoffnungsloser im Tabellenkeller
zu verbleiben, was allerdings so kam. Königsee wurde zu
spät wach, um noch etwas auf die Habenseite zu bringen. In dem
ungeliebten Sonntagsspiel starteten die Thuringia-Mannen gut.
Königsees Keeper Föhr entschärfte die ersten
Angriffswellen der Gastgeber, so dass Dademasch seine Farben in Front
bringen konnte (3.), allerdings platzte in diesem Moment auch der
Knoten bei den Gothaern. Die Rinnestädter hatten in diesen
ersten Minuten die Ernestiner-Angreifer im Griff, vorn traf man weiter,
was zum 3:1 (7.) und 6:4 (11.) führte. Als jedoch in Unterzahl
nichts Zählbares gelang, waren die Gastgeber mit dem Ausgleich
zur Stelle (10:10), gingen erstmals in Führung, die sie
ausbauen konnten (12:10, 21.). Nun war höchste Konzentration
gefragt, um den Rückstand nicht weiter anwachsen zu lassen,
was Varchmin sowie Meilahn (12:13, 25.) gelang. Trotz aller
Bemühungen lag man zur Pause aber mit drei Toren hinten.
Was die Varchmin-Schützlinge boten, konnte sich bis dahin
sehen lassen. Doch zunächst war der Start in den zweiten
Durchgang auf beiden Seiten von Fehlern geprägt, bis es den
Gästen vorbehalten war, den Torreigen zu eröffnen,
die sofort nachlegten (16:17, 33.). Diesen Hoffnungsschimmer dulden die
Ernestiner nicht lange (17:20, 38.). Thuringia begann unkonzentriert zu
wirken, doch Schaden entstand nicht (18:20, 40.). In diesen Minuten
hätte sich ein Wechsel im Thuringia-Kasten vollziehen
müssen, doch man ließ den glücklos
gewordenen Föhr weiter schmoren (20:23, 43.), und im Feldspiel
erhöhte sich die Fehlerproduktion. Die Königseer
mühten sich, doch auch Dewender im Tor der
Rinnestädter konnte kaum helfen, so dass sich die Entscheidung
anbahnte (22:26, 50.). Im Tor der Gäste gab es nun einen
fliegenden Wechsel, da auch Szotowski zum Einsatz kam, der auf sich
aufmerksam machte, was seine Vorderleute zu beflügeln schien
(26:31, 56.). Zwei Minuten vor dem Ende schoben sich die
Königseer immer näher (28:31), doch die Zeit lief
nicht für die Rinnestädter.
Thuringia: Föhr, Dewender, Szotowski - Dademasch (9), Pojonie
(1),
Schmeißer (4), Hanl (3), Meilahn (1), Varchmin (2), Oldenburg
(9)
OTZ Rudolstadt 02.02.09
SV Thuringia Königsee - ThSV Eisenach II 29:40
(10:16)
Königsee läutet Abschiedstour ein
Handball, Oberliga: Klare Niederlage im Kellerduell - Nur Dademasch
überzeugt
Von Gerd Wagner
Ein mehr als wichtiges Spiel stand für die Königseer
am vergangenen Sonnabend an, die am letzten Spieltag von ihrem
Kontrahenten die rote Laterne in die Hand gedrückt bekamen.
Diese wollten sie natürlich nach diesen 60 Spielminuten den
Wartburgstädtern wieder mit auf die Heimreise geben.
Allerdings wurde daraus nichts. Thuringia spielte in der Schlussphase
lust- und kraftlos und ergab sich seinem Schicksal. Damit haben sie
wohl endgültig ihre Oberliga-Abschiedstour
eingeläutet. Die Youngster der Eisenacher
Zweit-Bundesliga-Reserve legten wie gefürchtet ein hohes Tempo
vor, welches die Gastgeber zu größter Aufmerksam
zwang. So waren Rückstände in dieser Phase nicht zu
vermeiden. Das änderte sich nach fünf Spielminuten,
als Dademasch seine Farben erstmals mit 3:2 in Führung
brachte. In den weiteren Minuten bestand durchaus die
Möglichkeit zu erhöhen, was ausgelassen wurde. So
gerieten die Ostthüringer schnell wieder in
Rückstand, den die Gäste anwachsen ließen
(4:7, 11.). Das sah schon frühzeitig mehr als bedenklich aus,
zumal die Königseer in allen Mannschaftsteilen viele
Wünsche offen ließen (6:9, 14.). Die
Rinnestädter mühten sich, wurden von den
Rängen unterstützt, doch näher kamen sie dem
Gegner nicht mehr. Im Gegenteil: Die ThSV-Fohlen konnten ihren
Vorsprung weiter ausbauen (7:11, 19.). Königsee suchte in
diesen Minuten den unbedingten Torerfolg, doch viel Zählbares
blieb weiter aus. Anders der Noch-Tabellennachbar. Er sah die
Lücken, nutzte Tempogegenstöße und brachte
sich weiter klarer in die Vorderhand (9:16, 26.). Kurz vor der
Pausensirene deutete sich bereits eine Zehn-Tore-Differenz an, gegen
die die Mannen vom Schiefer kämpften.Ein
Sechs-Tore-Rückstand zu Beginn des zweiten Durchgangs war
nicht gerade hoffnungsvoll für das Schlusslicht des
Thüringer-Handball-Oberhauses, welches viel an Kampfkraft und
Einsatzfreude eingebüßt hat. So ist es auch kein
Wunder, das man im 19. Oberligajahr in so einer prekären
Situation steckt und sich wohl nach dieser Spielserie aus der Eliteliga
Thüringens verabschieden muss. Eisenach war auch zu Beginn
dieser zweiten 30 Spielminuten tonangebend und ließ die
Rinnestädter nur unwesentlich näher kommen (13:18,
34.). Da nutzten auch Königsees Trommler als Anpeitscher nicht
viel. Doch die Varchmin-Schützlinge stemmten sich gegen die
drohende Niederlage, hatten Erfolg und kamen näher (16:19,
38.). Spielercoach Varchmin verteilte in diesen Minuten geschickt die
Bälle, welche vor allem der schnelle Rene Dademasch verwerten
konnte. Doch mehr wie auf drei Treffer kamen die Rinnestädter
nicht heran, die allerdings erneut in ihrem aufflackernden Tatendrang
ausgebremst wurden (17:22, 43.). Man zeigte wenigstens noch Biss und
ließ sich nicht gehen (20:23, 45.). Eisenach gab auf der
Stelle die Antwort auf Einladung mit leichten Toren (20:25, 47.).
Und das ging nun weiter so. Thuringia musste sich seine Treffer schwer
erarbeiten, während die Gäste weiter nach Belieben
trafen und wieder zu einem sicheren Vorsprung kamen (28:21, 52.). Das
Spiel war erneut gelaufen, die ersehnten Punkte weg, so dass es sich in
der Schlussphase nur noch um die Höhe der Niederlage drehte
(26:34, 54.). Eisenach erreicht noch die Zehn-Tore-Differenz, gewinnt
das Kellerduell gegen die nun resignierenden Gastgeber klar, landet den
Befreiungsschlag und stürzt das Oberliga-Urgestein noch tiefer
in die Krise, auf das ohne Happy-End wohl oder übel die
Landesliga wartet.
Thuringia: Föhr, Szotowski, Dewender - Götz,
Dademasch (11),
Hüttner (3), Pojonie (2), Schmeißer (5), Meilahn,
Hanl (1),
Varchmin (2), Oldenburg (5)
OTZ Rudolstadt 26.01.09
Goldbach/Hochheim - SV Thuringia Königsee 31 : 23
(14 : 11)
Königseer auswärts weiter zu harmlos
Handball, Oberliga: Niederlage gegen Goldbach/Hochheim
Von Gerd Wagner
Mit einer äußerst dünnen Spielerdecke
reisten die Königseer nach Gotha. Schon in der Hinrunde hatte
der Arnstädter Kay Förster die Rinnestädter
gen Ilmenau verlassen. In den letzten Tagen meldete sich Stephan
Göring ab und kurz vor der Abfahrt sagten die Bad
Blankenburger Martin Hanl und Stefan Meilahn ab. So war es schwer, den
hinter vorgehaltener Hand ausgegebenen Optimismus von Kapitän
Ralf Oldenburg umzusetzen, der Punktgewinn hieß. Die
Gastgeber, bei denen ihr langjähriger Coach Rothämel
das Handtuch warf, versuchten vom Anpfiff weg Gas zu geben. Die
Rinnestädter hielten dagegen und wandelten den
Rückstand in einen Vorsprung um (2:1, 2.). Doch die Gastgeber
drehten den Spieß (3:2, 3.). Nach mehreren ausgelassenen
Anläufen setzte sich Goldbach/Hochheim ab (6:3, 9.). Schon
jetzt zeichnete sich die schwierige Aufgabe ab, die Differenz
erhöhte sich. Die Thuringia-Akteure fingen sich jedoch langsam
und begannen allmählich zu verkürzen (6:8, 15.).
Königsees Fehlerquote wollte jedoch nicht abreißen
(7:11, 21.). Und in den weiteren Minuten traf es die
Ostthüringer noch mehr, als Dademasch eine Platzwunde am Kopf
erlitt, doch dank "Turban einsatzfähig gemacht wurde bzw. sie
sich Zeitstrafen einhandelten (7:13, 25.). Die Gäste
kämpften, sahen sich belohnt (9:13, 27.) und schufen sich noch
einen versöhnlichen Halbzeitstand von 11:14.
Auch nach Wiederanpfiff zeichnete sich keine wesentliche Besserung ab.
Die Varchmin-Schützlinge nutzten weiter viele Angriffe nicht,
waren nicht schnell genug im Rückwärtsgang, was die
Gastgeber zu nutzten (12:17, 34.). Goldbach/Hochheim suchte die
Vorentscheidung, zumal sie zeitweise nur vier Gäste vor sich
hatten (14:20, 39.). Da jedoch die Zielstrebigkeit bei den Gastgebern
auch teils pausierte, kam Thuringia etwas näher (17:20, 42.).
Und hätten die Gäste ihre Möglichkeiten
besser genutzt, wäre ein Ausgleich drin gewesen. Doch da
trafen wieder die Hausherren und setzten sich erneut ab (23:17, 46.).
Gut zehn Minuten vor Ende steckten die Rinnestädter wieder in
der Krise und demonstrierten das Gift der zweiten 30 Minuten. Man
spielte mit vielen Fehlern, hektisch und mit der Brechstange (20:27,
53.), so dass sich ein Zehn-Tore-Rückstand näherte.
Vier Minuten vor dem Ende hieß die Devise "Schadensbegrenzung
, die nicht gelang.
Thuringia bekam wieder nicht die Kurve und steckt weiter in seiner
Erfolglosigkeitsserie, die wohl nur ein Wunder noch abwenden kann. Doch
die Hoffnung stirbt zuletzt.
Thuringia: Föhr, Dewender - Szotowski, Götz (1),
Hüttner
(2), Dademasch (6), Pojonie (2), Oldenburg (6), Schmeißer
(4),
Varchmin (2).
OTZ Rudolstadt 20.01.09
HSC Erfurt - SV Thuringia Königsee 25:19 (11:13)
Königsee geht die Luft aus
Handball, Oberliga: Nach Halbzeitführung nur sechs Treffer in
zweiter Hälfte
Von Gerd Wagner
Mit dem Abstiegsgespenst im Genick reisten die Rinnestädter in
die Landeshauptstadt, welches sich allerdings 30 Minuten lang nicht
glücklich fühlte, da die Thuringia-Mannen in der
Begegnung überraschend das Heft des Handelns in ihren
Händen hielten. Der zweite Durchgang brachte dann das ganze
Gegenteil, als die Varchmin-Schützlinge nur noch sechs Treffer
auf die Anzeigetafel brachten. Ein gefundenes Fressen für die
Gastgeber, um doch noch zu einem sicheren Doppelpunktgewinn zu kommen.
Während die Gäste die Partie gleich mit einem Fehler
eröffneten, verwandelten die Hausherren, dem dann allerdings
die Königseer in nichts nach standen. Und als der junge
Föhr im Thuringia-Gehäuse mehrfach auf dem Posten
war, übernahmen die Königseer die Führung
(2:1, 5.). Thuringia zeigte sich in diesen Anfangsminuten von seiner
besten Seite und erhöhte problemlos weiter (6:2, 9.), was die
Gastgeber zu einer frühen Aus-Zeit veranlasste. Der HSC
operierte mit der Brechstange und scheiterte weiter am
glänzend aufgelegten Föhr. Auf der Gegenseite dann
allerdings Pech bei Holztreffern und einem vergebenen
Oldenburg-Siebenmeter, was die Erfurter wieder näher brachte
(6:4, 14.). Auch Mitte dieses ersten Spielabschnittes
überraschten die Gäste weiter mit ihrer cleveren und
coolen Spielweise, welche weiter ihre Führung behaupteten,
auch wenn diese weiter zusammenschmolz (8:7, 18.). Die Gastgeber
spielten mit Haken und Ösen bzw. äußerst
körperbetont, um ihren Rückstand auszugleichen, was
beim 9:9 (21.) gelang.
Nun wurden die Karten neu gemischt, bei dem die Rinnestädter
mehrmals leer ausgingen, doch Föhr sie vor dem
Rückstand bewahrte, so dass die Mannen vom Schiefer weiter
vorn blieben (12:10, 25.) und mit einer Zwei-Tore-Führung in
die Pause gingen. Der Vorsprung hätte allerdings bei mehr
Konzentration in diesen letzten Minuten auch höher ausfallen
können.
Mit einer derart starken Vorstellung eines Tabellenvorletzten hatte
wohl keiner gerechnet in der Halle des Sportgymnasiums. Und auch die
kleine Trommlergarde der Ostthüringer war angetan. Sie hoffte
nun auf eine Fortsetzung. Doch zunächst verkürzten
die Gastgeber, kamen zum Ausgleich (13:13, 31.) und zur
Führung (14:13, 32.). In diesen Anfangsminuten des zweiten
Durchgangs bangte man auf auf Königseer Seite und hoffte,
nicht in die gewohnte Krise zu schlittern. Doch da im Angriff Leerlauf
herrschte und Schmeißer vom Punkt scheiterte, war genau dies
der Fall. Dies nutzten die Gastgeber, um sich langsam klarer in
Vorderhand zu bringen (16:14, 37.). Thuringia kämpfte
aufopferungsvoll, auch in Unterzahl, scheiterte jedoch weiter im
Vorwärtsgang bzw. ließ die Fehlerquote in die
Höhe schnellen (15:19, 41.). Erfurt setzte nun eindeutig die
Akzente und distanzierte die Varchmin-Schützlinge weiter, die
in elf Spielminuten gerade zweimal trafen. Dieses Dilemma beendete
Oldenburg, doch die Gastgeber blieben dem nichts schuldig und zogen
weiter davon (22:16, 46.). Für die Rinnestädter war
in diesen Minuten kein Blumentopf mehr zu holen, die es Föhr
zu verdanken hatten, nicht noch klarer hinten zu liegen. Langsam musste
man sich auf eine Zehn-Tore-Differenz einstellen (17:24, 52.), gegen
die sich die Königseer wehrten und nicht mehr
zuließen.
Thuringia: Föhr, Dewender - Götz, Dademasch
(2),
Pojonie (1), Hüttner (3), Schmeißer (4), Oldenburg
(7), Hanl
(2), Meilahn
OTZ Rudolstadt 05.01.09
Nordhäuser SV - Thuringia Königsee 31:30
(12:12)
Thuringias Pokal-Aus Sekunden vor Ultimo
Handball, Vereinspokal: Schmeißer trifft zwölf Mal
Von Gerd Wagner
Landesliga kontra Oberliga war die Konstellation in diesem
Landespokalspiel um den Einzug in das Achtelfinale im Südharz,
bei dem die Königseer durchaus die Möglichkeit
hatten, die nächste Runde zu erreichen. Doch am Ende war man
auf Seiten der Rinnestädter auch nicht Böse
über das Ausscheiden, da in Runde vier am 21./22. Februar
wegen des Karnevals kein Heimrecht wahrgenommen werden kann und dann
anstehende Touren, wie unter anderem nach Ziegelheim, hohe finanzielle
Kosten bringen. So freuten sich am Ende die Gastgeber und ihre Fans,
einen Oberligist eliminiert zu haben. Der Landesligist begann
couragiert und zog in der Auftaktphase zunächst locker und
leicht davon (4:1, 6:2). Mit der Zeit fanden auch die
Rinnestädter zu ihrem Spiel, begannen aufzuholen und waren
beim 7:7 (18.) wieder auf gleicher Höhe. In den folgenden
Minuten ging es ausgeglichen weiter, wobei die Thuringia-Sieben beim
10:9 (25.) erstmals das Blatt wenden konnte. Kurz vor der Pausensirene
schufen sich die Gäste eine Zwei-Tore-Führung (12:10,
28.), die jedoch bis zum Ende der ersten 30 Spielminuten keinen Bestand
hatte.
Mit Beginn des zweiten Durchgangs blieben die Königseer weiter
im Bild und zwangen den NSV weiter zur Aufholjagd, was ihnen mit dem
jeweiligen Ausgleich gelang bzw. sie den Spieß zum 15:14
(33.) drehen ließen. Thuringia ließ sich davon
nicht beeindrucken, wendete das Blatt erneut und setzte sich ab (18:15,
39.). Die Ostthüringer spielten nun clever und hielten
über weite Strecken ihren Drei-Tore-Vorsprung (23:20, 46.).
Nordhausen gab sich allerdings in dieser Begegnung längst noch
nicht geschlagen. Angefeuert von ihrem Publikum, begann der
Landesligist zu verkürzen, glich aus (23:23, 49.) und warf
sich unter großem Jubel in Front (25:24, 51.). In den
restlichen Minuten ließ der Gastgeber lediglich nur noch den
Ausgleich zu und setzte den Schlusspunkt drei Sekunden vor Ultimo, so
dass es den Gästen nicht mehr gelingen konnte, sich in die
Verlängerung zu retten.
Thuringia: Föhr, Szotowski - Götz, Hüttner
(3),
Dademasch (8), Pojonie (2), Schmeißer (12), Oldenburg (5),
Hanl,
Meilahn
OTZ Rudolstadt 22.12.08
SV Thuringia Königsee - Thüringer HC 26:24
(13:12)
Thuringia beschert sich selbst
Handball, Oberliga: Königsee hat das Siegen noch nicht ganz
verlernt
Von Gerd Wagner
Und wieder stand das "Muss des Gewinnens für die
Königseer an oberster Stelle gegen den nur minimal besseren
Aufsteiger aus Westthüringen. Dies gelang den Gastgebern,
welche von Weihnachtsmann "Watschi auf die "Platte geführt
wurden, nach einer beiderseitig äußerst verkrampften
Partie. Den Rinnestädtern merkte man ihr Vorhaben mit dem
Anpfiff an, die zunächst bissig wirkten, in der Deckung
arbeiteten und folgerichtig die Führung übernahmen.
Doch mit den Gästen war nicht gut Kirschenessen. Sie blieben
stets auf der Höhe und nutzten sich einschleichende Fehler
sowie Unkonzentriertheiten, drehten den Spieß und bauten ihre
Führung aus (4:2, 6.). Auch in den folgenden Minuten
offenbarten die Mannen vom Schlusslicht erhebliche Löcher in
der Abwehr und vorn ging so manches ins Leere. Da jedoch die
Langensalzaer ebenfalls nicht von der Fehlerquote verschont blieben,
war nichts verloren (3:4, 9.). Einziger Glanzpunkt bis dato war
Thuringias Trommlergarde, die auf den Rängen eindeutig die
Akzente setzte. Schon in dieser ersten knappen Viertelstunde zeichnete
sich eine Partie "Not gegen Elend ab, die nur mit Nervenstärke
zu gewinnen war, welche zu diesem Zeitpunkt die Gäste
demonstrierten (5:3, 12.).
In diesen Minuten kam Dademasch, der im Angriff für mehr Wind
sorgte, so dass man wieder ausgleichen konnte (5:5, 14.). Doch der
Aufsteiger legte weiter vor und zwang die Mannen vom Schiefer zum
Aufholen, die mittlerweile mit drei Treffern ins Hintertreffen gerieten
(5:8, 16.).
Die Rinnestädter mühten sich, bei denen zu den
Fehlern nun noch die Glücklosigkeit bei Holztreffern kam. Die
Königseer konnten das verkraften, genau wie die
Ungereimtheiten der Unparteiischen, verkürzten, kamen zum
11:11 (27.) und in Vorderhand (12:11, 29.) Spektakulär die
letzten Sekunden des ersten Durchgangs, als die Gäste
zunächst ausglichen und die Varchmin-Schützlinge sich
mit der Pausensirene wieder in Führung warfen.
Eine eigentlich gute Ausgangsposition für die zweiten 30
Spielminuten, für die Stehvermögen, Konzentration und
mehr Treffsicherheit gefragt waren, was zunächst beim
Gastgeber ausblieb (13:13, 32.). Auf den Rängen
befürchtete man die mittlerweile gewohnte Krise, aus der sich
die Königseer zunächst raus hielten und vorn blieben
(15:14, 35.). Doch die Westthüringer witterten weiter ihre
Chance, um an der einstigen Schiefer-Festung zu Punkten zu kommen. In
dieser Phase hatte es den Anschein, als ob sich die
Rinnestädter mehr und mehr stabilisieren, welche eine
Zwei-Tore-Differenz schufen (16:14, 38.). Die HC-Akteure steckten auch
das weg und kamen wieder auf Augenhöhe (17:17, 41.). Auch in
den weiteren Minuten blieb die Partie verkrampft, spannend bzw.
hoffnungsvoll für beide Seiten.
Thuringia suchte Mitte der zweiten Halbzeit die Entscheidung und setzte
sich nach starken Spielzügen unter dem Jubel der Fans wieder
ab (21:18, 46.). Doch Unkonzentriertheiten sowie ein nicht genutzter
Strafwurf brachten Langensalza wieder heran (21:21, 50.). Erneut begann
das große Zittern, zumal die Gäste die
Möglichkeit hatten das Blatt zu wenden. Thuringia spielte mit
einem hohen Risiko, blieb knapp vorn (23:22, 55.) und setzte sich kurz
vor Ultimo weiter ab (26:23, 58.). Die Königseer hatte nun den
Gästen endgültig den Zahn gezogen, welche nur noch
Ergebniskosmetik betreiben konnten. Nach dem Schlusspfiff ein
Füllhorn von Glücksgefühlen, so dass der
zünftigen Weihnachtsfeier nichts mehr im Weg stand.
Thuringia: Föhr, Szotowski - Götz, Pojonie (1),
Hüttner
(8), Dademasch (5), Meilahn, Hanl (1), Schmeißer (5),
Oldenburg
(6), Götze.
OTZ Rudolstadt 15.12.08
SCT&C Behringen/Sonneborn - SV Königsee
28:26 (15:13)
Thuringia Königsee erneut Punktelieferant
Handball, Oberliga: Hohe Fehlerquote
Von Gerd Wagner
Eigentlich haben die Akteure gewusst, was die Stunde geschlagen hat, da
nur noch Punkte zählen, um sich aus eigener Kraft aus der
Miesere zu ziehen. Doch am Ende stand Thuringia erneut mit leeren
Händen da, nachdem 37 Fehlversuche und zwölf
technische Regelfehler zu Buche standen und man sich erneut als
Punktelieferant präsentierte. In einer Partie meilenweit weg
vom Niveau eines Handball-Oberhauses, waren die Ostthüringer
vom Anpfiff weg einigermaßen im Bilde. Ohne ihren Coach
Steffen Varchmin, Ralf Götze, Martin Hanl und den
langzeitverletzten Lars Friedrich glichen die Gäste die
Führung aus (1:1, 2.) und nahmen selbst das Heft des Handelns
in ihre Hand (4:2, 5.). Dieser Zustand hatte jedoch keinen langen
Bestand. Die Gastgeber kamen beim 4:4 (6.) wieder zum Einstand,
wendeten das Blatt und schufen sich eine Führung (6:4, 8.).
Das 7:7 nach einer Viertelstunde sollte auch noch einmal das
freundlichste Resultat aus der Sicht der Königseer werden.
Behringen/Sonneborn, selbst mit einer hohen Fehlerquote agierend, hielt
in Folge die Mannen vom Schiefer auf Distanz, hatte zwischenzeitlich
beim 12:9 und 13:10 eine Drei-Tore-Führung, die mit der
Pausensirene die Gäste ausgleichen mussten (13:14). Doch mit
den Gedanken bereits in der Kabine, ließ man die Hausherren
per Freiwurf durch die Mauer erhöhen. In dieser Schlussphase
des ersten Spielabschnitts kam das Aus für Michael
Hüttner, der mit dem Verdacht auf Jochbeinbruch die Segel
streichen musste.
Mit Beginn des zweiten Durchgangs eröffneten die
Rinnestädter
zunächst den Torreigen, was die Westthüringer mit
drei
Treffern in Folge beantworteten (18:14, 36.). Thuringia mühte
sich
(16:18, 37.; 17:21, 41.). Mitte der zweiten 30 Spielminuten schienen
den Königseern die Felle davon zu schwimmen, als die Gastgeber
auf
eine Fünf-Tore-Differenz kamen (23:18, 46.). In dieser Phase
bäumten sich die tot gesagten Varchmin-Schützlinge
auf und
verkürzten (21:23, 52.). Hoffnungen keimten beim 23:24 (54.)
auf.
In dieser Phase schlichen sich wieder die gewohnten
Unkonzentriertheiten ein. Der Gastgeber nahm das Angebot an, setzte
sich wieder ab (26:23, 57.) und schipperte seinen Sieg in den sicheren
Hafen.
Thuringia: Föhr, Szotowski - Götz (1),
Göring (2),
Pojonie, Hüttner (3), Dademasch (9), Schmeißer (3),
Meilahn
(1), Oldenburg (7)
OTZ Rudolstadt 08.12.08
SV Thuringia Königsee - Sonneberger HV 24:26 (12:12)
Eigenes Unvermögen beschert weitere Pleite
Handball, Oberliga: Schlechte Schlussphase
Von Gerd Wagner
Mit den Sonnebergern weilte eine Mannschaft am Schiefer, die mit Gut
oder Böse in den letzten Jahren nichts zu tun hatte. Sie
konnten unbekümmert aufspielen und waren stets ein Angstgegner
der Gastgeber. Das sollte sich dieses Mal ändern, so die
Meinung der Mannschaft im Vorfeld. Thuringia musste auch punkten, um
den Ansturm des Schlussduos abzuwehren bzw. den Abstand zum Mittelfeld
zu verringern. Doch Sekunden vor dem Ende war dieser Traum
ausgeträumt, als die Rinnestädter in der
entscheidenden Phase die Führung ausließen und die
zwei Gegentore bekamen, welche eine erneute Pleite besiegelten. Die
Königseer versuchten vom Anpfiff weg, die Partie in den Griff
zu bekommen, um nicht gleich ins Hintertreffen zu geraten, was
allerdings nach vergeblichen Anläufen passierte. Beide
Vertretungen agierten in dieser Anfangsphase nervös, bei der
Oldenburg sein Team mit dem Ausgleich erlöste (5.). Nach einer
kurzen Torflaute setzte Sonneberg diese fort und kam zu einem 3:1
(10.). Die Gastgeber hatten in diesen Minuten sichtlich Probleme, die
Lücken in der Abwehr der Südthüringer zu
finden. Doch man kämpfte und hatte es dem jungen Föhr
im Kasten zu verdanken, dass man zum 4:4 (12.) kam und mit 5:4 (14.)
durch Hüttner in Front ziehen konnte. Die bis dato torarme
Partie nahm nun an Fahrt auf und sah beim 8:7 (20.) wieder einen
Führungswechsel, den die Varchmin-Schützlinge
allerdings postwendend drehen konnten (10:9, 24.). Königsee
hatte nun die Möglichkeit, sich leicht abzusetzen, was
ausgelassen wurde.
Mit dem Wiederanpfiff sah es aus als macht Thuringia nun Nägel
mit Köpfen. Hinten hielt Föhr bravourös und
vorn trafen die Gastgeber (15:12, 33.). Die Rinnestädter
verteidigten ihre Drei-Tore-Führung weiter (17:14, 36.). Doch
noch war längst nicht aller Tage Abend. Die
Südthüringer gaben sich nicht auf, welche wieder ins
Spiel kamen (16:17, 38.). Königsee leistete sich in dieser
Phase einige Aussetzer, die den Ausgleich brachten (18:18, 41.), von
den Meilahn seine Farben wieder befreite (19:18, 42.). Die
Gäste blieben im Bilde, drehten den Spieß und
zwangen Thuringia zur Aufholjagd, welche beim 20:22 (48.) endete. Die
Sonneberger, nun mit dem Ex-Bad Blankenburger Recknagel im Tor, bauten
jetzt ihren Vorsprung weiter aus (24:21, 53.) und sahen schon wie der
sichere Sieger aus.
Mit allem Mut der Verzweiflung stemmten sich die Mannen vom Schiefer
gegen die drohende Niederlage, setzten noch einmal alles auf eine
Karte, was ihnen das 24:24 (57.) brachte. In den letzten Sekunden
überschlugen sich die Ereignisse in der Schiefer-Sporthalle,
wo es Königsee in der Hand hatte zweimal in Führung
zu gehen, was am Unvermögen scheiterte. Cleverer die
Gäste, welche ihre Chancen nutzten, noch zwei Mal trafen und
sich von ihrer kleinen Schar an Begleitern feiern lassen konnten.
SV Thuringia Königsee: Thuringia: Föhr, Szotowski -
Göring, Götz, Pojonie (1), Hüttner (6),
Dademasch (5), Schmeißer (6), Meilahn (1), Hanl, Oldenburg
(5), Götz, Varchmin.
OTZ Rudolstadt 24.11.08
HSV 90 Apolda - SV Thuringia Königsee 35:25 (16:10)
(11:11)
Fehlerfestival von Thuringia
Handball, Oberliga: Niederlage in Apolda - Königsee kann
auswärts keinen erschrecken
Von Gerd Wagner
Die Königseer, ohne einen Großteil ihrer jungen
Garde nach Apolda gereist, bekamen schon in den Anfangsminuten alle
Hände voll zu tun, um die schnellen Angriffe der Gastgeber zu
unterbinden. Dies gelang in dieser Phase recht gut. Auch im
Vorwärtsgang erspielten sich die Gäste gute
Möglichkeiten, die jedoch zum größten Teil
das Tor verfehlten. So summierte sich dies bis zum Ende auf 32
Fehlversuche, zu denen sich die technischen Fehler gesellten. Da sich
auch die Mannen des Tabellenfünften in dieser Beziehung schwer
taten dauerte es fünf Spielminuten, bevor das Streitobjekt
erstmals im Netz zappelte. Die Gastgeber gingen in Führung,
die Oldenburg jedoch postwendend wieder ausglich. In diesen Minuten
nahm das Spiel Fahrt auf, was Apolda toremäßig im
Vorteil sah (3:1, 7.). Thuringia ließ
vollstreckungsmäßig viele Wünsche offen, so
dass der Rückstand folgerichtig anwuchs (1:5, 12.).
Dieses Dilemma beendete zunächst Hüttner (2:5, 13.).
Einziger Lichtblick in diesen Minuten bei den Rinnestädtern
war der junge Föhr im Kasten, der stark reagierte und sein
Team einigermaßen im Spiel hielt. Als jedoch im
Vorwärtsgang weiterhin nichts zustande kam, wurde die
Differenz klarer (3:8, 17.). Auch in der Folgezeit tat sich auf
Königseer Seite im Angriff nichts, so dass ein
Zehn-Tore-Rückstand in Sichtweite kam (3:11, 21.).
Fünf Minuten vor der Pausensirene trafen endlich auch die
Varchmin-Schützlinge besser, welche verkürzten (7:13,
26.) bzw. näher kamen (9:14, 29.).
Nach mehreren Fehlversuchen auf beiden Seiten zu Beginn des zweiten
Durchgangs setzte Thuringia den Torreigen durch Meilahn fort (11:16,
33.). Und auch Keeper Föhr setzte weiter Achtungszeichen. Die
Gäste erreichten jetzt ein spielerisches Übergewicht,
hatten die besseren Chancen, trafen allerdings zu wenig (13:17, 37.).
Apolda kam in diesen Minuten ins Wanken und brauchte die
Unterstützung der Herren in Schwarz, die man als Heim- bzw.
Spitzenmannschaft auch bekommt, so dass man wieder ins ruhigere
Fahrwasser kommen konnte (20:15, 41.). Jetzt war die starke Phase der
Königseer beendet, welche wieder aussichtslos zurück
geworfen wurden (15:23, 46.). Nun rückte zum zweiten Mal die
Zehner-Differenz in greifbare Nähe, gegen die sich die
Rinnestädter zu wehren versuchten (18:25, 48.), was klappte
(21:27, 50.).
Sieben Minuten vor Ultimo war es dann um die Mannen vom Schiefer
geschehen (21:31, 53.). Thuringia versuchte sich noch einmal
aufzubäumen, um das Resultat freundlicher zu gestalten. Doch
als Kraft und Konzentration weiter nachließen, blieb die
Differenz von zehn.
SV Thuringia Königsee: Föhr, Szotowski - Pojonie (1),
Dademasch (6), Hüttner (2), Schmeißer (5), Meilahn
(4),
Oldenburg (5), Götz (2).
OTZ Rudolstadt 04.11.08
HSV 90 Apolda II - SV Thuringia Königsee 24:28
(11:11)
Trotz Personalnot weiter im Lostopf
Handball, Thüringenpokal: Viel Spannung
Von Gerd Wagner
Der mit arger Personalnot angereiste Oberligist, welcher dieses
Pokalspiel bereits im Vorfeld abgeschrieben hatte, witterte bereits in
der Anfangsphase die Möglichkeit eines Weiterkommens. So
knieten sich die beiden Torhüter und sechs Feldspieler in ihre
Aufgabe und wurden belohnt. Die Rinnestädter blieben
über die gesamte Spielzeit cool und kontrollierten die Partie
gegen den Landesligisten, welcher mit einem Weiterkommen
geliebäugelt hatte. In der spannenden Partie
übernahmen die Rinnestädter die Führung und
bauten diese auf 5:1 (8.) aus. Die Gastgeber fanden dann langsam in ihr
Spiel und glichen aus (6:6, 15.). Königsee nahm dies gelassen
hin, erspielte sich noch einmal eine Zwei-Tore-Führung (8:6,
20.), welche aber keinen langen Bestand hatte (8:8, 22.). Bis zur
Pausensirene konnten die Gäste weiter Vorlegen, doch die
Apoldaer kamen postwendend zum Ausgleich.
Mit Beginn des zweiten Durchgangs waren die Gastgeber kurzzeitig besser
im Bilde und erzielten ihre beiden einzigen Führungen dieses
Pokalhits. Die Thuringia-Sieben steckte das weg und war beim 14:13
(36.) wieder vorn.
Nun begann wieder das Spielchen wie gen Ende der ersten
Spielhälfte. Die Königseer legten knapp vor bzw.
zwangen die Apoldaer zur Aufholjagd. Ab der 50. Spielminute sorgten
dann die Ostthüringer für die Vorentscheidung, als
sie sich absetzen konnten (23:20, 52.). Mit diesem Drei-Tor-Vorsprung
begannen die Varchmin-Schützlinge die Partie zu kontrollieren
und ließen nun den Landesligavierten des Öfteren ins
Leere laufen, der nun auch die Vier-Tore-Differenz hinnehmen musste
(25:21, 56.). An diesem Abstand änderte sich bis zur
Schlusssirene nichts mehr und Thuringia bleibt im Lostopf.
SV Thuringia Königsee: Föhr, Dewender -
Göring (4),
Götz (7), Schmeißer (8), Meilahn (1), Pojonie (5),
Hanl (3)
OTZ Rudolstadt 04.11.08
HSV Ronneburg - SV Thuringia Königsee 35:28 (16:11)
Königsee wahrt Gesicht bei Medaillenanwärter
Handball, Oberliga: Oldenburg trifft neun Mal
Von Gerd Wagner
Die Königseer, welche als Außenseiter die Reise zum
Duell der Oberliga-Urgesteine angetreten hatten, machten sich trotzdem
leichte Hoffnungen. Diese begründete man mit dem Pokalturnier
der Gastgeber, welches sie nur zwei Tage vor dieser Begegnung
bestritten hatten. Doch vom erhofften
Kräfteverschleiß war nicht viel zu erkennen.
Thuringia begann nervös, vergab die klarsten
Möglichkeiten und machte schon in den Anfangsminuten Seidemann
im HSV-Kasten berühmt. Die Gastgeber nahmen das gelassen hin
und schufen sich durch das Unvermögen ihrer Gegenüber
eine 3:0-Führung (4.). Das brachte bereits frühzeitig
Coach Steffen Varchmin auf die Palme, der nun die Anschlusstreffer
durch Dademasch sah (2:3, 5.). Das erwies sich jedoch als Strohfeuer,
da Ronneburg sofort wieder im Bilde war und sich absetzte (5:2, 8.).
Einziger Lichtblick bis dato der junge Föhr im Thuringia-Tor,
der in diesen Minuten Schlimmeres verhinderte (2:6, 13.). So pegelte
sich die Partie mit der Zeit auf eine Vier-Tore-Differenz ein (4:8,
15.). Auch in der Folgezeit hatten die Varchmin-Schützlinge so
ihre Probleme mit einem erfolgreichen Abschluss. Doch nach wie vor
hielt sich der Rückstand in Grenzen (7:11, 21.), an dem
Föhr weiter seine Aktie hatte. Als sich allerdings die
Fehlerquote seiner Vorderleute häufte, war auch er machtlos
und das Resultat klarer (8:15, 25.).Den Rückstand nach der
Pause wollte man nicht weiter anwachsen lassen. Doch dies bedurfte
einer gewaltigen Steigerung im zweiten Durchgang. Thuringia
knüpfte nahtlos an die Vorpausenleistung an und geriet
zunächst weiter ins Hintertreffen (12:19, 34.). Das hatte man
sich bei weiten nicht so vorgestellt auf Seiten der
Rinnestädter, die nun langsam wieder einzubrechen schienen
(12:20, 36.) und die Zehn-Tore-Differenz vor Augen bekamen. Doch noch
konnten die Königseer dies hinauszögern (14:21, 38.),
was aber nur noch eine Frage der Zeit schien (14:23, 40.).
Realität wurde die Zehn-Tore-Marke erstmals beim 28:18 (47.).
Thuringia kämpfte aufopferungsvoll gegen ein weiteres
Auswärtsdebakel (20:28, 48.). Nun fielen die Tore
hüben wie drüben wie reife Früchte. Kurz vor
der Schlusssirene kamen die Rinnestädter etwas besser zum
Zuge, Ronneburg ließ nun etwas locker, so dass das
Endergebnis in Grenzen gehalten werden konnte.
Thuringia: Föhr, Szotowski - Göring (1), Dademasch
(8), Hüttner (4), Pojonie, Schmeißer (3), Oldenburg
(9), Meilahn, Varchmin (3)
OTZ Rudolstadt 27.10.08
SV Hermsdorf - SV Thuringia Königsee 37:22 (14:12)
Königsee bricht nach der Pause ein
Handball, Oberliga: Berechtigte Hoffnung bei der Thuringia schwindet
schnell
Von Gerd Wagner
Nach ihrem ersten Doppelpunktgewinn gegen Gera sind die
Königseer mit Selbstvertrauen zum Regionalliga-Absteiger
gereist, auch wenn man auf den verletzten Schmeißer und den
sich bei Thuringia abgemeldeten Förster verzichten musste.
Geschürt war diese Hoffnung vom bisher nicht gerade
überzeugenden Auftreten der Hermsdorfer, welche sich schon
fünf Minuspunkte eingehandelt haben. Für die
Gäste aus der Rinnestadt sah das zunächst 30 Minuten
lang gut aus. Doch die ersten zehn Minuten des zweiten Durchgangs
reichten den Gastgebern, um klar Schiff zu machen. Hermsdorf
übernahm vom Anpfiff weg die Initiative und führte
schnell 2:0. Die Varchmin-Schützlinge blieben ruhig und cool,
trafen jetzt mit und kamen zum 3:3. Turbulenter wurde es als sich der
Ex-Regionalligist auf 7:4 bzw. 10:6 absetzen konnte. Die
Königseer verloren das Spiel jedoch nicht aus den Augen,
setzten zur Aufholjagd an, welche glückte (11:11). Auch in den
letzten Minuten des ersten Spielabschnittes blieben die Mannen vom
Schiefer zur Überraschung von Hermsdorf und seiner Fans ein
gleichwertiger Kontrahent, der sich bis dato berechtigte Hoffnungen
machen konnte.Doch mit Beginn der zweiten 30 Spielminuten schwand der
Hoffnungsschimmer. Unterzahlspiel sowie eine Menge technischer Fehler
veränderten das Gesicht der Rinnestädter, welche bis
zur 40. Minute nur zwei Mal trafen. Anders die Hermsdorfer. Sie
erkannten die Gunst der Stunde, versenkten in dieser Zeit neun Mal und
sorgten mit ihrem Zwischenspurt zum 23:14 für klare
Verhältnisse. Thuringia hatte nun erneut einen
Zehn-Tore-Rückstand vor Augen, der beim 26:16 zur Wirklichkeit
wurde. Die Gäste blieben auch ein weiteres Mal von ihrer
Vorpausenleistung alles schuldig, kamen nur noch selten zu weiteren
Treffern, so dass sich die Differenz langsam weiter erhöhte
(28:16, 30:17, 33:19). Das änderte sich auch in den letzten
Minuten nicht mehr, wo den Rinnestädtern die
Enttäuschung ins Gesicht geschrieben war.
Da half auch das Wiedersehen mit Radek Najman nichts, der sechs Treffer
für seine neuen Vereinsfarben beisteuerte.
Thuringia: Föhr, Szotowski, Dewender - Göring (2),
Götze, Dademasch (6), Hüttner (3), Pojonie, Hanl (1),
Meilahn
(1), Oldenburg (6), Varchmin (3).
OTZ Rudolstadt 20.10.08
SV Thuringia Königsee - Post SV Gera 30:20 (13:12)
Bei Thuringia Königsee ist der Bann gebrochen
Handball, Oberliga: Mit Leidenschaft zum Sieg
Von Gerd Wagner
In Königsee wird derzeit alles getan, um sich das erste
Erfolgserlebnis in der Saison zu verschaffen.
Nachdem Coach Steffen Varchmin mit ins Team gerückt ist,
überzeugte man jetzt auch Ralf Götze, der erst einmal
die Abwehr
mit stabilisieren soll, so der Thuringia-Coach. Es war zuvor klar, dass
es ein Kampf auf Biegen und Brechen wird, doch ob das alles so klappt
wie gedacht mussten die 60 Spielminuten zeigen. Am Ende jubelte man am
Schiefer, da der Bann gebrochen werden konnte.
Thuringia begann lautstark im Abwehrverhalten, doch der
Rückstand war zunächst nicht zu vermeiden, dem
postwendend der Ausgleich folgte. Die Gastgeber
blieben auch in den weiteren Minuten knapp hinten und zur Aufholjagd
gezwungen, was weiter gelang. So blieb man vorerst weiter
in der Verfolgerrolle (3:4,12.). Just in diesen Minuten kam der
ersehnte Führungswechsel (5:4,13.), der jedoch schnell wieder
vergeigt war (5:6,14.). Dann kam das Aus für Jörg
Schmeißer nach einer Platzwunde am Kopf. Gera schien die
Nerven auf seiner Seite zu haben und baute die
knappe Führung aus (7:5,15.). Doch die Thuringia-Mannen
antworteten (7:7, 16.) und kamen zum zweiten Mal in Vorderhand (8:7,
18.).
Beide Mannschaften kämpften verbissen. Hüben wie
drüben standen die Torhüter im Mittelpunkt, welche es
den Angreifern schwer
machten (9:9, 24.). Thuringia blieb knapp vorn, was sich kurz vor der
Pausensirene änderte (11:12, 28.). Sekunden vor dem Ende des
ersten Durchgangs war es doch Coach Varchmin vorbehalten, seine Farben
in Vorderhand zu bringen.
Für die zweiten 30 Minuten war nun Konzentration und Kondition
gefragt, sollte die gute Ausgangsposition nicht preisgegeben werden.
Die Rinnestädter hatten in dieser Phase mehrfach die
Möglichkeit, sich deutlicher abzusetzen, was ausgelassen
wurde.
So kam es lediglich zu einer Drei-Tore-Führung (15:12, 34.).
Die Gastgeber wurden in der Folgezeit langsam tonangebender. Hinten
entpuppte sich nun Königsees Keeper Christian Szotowski als
starker Rückhalt, was auf seine Vorderleute umschlug, die nun
trafen (17:12, 37.).
Die Euphorie war zwar in diesen Minuten groß, doch es war
noch nicht aller Tage Abend, da die Postler wieder näher kamen
(14:17, 39.).
Thuringia, aus mehreren hundert Kehlen angefeuert, kämpfte,
doch sicher war der Vorsprung nicht (19:15, 43.).
Königsee durfte sich auch weiter keine
größeren Aussetzer erlauben, die sich ab und an
einstellten, so dass Gera weiter hoffen konnte.
Der Post-Siebener suchte weiter seine Möglichkeit, nicht mit
leeren Händen den Schiefer zu verlassen, dem allerdings
Szotowski einige Dämpfer gab.
Das nutzten Rene Dademasch und Ralf Oldenburg, welche für
klarere Verhältnisse sorgten (22:16, 49.).
Zehn Minuten vor dem Ende schienen die Varchmin-Schützlinge
den Gästen den Nerv gezogen zu haben, die nun die Brechstange
auspackten.
Das kam den Königseern gelegen, welche die Zehn-Tore-Differenz
vor Augen hatten (25:17, 52.), die beim 28:18 (57.) umgesetzt wurde. Am
Ende nicht nur Erleichterung auf den Rängen sondern auch beim
Trainer, der seine Mannschaft in allen Belangen lobte.
Thuringia Königsee: Föhr, Szotowski, Dewender -
Pojonie (2), Götze (1), Schmeißer, Förster,
Oldenburg (7),
Dademasch (9), Meilahn (1), Hüttner (3), Hanl (4), Varchmin
(3).
OTZ Rudolstadt 13.10.08
LSV Ziegelheim - SV Thuringia Königsee
39:28 (18:15)
Königsee geht erneut die Luft aus
Handball, Oberliga: Fünfte Niederlage in Folge - Thuringia nun
allein ohne Pluszähler
Von Gerd Wagner
Mit am Ende 28 erzielten Treffern, und diese in fremden Gefilden
erzielt, haben schon so manches Team über Punktgewinne jubeln
lassen. Nicht die Königseer, welche nach den 60 Spielminuten
klar geschlagen die Heimreise von der
thüringisch-sächsischen Landesgrenze ins Rinnetal
antreten mussten. Mit dieser fünften Niederlage in Folge wird
die Situation für das Oberliga-Urgestein Königsee
immer prekärer. Nachdem in dieser fünften
Punktspielrunde der bisherige ebenfalls pluspunktlose Leidensgenosse
Thüringer HC Bad Langensalza gegen Behringen/Sonneborn sein
erstes Erfolgserlebnis feiern konnte, ist Thuringia nun alleiniges
Schlusslicht. Dies könnte bei den kommenden Ansetzungen gegen
Angstgegner Post SV Gera am heimischen Schiefer bzw. auswärts
bei den Meisterschaftsfavoriten SV Hermsdorf sowie HSV Ronneburg so
bleiben, falls nicht ein Wunder geschieht. Mit jedem weiterem
Doppelpunktverlust besteht jetzt die Möglichkeit, dass die
Varchmin-Schützlinge den Kontakt zum rettenden Ufer verlieren
- und das ein Jahr vor der 20-jährigen
Oberliga-Jubiläumssaison.
In der Höhle des Löwen von Ziegelheim traten die
Gäste zunächst couragiert auf und übernahmen
bis zum 3:2 drei Mal die Führung, welche der Gastgeber jeweils
im Gegenzug ausglich. Mit dem 4:3 wendete der Gastgeber das Blatt,
bekam das Match in den Griff und blieb bis zur Schlusssirene in
Vorderhand. Thuringia hielt jedoch zunächst zur
Überraschung des LSV-Lagers weiter dagegen und blieb dran
(6:7). Mit zunehmender Spieldauer wurde allerdings die
Überlegenheit bzw. Toredifferenz größer
(6:12). Die Königseer steckten das weg und kämpften
sich wieder in Reichweite (10:13). Näher ließ
Ziegelheim die Rinnestädter jedoch nicht kommen, welche sich
dank Fehlerquote der Gäste erneut absetzen konnten (16:10).
Die Schlussphase des ersten Durchgangs gehörte den
Varchmin-Schützlingen, denen es gelang, das Resultat
hoffnungsvoller zu gestalten (15:18).
An diese Leistung knüpften die Thuringia-Mannen zu Beginn der
zweiten 30 Spielminuten nahtlos an und versetzten den LSV mit seinen
Anhang ins Staunen (16:18, 17:19). Nach gut 40 Minuten war es jedoch
vorbei mit der Herrlichkeit und alle Hoffnungen schwanden.
Thuringia verlor das Stehvermögen, schlitterte in sein
bekanntes Dilemma und musste nun seinen Kontrahenten ziehen lassen
(29:20), der beim 31:21 den von den Fans geforderten
Zehn-Tore-Vorsprung realisieren konnte und diesen weiter ausbaute
(34:21). Dem Tabellenschlusslicht schwammen nun die Felle davon,
welches bis zur Schlusssirene bemüht war, nicht noch
ärger unter die Räder zu kommen.
Thuringia Königsee: Föhr, Szotowski, Dewender -
Förster
(1), Pojonie (2), Göring (1), Schmeißer (6),
Oldenburg (6),
Dademasch (7), Meilahn (4), Hüttner (1).
OTZ Rudolstadt 06.10.08
SV Thuringia Königsee - HSG Werratal 05 24:30 (10:13)
Ratlosigkeit um das Thuringa-Team
Handball, Oberliga: Dritte Heimniederlage - So kein Erfolgserlebnis bei
Königsee in Sicht
Von Gerd Wagner
Auch wenn sich Werratal als Aufsteiger am Schiefer
präsentierte sind sie keine Unbekannten. Sie waren lange Jahre
eines der Top-Teams des Thüringer-Handball-Oberhauses und
krönten ihre sportlichen Erfolge über die
Regionalliga bis hin zur zweiten Bundesliga, wo für sie durch
Insolvenz das Aus kam. Klein wieder angefangen haben sie sich nun
wieder auf die Handball-Bühne des Freistaates gespielt und wie
sie da schon wieder mitmischen mussten die Königseer erfahren.
Sie fanden keine Einstellung zum Spiel, blieben auch nach dem dritten
Heimauftritt ohne Zähler und sind nun ratlos, zumal nun ganz
dicke Brocken kommen. Thuringia begann die Partie unglücklich,
da sowohl Dademasch als auch Hüttner nur das Holz trafen.
Anders die Gäste, welche nach mehreren Anläufen in
Führung kamen. Die Königseer leisteten sich bereits
in dieser Anfangsphase zu viele technische Fehler, so dass die Mannen
aus Breitungen ihre Führung ausbauen konnten (4:1, 7.). Der
Gastgeber agierte auch in der Folgezeit äußerst
nervös (2:6, 12.). Thuringia, angefeuert von den
Rängen, mühte sich um die Korrektur, was langsam
gelang (4:7, 14.). Doch mehr wollte nicht gelingen (4:9, 18.). In
diesen Minuten behielt wenigstens der junge Föhr im Kasten die
Übersicht und vorn traf man auch etwas besser (7:9, 23.). Nun
schien der Knoten geplatzt, doch die Königseer trafen weiter
nur das Gebälk, so dass Werratal die Differenz
erhöhen konnte (11:8, 27.). Mit dem
Drei-Toren-Rückstand war zwar noch nicht aller Tage Abend, um
das Blatt zu wenden, doch dies bedurfte einer Energieleistung.
Und genau das forderte Coach Varchmin für den zweiten
Durchgang. Doch zunächst trafen erst einmal wieder die
Gäste, welche sich einen Fünf-Tore-Vorsprung schufen
(15:10, 32.). Thuringia blieb weiter nervös, so dass sich der
Rückstand erhöhte (11:17, 37.). Obwohl noch 20
Minuten Zeit waren das Blatt zu wenden, traute man dies den
Rinnestädtern nun nicht mehr zu (13:20, 42.). Hier lief ein
weiteres Mal einfach nichts zusammen (14:22, 46.). Vor heimischer
Kulisse bahnte sich ein Zehn-Tore-Rückstand an, gegen den sich
die Rinnestädter wehrten (16:22, 47.). Zehn Minuten vor dem
Ende wurde die Welt etwas freundlicher (18:23), was sich als Strohfeuer
erwies (18:27, 54.). Die Punkte waren erneut futsch, was die Lage immer
prekärer werden lässt.
Thuringia Königsee: Föhr, Dewender, Szotowski,
Göring, Förster, Dademasch (4), Hüttner (1),
Pojonie, Schmeißer (3), Meilan (3), Hanl (1), Oldenburg (12).
OTZ Rudolstadt 29.09.08
SV Thuringia Königsee - Ernest. Gotha 23:29 (12:13)
Wieder nichts Zählbares
Handball, Oberliga: Nach mäßiger Leistung steht
Königsee erneut mit leeren Händen da
Von Gerd Wagner
Nach den beiden Auftaktniederlagen hatten sich die Thuringia-Akteure
bei ihrem zweiten Heimauftritt einiges vorgenommen. Gegen die Gothaer
sollte das Punktesammeln losgehen, um nicht unter Druck zu geraden.
Doch Vorsicht war geboten, zumal man keine guten Erinnerungen an das
Vorjahr hatte. Am Ende stand Königsee dann allerdings nach
einer mäßigen Leistung erneut mit leeren
Händen da.Beide Vertretungen begannen tororientiert, suchten
den schnellen Weg, was den Gästen zunächst besser
gelang. Sie zogen in Führung (1:2, 5.). Die Gastgeber hatten
jedoch die entsprechende Antwort parat und wendeten das Blatt (3:2,
6.). Die Freude währte aber nicht lange (4:4, 10.), zumal die
Königseer im Vorwärtsgang schluderten. Da sich die
Ernestiner um den Ex-Königseer Irmisch dem anschlossen,
entstand kein weiterer Schaden für die Rinnestädter,
die erneut in Vorderhand kamen (6:4, 16.). Thuringia kämpfte
und zerrte mächtig an den Ketten, doch unbegreifliche
Leichtsinnsfehler brachten das Team um weiteren Lohn. Das war das
gefundene Fressen für die Gothaer Gäste, die im Spiel
blieben (6:6, 19.). Weitere große Unkonzentriertheiten
konnten sich die Königseer um ihren mitspielenden Coach
Steffen Varchmin nicht leisten. Die allerdings blieben und
ließen Gotha wieder in Führung kommen (8:9, 23.).
Die Gäste erwiesen sich auch heuer wieder als ein
äußerst unbequemer Gegner, mit dem die Mannen vom
Schiefer ihre liebe Mühe hatten (10:11, 25.). Thuringia lief
nun einem Rückstand hinterher, der sich auf zwei Treffer
erhöhte, jedoch bis zur Pausensirene wieder zusammenschmolz.
Mit dem knappen Halbzeitrückstand war noch alles
möglich. Um allerdings in die Erfolgsspur zu kommen, musste
Nervosität und Unachtsamkeit at acta gelegt und
mannschaftsdienlicher gespielt werden, was nicht gelingen wollte. Die
Gastgeber kamen einfach nicht in ihr Spiel, was die Gothaer merkten.
Thuringia mühte sich, hatte Lichtblicke und kam zum Ausgleich
(14:14, 35.). Zu mehr sollte es jedoch nicht reichen. Die
Gäste behielten die Übersicht, trafen aus dem
Rückraum, was sie in Vorderhand ließ (14:16, 38.).
Was Königsee in diesen Minuten
angriffsmäßig bot, sah nicht nach dem ersten
Erfolgserlebnis aus. Thuringia ließ Gothas
Rückraumschützen schalten und walten, und vorn
haperte es an der Präzision, so dass die Gäste ihre
Zwei-Tore-Führung weiter behaupten konnten und diese langsam
begannen auszubauen (16:19, 42.). Königsee versuchte, sich
gegen die drohende Niederlage aufzubäumen, was auch mit der
Brechstange nicht gelang. Bei den Rinnestädtern lief auch
weiterhin nicht viel zusammen. Sie hatten wegen Zeitstrafen nur vier
Akteure auf dem Spielfeld und kassierten weitere Treffer, die sie nun
immer aussichtsloser zurückwarfen (17:22, 49.).
Knapp zehn Minuten vor dem Ende war eine stabile Deckung gefragt, und
vorn mussten endlich die nötigen Treffer her. Doch die
Gäste spielten clever und ließen sich durch nichts
aus der Fassung bringen (20:24, 54.). Ein Aufbäumen war zwar
den Rinnestädtern anzumerken, was die Gothaer wegsteckten
(26:22, 56.). Königsee lief die Zeit davon, und an eine Wende
glaubte nun auch keiner mehr. So bleiben die Rinnestädter auch
nach dem dritten Spieltag gemeinsam mit dem Thüringer HC ohne
Pluspunkt im Tabellenkeller.
Thuringia: Föhr, Szotowski, Dewender, Hüttner (5),
Pojonie (2), Dademasch (3), Oldenburg (7), Schmeißer (5),
Varchmin (1), Meilan, Hanl
OTZ Rudolstadt 23.09.08
ThSV Eisenach II - SV Thuringia Königsee 40:26
(19:11)
Viel Leerlauf im Königseer Spiel
Handball, Oberliga: Thuringia kann keine Schadensbegrenzung betreiben
Von Gerd Wagner
Mit gemischten Gefühlen, nicht nur wegen des ungeliebten
Sonntag-Spieltags, sondern auch wegen des Ausfalls von Hanl sowie eines
gesundheitlich angeschlagenen Hüttner gingen die
Königseer die Partie in der Aßmann-Sporthalle an.
Die Gastgeber, eine Besetzung aus jungen Heißspornen, waren
scharf auf die Rinnestädter, wollte man doch die
Auftaktniederlage vergessen machen, was am Ende klappte. Thuringia
begann vorsichtig bzw. abwartend und eröffnete den Torreigen.
Die Eisenacher Gastgeber steckten das weg, fackelten nicht lange und
drehten den Spieß (3:1, 3.). Königsee tat sich zu
diesem Zeitpunkt bereits schwer in seinem Abwehrverhalten bzw.
scheiterte vorn mehrfach am ThSV-Keeper. Das war natürlich ein
gefundenes Fressen für die jungen Wilden aus der Wartburgstadt
(6:2, 7.), die wirbelten. Thuringia mühte sich um mehr
Präzision, was auch weiterhin nicht so richtig klappen wollte,
doch man blieb wenigstens dran (5:7, 9.).
Königsee schien nun optisch besser ins Spiel zu kommen,
allerdings klafften im hinteren Bereich immer noch zu große
Lücken, so dass sich die Tore-Differenz wieder
erhöhte (5:9, 13.). Die Varchmin-Schützlinge steckten
das erneut weg, nutzten nun einige Ungenauigkeiten der Gastgeber und
verkürzten erneut (8:10, 16.). In diesen Minuten entwickelte
sich ein abwechslungsreiches Spiel, bei dem man den
Rinnestädtern mehr Cleverness gewünscht
hätte. So war Eisenach der Nutznießer und setzte
sich ab (13:8, 22.). Fünf Minuten vor der Pausensirene wurde
es immer brenzliger für die Thuringia-Sieben, die kaum noch zu
Treffern kam und die Zehn-Tore-Differenz vor Augen hatte, die
Zeitstrafen zu begünstigen schienen, doch noch aufgehalten
werden konnte.
Auch mit Beginn des zweiten Durchgangs waren die Gastgeber besser im
Bilde, während bei den Königseern der Leerlauf
dominierte. Vorn versuchte man es mit der Brechstange und hinten
konnten die Lücken nach wie vor nicht geschlossen werden, so
dass es nun zur Zehn-Tore-Differenz kam (22:12, 36.). In dieser Phase
lief nun rein gar nichts mehr auf Seiten der Rinnestädter, die
allerdings auch keine Alternativen hatten. Der Rückstand
erhöhte sich nun weiter (12:24, 38.). Die Gäste
ergaben sich in dieser Situation nicht ihrem Schicksal und versuchten,
das Resultat in Grenzen zu halten (14:24, 42.).
Eisenachs Zweit-Bundesliga-Reserve quirlte weiter vor der
Königseer Hintermannschaft und traf (28:15, 45.). Knapp zehn
Minuten vor Ultimo war die Partie längst gelaufen. Doch die
Rinnestädter mühten sich weiter um Schadensbegrenzung
(19:32, 52.). In den letzten Minuten bekamen die Angriffsreihen
eindeutig das Sagen, welche nun nach belieben trafen (25:37, 58.). Am
Ende kam es zu der wohl eingeplanten Niederlage, die in der
Schlussphase ausuferte.
Thuringia: Föhr, Szotowski - Förster,
Hüttner (3),
Pojonie, Dademasch (7), Schmeißer (3), Oldenburg (6), Meilahn
(3), Göring (4).
OTZ Rudolstadt 15.09.08
SV Thuringia Königsee - Goldbach/Hoch. 19:24 (11:12)
Trotz Niederlage mit Leistung zufrieden
Handball, Oberliga: Thuringia Königsee bietet im Auftaktspiel
Favoriten lange Paroli)
Von Gerd Wagner
Von einem Lieblingsgegner wollte man auf Thuringia-Seite nichts wissen
bei diesem Auftaktspiel der neuen Saison. "Die Karten werden in jedem
Jahr neu gemischt und so schätzen wir uns als
Außenseiter ein", so die Meinung von der Königseer
Bank. Die Gastgeber wollten natürlich an ihre Erfolge der
letzten Jahre anknüpfen. Und man begann mit der entsprechenden
Konzentration, spielte in den Startminuten clever, was zu einer
2:0-Führung führte (2.). Diese weiter auszubauen
wurde durch technische Fehler versiebt. Goldbach/Hochheim, als
Meisterschaftsanwärter gehandelt, blieb das bis dato schuldig,
zumal sich die Varchmin-Crew weiter absetzen konnte (4:0, 6.). Die
Blau-Weißen agierten weiter äußerst
unkonzentriert und begannen ihren Torreigen erst nach acht Spielminuten
(1:4). Auch in den weiteren Minuten hielt die Dominanz der Mannen vom
Schiefer an. Mit der Zeit kamen die Gäste besser in ihr Spiel
und begannen zu verkürzen (3:5, 12.). Die Partie wurde nun
ausgeglichener. Doch strittige Szenen standen nun auf der Tagesordnung,
welche sich gegen die Gastgeber richteten. Thuringia wehrte sich und
blieb weiter vorn (7:4, 16.). In diesen Minuten entwickelte sich ein
temposcharfes Match. Die Rand-Gothaer waren nun im Kommen, zumal den
Rinnestädtern kein weiterer Treffer gelang (6:7, 21.). Die
Gäste waren jetzt drauf und dran am Ausgleich, der auch fiel
(8:8, 24.). Königsee ließ sich davon nicht
beeindrucken, schuf sich erneut eine Zwei-Tore-Differenz (10:8, 26.),
welche allerdings nicht lange Bestand hatte (11:11, 29.). Fast mit der
Pausensirene kam Goldbach/Hochheim dann erstmals in Vorderhand.
Auf Grund der bis dato gezeigten Leistung war noch einiges zu erwarten
in den zweiten 30 Spielminuten, in denen die Thuringia-Mannen
zunächst erfolglos blieben und weiter in Rückstand
gerieten (11:14, 34.). Die Gastgeber konnten in diesen Minuten nicht an
ihre Vorpausenleistung anknüpfen (11:15, 40.). Nach zehn
Spielminuten des zweiten Durchgangs dann endlich wieder ein Treffer der
Einheimischen (12:15, 41.).
Thuringia rackerte, zerrte an den Ketten und wurde belohnt (14:16,
44.). Allerdings rückte der Ausgleich nicht in greifbare
Nähe, da Bälle leichtfertig vergeben wurden. Doch bei
einem Zwei-Tore-Rückstand starben die Hoffnungen nicht. In
dieser Phase wurde die Partie hektischer, bei der die Gäste
die bessere Übersicht bewiesen und ihren Vorsprung ausbauen
konnten (20:16, 55.). In der Schlussphase kontrollierte der Gast das
Match und ließ sich den Doppelpunktgewinn nicht mehr aus der
Hand nehmen.
Thuringia: Szotowski, Föhr, Hüttner (4), Pojonie,
Göring, Schmeißer (3), Oldenburg (6), Dademasch (4),
Meilahn, Hanl (2)
Saison 2008/2009
OTZ Rudolstadt 20.08.08
Saisonrückblick
Von allem etwas
Handball, Oberliga, Rückblick: Jubel, Enttäuschung
und Trauer in Thuringia-Reihen
Von Gerd Wagner
Die mittlerweile 18. Handball-Oberligasaison für die
Königseer Thuringia-Sieben gehört der Vergangenheit
an. Und diese ähnelte in einigen Punkten der vorhergehenden.
Sie war erneut geprägt von Jubel bzw. Enttäuschung
und zum Schluss kam Trauer sowie Fassungslosigkeit hinzu, als man sich
von einem Nachwuchstalent für immer verabschieden musste. Doch
unter dem Schlussstrich waren die Fans und Spieler am Saisonende
zufrieden, denn der Klassenerhalt hing vor den letzten Begegnungen
nicht mehr am seidenen Faden. Dabei hätten die Mannen aus der
Schiefersporthalle gar nicht besser in die Saison starten
können, da man nach Siegen beim Neuling
Könitz/Saalfeld und Hermsdorf II einen Saisonstart nach
Maß feiern konnte. Nach Niederlagen gegen Eisenach II sowie
Sonneberg ging gegen Goldbach/Hochheim erneut ein Stern auf, als der
Tabellenzweite unter großem Jubel zum Straucheln gebracht
wurde. Er erweist sich nach seiner dritten Niederlage in Folge in
Königsee immer mehr als der Lieblingsgegner der
Rinnestädter.
Doch diese Euphorie konnten die Thuringia-Mannen nicht mitnehmen. Es
folgten Niederlagen und zum Teil arg peinliche Vorstellungen, die zum
Tabellenende tendierten. Das veranlasste die Königseer
Handball-Verantwortlichen Coach Thomas Hohmann von seinen Aufgaben zu
entbinden. Mit Steffen Varchmin übernahm ein Mann die
Verantwortung, dem alle Sympathien entgegengebracht wurden. Er kniete
sich förmlich in seine Aufgabe, führte
Gespräch über Gespräch, richtete die
Mannschaft langsam wieder auf und ging selbst wieder als Turm in die
Schlacht.
Man sah seine Handschrift, doch Erfolge blieben zunächst
weiter aus. Und als ausgerechnet mit den Apoldaern am Hinrundenende ein
heißer Medaillenanwärter am Schiefer aufkreuzte,
schlugen die Rinnestädter wieder zu. Auch zum
Rückrundenstart blieben die Punkte am Schiefer, als
Schlusslicht Könitz/Saalfeld seine Visitenkarte abgab. Dem
folgten acht Niederlagen in Folge, bevor der zweite Neuling
Behringen/Sonneborn geknackt und der Klassenerhalt geschafft wurde. Auf
Grund des Königseer Trauerfalls wurde das letzte Heimspiel
gegen Erfurt/Bad Langensalza verlegt, welches allerdings zum
Wochentermin nicht antrat.
Alle vier Zähler erspielten sich die Königseer gegen
den nur einen Oberliga-Sommer tanzenden Kreisrivalen
Könitz/Saalfeld. Je einen Sieg und eine Niederlage verbuchten
die Varchmin-Schützlinge gegen Hermsdorf II,
Goldbach/Hochheim, Ronneburg, Behringen/Sonneborn, Erfurt/Bad
Langensalza sowie Apolda, während man gegen Eisenach II,
Sonneberg, Ziegelheim, Gotha, Bad Blankenburg bzw. Gera mit leeren
Händen dastand. Königsee landete sieben Heimerfolge
und einen Auswärtssieg. In heimischen Gefilden waren die
Thuringia-Akteure sechsmal die Unterlegenen und in fremden Gefilden
zwölfmal. Mit 16:36 Punkten sowie 647:751 Toren werden die
Rinnestädter 2007/2008 auf Rang elf geführt.
Torschützenkönig in den Thuringia-Reihen wurde Radek
Najman mit 166 Treffern, der auch bei allen 26 Begegnungen dabei war.
Jenseits der 100 war nur noch Ralf Oldenburg, welcher 109 Mal traf.
Für die Königseer spielten in der 18. Oberliga-Saison
Cadek (24 Spiele), Föhr (20) und Merten (1) im Tor. Vor den
Keepern agierten Oldenburg (21/109), Knedlik (16/14), Friedrich
(17/38), Dademasch (19/85), Förster (7/2), Götz
(8/9), Göring (15/18), Lächa (5/1), Hüttner
(21/83), Pojonie (10/26), Brähne (1/0), Najman (26/166),
Varchmin (8/38), Schmeißer (19/58) und Riwe (1/0).
Nach neunjähriger Vereinszugehörigkeit gaben Jan
Cadek und Radek Najman unter großem Beifall ihre
Anschiedsvorstellung. Während der eine oft der Titan im Kasten
war, war der andere stets in der Torschützenliste
Thüringens vorn vertreten. Gespannt darf man sein, ob und wie
sich das Gesicht der Königseer verändern wird.
Verstärkungen sind ohne Frage existentiell vonnöten,
da auch Friedrich auf Grund von Bänderrissen für die
angehende 19. Oberliga-Saison vorläufig ausfällt.
OTZ Rudolstadt 19.08.08
SV Thuringia Königsee - TSV Knittlingen 24:22 (8:13)
Königseer kippen Spiel in den letzten Minuten
Handball, Testspiel: Gäste führen lange
Von Gerd Wagner
Nach Monaten der Handballruhe am Königseer Schiefer stellte
sich die Thuringia-Sieben erstmals in der Saison 2008/2009 vor. Voll
aus dem Athletiktraining kommend, wo es kaum Ballberührungen
gab, so Coach Steffen Varchmin, sollte man noch keine Wunderdinge
erwarten. Doch was die Gastgeber in den Anfangsminuten boten, sah
zunächst nicht schlecht aus gegen die Gäste aus
Baden-Württemberg, in dessen Reihen mit Tilo
Schubert ein Ex-Königseer steht und die in der Rinnestadt ein
Trainingslager absolvieren. Thuringia übernahm vom Anpfiff weg
die Initiative, warf sich in Führung, welche die
Gäste aus Knittlingen jedoch stets ausgleichen konnten (3:3,
5.). Dieses Bild änderte sich beim 4:3 (8.), dem auch das 5:3
(9.) der Gäste folgte. Die Gastgeber bekamen in diesen Minuten
immer mehr Sand in ihr Getriebe, was die Akteure des TSV weiter nutzten
und sich einen Drei-Tore-Vorsprung schufen. Trotz der Mühen
und des Rackerns kam auch in den folgenden Minuten keine
Resultatsverbesserung zustande (4:7, 14.). Die Rinnestädter
wirkten überhastet und unsicher, was zu zahlreichen Fehlern
führte. Da sich die Gäste dem zeitweise anschlossen,
blieb das Ergebnis im Rahmen. Mit der Zeit kamen die
Rinnestädter wieder etwas besser zum Zuge, was sie
näherbrachte (6:8, 21.). Weiter auf Tuchfühlung
ließen die Knittlinger die Mannen vom Schiefer nicht kommen,
welche die Gunst der Fehlerquote zum Erhöhen nutzten (13:7,
28.).
Auch mit Beginn des zweiten Durchgangs war auf Seiten der
Königseer keine Besserung in Sicht. Weiterhin gab es viele
Ungereimtheiten, Missverständnisse und ausgelassene klare
Möglichkeiten, die die spielerisch homogener wirkenden
Baden-Württemberger weiter nutzten (15:9, 36.). Ab und an
blitzten jedoch gelungene Spielzüge bei den Gastgebern auf,
welche die Thuringia-Sieben näherbrachte (12:16, 39.9. Dem
folgte jedoch schnell wieder Leerlauf, den auch die Knittlinger nun
immer häufiger bekamen. In dieser Phase wussten sich die
Rinnestädter zu steigern und brachten sich erneut ins
Gespräch (16:17, 46.). Thuringia besaß jetzt
mehrfach die Möglichkeit gleichzuziehen, was nicht gelang.
Davon profitierte erneut der TSV, welcher sich wieder absetzte (19:16,
52,). Doch die Königseer bäumten sich in dieser
Schlussphase erneut auf, kamen zum Ausgleich und kippten in den letzten
beiden Minuten die von vielen schon abgeschriebene Partie, wo man
zunächst zum 22:21 (58.) kam und diese Führung nicht
wieder aus den Händen gab.
Thuringia: Föhr - Lächa (1), Hüttner (3),
Förster, Götz (1), Göring (2),
Schmeißer (5), Oldenburg (7), Dademasch (5).
OTZ Rudolstadt 24.05.08
SV Thuringia Königsee - HSV Bad Blankenburg 32:34
(14:16)
Saisonabschluss und Generalprobe
Handball, Freundschaftsspiel
Von Gerd Wagner
Ein Dank gilt dem neuen Thüringer Handballmeister bzw.
Ortsnachbar Bad Blankenburg, der sich zu diesem freundschaftlichen
Vergleich zur Verfügung stellte und den Königseern
einen würdigen Saisonabschluss ermöglichte. Doch
bevor diese Partie durch das Ehepaar Jung (Gera), welche sich aus der
Oberliga verabschiedeten, angepfiffen wurde, gab es noch Ehrungen. So
wurde die zweite Mannschaft geehrt, die innerhalb von zwei Spieljahren
die Meisterschaft der Verbandsklasse und Verbandsliga schafften. Des
Weiteren wurden nach neun Thuringia-Jahren Jan Cadek sowie Radek Najman
verabschiedet, die über diese Jahre das Spiel der
Königseer mit prägten. Und zum guten Schluss gedachte
man dem unlängst bei einem tragischen Unglück
verstorbenen Mitspieler. Beim Spiel der beiden Ex-Kreisrivalen ging
Thuringia zunächst in Führung, doch die
Kurstädter antworteten sofort. Der HSV glich aus und
übernahm die Führung (3:1, 3.). Die Gastgeber wirkten
in den Anfangsminuten unkonzentriert, was die Gäste weiter
nutzten (6:2, 6.). Der HSV hatte in diesen Minuten ein leichtes Spiel,
so dass Coach Varchmin frühzeitig die grüne Karte
zog. Auch in der Folgezeit hielt die Torflaute der Mannen vom Schiefer
an, welche Najman beendete (3:7, 9.). Bad Blankenburg diktierte weiter
das Geschehen und ließ nichts anbrennen. Mit Szotowski
(Könitz/Saalfeld) brachten die Königseer ein neues
Gesicht zwischen die Pfosten, der zur Probe spielte. Von da an ging es
aufwärts auf Seiten des Oberliga-Urgesteins, allerdings
verfehlten die Schwarzataler auch einige Male das Gehäuse
(8:10, 16.). Nun hatte das Spiel seine Würze und wurde
spannend. In dieser Phase war der Ausgleich in greifbarer
Nähe, den die Königseer jedoch ausließen,
so dass die Zwei-Tore-Differenz weiter Bestand hatte (10:12, 21.). In
der Folgezeit zogen die Mannen vom Thüringenmeister wieder an,
was sich sofort an der Anzeigetafel bemerkbar machte (15:10, 25.). Kurz
vor der Pausensirene setzten sich die Varchmin-Schützlinge
wieder besser in Szene, kamen wieder in Ausgleichnähe (14:15,
29.), doch der nächste Treffer kam erneut auf das Konto des
HSV.
Nach mehreren Anläufen auf beiden Seiten eröffnete
Thuringia wie schon zu Beginn den Torreigen, verkürzte und
wieder antworteten die Kurstädter (20:16, 35.). In diesen
Minuten eine Schrecksekunde auf Seiten der Bad Blankenburger, als
Keeper Recknagel unglücklich mit Göring
zusammenprallte, doch zum Glück weiterspielen konnte.
Königsee zerrte nun wieder mächtig an den Ketten, um
nicht weiter in Rückstand zu geraten (18:20, 39.). Die Partie
pegelte sich nun wieder auf eine Zwei-Tore-Differenz ein, was die
Fanblöcke zur Hochstimmung trieb. Als sich allerdings wieder
gravierende Ungenauigkeiten bei den Rinnestädtern
einschlichen, bedankte sich der HSV (25:20, 44.). Doch die
Thuringia-Mannen gaben nicht klein bei (23:25, 47.), ließen
jedoch auch weiterhin gute Möglichkeiten ungenutzt. Knapp zehn
Minuten vor dem Ende führte Bad Blankenburg weiter mit zwei
Treffern, die einfach nicht verkürzt werden konnten (28:30,
55.). In den letzten Minuten übertrafen sich beide
Vertretungen im Auslassen von Torchancen, so dass die Abwechslung bis
zur Schlusssirene blieb.
Thuringia: Föhr, Cadek, Szotowski, Lächa (1),
Hüttner (4), Pojonie, Najman (7), Göring (1),
Schmeißer (1), Oldenburg (12), Dademasch (6), Varchmin,
Förster.
OTZ Rudolstadt 19.05.08
HSV 90 Apolda - SV Königsee 29:22 (17:9)
Das Gesicht beim Dritten gewahrt
Handball, Oberliga: Spielertrainer Varchmin trifft für
Thuringia am meisten
Von Gerd Wagner
Im ersten Spiel nach dem tragischen Unglück ihres jungen
Mitspielers lief bei den Königseern längst nicht
alles so zusammen, wie sie sich das gedacht hatte. Ohne ihren
Langzeitverletzten Lars Friedrich mussten sie zu dieser
Saisonhalali-Partie zudem auf Ralf Oldenburg und René
Dademasch verzichten, so dass Gernot Brähne aus der zweiten
Mannschaft eine Einsatzchance bekam. Die Ausfälle konnten die
Rinnestädter nicht kompensieren und kamen schon in den
Anfangsminuten mit mehreren Toren ins Hintertreffen. Ein sich
anbahnendes Debakel wollten sie aber unbedingt abwenden.
Apolda begann konzentriert, war zielstrebig und konsequent und
untermauerte, wer Herr im Haus ist, um durch keinen Ausrutscher den
Bronzerang in Gefahr zu bringen. Die Gastgeber kamen schnell zu einer
2:0-Führung (3.), bevor die Ostthüringer ihren ersten
Treffer erzielen konnten (1:2, 3.). Bei den Gästen
häuften sich in diesen Minuten bereits die Ungenauigkeiten, so
dass sich die Glockenstädter weiter absetzen konnten (6:1,
9.). Königsee versuchte alles, um sein Spiel zu finden, was
aber nicht so richtig gelingen wollte, so dass sich das Spiel auf eine
Fünf-Tore-Differenz einpegelte (11:6, 20.). Als auf Seiten der
Gäste weitere Treffer ausblieben, steuerte Apolda auf den
Zehn-Tore-Unterschied zu (15:6, 23.), den Thuringia bis zum Pausentee
noch abwenden konnten.
Auch mit Beginn des zweiten Durchgangs änderte sich das Bild
nicht. Königsee agierte weiter mit einer hohen Fehlerquote,
welche Apolda nutzte und sich erstmals mit zehn Treffern absetzte
(21:11, 37.). In der Folgezeit konnten die Rinnestädter den
Vorsprung zwar wieder leicht abbauen, doch beim 25:15 (47.) hatte
dieser erneut Bestand. Hoffnungen auf ein freundlicheres Resultat
keimten, als Apolda nun einige Male leer ausging, dafür die
Rinnestädter trafen (18:25, 50.). Mehr ließen die
Gastgeber nicht zu, welche die Königseer auf Distanz halten
konnten. Die letzten zehn Spielminuten verliefen in puncto Tore
ausgeglichen, so dass es bis zur Schlusssirene bei der
Sieben-Tore-Differenz blieb, was auch ein Verdienst von Spielertrainer
Steffen Varchmin war, der in der Abwehr seinen Mann stand und im
Vorwärtsgang acht Mal traf.
Königsee tut diese Niederlage nicht weh. Die Mannen vom
Schiefer hatten bereits ihr Saisonziel Klassenerhalt erreicht. Nun
werden die Karten neu gemischt in der Vorbereitung des 19. Spieljahres,
in dem auch zum 19. Mal neben Ronneburg wieder der Name Thuringia
Königsee vertreten sein wird.
Thuringia: Föhr, Cadek; Lächa (1), Hüttner
(5), Pojonie
(1), Najman (5), Göring (1), Schmeißer (1),
Brähne,
Varchmin (8).
OTZ Rudolstadt 29.04.08
Post SV Gera - Thur. Königsee 41:34 (16:17)
Königseer unterliegen in der zweiten Halbzeit
Handball, Oberliga: Spiel wieder zu lang
Von Gerd Wagner
Am ungeliebten Sonntag weilte Thuringia in der Geraer Panndorf-Halle.
Doch die Rinnestädter sahen lange gut aus, bis das alte
Problem der verflixten zehn Minuten begann. Thuringia begann
konzentriert, nutzte seine Angriffe optimal, was sie nach dem
jeweiligen Geraer Ausgleich stets in Vorderhand brachte (3:2, 5.). Mehr
ließ das Post-Team zunächst nicht zu. Auch in den
weiteren Minuten das gleiche Spiel. Königsee legte vor und
zwang Post zur Aufholjagd (6:5, 9.). Nach einem verworfenen
Gastgeber-Siebenmeter hatten die Gäste die
Möglichkeit, sich eine Zwei-Tore-Führung zu schaffen,
welche vergeben wurde. So blieb es auch in der Folgezeit eng. Nach
knapp einer Viertelstunde konnten die Gastgeber erstmals das Blatt
durch einen der zahlreichen Strafwürfe wenden (8:7, 13.), dem
gleich der nächste folgte, welcher die Geraer vorn
ließ. Als Thuringia allerdings vorn zweimal in Folge leer
ausging, konnten die Gastgeber weiter erhöhen (10:8, 16.).
Königsee kämpfte aufopferungsvoll weiter, um in
Reichweite zu bleiben, was bis dato gelang (10:11, 22.). Und als sich
Oldenburg in der Abwehr das Leder angelte, zum Tempogegenstoß
ansetzte, war der Ausgleich wieder da (12:12). Im Anschluss legte
Dademasch nach, der seine Farben erneut in Front brachte (13:12, 25.).
Königsee war es in diesen Minuten vergönnt zu
erhöhen (15:13, 27.). Die Freude währte allerdings
nicht lange, da waren die Hausherren wieder auf gleicher Höhe
(15:15, 28.). Kurz vor der Pausensirene eine erneute
Zwei-Tore-Führung der Gäste (17:15, 29.), welche sie
jedoch nicht halten konnten.
Thuringia wollte sich auch weiterhin gut verkaufen, musste allerdings
mit Beginn des zweiten Durchgangs den Einstand hinnehmen. Doch die
Königseer blieben im Bilde und knapp vorn (19:18, 33.),
nachdem Gera die Möglichkeit zur Führung
ausließ. Ein Überzahlspiel nutzten nun die
Rinnestädter, welche sich ein weiteres Mal leicht absetzen
konnten (21:19, 35.). Die Gastgeber zerrten nun mächtig an den
Ketten, was ihnen den erneuten Ausgleich brachte. Thuringia wirkte nun
unkonzentriert, verlor und vergab viele Bälle, was den
Führungswechsel brachte (24:23, 40.). Nun wurden die
Königseer in die Verfolgerrolle gedrängt, welche
weiter im Vorwärtsgang patzten (24:26, 42.). In diesen Minuten
schien die Spielentscheidung heranzureifen, da die Gäste
weiter Vollstreckerqualitäten vermissen ließen
(24:30, 45.). Thuringia versuchte sich aufzubäumen. Post hatte
sich aber eingestellt, sah eine Leistungssteigerung seines Keepers und
vorn arbeitete weiter die Torefabrik, welche zur Zehn-Tore-Differenz
tendierte (33:25, 50.). In diesen Minuten waren die
Rinnestädter um Ergebniskosmetik bemüht, was
ebenfalls nicht gelang (26:36, 56.). Da war die Partie
endgültig entschieden.
Thuringia: Cadek, Föhr. Göring (1), Knedlik,
Dademasch (6), Hüttner (2), Pojonie (4), Schmeißer
(7), Oldenburg (9), Varchmin (2), Najman (3)
OTZ Rudolstadt 21.04.08
Thuringia Königsee - Behringen/Sonn. 31:27 (20:13)
Königsee problemlos zum Erfolg gegen den Neuling
Handball, Oberliga: Herrliche Thuringia-Tore
Von Gerd Wagner
Thuringia hatte sich viel vorgenommen in der Partie gegen den
Aufsteiger. So wollte man nahtlos an die guten Auftritte gegen die
Großen anknüpfen, sich gleichzeitig für die
Hinrundenniederlage revanchieren und sich vom punktgleichen Gegner
absetzen. Dies gelang durchaus. Von Anpfiff weg erhielten die Mannen
die vollste Unterstützung, welche mit ihrem ersten Angriff
sofort die Führung übernahmen. Die Gastgeber begannen
konzentriert. Königsee ließ hinten kaum etwas zu und
war vorn erfolgreich (5:2, 6.). Doch die Gäste suchten ihr
Spiel, welches sie langsam fanden und den Abstand konstant hielten
(4:7, 9.). Thuringia agierte weiter druckvoll und unterstrich wer Herr
im Haus ist (10:5, 13.).
Dieser Spielstand war Wasser auf die Mühle bei den Fans, zumal
die Königseer weiter davon ziehen konnten und sich eine sehr
frühe Zehn-Tore-Differenz anzubahnen schien (12:5, 15.).
Behringen/Sonneborn versuchte sich zu wehren, dem die
Rinnestädter nun entgegenkamen (7:13, 18.). Königsee
hatte trotzdem die Partie im Griff und glänzte mit herrlichen
Treffern (16:8, 21.). In diesen Minuten näherten sich die
Thuringia-Akteure ein zweites Mal dem Zehn-Tore-Abstand, der nur noch
eine Frage der Zeit schien (17:9, 23.). Die Gäste stemmten
sich auch dieses Mal erfolgreich dagegen (18:12, 28.). In der
Schlussphase der ersten 30 Spielminuten erspielten die Gastgeber eine
Sieben-Tore-Pausenführung.
Leerlauf zunächst auf beiden Seiten zu Beginn des zweiten
Durchgangs. Dies beendete der Aufsteiger. Thuringia fand in diesen
Minuten in der Gästeabwehr keine Lücke, welche man
nach sechsminütiger Erfolglosigkeit wieder fand und nachlegte
(22:15, 37.). Königsee bestimmte nun wieder die Szenerie und
setzte sich weiter ab (24:16, 40.). 20 Minuten vor dem Ende zweifelte
kaum noch jemand am Doppelpunktgewinn, zumal der Gast zeitweise
überfordert schien. Die Gastgeber nahmen ein weiteres Mal
Anlauf zur Zehn-Tore-Differenz, die nun ganz greifbar nah war (29:20,
49.). Doch diese wollte einfach nicht gelingen (22:29, 50.). Der Gast
stemmte sich weiter gegen den klaren Rückstand und begann das
Resultat freundlicher zu gestalten (24:30, 56.). Vier Minuten vor dem
Ende taten die Königseer im Gefühl des Sieges nur
noch das nötigste.
Thuringia: Cadek, Föhr - Göring (1), Knedlik,
Dademasch (6), Hüttner (7), Pojonie (1), Najman (9),
Schmeißer (3), St. Varchmin (4).
OTZ Rudolstadt 07.04.08
SV Thuringia Königsee - HSV Blankenburg 25:30 (9:13)
Spannungsgeladenes Derby
Handball, Oberliga: HSV Bad Blankenburg lebt von und gewinnt dank
Königseer Fehlern
Von Gerd Wagner
Thuringia ging optimistisch in dieses ewig reizvolle Kreisderby, in dem
sich die ehemalige Fahrstuhl-Sieben in den letzten beiden Jahren zum
Dauerfavoriten gemacht hat. Obwohl man die Sache David gegen Goliath
realistisch einschätzt, wollte man den klaren
Tabellenführer und designierten Meister sowie Aufsteiger
solange wie möglich fordern, was durchaus den Mannen vom
Schiefer gelang. Unter dem Trommelwirbel der beiden Lager starteten die
Gastgeber den ersten Angriff, den sie in den Sand setzten. Der Gegenzug
des HSV war dagegen durch Ardan erfolgreich. Thuringia offenbarte im
Vorwärtsgang große Schwächen. Doch auch die
Kurstädter zeigten in diesen Minuten Ladehemmungen, lagen aber
trotzdem vorn (2:0, 5.). Mit der Zeit wurde es brenzlig für
das Oberliga-Urgestein, das weiter nichts Zählbares auf die
Habenseite bekam (0:4, 8.). Dieses Dilemma beendete Dademasch nach
seinem achten Versuch (1:4, 10.). Fünf Tore in zehn
Spielminuten sprechen Bände. In der Folgezeit wurde das Match
toremäßig ausgeglichener, da sich die Gastgeber
langsam besser in Szene setzen konnten (3:5, 12.). Doch nach wie vor
blieb die Ausbeute bei den Thuringia-Akteuren unbefriedigend, welche
bei mehr Treffsicherheit leicht vorn gelegen hätten (5:6,
16.). So kam die Schreiber/Jahn-Sieben jeweils wieder zu einer
Zwei-Tore-Differenz. Königsee hielt auch weiterhin dem
Angriffsdruck Stand, obwohl dieser sich nun erhöhte (8:5,
19.). Die Gastgeber taten sich angriffsmäßig weiter
schwer, was Bad Blankenburg langsam zu nutzen begann. In dieser
Spielphase schien Thuringia erstmals von der Rolle zu kommen, was der
HSV erkannte (10:5, 21.). Das Kreisderby schien kurz vor der
Pausensirene zu einer klaren Sache des Favoriten zu werden (9:13, 29.).
Wie zum Spielbeginn setzte Ardan auch das erste Achtungszeichen mit dem
Start in den zweiten Durchgang, in dem die Königseer
zunächst erneut ohne Torerfolg blieben, jedoch der HSV weiter
traf (15:9, 32.). Die Gastgeber rackerten, doch es wollte nicht ihr Tag
werden (11:16, 34.). Jedoch kamen sie weiter ins Hintertreffen (14:17,
36.), was man durch schnelle Pojonie-Konterzüge
bewerkstelligte. Näher ließen die
Kurstädter Thuringia nicht kommen. Ein krasser
Tabellenunterschied war jedoch kaum zu erkennen. Als allerdings die
Rinnestädter erneut patzten, waren es schnell wieder
fünf Tore Distanz (15:20, 40.). Königsee
bäumte sich erneut auf durch Spielertrainer St. Varchmin, der
vom Siebenmeterpunkt Jahn und Recknagel keine Chance ließ
(17:20, 42.). Auch dieses Mal hielt der Aufwind nicht an, und Bad
Blankenburg war wieder bei seinen fünf Toren plus, aus denen
nun sechs wurden (23:17, 46.).
Die Rinnestädter gaben auch weiterhin nicht klein bei. Ein
weiteres Mal brachten sich die Königseer ins
Gespräch, waren erneut dran (21:24, 49.). Sie kassierten dann
einen Siebenmeter und mussten zwei Minuten auf Najman verzichten. Das
alles in einem richtigen und wichtigen Moment für den HSV, der
diesen Bonus nutzte (21:26, 51.). Die Mannen vom Schiefer verkauften
sich auch weiterhin nicht schlecht und boten Paroli (23:27, 54.). Drei
Minuten vor dem Ende hatten die Varchmin, Najman, Oldenburg &
Co. die große Möglichkeit gleichzuziehen, die
Göring zwei Mal versiebte. Überhastet vergaben die
Königseer in den letzten beiden Minuten weitere
Bälle, was nun der Tabellenführer gnadenlos zum
Erfolg nutzte.
SV Thuringia Königsee: Cadek, Föhr, Göring
(1), Knedlik, Dademasch (3), Hüttner, Pojonie (4), Oldenburg
(4), Najman (4), Schmeißer (5), Lächa, St. Varchmin
OTZ Rudolstadt 31.03.08
SV Thuringia Königsee - HSV Ronneburg 24:23 (11:11)
Thuringias Kämpferherz
Handball, Oberliga: Königsee gewinnt nach Herzschlagfinale
gegen Ronneburg
Von Gerd Wagner
Im Duell der Dienstältesten des
Thüringer-Handball-Oberhauses waren die Gäste der
Favorit, welche sich auf dem zweiten Tabellenplatz befinden,
während die Königseer in Sichtweite des
Abstiegsgespenstes sind. Doch das sollte nicht ausschlaggebend sein, da
die Rinnestädter schon so oft manchem Krösus ein Bein
stellen konnten. Und das sollte auch dieses Mal so sein. Doch der Weg
bis dahin war schwer. Thuringia begann die Partie etwas unkonzentriert,
vergab seine ersten Anläufe, welche Ronneburg konsequent
nutzte und in Führung ging (2:0, 3.). Von diesem Spielstand an
platzte auch der Knoten bei den Gastgebern durch Spielertrainer St.
Varchmin, welcher durch Bruder Peter von der Bank aus
unterstützt wurde. Die Königseer taten sich schwer
und liefen der Führung des Tabellenzweiten weiter hinterher
(4:3, 8.). Auch in der Folgezeit bekam die Abwehrreihe der
Rinnestädter die Angriffswucht der Ronneburger nicht in den
Griff (7:5, 15.).
Doch die Mannen vom Schiefer konnten mit diesem Rückstand
leben, zumal man sich sichtbar festigen konnte und den Ausgleich in der
Hand hatte. Thuringia blieb auch weiterhin dran und bekam den Favorit
in die Hand, so dass der erstmalige Einstand fiel (8:8, 20.). Doch das
Erfolgserlebnis setzte sich nicht fort, da die Gäste sich
absetzten (10:8, 23.). Die Königseer warfen auch weiterhin ihr
Kämpferherz in die Waagschale und kamen zum zweiten Mal zum
Ausgleich (11:11, 28.), der auch mit der Pausensirene bestand hatte.
Wie die Rinnestädter den ersten Durchgang beenden konnten, so
startete man den Zweiten. Mit einem Tor und der erstmaligen
Führung dieses Spiels (12:11, 31.). Auf den Rängen
witterte man jetzt Morgenluft. Beide Vertretungen suchten den offenen
Schlagabtausch, bei dem die Königseer weiter gut aussahen
(14:13, 35.). Ronneburg blieb dran, was den erneuten
Führungswechsel (14:15, 38.) bedeutete, den die
Varchmin-Schützlinge sofort beantworten konnte (16:15, 40.).
Die Partie war jetzt an Spannung nicht mehr zu überbieten. Und
als der junge Föhr im Thuringia-Kasten seinen zweiten
Siebenmeter entschärfe kam Thuringia im Gegenzug zur
Zwei-Tore-Differenz (18:16, 43.). In diesen Minuten wurde die Halle zum
Hexenkessel, der Favorit zeigte Nerven und die Rinnestädter
hatten die Möglichkeit mit drei Toren davonzuziehen, was man
ausließ. Ronneburg fand wieder zu seiner Treffsicherheit,
doch die hatten die Gastgeber auch (21:19, 48.). Thuringia haderte mit
der Vorteilsauslegung und der Gast traf (21:21, 53.). Die niveauvolle
Partie kam in die entscheidende Phase, wo jeder Fehler seine
Konsequenzen bekommen konnte. Vier Minuten vor Schluss war
Königsee weiter vorn. Ronneburg begann zu patzen. Thuringia
macht mit, führt allerdings 24:23 und bringt den Vorsprung in
dem Herzschlagfinale über die Zeit.
Thuringia: Cadek, Föhr - Göring, Knedlik, Dademasch
(2), Hüttner, Pojonie (2), Oldenburg (2), Najman (8),
Schmeißer (1), Lächa, St. Varchmin (9).
OTZ Rudolstadt 18.03.08
Ernestiner SV Gotha - SV Thuringia Königsee 29:28
(16:10)
Unbelohnte Aufholjagd
Handball, Oberliga: Königsee von Zehn-Tore-Rückstand
unbeeindruckt
Von Gerd Wagner
Die Königseer hatten registriert, dass Neuling und
Abstiegskandidat
Behringen/Sonneborn ganz überraschend der Griff zum Strohhalm
gelang
und Apolda das Punktepaar abgeknöpft hat. So war man
förmlich
gezwungen, am ungeliebten Sonntag in Gotha zu punkten, um die Distanz
zum Tabellenvorletzten zu wahren.
Thuringia, ohne Friedrich, Hüttner und Dademasch,
dafür mit Coach St.
Varchmin, versuchte vom Anpfiff weg Ruhe in seine Reihen zu bringen, um
dem Angriffswirbel der Gastgeber standzuhalten. Das sah
zunächst nicht
schlecht aus (2:2, 5.), da die Gastgeber sich bis dato ebenfalls
Schnitzer leisteten, jedoch weiter vorn blieben (5:4, 8.). Den
Rinnestädtern fehlte es dagegen an der nötigen
Konzentration, sie
ließen angriffsmäßig einige
Wünsche offen, welche die Ernestiner jetzt
besser zu nutzen wussten (7:4., 10.). Die Varchmin & Co
steckten
das mit Bravour weg und meldeten sich schnell zurück (7:7,
12.).
Thuringia war drauf und dran ,das Blatt erstmals zu wenden, was nicht
gelang (7:8, 14.). Der Gast ließ auch in den weiteren Minuten
nichts
ungenutzt, jedoch haperte es am erfolgreichen Abschluss, so dass die
Hausherren sich erneut absetzen konnten, zumal Najman einen Strafwurf
ungenutzt ließ (7:11, 19.). Gotha wirkte in dieser Spielphase
bissiger,
was auch zu den entsprechenden Treffern führte. Auch dieses
Mal ließen
die Rinnestädter nichts Vorentscheidendes zu und kamen langsam
wieder
in Reichweite (9:11, 23.), doch Unterzahlspiel und schwache
Abschlüsse
warfen die Varchmin-Schützlinge ein weiteres Mal
zurück (10:15, 29.).
Der Halbzeitstand bzw. die letzten Minuten des ersten Durchgangs
ließen
die Hoffnungen schwinden, wo so gut wie nichts Zählbares mehr
auf die
Habenseite kam. Nun bedurfte es einer Energieleistung, um nicht total
aussichtslos ins Hintertreffen zu geraden. Und es sah auch weiterhin
nicht gut aus für die Königseer, denen im
Vorwärtsgang nichts mehr
gelingen wollte und die die Zehn-Tore-Differenz vor Augen hatten
(10:18, 32.). Thuringia warf nun auf Gothas Keeper, der sich bei
unplatzierten Würfen nicht erschrecken ließ.
Königsee war meilenweit
weg von den zuletzt gebotenen Leistungen, versuchte es mit der
Brechstange, was den Gastgebern gelegen kam (13:21, 39.). Der
Zehn-Tore-Unterschied kam, da es die Thuringia-Akteure auch weiterhin
nicht verstanden, ihre enorme Harmlosigkeit abzubauen (13:23, 40.). Von
da an hieß die Devise "Schadensbegrenzung" bzw. Gesicht
bewahren
(15:23, 43.). Dies schien zu klappen, da Gotha nun einige Reservisten
ins Rennen schickte bzw. Cadek einiges entschärfte (21:27,
51.). Was in
diesen Minuten keiner mehr glaubte: Die Ostthüringer witterten
nach
einer Aus-Zeit Morgenluft, da bei den Gothaern die Nerven zu flattern
begannen (24:28, 56.). Die Gastgeber zeigten Wirkung von der
Königseer
Aufholjagd und wurden hektisch (26:28, 58.). Die letzten Minuten wurden
ein offener Schlagabtausch (28:29, 59.).
Nachdem Gotha in der letzten Minute seinen Angriff in den Sand gesetzt
hatte, setzten die Gäste zum letzten Anlauf an. Varchmin
musste in den
verbleibenden zehn Sekunden den Versuch starten, zum Erfolg zu kommen,
was nicht gelang. So kam Gotha nach klarer Führung noch zum
schmeichelhaften Sieg, während Thuringia wie schon in den
letzten
Wochen das Glück nicht hold war.
Thuringia: Cadek, Föhr, Knedlik, Göring (2), Najman
(9), Oldenburg (6), Schmeißer (4), Lächa, Varchmin
(5), Pojonie (2)
OTZ Rudolstadt 10.03.08
SV Thuringia Königsee - LSV 49 Ziegelheim 32:33
(15:18)
Knappe Niederlage
Handball, Oberliga: Königsee vor Überraschung
Von Gerd Wagner
Die Königseer, welche auf Friedrich, Hüttner und
Pojonie verzichten
mussten, hatten die volle Kapelle des amtierenden Thüringer
Landesmeisters gegen sich. Doch die Rinnestädter, mit Coach
St.
Varchmin im Aufgebot, wollten an die gute Leistung von
Goldbach/Hochheim anknüpfen und wie schon so oft die
favorisierten
Gäste stolpern lassen, was durchaus im Bereich des
Möglichen war.
Ziegelheim versuchte, mit schnellem Spiel Lücken in die
Thuringia-Abwehr zu reißen. Dies gelang zunächst
nicht, obwohl der LSV
schnell in Führung ging (3:1, 4.). Doch die Königseer
kamen und glichen
aus (3:3, 6.). Auch in den weiteren Minuten blieben die
Rinnestädter
auf ihrer Linie stehen, so dass Ziegelheim weiter vorlegen konnte. Nach
einem gehaltenen Strafwurf von Thuringia-Keeper Cadek hatten die
Varchmin-Schützlinge mehrfach die Wende in der Hand.
Dafür fingen sich
die Gäste (8:5, 15.). Thuringia sah in diesen Minuten nicht
gut aus.
Doch eines merkte man auch, dass ein besser Platzierter einen gewissen
Bonus bei den Unparteiischen genießt, der weiter
führte (12:9, 20.).
Die Gastgeber, unaufhörlich angetrieben von ihren Fans,
ließen nicht
locker und verkürzten (11:12, 23.). Doch weitere
undurchschaubare
Entscheidungen brachten Zuschauer und Spieler in Rage, die sich um den
Ausgleich bemühten und plötzlich wieder mit drei
Treffern hinten lagen
(14:17, 28.).
Mit den drei Toren im Hintertreffen war noch längst nicht
aller Tage
Abend und man hoffte auf eine korrektere Regelauslegung von
Lugauer/Schuster aus Erfurt. Die Gastgeber stemmten sich mit
Leidenschaft gegen den Rückstand (17:19, 33.). Thuringia
mühte sich
weiter redlich, doch näher kam man nicht. Im Gegenteil (18:22,
37.),
allerdings musste man sich dies nun selbst zuschreiben. Ziegelheim
bestimmte nun die Szenerie (18:24, 39.). Unentwegt angefeuert von der
Trommler-Garde versuchten die Königseer das schier
Unmögliche (21:24,
41.). Bei dieser Aufholjagd brachten sich erneut die Schiedsrichter ins
Gespräch. Die Mannen vom Schiefer nahmen das hin und
versuchten ihr
Möglichstes (23:26, 45.). Königsee kämpfte
(25:28, 48.). Die Hoffnung
keimte weiter und ließ die Halle brodeln (27:28, 50.).
Thuringia war
dran, erzielte den Ausgleich (29:29, 52.) und den umjubelten
Führungstreffer (30:29, 53.). Doch die Gäste
antworteten (31:30, 55.).
In diesen Minuten wurde die Partie zum offenen Schlagabtausch.
Thuringia hatte nun auch noch Pech und war mit dem Torgebälk
im Bund,
was Ziegelheim nutzte (32:30, 58.). Die Rinnestädter
hämmern sich auf
32:33 heran, doch Ziegelheim blieb im Ballbesitz und rettete den
Doppelpunktgewinn, aber auch mit der Unterstützung der
Unparteiischen.
Thuringia: Cadek, Föhr, Knedlik, Göring (2),
Dademasch (7), Najman (7), Schmeißer (3), Oldenburg (7),
Lächa, St. Varchmin (6)
OTZ Rudolstadt 25.02.08
SV Goldbach/Hochheim - SV Thuringia Königsee 31:29
(16:14)
Königseer in Goldbach vor einer Überraschung
Handball, Oberliga: Gute Vorstellung
Von Gerd Wagner
Thuringia hatte sich auf einen heißen Tanz eingestellt, denn
der Frust saß noch tief beim Gastgeber, welcher bekanntlich
die Hinrundenpartie in der Rinnestadt verlor und letzte Woche
überraschend in Hermsdorf ebenfalls Federn lassen musste gegen
einen vermeintlich Kleinen des Thüringer-Handball-Oberhauses.
So ging es für die Gäste nur darum, ein Debakel zu
vermeiden und sich achtbar aus der Affäre zu ziehen. Und wie
das die Varchmin-Schützlinge taten, sorgte für
Erstaunen. Sie präsentierten sich gleichwertig und
ließen den Tabellenunterschied vergessen.
Thuringia versuchte über die Konzentration in sein Spiel zu
kommen, was nicht schlecht aussah. Doch beim Abschluss haperte es, so
dass zunächst drei Anläufe nichts brachten. In dieser
Zeit versenkten die Gastgeber bereits zweimal, welche in ihren Aktionen
ebenfalls nicht sicher wirkten. Königsee löste das
Dilemma, drehte den Spieß und war urplötzlich vorn
(3:2, 5.). In diesen Minuten hatten die Thuringia-Akteure die
Möglichkeit sich etwas abzusetzen, was nicht gelang.
Goldbach/Hochheim konnte sofort das Blatt wenden und zwang die
Ostthüringer zur erneuten Aufholjagd, die mit dem jeweiligen
Ausgleich gelang (5:5, 10.). Diese Konstellation änderte sich
auch in den weiteren Minuten nicht, in denen die Chance bestand, sich
wieder in Vorderhand zu bringen, was die Varchmin-Schützlinge
erst ausließen, jedoch Najman gelang (8:7, 15.). Die Freude
währte allerdings nicht lange, da waren die
Blau-Weißen wieder vorn (10:9, 19.). Was die Gäste
zu diesem Zeitpunkt boten, beeindruckte schon, zumal Hüttner
seine Farben ein weiteres Mal in Front warf (11:10, 23.). Die Partie
blieb auch weiterhin sehr abwechslungsreich, in der die
Königseer vorn blieben (13:12, 25.), allerdings
vergaßen, sich abzusetzen. Kurz vor der Pausensirene
ließ Thuringia weitere Angriffe ungenutzt, was die Gastgeber
nutzten und das Spiel erneut drehten (16:14, 27.).
Mit dem Wiederanpfiff zum zweiten Durchgang fehlte bei den
Königseer verletzungsbedingt Hüttner, jedoch
eröffnete Pojonie den Torreigen. Beide Mannschaften fanden
langsam wieder zu ihrem Spiel und hielten es weiter spannend.
Königsee stemmte sich auch weiterhin gegen den Angriffsdruck
des Tabellenzweiten, hielt dagegen und hatte die Ausgleichschance,
welcher versagt blieb (18:19, 38.). Die Gäste liefen weiter
einem Zwei-Tore-Rückstand hinterher und mussten nun auf der
Hut sein. Just in diesem Moment ging es auch für Pojonie
verletzungsbedingt nicht mehr weiter. Die Rinnestädter wirkten
nun verunsichert im Vorwärtsgang, was die Gastgeber nutzten
(22:19, 45.). In diesen Minuten schien sich die Spielentscheidung
anzubahnen, doch die Königseer wehrten sich (22:24, 48.),
bekamen allerdings Goldbach/Hochheims Spielertrainer Rothämel
nicht in Griff, der nach Belieben erhöhte (26:22, 51.). Die
Rinnestädter warfen ihr Kämpferherz in die Waagschale
und verkürzten durch Schmeißer (25:26, 53.). Das
beeindruckte die Blau-Weißen nicht, welche sich erneut
absetzten (29:25, 55.). Thuringia gab auch weiterhin nicht auf, wehrte
sich, wahrte sein Gesicht und hatte bei entsprechender Cleverness
durchaus die Möglichkeit, für einen Paukenschlag zu
sorgen (28:30, 58.)
Thuringia: Cadek, Föhr - Knedlik (1), Lächa,
Dademasch (5), Pojonie (2), Hüttner (4), Schmeißer
(7), Oldenburg (4), Najman (6).
OTZ Rudolstadt 18.02.08
SV Thuringia Königsee - Sonneberger HV 31:38 (14:18)
Vom Vorgenommenen nichts umgesetzt
Handball, Oberliga: Kein Niveau bei Thuringia
Von Gerd Wagner
Thuringia hatte sich einiges vorgenommen, wollte die zuletzt steigende
Heimkurve weiter ausbauen. Das wäre auch nötig
gewesen, damit man dem nahen Abstiegsgespenst den Rücken
zeigen kann. Gegen die Südthüringer begannen die
Gastgeber die Partie zunächst zielstrebig, eröffneten
den Torreigen und blieben stets knapp vorn (5:4, 6.). Sonneberg blieb
auf der Höhe des Geschehens. Doch dank des zu diesem Zeitpunkt
gut aufgelegten Föhr im Kasten gelang ein kleiner Vorsprung,
der ausbaufähig war (6:4, 9.). Als jedoch die Gastgeber einige
Angriffszüge ungenutzt ließen schlugen die
Südthüringer zu, kamen zum Ausgleich und zur
Führung (8:7, 13.). Thuringia war zur Aufholjagd gezwungen und
wirkte unkonzentriert, so dass die spritziger wirkenden Sonneberger zu
leichten Toren kamen und sich absetzten (12:8, 19.). Königsee
hatte in diesen Minuten seinen Faden verloren.
Ein gefundenes Fressen für den Gast, der mittlerweile deutlich
führte (14:8, 23.). Die Mannen vom Schiefer mühten
sich, doch es lief nichts. Lange hatte man sich auch mit dem Auftreten
der Herren in Schwarz abgefunden, bis der Kraken kurz platzte, welche
irgendwie nicht so richtig unparteiisch auftraten, was Sonneberg vom
spielerischen Potenzial her nicht nötig hatte, um
unterstützt zu werden. In diesen letzten Minuten des ersten
Durchgangs bäumten sich die Gastgeber auf und gestalteten das
Resultat hoffnungsvoller.
Ein Vier-Tore-Rückstand wäre im Normalfall
für einen Gastgeber abbaubar, noch dazu mit den Fans im
Rücken. Dieses Unternehmen versuchte Thuringia zu starten, was
fehlschlug. Es wollte auch weiterhin nichts laufen und jeder kleine
Hoffnungsschimmer wurde im Gegenzug im Keime erstickt (20:24, 37.). Die
Schiris aus Meiningen blieben ihrer Linie treu, pfiffen auf der einen
Seite großzügig und auf der anderen kleinlich. Doch
die Königseer kämpften und kamen näher
(23:26, 43.), jedoch blieben abwehrmäßig,
einschließlich Torwartleistungen, einige Wünsche
offen. Sonneberg kontrollierte das Spiel (31:25, 49.).
Thuringia resignierte, was die Südthüringer erkannten
und auf die Zehn-Tore-Differenz marschierten (34:26, 52.). Gegen diese
wehrten sich die Königseer, was gelang (29:34, 55.).
Fünf Minuten vor Ultimo war längst die Messe gelesen.
Thuringia: Föhr, Cadek, Oldenburg (7), Göring,
Knedlik (1), Dademasch (1), Hüttner (7), Pojonie (5),
Friedrich (3), Schmeißer (3), Najman (4)
OTZ Rudolstadt 05.02.08
ThSV Eisenach II - SV Thuringia Königsee 32:22 (15:9)
Nach vierzig Minuten geht Königsee die Luft aus
Handball, Oberliga: Deutliche Niederlage
Von Gerd Wagner
Es war der erwartet schwere Gang für die Königseer am
unliebsamen Sonntagnachmittag in der Wartburgstadt. Doch die
Thuringia-Akteure zogen sich lange achtbar aus der Affäre,
hielten das Match 40 Spielminuten lang offen, bevor die Wende zu
Gunsten der Gastgeber kam, welche sich dann noch deutlich absetzen
konnten.
Die Gäste aus der Rinnestadt begannen die Partie konzentriert,
eröffneten den Torreigen und schufen sich schnell eine
Zwei-Tore-Differenz (3:1, 7.). Eisenach fand in den folgenden Minuten
immer besser in sein schnelles Spiel, was den Ausgleich (3:3) bzw. den
Führungswechsel brachte (4:3, 11.). Auch die folgen
Spielminuten gehörten der Zweit-Bundesliga-Reserve, welche
weiter in der Vorderhand blieb (7:4, 14.). Thuringia steckte das weg,
kam in sein Spiel zurück und baute den Rückstand
wieder ab (7:7, 17.). Bis zum Pausenpfiff ließen die
Varchmin-Schützlinge dann erneut zahlreich
Angriffszüge ungenutzt, so dass der ThSV II noch zu einer
sicheren Pausenführung kam.
Mit Beginn des zweiten Durchgangs bäumten sich die
Ostthüringer wieder auf, starteten eine Aufholjagd, welche
ihnen das 12:15 (33.) brachte. Hoffnungen keimten weiter, das Match
noch zu drehen, da der Abstand in der Folgezeit konstant blieb (14:17,
38.). Gut zwanzig Spielminuten vor dem Ende gaben die
Königseer nun ihre bis dato gute Ausgangsposition preis.
Fünf Minuten lang kam jetzt bei den Gästen nichts
mehr auf die Habenseite, was die Wartburgstädter nun auf die
sichere Siegerstraße brachte (22:14, 43.).
Die Partie hatte sich auf eine Sechs-Tore-Differenz eingepegelt, die
von den Rinnestädtern nicht mehr unterboten werden konnte
(16:22, 45. - 20:26, 51.). Eisenach II zog auch in der Schlussphase
sein schnelles Spiel durch, dem die Mannen vom Schiefer kaum noch etwas
entgegenzusetzen hatten, so dass sich in den letzten Minuten die
Differenz noch auf zehn Treffer erhöhte.
Thuringia: Föhr, Merten, Knedlik, Hüttner (7),
Dademasch (2), Friedrich (1), Pojonie (2), Schmeißer (2),
Oldenburg (5), Najman (2)
OTZ Rudolstadt 28.01.08
SV Hermsdorf II - Thuringia Königsee 22:20 (9:9)
Punkte verschenkt
Handball, Oberliga: Königseer können
Vier-Tore-Vorsprung nicht über die Zeit retten
Von Gerd Wagner
Nach den letzten beiden Doppelpunktgewinnen in Folge sind die
Königseer auch mit einer gehörigen Portion
Selbstvertrauen gen Holzland gereist, wo man die Serie nicht unbedingt
abreißen lassen sollte. Mit einem Punktgewinn wollten die
Rinnestädter sich weiter von den Abstiegskandidaten
distanzieren. Doch der Tabellenvorletzte brannte auf die Revanche der
knappen Hinrundenniederlage, welche ihnen in den letzten Minuten auch
glückte, so dass die Thuringia-Sieben nach ihrer
Führung bis in die Schlussminuten wieder mit leeren
Händen da stand.
Die Mannen vom Schiefer begannen dieses Ostthüringen-Derby
konzentriert, eröffneten den Torreigen und blieben bis zum 4:3
(15.) knapp vorn. In der bis zu diesem Zeitpunkt ausgesprochen torarmen
Partie drehte die Regionalliga-Reserve beim 5:4 (18.) erstmals das
Blatt und verurteilte die Varchmin-Schützlinge zur Aufholjagd.
Diese taten das mit Bravour, glichen stets wieder aus und kamen kurz
vor der Pausensirene erneut in Vorderhand (9:8, 28.). Fast mit dem
Halbzeitpfiff dann doch noch der Einstand der Hermsdorfer. Bereits in
diesen Minuten des ersten Durchgangs war zu erkennen, dass
Leistungsträger wie Hüttner, Dademasch, Najman oder
Oldenburg nicht gerade ihren besten Tag erwischt hatten, da sie sich
zahlreiche Fehlwürfe und Zeitstrafen leisteten.Ganz nach dem
Wunsch der Verantwortlichen auf der Thuringia-Bank begann der zweite
Spielabschnitt. Die Königseer schienen ihre
Nervosität abgelegt zu haben, bestimmten plötzlich
eindeutig das Geschehen und setzten sich ab (13:9, 37.). Auch in den
weiteren Minuten ließen die Rinnestädter nichts
anbrennen, so dass die Gastgeber lediglich zur Ergebniskosmetik kamen
(11:15, 40. - 12:16, 44.).
Eine Viertelstunde vor dem Ende häuften sich die
Königseer Fehler, Zeitstrafen taten ihr übriges, was
der SVH II zu nutzen wusste und sich langsam wieder ins
Gespräch brachte (15:17, 50.). In den folgenden Minuten kamen
die Königseer nun zu nichts Zählbaren mehr. Das Team
aus der Seelenbinder-Sporthalle witterte Morgenluft, kam zum Ausgleich
(17:17, 52.) und zum zweiten Mal in Vorderhand in diesem Match und
konnte sich in dieser entscheidenden Phase absetzen (20:17, 55.).
Thuringia setzte in den letzten Spielminuten noch einmal alles auf eine
Karte, warf sein Kämpferherz in die Waagschale, um wenigstens
noch eine Punkteteilung zu retten (19:21, 59.).
In den letzten Atemzügen des Spiels dann noch das 20:21, doch
im unmittelbaren Gegenzug Sekunden vor der Schlusssirene machte
Hermsdorf alles klar. Sie verlassen mit diesem Doppelpunktgewinn
erstmals die Abstiegsränge. Für Königsee
bleibt es nach dieser Niederlage weiter bei der Vier-Punkte-Differenz
zu den Rängen gen Landesliga.
Thuringia: Cadek, Föhr - Göring, Knedlik, Friedrich
(2), Dademasch (1), Pojonie (3), Hüttner, Najman (4),
Schmeißer (1), Oldenburg (9)
OTZ Rudolstadt 21.01.08
SV Thuringia Königsee - SG Könitz/Saalfeld
25:21 (12:12)
Königseer Arbeitssieg
Handball, Oberliga: Neuling wehrt sich im Derby lange, steht aber
wieder mit leeren Händen da
Von Gerd Wagner
Gegen den bis dato sieglosen Aufsteiger war die Zielstellung der
Thuringia-Akteure klar. Mit einem weiteren Doppelpunktgewinn wollte man
sich vom Tabellenende weiter absetzen. Doch trotz der Favoritenrolle
mussten die Gastgeber vorsichtig sein vor dem nichts zu verlierenden
Oberliga-Neuling, welcher schon genügend Lehrgeld im Verlauf
der Saison zahlte.
Die Varchmin-Schützlinge begannen couragiert, setzten die
SG-Mannen unter Druck und schufen sich schnell einen
Zwei-Tore-Vorsprung, der in diesen Anfangsminuten schon
ausbaufähiger war (3:1, 6.). So blieben die Gäste
dran. Als mehrere Anläufe der Königseer nichts
brachten, schlugen die Kreisstädter zu und markierten erstmals
den Gleichstand (4:4, 10.). Da auch bei der SG nicht alles nach Wunsch
im Vorwärtsgang lief, kamen die Rinnestädter erneut
in Vorderhand (6:4, 13.), wobei allerdings ein Überzahlspiel
nicht den gewünschten Erfolg brachte. In den folgenden Minuten
dieses ersten Spielabschnitts taten sich beide Vertretungen mit ihrer
Chancenverwertung weiter schwer. Jedoch erreichten die
Könitz/Saalfelder ein weiteres Mal den Ausgleich (7:7, 17.),
bei dem es in den weiteren Minuten blieb (9:9, 22.). Thuringia leistete
sich in dieser Spielphase weitere grobe Schnitzer in Abwehr und
Angriff, welche das Tabellenschlusslicht auf einen
Führungswechsel hoffen ließ, der mehrfach in der
Luft lag und beim 11:10 (27.) passierte. Die Mannen vom Schiefer
wirkten kurz vor der Pause nervös, gerieten mit zwei Treffern
ins Hintertreffen (10:12), die Göring sowie Oldenburg noch
egalisieren konnten.
Mit diesem ausgeglichenem Spielstand und den auf beiden Seiten
gezeigten Leistungen war nun noch alles möglich, zumal der
eine weiter unbelastet aufspielen konnte und der andere zum Sieg
verurteilt war. Königsee tat sich mit dieser Konstellation
weiter etwas schwer, konnte sich allerdings wieder leicht absetzen
(15:13, 34.). Die Gastgeber mühten sich, hatten die klareren
Möglichkeiten in der Hand, die jedoch nicht viel
Zählbares auf die Habenseite brachten. Da auch den
Gästen in dieser Phase so gut wie nichts gelang kamen die
Rinnestädter erstmals zu einem Drei-Tore-Vorsprung, der
allerdings auch nicht für die nötige Ruhe und
Selbstsicherheit sorgte (18:15, 41.). In diesen Minuten war es
Thuringia-Keeper Cadek, der seine Mannen in der Vorderhand hielt. Die
Kreisstädter versteckten sich auch weiterhin nicht, mussten
jedoch taktischen Geplänkel Tribut zollen, so dass sich die
Königseer nun weiter absetzten und so langsam auf die
Siegerstraße kamen (20:16, 46.). Dreizehn Minuten vor dem
Ende hatte Thuringia seinen Kontrahenten besser im Griff, schaltete
Spielmacher Arnold aus und traf im Vorwärtsgang (23:17, 50.).
Von da an schienen die Varchmin-Schützlinge dem Kreisvertreter
den Zahn gezogen zu haben, der nun knapp vor dem
Zehn-Tore-Rückstand war (17:25, 54.) und nur noch auf
Schadensbegrenzung aus war, was gelang (20:25, 58.). In den letzten
Minuten machten es die Königseer noch einmal spannend, zumal
man mit Freund Schlendrian im Bund war. Am Sieg war jedoch nichts mehr
zu ändern, der streckenweise ein hartes Stück Arbeit
war, bis man so richtig in die Erfolgsspur kam.
Thuringia: Cadek, Föhr - Göring
(2),
Knedlik, Friedrich (3), Dademasch (4), Pojonie, Hüttner (4),
Schmeißer (2), Oldenburg (4), Najman (6)
Könitz/Saalfeld: Lindig, Szotowski - A. Volkmar (2), Schmidt
(3), Heerwagen, Gittner (2), Arnold (4), Leuthäußer
(4), M. Volkmar, Hinz (2), Dietzel (4)
OTZ Rudolstadt 14.01.08
SV Thuringia Königsee - HSV 90 Apolda 23:21 (9:11)
Tollhausstimmung am Schiefer
Handball, Oberliga: Königseer bezwingen mit großem
Kampfgeist den Tabellendritten
Von Gerd Wagner
Mit einer Überraschung startete Thuringia in die letzte
Hinrundenbegegnung Zwölfter gegen Dritter, und mit einer
solchen endete diese auch. Zum einen lief Coach Steffen Varchmin selbst
mit auf, Bruder Peter gab die Orientierungen von der Bank, und am
Schluss feierte Königsee. In einem beherzten und mit enormem
Kampfgeist geprägten Spiel, das an glanzvolle Zeiten
erinnerte, blieben die ersten Punkte in der
"Wieder-Varchmin-Ära" bei den Rinnestädtern.
Apolda war auf Grund des Tabellenstandes der klare Favorit, doch die
Gastgeber boten Paroli und ließen den krassen
Tabellenunterschied nicht erkennen. In der Anfangsphase zeigten beide
Vertretungen Respekt, so dass kaum Treffer zu registrieren waren. Dem
HSV war es vorbehalten, den Torreigen zu eröffnen, dem sich
die Hausherren anschlossen. In der Folge ließen die
Einheimischen einige Sturmläufe ungenutzt, was die Apoldaer zu
nutzen wussten (1:3, 6.). Thuringia blieb dran, verkürzte und
kam zum Einstand (3:3, 9.). In der Folgezeit schlichen sich erneut
Ungenauigkeiten in das Spiel der Königseer ein, doch diese
kämpften und hatten es in der Hand, das Blatt zu wenden, was
aber zunächst misslang (5:5, 16.). Die Apoldaer zeigten sich
überrascht von der aggressiven Deckungsarbeit der
Varchmin-Schützlinge, was auch sie zu wenig Zählbarem
brachte. Sie blieben allerdings dank einer Siebenmeterserie vorn (7:5,
19.). Die Mannen vom Schiefer standen dem Tabellendritten spielerisch
in nichts nach, doch der hatte bei so manchen Entscheidungen einen
Bonus bei den Unparteiischen. Thuringia kämpfte unbeeindruckt
weiter, was den erneuten Ausgleich brachte (8:8, 25.). Die
Königseer legten einen großen Kraftaufwand in ihr
Spiel, doch das Manko hieß Treffsicherheit, so dass die
Varchmin, Najman, Oldenburg & Co. bis zur Pausensirene wieder
in Rückstand gerieten.
Bei der Zwei-Tore-Differenz war jedoch noch nichts verloren, und man
spürte die Handschrift von Neu-Coach Steffen Varchmin. Doch
die Gastgeber mussten in den folgenden Minuten vorsichtig sein, denn es
bestand die Gefahr, einen Drei-Tore-Rückstand in Kauf zu
nehmen, was auch passierte (9:12, 31.). Thuringia leistete sich
Konzentrationsschwächen, traf fünf Minuten lang
nicht, bis Oldenburg und Najman verkürzten (11:12, 35.). Die
Partie wurde zum Geschmack der Fans, die gnadenlos die Thuringia-Mannen
nach vorn peitschten, die weiter zur Aufholjagd gezwungen waren (14:15,
41.). In dieser Situation erwies sich die Einwechslung des jungen
Föhr in den Kasten als Glücksgriff. Er wurde ein
starker Rückhalt und bewerkstelligte die erste
Führung durch Najman (17:16, 44.). Von nun an herrschte
Tollhausstimmung am Schiefer, zudem konnten sich die Hausherren weiter
absetzen (18:16, 47.). Und als nun bei den Gästen die Nerven
zu flattern begannen, schlugen sie noch einmal zu (19:16, 51.). Doch
die Apoldaer gaben sich noch längst nicht geschlagen,
kämpften sich heran (18:19, 52.) und markierten den Ausgleich
(19:19, 55.). Die Königseer patzten, fingen sich aber und
legten wieder zwei Tore vor (21:19, 57.). In diesen Schlussminuten
erfreuten sich Oldenburg und Najman eines persönlichen
Schattens, was die Gastgeber allerdings nicht aus dem Gleichgewicht
brachte. Sie hatten den Doppelpunktgewinn in greifbarer Nähe,
den Oldenburg vom Siebenmeterpunkt unter Dach und Fach brachte.
Königsee: Cadek, Föhr, Göring, Knedlik,
Förster, Friedrich (1), Pojonie, Dademasch (4),
Schmeißer (3), Oldenburg (5), Najman (10), Varchmin
OTZ Rudolstadt 18.12.07
SG Erfurt/Bad Langensalza - Thuringia Königsee 30:16
(13:5)
Thuringia nur Spielball
Handball, Oberliga: Magere Trefferausbeute bei Königseer
Fehlwurf-Festival
Von Gerd Wagner
Zu jedem Auswärtsspiel nehmen sich die Königseer viel
vor, um nicht zum Spielball zu werden. Sie bereiten sich entsprechend
vor und setzen sich Maßstäbe, doch am Ende bleiben
die Ernüchterung und Hoffnung, dass auch das Schlussduo zu
nichts Zählbaren kommt. So geschehen auch beim letzten
Auftritt in diesem Jahr, welcher allerdings noch nicht das
Hinrundenende war. Die Thuringia-Sieben spielte sich am unbeliebten
Sonntagnachmittag erneut in ein Festival von Fehlern, welches schon
frühzeitig aufzeigte, wohin der Weg geht. Ein besseres
Abschneiden konnte auf Grund der hohen Fehlwurfquote von Dademasch,
Hüttner, Najman und Oldenburg abgehakt werden. Dazu gesellte
sich das entsprechende Abwehrverhalten, was alles in allem auch Coach
Steffen Varchmin des öfteren in Rage brachte.
Beide Teams begannen zunächst verhalten und geizten mit dem
ersten Treffer, den die Gastgeber nach drei Minuten erzielten. Die
Rinnestädter warteten dagegen bis zur fünften
Spielminute, wo man verkürzte (1:2). Von da an ging dann
allerdings die Post ab bei der Spielgemeinschaft, welche sich auf 6:1
(9.) absetzen konnte. Thuringia blieb auch weiterhin unter den
Erwartungen seiner zahlreich mitgereisten Fans, welche aus dem
Kopfschütteln nicht herauskamen und bis zur Pausensirene ganze
fünf Tore zu sehen bekamen, was bis dato noch nicht zu
registrieren war. Erfurt/Bad Langensalza nahm dieses Angebot an, schien
aber die Gäste noch zu schonen (13:5, 30.).
Mit wechselnden Torerfolgen wurde in den zweiten Durchgang gestartet
(15:7, 33.). Als die Rinnestädter wieder in ihr Fahrwasser
kamen und zu patzen begannen, erreichten die Gastgeber die
Zehn-Tore-Differenz (17:7, 35.), welche noch ausgebaut wurde (19:7,
37.). Umstellungen und taktische Maßnahmen griffen nur
kurzzeitig, um das Resultat freundlicher zu gestalten (9:20, 40.).
Königsee konnte sich drehen und wenden, es kam keine Besserung
in Sicht, so dass es weiter bei einem schwachen Auftritt blieb (11:27,
50.). Im Gefühl des sicheren Sieges ließen die
Hausherren die Zügel in der Schlussphase schleifen. Thuringia
kam nun etwas besser zum Zuge und traf noch einige Male.
Thuringia: Cadek, Föhr, Knedlik, Dademasch (5), Friedrich,
Hüttner (3), Pojonie (1), Najman (1), Oldenburg (5),
Schmeißer (1)
OTZ Rudolstadt 10.12.07
SV Thuringia Königsee - Post SV Gera 28:33 ( 13:18)
Brechstange in der Schlussphase war Gift
Handball, Oberliga: Königseer lassen Kampfgeist erkennen -
Post Gera cleverer
Von Gerd Wagner
Voller Erwartungen waren viele Zuschauer gekommen, um eine Trendwende
des Thuringia-Spiels mit dem neuen Coach Steffen Varchmin mitzuerleben.
Doch dieser hatte bereits im Vorfeld gewarnt, nicht gleich Wunderdinge
zu erwarten. Unterschätzt wollte allerdings die Geraer
Post-Sieben nicht werden, gegen die sich die Königseer bis
dato immer schwer taten. Das musste man erneut erkennen, obwohl man in
der Schlussphase ein besseres Ende verschenkte.
Post hatte zunächst die bessere Treffsicherheit, welche sie
knapp vorn sah (3:1, 4.) Die Gastgeber spielten zwar mit,
ließen jedoch die nötige Durchschlagskraft
vermissen. Thuringia konnte sich besser einstellen und drehte den
Spieß (5:4, 7.). Post blieb dran und glich wieder aus (7:7,
10.). Seit langem deutete sich im Königseer Spiel wieder
Niveau an, was von den Fans auf der Tribüne honoriert wurde
(9:7, 14.).
Die Freude währte nicht lange, da Gera erneut zum Ausgleich
kam (9:9, 17.) und das Blatt wenden konnten (11:10, 18.). Als den
Königseern weitere Schnitzer unterliefen, setzten sich die
Gäste ab (13:10, 21.). Es sah nicht gut aus um die
Rinnestädter, die nun nicht mehr trafen und es hinten an der
Zuordnung vermissen ließen (11:16, 25.) Thuringia konnte sich
drehen und wenden, der Abstand verringert sich nicht mehr (13:18, 30.).
Diesen Rückstand abzubauen bedurfte es nun eines Kraftaktes.
Doch Deckungslücken und ausgelassene Möglichkeiten
bestrafte die Post-Sieben auf der Stelle (20:14, 36.). Die
Königseer rackerten, knieten sich regelrecht in die Partie,
doch der Rückstand schmolz kaum zusammen (17:21, 39.).
Lichtblicke brachten taktische Umstellungen, Königsees junger
Keeper Föhr und im Vorwärtsgang Schmeißer
(19:21, 41.), welche die Halle zum Beben brachten. Nun war der
Ausgleich wieder greifbar nah, doch Post behielt klaren Kopf (23:20,
44.). Die Königseer kämpften mit aller Leidenschaft
und warfen alles in die Waagschale (24:26, 48.). Zehn Minuten vor dem
Ende schlugen die Wogen hoch, als Hüttner ausglich und
Oldenburg die Führung markierte (27:26, 51.). Nun waren die
Nerven gefragt, die Gera angriffsmäßig hatte und
sich erneut in Front warf (29:27, 55.). Die Rinnestädter
fighteten, setzten die Brechstange ein, welche zum absoluten Gift
wurde. Gera nutzte nun schnelle Gegenzüge und schuf klare
Fronten (31:28, 58.). Königsee sollte nach dieser
schmerzlichen Niederlage den Kopf nicht in den Sand stecken.
Thuringia: Cadek, Föhr, Götz, Göring,
Knedlik, Förster, Dademasch (6), Pojonie (1), Hüttner
(7), Schmeißer (3), Najman (3), Oldenburg (7), Friedrich(1)
OTZ Rudolstadt 03.12.07
SV Behringen/Sonneborn - SV Königsee 23:21 (10:11)
Katastrophale Angriffsleistung der Thuringia
Handball, Oberliga: Nächste Pleite für die
Königseer - Unbeherrschtheiten zum Schluss
Von Gerd Wagner
Vier Spiele wollte Thuringia-Coach Thomas Hohmann nach der Niederlage
im Kreisderby in Bad Blankenburg gewinnen und dazu sollte auch die
Partie beim Neuling in der Hainich-Sporthalle gehören. Doch
dieses Unternehmen schlug fehl.
Zum einen trug dazu die hohe Fehlwurfquote der Führungsspieler
Ralf Oldenburg, Michael Hüttner sowie René
Dademasch bei und zum anderen die Unbeherrschtheiten von Dademasch
sowie Lothar Günther als Sekretär im Kampfgericht
gegen das Schiedsrichterduo, welcher "Rot" sah bzw. ausgetauscht werden
musste. Das hatte zur Folge, dass die Rinnestädter die letzten
zehn Spielminuten in Unterzahl agieren mussten. Die einzigen
Lichtblicke auf Königseer Seite waren Radek Najman mit
zwölf Treffern und Keeper Jan Cadek, der 20 Hundertprozentige
sowie sechs Siebenmeter entschärfte.
Dabei sah es zunächst nicht schlecht aus für die
Gäste, die jeweils vorlegten und beim 2:3 (7.) erstmals in
Rückstand gerieten. Das steckten die Thuringia-Akteure noch
locker weg, drehten den Spieß in eine
Zwei-Tor-Führung um (5:3, 15.). Da in diesen und folgenden
Minuten auch die Gastgeber toremäßig dank
Thuringia-Keeper Cadek nicht so richtig zum Zug kamen pegelte sich die
Partie auf eine Zwei-Tore-Differenz zu Gunsten der Gäste ein
(9:7, 18.). Eng wurde es wieder nach 20 Spielminuten, als der Gastgeber
zum 9:9 ausglich. Doch die Königseer bekamen das Heft wieder
in die Hand, setzten sich erneut ab (11:9, 28.), mussten mit der
Pausensirene den Anschlusstreffer noch in Kauf nehmen.
Ausgeglichen ging es mit Beginn des zweiten Durchgangs weiter.
Behringen/Sonneborn glich nun die jeweilige Ein-Tore-Führung
der Königseer aus, welchen es nur noch einmal gelang sich ein
wenig Luft zu verschaffen (14:12, 33.). Die Gastgeber witterten nun
Morgenluft, zumal einige Schiedsrichterentscheidungen zu ihren Gunsten
liefen. Die 42. Spielminute sah jetzt die Gäste zum letzten
Mal in Führung (16:15). Der Oberliga-Neuling erzielte wieder
den Ausgleich, wendete in diesen Minuten das Blatt (17:16, 43.) und
setzte sich jetzt leicht ab (18:16, 45.). Thuringia warf alles in die
Waagschale, wollte den Ausgleich erzwingen, was nicht gelang (17:20,
52.).
Nun folgten die erwähnten endgültigen
Knackpunktminuten die Behringen/Sonneborn nutzte (22:18, 57.). Die
Ostthüringer versuchten sich in dieser Schlussphase noch
einmal aufzubäumen, was jedoch nur noch zur Ergebniskosmetik
reichte. Mit dieser Niederlage hält die Talfahrt der
Rinnestädter in der Oberliga weiter an.
Thuringia: Cadek, Föhr - Götz (1), Göring,
Knedlik, Förster, Schmeißer, Friedrich (1),
Dademasch (2), Hüttner (1), Pojonie, Oldenburg (4), Najman
(12).
OTZ Rudolstadt 19.11.07
HSV Bad Blankenburg - Thuringia Königsee 39:19 (17:7)
Ohne Überraschungen
Handball, Oberliga: HSV gewinnt vor Rekordkulisse von 800 Zuschauern
das Kreisderby
Von Georg Jahn
Es war ein Tag, den die 800 Zuschauer so schnell nicht vergessen
werden, denn sie sahen ein Spiel der Superlative mit einem
überragenden HSV, der Königsee mit 20 Toren
Unterschied bezwang.
Der HSV hatte Anwurf im Kreisderby, doch die Gäste aus
Königsee warfen das erste Tor. Davon zeigten sich die
Grün-Gelben jedoch unbeeindruckt und warfen drei Tore in
Folge. Spielstand nach vier Minuten war 3:1. Bis zur zehnten Minute war
das Spiel relativ ausgeglichen. Die Gäste blieben im Spiel und
ihr Neuzugang Jörg Schmeißer warf zwei Tore von
außen. So führten die Gastgeber nur noch mit 5:4.
Doch ab jetzt spielte nur noch eine Mannschaft und dies waren die
Kurstädter.
Nach 15 Minuten führten sie bereits 9:5. Aus einer sicheren
Abwehr mit einem überragenden Tobias Jahn im Tor wurde schnell
nach vorn gespielt. Die Königseer wirkten immer hilfloser und
als Jahn auch noch zwei Siebenmeter entschärfte,
vergrößerte sich der Vorsprung von Minute zu Minute.
In der 23. Minute warfen die Gäste beim Stand von 13:7 ihr
letztes Tor für diese Halbzeit. Der HSV traf noch viermal ins
gegnerische Tor und so wurde nach 30 Minuten bereits die
10-Tore-Führung erzielt. Dabei warf Daniel Hellwig nach
Verletzungspause am Siebenmeterpunkt auch seine Tore. Die Mannschaft
aus der Kurstadt spielte bis dahin einen überragenden
Handball. Da konnten die einheimischen Zuschauer auch die eine oder
andere vergebene Großchance verzeihen.
Die zweite Halbzeit begann ähnlich wie die erste.
Königsee warf das erste Tor, jedoch hielten die
Kurstädter erneut dagegen. Die Gäste warfen jetzt
ihren ganzen Kampfgeist in die Waagschale und erreichten
Gleichwertigkeit gegenüber dem Favoriten. Trotz des
Zehn-Tore-Rückstandes wirkte die Mannschaft jetzt gleichauf
und es entwickelte sich ein tolles Handballspiel. Bis zur 38. Minute
wurden wunderschöne Tore auf beiden Seiten geworfen, doch dann
verflachte das Spiel für einige Minuten.
Der wieder genesene Trainer des HSV, Steffen Schreiber, nahm eine
Auszeit in der 45. Minute. Diese zeigte ihre Wirkung und das Spiel der
Einheimischen wurde wieder besser. Bis zur 50. Minute führten
sie mit 30:17. Die letzten zehn Minuten waren dann absolute Werbung
für den Handballsport. Die Grün-Gelben spielten wie
aus einem Guss und "zerrissen" den Gegner förmlich.
Königsee hatte nichts mehr entgegen zu setzen. Der HSV warf in
den letzten zehn Minuten noch neun herrliche Tore.
Verständlicherweise zur Freude der HSV-Fans, die ihre Helden
feierten.
Der ins Tor gekommene Frank Recknagel schloss an die Leistung seines
Vorgängers an und brachte die gegnerischen Spieler zur
Verzweiflung. Insgesamt hat der HSV seine Form wieder gefunden und ist
mit dieser Spielweise in der Thüringer Oberliga wohl nur
schwer zu schlagen.
Für den HSV spielten: Jahn, Recknagel; Ardan (3), Bergner (8),
Hanl, Hellwig (4/4), Jäschke (5), Korbel (6), Meilahn, Oertel
(7), Sabrsula (6), Wiegand
Für Thuringia spielten: Cadek, Föhr, Göring,
Götz (1), Knedlik, Friedrich, Dademasch (5), Hüttner
(1), Najman (4), Oldenburg (1), Schmeißer (7)
OTZ Rudolstadt 12.11.07
HSV Ronneburg - SV Thuringia Königsee 37:25 (17:9)
Ronneburger Aktionsradius nicht eingeengt
Handball, Oberliga: Thuringia auf der Torhüterposition mit
Problemen
Von Gerd Wagner
Die Gäste hatten sich einiges vorgenommen in diesem stets
brisanten Ostthüringenderby. Man wollte sich nicht
verstecken gegen den derzeitigen Tabellenzweiten und auch versuchen,
die
Blamage der letzten Woche in Vergessenheit geraten zu lassen. Doch die
Trauben
hingen wieder zu hoch für die Hohmann-Schützlinge,
welche dazu noch mit einem
Torhüterproblem zu kämpfen hatten. Ronneburg
versuchte vom Anpfiff weg, wenig Federlesens zu machen, spielte
konzentriert und ging sofort
in Führung. Thuringia suchte in der HSV-Abwehr die
Lücken, welche man erstmals
nach drei Anläufen fand (1:1, 3.). In der Abwehr standen die
Gäste kompakt, so
dass es in dieser Anfangsphase ausgeglichen blieb. Als die
Rinnestädter
allerdings nur das Gebälk trafen bzw. sich Fehler
einschlichen, wurde der Rückstand
deutlicher (2:5, 9.). Thuringia steckte das weg und war beim 4:5 (4.)
wieder
dran. Die Gäste boten bis dato eine clevere Partie, doch der
Ausgleich blieb
ihnen durch weitere Holztreffer versagt (5:7, 14.).
In der Folgezeit ließen die Rinnestädter weitere
Chancen ungenutzt, so dass sich die Differenz wieder erhöhte
(5:9, 18.). Und auch in den folgenden Minuten kam nichts auf die
Habenseite.
Dieses Dilemma beendete erst wieder Oldenburg vom Punkt, der auch
nachlegte
(7:10, 21.). Die Gastgeber guckten sich dies allerdings nicht lange an
und
schufen sich erneut einen Fünf-Tore-Vorsprung (13:8, 23.).
Kurz vor der Pause
erhöhte sich der Rückstand der Gäste weiter,
die im Vorwärtsgang und im Tor
einiges schuldig blieben.
Auch mit Beginn des zweiten Durchgangs sah es nicht viel anders aus, wo
Ronneburg schnell die
Zehn-Tore-Differenz auf die Anzeigetafel brachte (19:9, 32.). Thuringia
versuchte mit der Brechstange, zu Treffern zu kommen, was misslang, so
dass der
HSV weiter davon ziehen konnte (23:10, 34.). Spätestens jetzt
konnte man wieder
von einem Debakel sprechen, denn die Königseer schienen in
ihre berühmten zehn
Minuten zu schlittern. Man ließ sich jedoch nicht gehen
(13:23, 37.). Ronneburg
zog sein Spiel weiter auf, traf aus jeder Lage und nach Belieben
(25:13, 40.),
während sich die Gäste ihre Tore schwer erarbeiten
mussten (17:25, 42.). Die
Partie hatte sich in diesen Minuten auf eine Acht-Tore-Differenz
eingepegelt,
da hüben wie drüben getroffen wurde (20:28, 47.). Als
Thuringia allerdings wieder
patzte bzw. mehrfach am HSV-Keeper scheiterte, war der Ronneburger
Elf-Tore-Vorsprung da (33:22, 51.).
Im Hallenrund glaubte längst keiner mehr an ein Wunder. Das
Vorgenommene konnten die Rinnestädter nicht erfüllen,
die Auswärts auch weiterhin keinen erschrecken können
(23:35, 54.). Der
Gastgeber kommt am Ende zu einem klaren Sieg. In der Schlussminute
schied
Najman mit einer Augenbrauenverletzung und Friedrich mit dem rotem
Karton aus.
Thuringia: Cadek, Föhr, Götz, Göring,
Knedlik, Förster, Dademasch (8), Hüttner (1),
Friedrich (1), Najman (7), Oldenburg (5), Schmeißer (3).
OTZ Rudolstadt 05.11.07
SV Thuringia Königsee - SV Gotha 27:37 (9:21)
Thuringia verschläft so gut wie alles
Handball, Oberliga: Frühzeitger Untergang von
Königsee im Heimspiel gegen Gotha - ein rabenschwarzer Tag am
Schiefer
Von Gerd Wagner
Schon vor Spielbeginn wartete Thuringia mit einer Überraschung
auf, denn mit dem Saalfelder Jörg Schmeißer tauchte
ein neuer Name in der Aufstellung der Gastgeber auf. Und auch die Bank
hat sich bei den Gastgebern wieder gefüllt, da Pojonie und
Dademasch sich nach ihren Verletzungen zurückgemeldet haben,
so dass Coach Hohmann wieder aus dem Vollen schöpfen konnte.
Das erwies sich jedoch als ein Traum, da die Gastgeber dieses Mal alles
verschliefen.
Mit dem Spielbeginn waren nur die Gäste zufrieden. Sie legten
vor und schufen sich bereits nach wenigen Minuten eine
Zwei-Tore-Führung (3:1, 4.). Thuringia spielte in diesen
Minuten glücklos, was Gotha weiter nutzte und sich deutlicher
absetzte (6:2, 6.). Es sah nicht gut aus für die
Rinnestädter, welche in allen Belangen unkonzentriert wirkten,
falsch eingestellt und nach zehn Minuten kurz vor dem
Zehn-Tore-Rückstand waren (2:9, 8.). Thuringia suchte
krampfhaft sein Spiel, was nicht zu finden war, da Najman auf
Außen auf verlorenem Posten stand. Die Gastgeber versuchten,
an den Ketten zu zerren, suchten jetzt die Brechstange und
ließen Gotha weiter viel Spielraum zu leichten Toren (11:2,
12.). Nach einer Viertelstunde Spielzeit konnte man am
Königseer Schiefer bereits vom Debakel sprechen (4:13, 17.).
Thuringia kam auch weiterhin nicht in die Gänge,
ließ jedoch die Zehn-Tore-Differenz nicht zu (7:15, 20.).
Doch auch in den weiteren Minuten hatte das Chaos kein Ende, so dass
sich die Differenz weiter erhöhte (8:17, 24.).
Königsee war und blieb von der Rolle, was den
Zehn-Tore-Rückstand brachte (8:18, 25.). Gotha zog kurz vor
der Pausensirene weiter seine Kreise, zumal die Gastgeber mehr als
harmlos blieben (9:20, 28.).
Mit Beginn des zweiten Durchgangs wirkten die Rinnestädter
etwas druckvoller, doch ihre Würfe landeten zwei Mal am
Gebälk. Trotzdem kamen die Königseer zu den ersten
Toren dieser Halbzeit (11:21, 35.). Die Gäste guckten sich
dies nicht lange an, wirkten wieder konzentrierter und stellten den
alten Abstand wieder her (23:11, 37.), so dass der rabenschwarze Tag
der Thuringia weiter anhielt (12:25, 40.). Trotz aller
Unterstützung von den Rängen, auf dem Spielfeld lief
auch weiterhin nichts zusammen, und man war meilenweit vom Auftritt
gegen Goldbach/Hochheim entfernt (15:28, 44.). Auch in der Folgezeit
gelang den Königseern nicht das, was man sich
erträumt hatte. Nun hieß es, wenigstens unter der
Zehn-Tore-Differenz zu bleiben und das vor heimischer Kulisse in der
ehemaligen Festung, welche die Gegner vor Jahren noch zittern
ließ.
Doch Gotha machte weiter, was es wollte (30:17, 48.). Zehn Minuten vor
dem Ende setzte Thuringia noch einmal zur Debakelbegrenzung an (23:34,
53.). Den Gästen konnte dies egal sein, da sie das Punktepaar
unter Dach und Fach hatten (34:25, 56.).
Thuringia: Cadek, Föhr, Göring, Götz,
Knedlik (2), Najman (10), Friedrich (1), Dademasch (1),
Hüttner (7), Oldenburg (4), Schmeißer (2)
OTZ Rudolstadt 29.10.07
LSV 49 Ziegelheim - SV Königsee 30:26 (10:14)
Zwei Gesichter
Handball, Oberliga: Königseer überzeugen in
Hälfte eins und brechen nach der Pause ein
Von Gerd Wagner
Der amtierende Landesmeister nahm Königsee ernster als in den
letzten Jahren, da man selbst noch nicht auf die Qualität des
letzten Jahres zurückgreifen kann bzw. einige Nachwuchstalente
eingebaut hat. Das sollte die Hohmann-Schützlinge motivieren.
Dies sah lange gut aus, doch die berühmten Minuten kamen.
Beide Vertretungen begannen zunächst verhalten, bevor Najman
den Torreigen eröffnete (3.). Die Gastgeber sahen diesem nicht
lange zu und glichen aus. Doch nach wie vor leisten sich die
Angriffsreihen viel Leerlauf. Thuringia versuchte in aller Ruhe sein
Spiel aufzubauen und kam in Rückstand (1:2, 8.). Man merkte
auch weiterhin beiden den Respekt voreinander an, als selbst der
treffsichere Moritz vom Punkt versagte, was die Rinnestädter
nutzten und das Blatt wendeten (3:2, 10.). Auch in den folgenden
Minuten behaupteten die Gäste ihre Führung bzw.
bauten diese leicht aus (5:3, 14.). Und als Hüttner weiter
traf, Cadek hielt, hatte Thuringia eine Drei-Tore-Führung. Die
LSV-Fans forderten ihre Lieblinge, die nervös wirkten, doch
alles in die Waagschale legten, um mit Gewalt zur Wende zu kommen (6:8,
17.). Allerdings wehrten sich die Königseer mit Erfolg, da
Cadek im Gehäuse weiterhin viel wegfischte. Und auf der
anderen Seite traf Najman weiter (10:6, 20.). Mittlerweile zog Hektik
ein, da man auf Ziegelheimer Seite mit so mancher Entscheidung der
Herren in Schwarz nicht zurechtkommen wollte. Die Gäste
blieben im Gegensatz cool und hätten bei einer besseren
Chancenverwertung für klare Fronten sorgen können.
Auch in den weiteren Minuten verstand man in Ziegelheim die Welt nicht
mehr (7:13, 27.). Vom Resultat her sah es mehr als gut aus für
die Rinnestädter, ihren insgesamt zweiten Erfolg in der
Höhle des Löwen einzufahren. Doch noch war nicht
aller Tage Abend und Thuringia musste sich unwillkürlich auf
einen heißen Tanz in den zweiten 30 Spielminuten einstellen.
Und der LSV kam, blies vom Anpfiff weg zur Aufholjagd, die ihnen gelang
(12:14, 32.). Ziegelheim war urplötzlich im Spiel, welches die
Königseer noch suchten. Thuringia spielte zwar
gefällig mit, jedoch fehlte es nun an der Durchschlagskraft,
so dass die Rand-Altenburger berechtigt Morgenluft schnupperten und die
Halle beim Ausgleich Kopf stehen ließ. Sie waren da, die
berühmten zehn Minuten der Königseer, die erst einen
Treffer im zweiten Durchgang markieren konnten. Tollhausstimmung beim
Führungstreffer, welchen die Gastgeber gegen eine konfuse
Thuringia-Sieben nun ausbauten (18:16, 41.). Die
Hohmann-Schützlinge versuchten sich zu wehren, was ihnen kaum
gelang. Königsee hatte seine Treffsicherheit verloren. Nun war
der LSV drauf und dran eine Vorentscheidung herbeizuführen
(21:18, 45.). Doch Thuringia bäumte sich auf,
schöpfte Hoffnung (21:22, 49.). Vom Resultat her war
fünf Minuten vor dem Ende noch nichts entschieden (24:26).
Die Rinnestädter vermasselten sich jedoch auch viel selbst, so
dass sich kurz vor Ultimo die Spielentscheidung anbahnte (24:28, 57.),
zumal Najman vom Siebenmeterpunkt nicht traf und sich eine Zeitstrafe
einhandelte. Taktische Spielchen prägten die Schlussminuten,
in denen Ziegelheim den Sieg sicherte.
Thuringia Königsee: Cadek, Föhr, Götz (1),
Göring, Knedlik (2), Hüttner (8), Friedrich (3),
Oldenburg (5), Najman (7), Förster, Dademasch.
OTZ Rudolstadt 23.10.07
Post SV Gera - SV Thuringia Königsee 44:26 (19:14)
Pokal-Debakel für Königsee
Handball, Thüringer Vereinspokal: Thuringia von der Rolle -
Oldenburg mit meisten Treffern
Von Gerd Wagner
Am verschmähten Sonntagnachmittag und nicht in der
Pandorf-Halle, sondern in der Lusaner Schulsportstätte, musste
Thuringia sein Pokalspiel gegen die Postler bestreiten. Die
Königseer, weiter ohne Dademasch und Pojonie, zu ihnen
gesellte sich noch Cadek, wollten die Begegnung nutzen, um für
die kommende Woche in Ziegelheim die mannschaftliche Geschlossenheit
weiter zu festigen. Natürlich wollte man dabei dem Gastgeber
entsprechend Paroli bieten und nicht kampflos das Feld räumen,
so Thuringia-Kapitän Oldenburg. Doch am Ende sah dieses
Vorhaben nicht gerade gut aus.
Gera wirkte vom Anpfiff weg zielstrebiger, nutzte seine Chancen (3:0,
2.), während Thuringia mit diesen sündigte. Dieses
anfängliche Tor-Dilemma beendete Göring und Najman,
welche ihre Farben wieder ins Spiel brachten (3:2, 4.). In diesen
Minuten bestand die Möglichkeit zum Ausgleich, den technische
Fehler verhinderten, so dass Gera weiter knapp vorn blieb. Dies
änderte sich, als die Königseer weiter zu nichts
Zählbarem kamen (7:4, 9.). Thuringia tat sich auch in den
weiteren Minuten abschlussmäßig
äußerst schwer, was Post gnadenlos nutzte und sich
weiter absetzte (10:4, 12.).
Die Rinnestädter mussten schon frühzeitig alle
Register der Schadensbegrenzung ziehen, blieben jedoch weiterhin in der
PSV-Abwehr hängen (13:9, 20.). Auch kurz vor der Pausensirene
hatte sich das Bild noch nicht geändert. Gera blieb weiter
sicher in Front und Königsee hatte auch wenig Glück
bei seinen Würfen aus der zweiten Reihe (19:13, 28.).
Wie der erste Durchgang endete begann auch der zweite. Post weiterhin
zielstrebiger, doch langsam kamen auch die Gäste, welche den
Abstand nicht größer werden ließen (23:17,
34.). Doch mit der durchsichtigen Spielweise bzw. den Würfen
in den Abwehrblock war eigentlich eine Zehn-Tore-Differenz
vorprogrammiert (25:18, 37.). Die Gäste versuchten sich
aufzubäumen, doch zu viele Einzelaktionen brachten nichts.
Gera kam zu seiner Differenz (28:18, 41.) und baute diese weiter aus.
Königsees Spielweise wurde von Minute zu Minute desolater und
der Rückstand größer (19:34, 45.). Zehn
Minuten vor dem Ende waren die Gastgeber kurz vor der 40-Tore-Marke und
der Zwanzig-Tore-Differenz (38:22, 50.). Ersteres ließ nicht
lange auf sich warten, gegen das zweite wehrten sich die
Rinnestädter (40:25, 54.). Drei Minuten vor dem Ende setzte
Post nun alles daran, auch die Zwanzig-Tore-Differenz zu erreichen,
welche sich die Gäste mehr oder weniger selbst ins Nest legten
bei ihren eklatanten Abwehrschwächen. Am Ende kam diese
Differenz nicht zustande, doch die Hohmann-Schützlinge
kassierten ein Pokal-Debakel, wie es noch nicht da war.
Thuringia: Föhr, Knedlik (1), Hüttner (6), Friedrich
(3), Najman (4), Oldenburg (9), Obstfelder, Riwe (1), Götz,
Göring (2)
OTZ Rudolstadt 15.10.07
SV Thuringia Königsee - Goldbach/Hochh. 35:31 (14:15)
Der Lieblingsgegner
Handball, Oberliga: Tollhausstimmung am Schiefer - Thuringia
lässt Goldbach verzweifeln
Von Gerd Wagner
Frohen Mutes waren die Thuringia-Akteure vor dieser Partie, hatte man
doch in den letzten zwei Begegnungen die Goldbach/Hochheimer
sensationell geschlagen. An diese Leistung wollte man
natürlich anknüpfen. Doch die Gäste wollten
ihre Blankenburger Verfolgerrolle bei den Rinnestädtern nicht
verspielen. Doch auch nach dieser Begegnung feierten die
Königseer.
Beide Vertretungen geizten vom Anpfiff weg zunächst mit
Treffern, beschnupperten sich, vergaben zahlreiche
Vorwärtsgänge, bis die Rand-Gothaer erstmals trafen
(4.). Im Anschluss platzte auch bei den Hausherren der Knoten, die das
Blatt wendeten.(2:1, 5.). Auch in den weiteren Minuten brauchten beide
Teams mehrere Angriffszüge, um zum Erfolg zu kommen, jedoch
blieben die Gastgeber knapp vorn (5:4, 10.). Thuringia kämpfte
aufopferungsvoll, hatte teilweise etwas Pech und geriet nach einer
Viertelstunde zum zweiten Mal ins Hintertreffen (7:8, 16.).
Der Favorit aus Goldbach tat sich bis dato schwer, fand nicht sein
Spiel, so dass die Partie ausgeglichen blieb (10:10, 21.). Als jedoch
das Leder ein weiteres Mal am Gebälk von Goldbach landete,
bauten die Blau-Weißen ihre Führung aus (12:10,
23.). Kurz vor der Pausensirene ließen die
Hohmann-Schützlinge weitere Möglichkeiten aus, die
das 12:15 (27.) brachten. Doch die Königseer steckten das weg
und kämpften sich heran (14:15).
Mit diesem knappen Rückstand war natürlich noch alles
möglich. Doch viele der Fans bangten, denn nun standen
Königsees berühmte zehn Minuten an, wo in so vielen
Spielen der Einbruch kam. Dies sah in diesem Moment nicht so aus, denn
Thuringia kam zum Ausgleich. Diesem folgte ein kapitaler Fehler des
jungen Föhr im Thuringia-Kasten, welcher die Gäste
wieder in Front brachte, die sofort nachlegten (17:15, 33.).
Und das Zittern begann. Die Fehlerquote häufte sich, Tore
blieben Mangelware und Härte zog ein. Die Partie pegelte sich
auf eine Zwei-Tore-Differenz ein. Es begann ein offener Schlagabtausch,
bei dem die Abwehrreihen nicht gut aussahen. Königsee bekam
alle Hände voll zu tun, da der Abstand nach einem vergebenen
Siebenmeter von Najman größer wurde (18:22, 39.).
Goldbach/Hochheim wirkte nun spielstärker. Doch die Gastgeber
kämpften und bauten einen
Fünf-Tore-Rückstand (20:25) ab (24:25, 44.). Die
Rinnestädter witterten wieder Morgenluft und die
Gäste schienen zu schwimmen. Als Hüttner nun den
Ausgleich markierte, kam Tollhausstimmung auf, an der auch der sich
steigernde Föhr seinen Anteil hatte, welcher mit guten
Reflexen die Wende mit einläutete (26:25, 47.).
In diesen Minuten hielt es keinen mehr auf seinem Sitz, zumal Thuringia
vorn blieb (27:26, 49.). Doch die Blau-Weißen fighteten,
wollten sich nicht noch einmal am Schiefer blamieren und lagen wieder
knapp vorn (28:27, 50.). Die Partie war nun an Spannung kaum noch zu
überbieten (30:30, 54.). Föhr wünschte man
in diesen Minuten noch ein paar gute Aktionen, die nicht ausblieben, so
dass Najman seine Farben wieder in Front bringen konnte (32:31, 56.).
Goldbach zeigte Nerven und nahm die Brechstange. Thuringia blieb ruhig,
suchte bzw. nutzte seine Chancen und ließ den haushohen
Favoriten stehend K.o. gehen.
Thuringia: Cadek, Föhr, Götz (1), Göring
(1), Förster, Friedrich (7), Oldenburg (6), Najman (12),
Knedlik (1), Hüttner (7).
OTZ Rudolstadt 09.10.07
Sonneberger HV - SV Thuringia Königsee 35:26 (18:12)
Pleite mit Mini-kader
Handball, Oberliga: Königsee mit erneutem Einbruch zu Beginn
des zweiten Durchganges
Von Gerd Wagner
Gern erinnerten sich die Thuringia-Akteure an ihren
großartigen Auftritt bei den Sonnebergern in der letzten
Saison, wo man nur um Haaresbreite an einem Punktgewinn
vorbeigeschrammt ist. Diese Leistung sollte auch heuer abgerufen
werden. Doch als sich die Liste der nicht Einsatzfähigen am
Sonntagnachmittag weiter erhöhte und mit Hüttner ein
weiterer Leistungsträger nicht dabei war, reisten die
Rinnestädter mit einer Rumpf-Sieben nach
Südthüringen, was die Euphorie sinken ließ.
Mit seinem Mini-Kader hatte Coach Thomas Hohmann keine Alternativen die
Partie groß zu beeinflussen, da seine Mannen die 60
Spielminuten voll durchspielen mussten und schnell in
Rückstand gerieten. Nach der 1:0 Führung der
Königseer wendeten die Gastgeber schnell das Blatt und setzten
sich ab (4:1, 7.). Schon in diesen Minuten waren die Gäste auf
Schadensbegrenzung bedacht, mussten allerdings ihrer hohen Fehlerquote
Tribut zollen (4:9, 16.). Der gastgebende HV erkannte dieses Dilemma
und setzte sich weiter ab (14:8, 25.). Kurz vor der Pausensirene
konnten die Königseer noch einmal mit einer "Sternstunde"
aufwarten, welche sie auf ein hoffnungsvolles 10:14 (26.)
verkürzen ließ. Die Sonneberger ließen
sich davon jedoch nicht beeindrucken und wiesen die
Hohmann-Schützlinge wieder in die Schranken (16:10, 28.) bzw.
hielten ihren Sechs-Tore-Vorsprung bis zum Gang in die Kabine.
Wie bereits bei den letzten Auftritten zu beobachten, vergeigten die
Rinnestädter erneut den Auftakt des zweiten Durchgangs, der
sie weiter zurückwarf (12:23, 39.). Nach der
zehnminütigen Durststrecke kamen die Königseer nun
auch wieder zu einem Treffer. Mit der Zeit fingen sich die
Gäste wieder und gestalteten das Resultat freundlicher, ohne
jedoch den SHV zu fordern (19:25, 46.). Gut zehn Minuten vor dem Ende
konnten die Ostthüringer kurzzeitig Morgenluft schnuppern, als
der Gastgeber patzte (21:26, 48.). Doch innerhalb weniger Minuten war
dieser Hoffnungsschimmer jedoch verflogen.
Sonneberg demonstrierte erneut eindeutig, wer Herr im Haus ist und wer
das Punktepaar auf die Habenseite bekommt (29:21, 51.). Die Gastgeber
hielten Thuringia nun weiter auf sicherer Distanz, kamen noch einmal
auf eine Zehn-Tore-Differenz (35:25, 59.), bevor die Königseer
toremäßig den Schlusspunkt setzen konnten.
Während die Sonneberger nach diesem vierten Spieltag auf einen
Podestplatz klettern konnten, rutschen die Rinnestädter nach
ihrem Höhenflug zum Saisonbeginn nun immer weiter gen
Tabellenkeller.
Thuringia Königsee spielte mit Cadek, Föhr -
Göring (2), Friedrich (3), Förster (1), Najman (8),
Oldenburg (9), Knedlik (3)
OTZ Rudolstadt 01.10.07
SV Thuringia Königsee - ThSV Eisenach II 28:33
(15:16)
Eingebrochen
Handball, Oberliga: Erste Saisonniederlage für
Königsee
Von Gerd Wagner
Ohne Dademasch und Pojonie, welche für einen längeren
Zeitraum ausfallen, musste der Überraschungszweite des
Thüringer Handball-Oberhauses seine Partie gegen die jungen
Wilden aus der Wartburgstadt bestreiten. Doch trotz dieses Mankos war
man zuversichtlich im Thuringia-Lager, auch aus dieser Partie nicht mit
leeren Händen herauszugehen. Als allerdings zum Beginn des
zweiten Durchgangs gar nichts mehr zusammenlief und man regelrecht
einbrach, folgte die Strafe auf den Fuß. Die Eisenacher
versuchten vom Anpfiff weg, mit schnellem Spiel die Gastgeber aus den
Angeln zu heben. Die Rinnestädter ließen sich jedoch
davon nicht beeindrucken und erspielten sich bzw. hielten eine knappe
Führung (3:2, 5.), welche Najman ausbaute. Thuringia wirkte in
dieser Phase konzentriert und ließ kaum eine
Schwäche erkennen (6:4, 8.). Eisenachs junge Burschen spielten
weiter unbekümmert mit, verfehlten einige Male den
Königseer Kasten, was Najman nutzte (8:5, 11.). Als die
Rinnestädter allerdings angriffsmäßig zu
patzen begannen, war der ThSV II hellwach (8:8, 13.). Die
Hohmann-Schützlinge überwanden in dieser Phase
schnell ihr Schwächeln und kamen erneut in Vorderhand (11:9,
17.). Auch in den folgenden Minuten blieb die Partie auf des Messers
Schneide, welche die Königseer weiter vorn sah, die ihre
Leistung von den Rängen honoriert bekamen (13:11, 22.). Als
sich allerdings die Fehlerquote wieder häufte, roch es nach
dem erneuten Einstand, den Föhr im Thuringia-Tor bzw. eine
sichere Abwehr abblockten, aber das Schiri-Duo den Gästen per
Siebenmeter schenkte (13:13, 26.). Kurz vor der Pausensirene konnten
sich Najman und Hüttner einer persönlichen Betreuung
erfreuen, die noch nichts brachte. Kurz vor dem Pausenpfiff dann doch
noch der Führungswechsel, den die Wartburgstädter per
Strafwurf erzielen durften.
Mit diesem Spielstand waren spannende zweite 30 Spielminuten
vorprogrammiert, allerdings mussten die Hohmann-Schützlinge
nahtlos an die Vorpausenleistung anknüpfen. Das sah jedoch mit
dem Wiederanpfiff nicht so aus, da sich die Gäste weiter
absetzen konnten und Thuringia hilflos aussah (19:15, 33.). Najman und
Hüttner kamen nun kaum ins Spiel, was einen argen Bruch
hervorrief und Eisenach frühzeitig auf die
Siegerstraße brachte (21:15, 36.). Die Gastgeber waren in
diesen Minuten nicht wieder zu erkennen und hatten innerhalb weniger
Minuten den Zehn-Tore-Rückstand vor Augen (15:23, 37.). Bei
Thuringia fehlte nun Konsequenz und Einsatzstärke, was die
Zweit-Bundesliga-Reservisten gnadenlos nutzten (25:17, 41.).
Königsee mühte sich, doch der Spielfaden war weg. Die
Rinnestädter ließen nichts unversucht sich
aufzubäumen, mussten jedoch zu allem Überfluss rote
Karten von Hüttner und, nicht nachvollziehbar, von Oldenburg
hinnehmen, was das bis dato faire Spiel giftig werden ließ,
woran die Herren in Schwarz ihren Anteil hatten.
Nun war Königsees junge Garde gefragt, die bravourös
kämpfte und den Rückstand in Grenzen hielt (24:29,
52.). Fünf Minuten vor dem Ende waren die Würfel
längst gefallen. Auf Königseer Seite war weiterhin
Schadensbegrenzung angesagt, die den Youngstern gelang, jedoch die
erste Saisonniederlage nicht verhindern konnten.
Thuringia: Cadek, Föhr, Götz (4), Göring
(4), Knedlik (1), Förster (1), Friedrich (4), Hüttner
(5), Najman (9), Oldenburg.
OTZ Rudolstadt 24.09.07
SV Thuringia Königsee - SV Hermsdorf II 22:20 (9:10)
Königsee erneut erfolgreich
Handball, Oberliga: Zittereinlagen und Siebenmeter-Dilemma beim SV
Thuringia
Von Gerd Wagner
Nach dem gelungenen Saisonstart der Gastgeber erwartete man von der
Thuringia-Sieben ein Nachlegen. Denn mit den Hermsdorfern stellte sich
das erste Tabellenschlusslicht des Thüringer
Handball-Oberhauses am Schiefer vor. Das sollte allerdings in der noch
jungen Saison nichts sagen, was auch die Hausherren über weite
Strecken zu spüren bekamen, welche klarste Chancen und
zahlreiche Siebenmeter vergaben.
Beide Vertretungen begannen die Partie nervös, setzten ihre
ersten Angriffsbemühungen in den Sand, bevor Hermsdorf den
Torreigen eröffnete. Allerdings platzte auch bei den
Hohmann-Schützlingen in diesem Moment der Knoten. Pech auf
Seiten der Gastgeber, welche mit Pojonie gleich einen
verletzungsbedingten Ausfall hatten. Thuringia ließ auch in
den folgenden Minuten jegliche Treffsicherheit vermissen, so dass sich
der SVH II in Vorderhand brachte (3:1, 8.). Einen höheren
Rückstand verhinderte zu diesem Zeitpunkt Keeper Cadek. Die
Rinnestädter suchten verzweifelt ihren Spielfaden, den man
durch zu viele Fehler und zwei verworfene Strafwürfe (Najman,
Göring) nicht fand.
Dieses Dilemma erkannten die Gäste, welche sich weiter
absetzten (6:1, 12.) und nicht wie ein Schlusslicht auftraten.
Königsees minutenlange Torflaute konnte Knedlik beenden (2:6,
13.). Mit der Zeit fingen sich die Gastgeber und starten zur Aufholjagd
(5:7, 15.), verwarfen allerdings durch Dademasch den nächsten
Siebenmeter, so dass der greifbar nahe Ausgleich ausblieb. Hermsdorf
blieb derweil im Bilde und hielt die Königseer weiter auf
Distanz (9:5, 20.). Doch Thuringia wurde langsam stärker,
verkürzte und hatte erneut den Einstand vom Siebenmeterpunkt
in der Hand, welchen nun Friedrich vergab (8:9, 25.). Dieser gelang
Hüttner (9:9, 25.), der im Anschluss ebenfalls vom Punkt
scheiterte. Das nutzten die Gäste mit der Pausensirene zur
erneuten Führung.
Mit Beginn der zweiten 30 Spielminuten erneut Siebenmeter für
Königsee, den Najman nun verwandelte. Dademasch bzw. wieder
Najman zogen nach und Thuringia führte unter dem Jubel seiner
Fans (12:10, 32.). Thuringia bekam nun neben der Trommlergarde auch von
den bis dato ruhig gebliebenen Fans die vollste Unterstützung.
Allerdings wurden weitere gute Chancen ausgelassen, um sich weiter
abzusetzen. So blieb es weiter bei der Zitterpartie, in der erneut der
Ausgleich fiel (12:12, 35.). Just in diesen Minuten eine Schrecksekunde
auf Thuringia-Seite, als der sich steigernde Najman ersetzt werden
musste, doch Götz erhöhte (14:12, 39.). Hermsdorf
ließ sich auch weiterhin nicht abschütteln. Das
Spiel, vom Niveau her schwach, blieb spannend und die
Rinnestädter hielten ihren Vorsprung, obwohl im
Vorwärtsgang viele Wünsche offen blieben (16:15,
44.). Thuringia kämpfte wacker weiter und sah sich belohnt
(18:16, 48.), hatte jedoch bei Holztreffern von Hüttner auch
Pech.
Fünf Minuten vor dem Ende stand das Spiel weiter auf Messers
Schneide, zumal Hermsdorf einen Drei-Tore-Rückstand abbaute
(19:19, 55.), die Hohmann-Schützlinge erneut klare
Möglichkeiten nicht unterbrachten, aber knapp vorn blieben
(20:19, 57.). Als dann Hüttner und Najman in den
Schlusssekunden trafen, war auch der zweite Doppelpunktgewinn unter
Dach und Fach
Thuringia: Cadek, Föhr - Lächa, Hüttner (3),
Förster, Pojonie, Friedrich (3), Najman (8), Götz
(1), Göring (1), Oldenburg, Dademasch (5), Knedlik (1).
OTZ Rudolstadt 17.09.07
Spielbericht von Saalfeld
SG Könitz/Saalfeld - SV Thuringia Königsee
26:28 (14:19)
SG Könitz/Saalfeld zu nervös
Handball, Oberliga: Im spannenden Derby Thuringia Königsee
einfach cleverer
Von Christian Wagner
Zum Auftakt der Saison kam es zum mit Spannung erwarteten Derby. Vor
stimmungsvoller Kulisse sah sich die SG schnell im Rückstand,
konnte aber durch Dietzel ausgleichen. Nach dem erneuten
Führungstreffer der Gäste war es wiederum Dietzel,
der den Ausgleich besorgte. Doch damit war es auch vorbei mit den
erfolgreichen Angriffsbemühungen der Hausherren.
Königsee erhöhte auf 6:2.
Viel zu groß waren der Respekt vorm Gegner und die
Nervosität in den eigenen Reihen. Nach neun Spielminuten
musste eine Auszeit her, um die Spieler der SG neu zu motivieren. Dies
funktionierte ganz gut, denn mit den Zuschauern im Rücken
kämpfte sich die SG bis auf 8:8 heran und konnte mit dem 9:8
durch Arnold erstmals in Führung gehen. Doch die
Gäste spielten weiter einfache Kombinationen und fanden immer
wieder Lücken in der Deckung der Hausherren. Im Angriff wurde
zu aufgeregt agiert und der SV Thuringia setzte sich mit fünf
Toren Vorsprung ab.
Neu motiviert ging es dann in die zweiten 30 Minuten. Mit Umstellungen
in der Abwehr schien die SG wie ausgewechselt. Zwei Treffer von Schmidt
und ein weiterer von Volkmar zum 17:19 brachten die SG zurück.
Der Abwehrblock mit Beyer, Heerwagen und Schmidt im Zentrum leistete
jetzt gute Arbeit und auch Lindig im Tor konnte sich steigern. Beim
Stand von 20:18 für die Gäste hatte die SG die Chance
zu verkürzen, aber der Pfosten verdarb den Gastgebern die
Partie. So gelang es den Gästen, sich auf 24:20 abzusetzen. Es
folgte eine Auszeit auf Königseer Seite. Diese nutzte die SG,
um sich zu motivieren. Dietzel, Arnold und zwei Mal
Leuthäuser, vom Siebenmeterpunkt, besorgten den Ausgleich.
Königsee ging mit 25:24 in Front, Volkmar erzielte den
nächsten Treffer zum Remis und das Spiel schien zu kippen.
Die Abwehr agierte weiter engagiert und sorgte für die
Ballgewinne, diese wurden aber nicht konsequent genutzt. Dies nutzten
die Gäste und erzielten zwei Treffer zum 27:25. Hinz stellte
wieder den Anschluss her. Erneut wurde die Möglichkeit zum
Remis nicht genutzt. Königsee erzielte Sekunden vor Ende das
28:26. Nach einer guten zweiten Halbzeit, musste sich die SG dem
clevereren Gegner geschlagen geben.
Könitz/Saalfeld: Lindig (TW); Trinks (TW); Leuthäuser
(6); P. Schmidt (5); Arnold (4); Hinz (4); M. Dietzel (3); Heerwagen
(2); Volkmar (2); Gittner; F. Dietzel; Beyer; S. Schmidt;
Schmeißer
SV Thuringia Königsee: Föhr, Cadek,
Hüttner(4), Dademasch(8), Pojonie(3), Najman(7), Knedlik(2),
Götz(1), Lächa, Förster
Saison2007/08
OTZ Rudolstadt 21.05.07
Ernestiner SV Gotha - SV Königsee 29:26 (16:11)
Punktgewinn für Königsee durchaus
möglich
Handball, Oberliga: Hektische Partie
Von Gerd Wagner
Die Königseer, welche nicht chancenlos zum Tabellennachbarn
nach Gotha gereist waren, mussten schon frühzeitig erkennen
was ihr Manko an diesem letzten Spieltag des
Thüringer-Handball-Oberhauses war.
In der von beiden Seiten schwach und hektisch geführten Partie
fehlte es den Thuringia-Mannen an einer geordneten Hand, den
nötigen Impulsen aus dem Rückraum, wo die
entsprechenden Ballpassagen Torgefahr bzw. Treffsicherheit vermisst
wurden. Najman stand auf der Position des fehlenden Dademasch, von wo
nur ein Treffer aus dem Feldspiel heraus kam. Ansonst traf der Mann aus
dem tschechischen Cheb vom Siebenmeterpunkt wie gewohnt in sicherer
Manier. An der moralischen Unterstützung sollte es auch nicht
gelegen haben, da die Hohmann-Schützlinge erneut euphorisch
von der Trommlergarde den entsprechenden Rückhalt erhielten.
Thuringia Königsee begann die Partie in gewohnter Manier,
spielte ruhig bzw. diszipliniert und wartete auf seine
Möglichkeiten. So blieb es in dieser Auftaktphase meist
ausgeglichen (4:4, 10.). Als die Königseer allerdings anfingen
in größerer Manier zu patzen, setzten sich die
Hausherren leicht ab (8:5, 16.). Das beeindruckte die Oldenburg,
Hüttner, Najman & Co. keinesfalls, die innerhalb
weniger Minuten wieder auf Tuchfühlung waren und ausglichen
(8:8, 21.). Doch nach wie vor waren die Rinnestädter zur
Aufholjagd gezwungen (9:11, 24.). Fünf Minuten vor der
Pausensirene Kopfschütteln auf der Königseer Bank
sowie bei den gut 20 mitgereisten Fans, als urplötzlich nichts
mehr in den Thuringia-Reihen zusammenlief, was Gotha zu einem noch
deutlichen Pausenstand zu nutzen wusste (16:11, 30.).
Mit Beginn des zweiten Durchgangs zunächst Tore auf beiden
Seiten und eine Thuringa-Sieben, welche urplötzlich wusste,
was sie in dieser Begegnung wollte. Mit fünf Treffern in Folge
wahrte sie seine Punktgewinnchance (16:17, 34.). Doch die Freude und
der Hoffnungsschimmer währte nicht lange, da der Ernestiner SV
die Schwächen der Mannen vom Schiefer erkannten und diese
gnadenlos ausnutzte (21:16, 41.).
Die Gäste steckten nicht auf bzw. ließen den Abstand
nicht größer werden (22:24, 49.). Fehler,
Nervosität und eine hüben wie drüben
einsetzende Toreflaute bestimmten in den weiteren Minuten die Szenerie,
in der sich die Ostthüringer langsam wieder ins
Gespräch brachten und die Gastgeber bangen ließen
(25:26, 57.). Dieser wackelte zwar kurz, fiel aber nicht, da es die
Königseer in diesen Schlussminuten nicht schafften den Sack zu
zubinden.
Das nahmen die Gothaer Gastgeber um den Ex-Thuringia-Akteur Irmisch an,
versenkten das Streitobjekt noch drei Mal in den Maschen,
während die Rinnestädter dagegen nur noch einmal
jubeln konnten.
SV Thuringia Königsee: Höhne, Cadek, Föhr,
Götz (1), Göring (1), Knedlik (2), Förster,
Pojonie, Friedrich (3), Hüttner (7), Oldenburg (4), Najman
(8).
OTZ Rudolstadt 07.05.07
SV Thuringia Königsee - HSV Ronneburg 27:33 (13:15)
Schlechte Angriffsleistung verhindert weitere
Überraschung
Handball, Oberliga: Meisterschaftsfavorit Ronneburg stolpert in
Königsee nicht
Von Gerd Wagner
Die Gastgeber wollten an ihre zuletzt gezeigten Leistungen gegen die
Spitzenteams anknüpfen und nun auch Meisterschaftsfavorit
Ronneburg stolpern lassen. Doch die Gäste wussten, was die
Stunde geschlagen hatte und begannen äußerst
konzentriert, während es die Mannen vom Schiefer
brechstangenmäßig angingen und sich in Ronneburgs
Abwehr festbissen bzw. mit Fehlversuchen aufwarteten. Der nun neue
Tabellenführer war da in diesem Ostthüringenderby aus
einem ganz anderen Holz geschnitzt. Auch ohne den verbannten Tschechen
Puta begannen sie frühzeitig die Akzente zu setzen, was ihnen
nach kurzem Rückstand die Führung brachte (2:1 - 2.).
Königsee tat sich durch Abstimmungsprobleme in der Abwehr
schwer und geriet schon frühzeitig in einen höheren
Rückstand (2:6 - 8.). Thuringia zerrte mächtig an den
Ketten, doch die Abschlussquote ließ zu wünschen
übrig (4:10 - 12.). In der Folgezeit setzte sich die Sechs-
bis Sieben-Tore-Differenz fort (8:15 - 23.). Kurz vor der Pausensirene
fanden die Königseer ihren Spielfaden und die
Durchschlagskraft, was sie verkürzen ließ. Innerhalb
weniger Spielminuten waren die Hohmann-Schützlinge perfekt im
Bilde und schufen sich mit dem Halbzeitstand von 13:15 eine gute
Ausgangsposition.
Mit diesem Spielstand war urplötzlich wieder Tür und
Tor offen für die nächste Überraschung am
Königseer Schiefer, welche auch kurzzeitig weiter für
Stimmung sorgte. Doch Ronneburg zeigte sich in Folge wieder
treffsicherer, während die Oldenburg, Hüttner,
Najmann & Co. an Seidemann im HSV-Kasten scheiterten, den sie
berühmt warfen (15:20 - 35.). Der HSV steuerte erneut wieder
einen Sechs-Treffer-Abstand an (16:22 - 39.), den die
Königseer nun kaum noch abbauen konnten (20:26 - 47.). In den
noch verbleibenden Minuten kontrollierten die Gäste die
Partie. Mit ihrem Doppelpunktgewinn bleiben die Ronneburger im
Meisterschaftsrennen.
Thuringia Höhne, Föhr - Götz (2),
Göring (1), Lächa, Förster, Knedlik (1),
Friedrich, Dademasch (3), Pojonie (1), Hüttner (5), Oldenburg
(5), Najman (9).
OTZ Rudolstadt 16.04.07
SV Goldbach/Hochheim - Thuringia Königsee 31:24 (16:8)
Eine gute Halbzeit reicht nicht
Handball, Oberliga: Königsee gleichwertig
Von Gerd Wagner
Der Tabellenvierte war in seinen Gefilden der haushohe Favorit gegen
die Rinnestädter. Doch diese sorgten an den letzten beiden
Spieltagen für Paukenschläge, welche auch bis
Goldbach vorgedrungen sind. Den Gastgebern war es bewusst, dass sie
sich keinen Ausrutscher mehr leisten können, will man im
Meisterschaftsgeschehen bleiben. Die Thuringia-Garde, mit seinen
Trommlern im Rücken, wollte natürlich die
Blau-Weißen ärgern, damit Kreisrivale Bad
Blankenburg ohne Druck am letzten Spieltag in die Höhle des
Löwen von Goldbach reisen kann.
Doch die Gastgeber erwischten vom Anpfiff weg einen Start nach
Maß, verwerteten ihre ersten Angriffe, was bei den
Königseern noch ausblieb (3:0, 3.). Den ersten Treffer der
Rinnestädter brachte Najman vom Punkt unter. Schon in diesen
Anfangsminuten machte sich das alte Leiden der
Hohmann-Schützlinge bemerkbar, welche zu viele Angriffaktionen
brauchten (2:4 - 6.). Allerdings schienen sich die Gäste
zwischenzeitlich zu fangen, verkürzten (4:5 - 9.) und hatten
den Ausgleich in den Händen, der ausgelassen wurde. In den
weiteren Minuten entpuppte sich Königsees Aufholjagd als ein
Strohfeuer, was der Ex-Regionalligist bestrafte (8:4 - 15.). War dieser
Vier-Tore-Rückstand bereits der Knackpunkt, welchen Coach
Hohmann per Auszeit aufhalten wollte. Zu diesem gesellte sich noch Pech
bei Holztreffern von Oldenburg und Hüttner. Die
Königseer kämpften verzweifelt weiter, gerieten
jedoch höher in Rückstand (5:11 - 20.). Thuringia
ruderte sich immer mehr in sein bekanntes Auswärtsdilemma. Und
wenn da Cadek nicht einige Male gut pariert hätte, wer
weiß (6:14 - 24.). So deutete sich bereits vor der
Pausensirene der Zehn-Tore-Rückstand an, den Königsee
zunächst abwenden konnten (8:15 - 28.).
Den Torreigen des zweiten Durchgangs eröffneten die
Ostthüringer, die auch die Möglichkeit zum Nachlegen
hatten, aber nicht nutzten. Beide Vertretungen agierten in diesen
Minuten hektisch, leisteten sich viele Fehler, so dass Tore Mangelware
waren. Doch Goldbach rückte wieder an die Zehn-Tore-Differenz
heran (18:9 - 36.). Und wieder versuchten sich die Gäste gegen
diese zu stemmen, was ihnen gelang. Doch diese schien nur noch eine
Frage der Zeit. Königsee wehrte sich weiter und hatte in
Hüttner nun einen sicheren Vollstrecker, der zur Aufholjagd
blies (14:21 - 41.).
Die Gastgeber blieben an ihrem Nahziel, erreichten es jedoch weiterhin
nicht (24:16 - 45.). Und Königsees Trommler honorierten den
Kampfgeist der Thuringia-Mannen, die nicht aufsteckten (18:24 - 47.).
Thuringia hatte in dieser Phase seinen Spielfaden gefunden, was die
Gastgeber nervös zu machen schien. Doch innerhalb weniger
Minuten war das vergessen, als die Blau-Weißen aus einem
25:20 ein 27:20 (52.) machen konnten. Fünf Minuten vor dem
Ende war schon längst klar wo das Punktepaar hingeht. Die
Rinnestädter zogen sich jedoch in dieser Begegnung achtbar aus
der Affäre.
Thuringia: Höhne, Cadek, Götz, Göring,
Lächa, Knedlik, Förster, Friedrich (3), Dademasch
(5), Najman (2), Hüttner (8), Oldenburg (6).
OTZ Rudolstadt 16.04.07
SV Thuringia Königsee - HSV 90 Apolda 33:26 (13:8)
Apolda an die Wand gespielt
Handball, Oberliga: Die Serie von Königseer
Überraschungserfolgen hält weiter an
Von Gerd Wagner
In diesem Nachholspiel hoffte man auf der Tribüne der
Königseer Schiefer-Sporthalle auf eine ähnliche
Leistung wie in der Vorwoche gegen Ziegelheim. Die Gäste,
stets ein unbequemer Gegner für die Rinnestädter,
mussten erst einmal abgetastet werden, da sie nicht ganz komplett
antreten konnten.
Doch die ersten Minuten gehörten eindeutig den Gastgebern, die
ihre Abwehr engmaschig machten, vorn die Akzente setzten und zur Freude
der Fans trafen (3:0 - 4.). Das war natürlich ein Auftakt nach
Maß, welcher Hoffnungen keimen ließ auf den zweiten
Doppelpunktgewinn in Folge. Dies setzte sich auch in den weiteren
Minuten fort. Thuringia ließ weiterhin den
Tabellenfünften nicht zur Entfaltung kommen, der sich schwer
tat und in Thuringia-Keeper Cadek seinen Meister fand (5:1 - 9.). Mit
der Zeit fing sich Apoldas Hintermannschaft, so dass auch
Königsees Angriffsreihe ihre Schwierigkeiten bekam, was
allerdings Apolda in Gegenzügen nicht nutzen konnte (6:2 -
14.). Einen großen Anteil an der bis dato torarmen Partie
hatten beide Torhüter, welche zahlreiche Angriffe
entschärfen konnten.
Doch der HSV 90 kam, hatte sich nun besser auf das Spiel der
Hohmann-Schützlinge eingestellt und verkürzte (5:7 -
21.), was die Rinnestädter wieder munterer machte (9:5 - 22.).
Apolda ließ sich davon nicht beeindrucken, hielt die Partie
offen (7:9 - 25.). Erneut starteten die Rinnestädter einen
toremäßigen Zwischenspurt, der sie wieder
davonziehen lassen konnte (11:7 - 27.) bzw. den Vorsprung auf
fünf Tore ausbauen ließ (13:8 - 30.). Diese
Tore-Differenz sollte die nötige Ruhe bringen, um den als
Favorit gehandelten Kontrahent weiter auf Distanz zu halten, was
eindrucksvoll gelang (16:9 - 33.). Und immer wieder war es
Königsees Torhüter Cadek, der die HSV-Angreifer
verzweifeln ließ. Königsee blieb weiter
spielbestimmend, hielt seinen Vorsprung (19:11 - 38.) und
ließ Apolda nie wie einen Tabellenfünften aussehen.
Die Gäste mühten sich zwar, versuchten an den Ketten
zu zerren, fanden allerdings kaum ein Mittel das
Thuringia-Abwehrbollwerk zu überwinden, in dem Keeper Cadek
zum Helden wurde. Die Krönung waren gehaltene
Strafwürfe sowie der Eintrag in die Torschützenliste
mit einem schnell erkannten Weitwurf. Für die Gäste
wurde die Partie zu einer Vorführung, die mit zehn Treffern
ins Hintertreffen gerieten (12:22 - 44.). Und die Thuringia-Sieben
ließ keine Ermüdungserscheinungen erkennen, so dass
auch Hochstimmung bei den Fans angesagt war , obwohl die
Glockenstädter wieder unter die Zehn-Tore-Differenz kamen
(15:24 - 49.), was die Königseer postwendend korrigieren
konnten. Bei diesem Spielstand wechselte Coach Hohmann durch, so dass
auch die Reservisten zu ihren Bewährungsproben kamen (26:16 -
52.). Sieben Minuten vor dem Ende griff der HSV zu technischen Mitteln,
störte frühzeitig den Angriffsaufbau der Gastgeber,
was Wirkung zeigte (21:28 - 55.). Doch zu diesem Zeitpunkt war schon
alles klar auf wessen Konto das Punktepaar ihren Niederschlag findet.
Thuringia hielt dagegen (33:25 - 58.) und krönte seine
Klasseleistung mit dem zweiten Sieg in Folge, der die 200 Fans zu
stehenden Ovationen animierte.
Thuringia: Höhne, Cadek (1) - Lächa (1),
Hüttner (2), Förster, Friedrich (2), Najman (4),
Götz (1), Göring, Oldenburg (11), Dademasch (10),
Knedlik (1).
OTZ Rudolstadt 16.04.07
SV Thuringia Königsee - LSV Ziegelheim 29:25 (14:9)
Sensationeller Thuringia-Sieg
Handball, Oberliga: Königsee leistet Schützenhilfe
für spielfreie Blankenburger
Von Gerd Wagner
Mit dem Spitzenreiter hatten die Königseer nach Bad
Blankenburg eine weitere harte Nuss, die man knacken musste. Doch um
das zu bewerkstelligen, hatte man auch die Unterstützung der
Kurstädter, welche durch einen Sieg der Rinnestädter
am Thron schnuppern würden.
Thuringia begann die Partie äußerst couragiert und
bot der LSV-Sieben Paroli, doch schwache Angriffsaktionen bzw.
technische Fehler verhinderten eine höhere Trefferausbeute. Da
allerdings die Gäste auch sündigten, blieb die Partie
ausgeglichen (3:1 / 7.). Abwehrmäßig wirkten die
Gastgeber kompakter. Auf der vollbesetzten Tribüne wurden
Erinnerungen wach an die Spiele gegen Goldbach/Hochheim oder Sonneberg,
denn die Rinnestädter führten (4:1/ 9.). Da die
Gäste zunächst nicht mehr zuließen und
verkürzten (3:4 / 11.) blieb es weiter knapp. Die
Königseer, bis dato nicht wiederzuerkennen gegenüber
ihren Auftritten in Bad Langensalza bzw. Bad Blankenburg, blieben vorn,
was von den Fans honoriert wurde (6:4/ 15.). Auch in der Folgezeit
blieb die Partie offen (7:7/ 20.) bzw. versuchte das Match zu kippen.
Thuringia stemmte sich gegen dieses Vorhaben und setzte sich erneut ab
(10:7/ 22.). In diesen Minuten hatte der Spitzenreiter seinen Faden
verloren, denn auch Spielmacher und Torschütze vom Dienst
Moritz konnte keine Akzente setzen, so dass sich die
Hohmann-Schützlinge eine Fünf-Tore-Führung
herausspielen konnten ( 12:7/ 25.). Nach der Pausensirene hatte diese
Differenz weiter Bestand (14:9/ 30.). Mit diesem Spielstand war man auf
hiesiger, aber auch auf Bad Blankenburger Seite zufrieden.
Doch beide Teams begannen mit Ladehemmung, bevor die Gäste den
Torreigen eröffneten (11:14/ 33.) Diese Auftaktminuten sahen
nicht gut aus für Königsee, welches sich
angriffsmäßig schwer tat, was der wiedergenesene
Hüttner abwendete (15:11 / 35.). Ziegelheim begann, mit der
Zeit Morgenluft zu schnuppern, da bei der Thuringia-Sieben in diesen
Minuten weiterhin nicht viel zusammenlief (12:15 /36.). Die
Königseer mühten sich, hatten in Keeper Cadek einen
starken Rückhalt (17:13/ 42.). 15 Minuten vor dem Ende begann
der Kampf auf Biegen und Brechen (20:17 /43.). Der Spitzenreiter zerrte
an den Ketten, doch die Thuringia-Mannen hielten weiter dagegen, was
die Ziegelheimer Bank nicht verkraften konnte und ausfällig
wurde. Schwerstarbeit war angesagt für das junge Ronneburger
Schiedsrichterduo. Königsee führte 22:17 (51.).
In diesen Minuten Tollhausstimmung in der Schiefer-Arena, da eine
Sensation näher rückte (24:18 / 53.). Doch Ziegelheim
gab sich nicht geschlagen (21:24 / 54.). Nun wurde mit Haken und
Ösen gekämpft, um die Rinnestädter
einzuschüchtern, welche sich erneut aufrappelten (26:22 /
56.), aber nach Oldenburg durch Najman den zweiten roten Karton sahen.
In diesen Schlussminuten schien alles gegen den Außenseiter
zu laufen, da auch Cadek nach einer Handgreiflichkeit vorzeitig zum
Duschen musste und der LSV wieder verkürzte (25:27 / 58.).
Doch der junge Knedlik behielt die Übersicht, versenkte zwei
Mal und sicherte den Königseer Sensationserfolg.
Thuringia: Höhne, Cadek - Lächa, Friedrich (3),
Dademasch (7), Pojonie (1), Hüttner (4), Oldenburg (1),
Förster, Götz (1), Göring (2), Najman (8),
Knedlik (2).
OTZ Rudolstadt 02.04.07
HSV Bad Blankenburg - SV Thuringia Königsee 42:24
(22:10)
Ausgekontert
Handball, Oberliga: HSV Bad Blankenburg bezwingt Thuringia
Königsee im Kreisderby
Von Thomas Wolfer
Hier regiert der HSV", skandieren die Fans der Blankenburger
Oberliga-Handballer. Im gestrigen Kreisderby besiegte der favorisierte
HSV Bad Blankenburg den Vorletzten aus Königsee in eigener
Halle 42:24 (22:10).Für die Königseer 1:
0-Führung sorgte Ralf Oldenburg, bevor HSV-Akteur Igor Ardan
im Gegenzug ausglich. Die ersten beiden Siebenmeter des Kreisderbys
finden ihren Weg in die Maschen, anschließend kann
Blankenburgs Schlussmann Tobias Jahn zwei Mal gegen Radek Najman
parieren. Doch der Tscheche steckt nicht auf, bezwingt Jahn im
nächsten Tempogegenstoß (4:3) und zieht mit einem
Grinsen im Gesicht in die eigene Hälfte zurück. Das
Lachen sollte dem Tabellenvorletzten aber schnell vergehen. Die
deutlich agileren Bad Blankenburger überwanden nach guter
Abwehrarbeit das ganze Feld oft mit nur einem Pass, vor dem Kasten von
Thuringia-Keeper Jan Cadek reichte dann meist eine Einzelaktion zum
Torerfolg. Durch Treffer von Wiegand, Hellwig und Oertel bauten die
Kurstädter ihren Vorsprung kontinuierlich aus,
Königsee hatte in dieser Phase nichts zu erwidern. Bereits in
der 22. Minute vergrößerte der Tabellendritte der
Oberliga sein Polster auf zehn Tore (16:6). Vor der Halbzeit konnte der
zweite HSV-Torhüter, Frank Recknagel, sein Können
vorführen, und zeigte den Königseer Angreifern
mehrmals ihre Grenzen auf. Einen der wenigen Thuriniga-Konter
platzierte Radek Najman im Kasten der Blankenburger. Recknagel parierte
kurz vor der Pause ein letztes Mal, beim Stand von 22:10 ging es in die
Kabinen. Den Auftakt in den zweiten 30 Minuten machte Felix
Gäbler (23:10). Der HSV präsentierte sich weiter von
seiner besten Seite, so sollte auch die 30-Tor-Marke vor 600 Zuschauern
in der GutsMuths-Halle der Landessportschule ohne Probleme geknackt
werden. Daniel Hellwig vollendete in der 43. Minute, die HSV-Sieben lag
mit 30:15 vorn. Die Verzweiflung war den Gästen jetzt
anzusehen. Vorn lief wenig zusammen, und in der Verteidigung wurde
ebenso gepatzt. Bezeichnend eine Szene in der 45. Minute, als
Torhüter Jan Cadek sein Gehäuse verlässt um
einen Ball abzufangen, doch Daniel Hellwig ist schneller, sichert sich
das Spielgerät und kann ohne Mühe ins verwaiste Tor
werfen. In den letzten zehn Minuten schaltete Blankenburg einen Gang
zurück, Königsee wusste das zu nutzen und Najman
verkürzte auf 36:19. "Wir wollen 40", ruft
HSV-Präsident Georg Jahn unmittelbar danach seinem Trainer
Steffen Schreiber zu. Die Mannschaft tat, was sie konnte, Stefan Oertel
erfüllte dem Vereinschef in der 59. Minute seinen Wunsch.
Für den Schlusspunkt zum 42:24 sorgte dann wenig
später ebenfalls der glänzend aufgelegte Oertel.
"Wir haben die Königseer in der ersten Halbzeit einfach
ausgekontert", erzählt der Bad Blankenburger Daniel Hellwig,
"die vielen Zuschauer im Rücken haben uns auch Auftrieb
gegeben, dazu unsere Gäste mit Sicherheit auch ein wenig aus
der Ruhe gebracht." Und ein verletzter Michael Hüttner: "Wenn
wir hier mit zehn Toren verlieren, hätten wir das Gesicht
gewahrt. Aber wir sind undiszipliniert ins offene Messer gelaufen."
Thuringia: Höhne, Cadek - Föhr, Lächa,
Förster, Pojonie (1), Friedrich (2), Najman (11/2),
Götz, Göring, Oldenburg (4/2), Dademasch (6), Riwe,
Knedlik
HSV: Jahn, Recknagel - Korbel (1), Sternkopf (3), Ardan (5), Wendlandt
(4), Sabrsula (2), Wiegand (1), Meilahn (1/1), Oertel(9),
Jäschke (2), Hanl (1), Gäbler (4), Hellwig (9/3)
OTZ Rudolstadt 20.03.07
ESV Lok Meiningen - Thuringia Königsee 14:22 (7:10)
Zittersieg im Keller
Handball, Oberliga: Königsee mit ersten
Auswärtszählern in dieser Saison
Von Gerd Wagner
Rehabilitation war angesagt bei den Königseern nach ihrer
Blamage von Bad Langensalza. Doch auch das punktlose Schlusslicht
witterte in dieser Partie der Kellerkinder Morgenluft, um seine ewig
lange Durststrecke endlich zu beenden. So war man auf beiden Seiten
gespannt, wessen Nervenkostüm am stabilsten ist. Auch die
Unterstützung für die Rinnestädter war in
diesem Auswärtsspiel vom Feinsten. Thuringia hatte ihre
Trommler-Garde hinter sich.
Thuringia musste in dieser Partie weiter auf Hüttner und
Dademasch verzichten, begann jedoch hoffnungsvoll und übernahm
vom Anpfiff weg die Führung. In dieser Phase sah der Auftritt
der Ostthüringer im Vorwärtsgang konzentriert aus,
allerdings hatte man dabei leichte Abstimmungsprobleme im
Abwehrverhalten, so dass die Gastgeber zu leichten Ausgleichstoren
kamen (3:3; 6.). Als sich jedoch die ersten ausgelassenen
Möglichkeiten einstellten, wechselte erstmals die
Führung an die Lok-Sieben. Dem blieben die Königseer
nichts schuldig, welche postwendend ausglichen und sich erneut in
Vorderhand warfen (5:4; 11.). Einziges Problem bis dato war die
Torhüterposition, wo keine Sicherheit ausgestrahlt wurde,
ansonst hätten die Gäste zu diesem Zeitpunkt schon
ein kleines Torepolster haben können, das man aber nun auch im
Angriff verspielte. Das sollte sich dann doch langsam ändern,
indem sich die Hohmann-Schützlinge ein 8:5 (21.) erspielten.
Als sich allerdings die Fehler erneut häuften und ein
Strafwurf ausgelassen wurde, kam Meiningen wieder näher (7:8;
26.). Da in diesen Minuten auch beim Schlusslicht nicht viel
zusammenlief, blieben die Rinnestädter weiter vorn und schufen
sich wieder eine Drei-Tore-Differenz bis zur Pausensirene.
Die Partie war nicht der unbedingte Knaller, was auch die
Tabellenstände beider Vertretungen deutlich zeigen. Doch die
Gäste wahrten ihre Erfolgsabsicht, was man auch für
den zweiten Durchgang hoffte. Dieser begann nach mehreren Fehlversuchen
auf beiden Seiten mit dem Anschlusstreffer. Thuringia mühte
sich, suchte seinen Spielfaden, welcher nicht greifbar war (10:9; 36.).
Erst ein Abwehrfehler der Gastgeber brachte für die
Königseer den ersten Treffer (11:9; 37.).
Meinigen wirkte in dieser Phase stabiler und hatte mehrfach den
Ausgleich in der Hand, der beim 11:11 (38.) Realität wurde.
Thuringias Spielweise erinnerte in diesen Minuten an die der Vorwoche.
Nichts lief im Vorwärtsgang, so dass der zweite
Rückstand in diesem Spiel sich anbahnte, den Najman
verhinderte und Oldenburg die Führung wieder ausbauen
ließ (13:11; 42.). Doch nach wie vor ließen die
Angriffsbemühungen einige Wünsche offen. Mit der Zeit
fingen sich die Thuringia-Akteure, zeigten etwas mehr
Übersicht und Konzentration und bauten ihren Vorsprung weiter
aus (18:12; 48.). Zehn Minuten vor dem Ende sah nun die Welt
für die Hohmann-Schützlinge besser aus, welche ihre
ersten Auswärtspunkte der Saison vor Augen hatten, sollten sie
nicht noch einbrechen. Das hatte allerdings nicht den Anschein, da die
Gäste durch Konter weiter davonzogen (20:12; 52.) und auf die
Zehn-Tore-Differenz zusteuerten. In den letzten Minuten eskalierte die
Begegnung, da sich so mancher Meininger nicht mit dem Spielstand
abfinden wollte und vorzeitig zum Duschen gehen musste.
Königsee ließ sich davon nicht anstecken, spielte
sein Pensum herunter und sicherte sich das Punktepaar trotz einiger
Zittereinlagen.
Thuringia: Höhne, Cadek, Göring (1), Götz
(3), Lächa, Friedrich (1), Förster (1), Pojonie (4),
Najman (7), Oldenburg (5)
OTZ Rudolstadt 13.03.07
SG Erfurt/Bad Langensalza - Thuringia Königsee 36:16
(17:6)
Sonntagsausflug endet mit Debakel für
Königsee
Handball, Oberliga: Thuringia enttäuscht
Von Gerd Wagner
Vor der erwartet schweren Aufgabe stand Oberliga-Urgestein
Königsee in der "Salza-Halle" gegen einen Gastgeber, welcher
sich in der Winterpause noch einmal enorm verstärkt hat. Und
mit diesem Aufgebot will man die Gewähr schaffen, sich in
Thüringens Handball-Eliteliga festzusetzen, was man von den
Königseern nicht sah.
Die Gastgeber begannen konzentriert, standen sicher in der Abwehr und
trafen im Vorwärtsgang (3:0 - 3.). Thuringia tat sich wie
üblich in fremden Gefilden schwer, blieb wirkungslos bzw.
durchsichtig. Die Torflaute in dieser Auftaktphase beendete Oldenburg
zum 1:4 (6.). Auch in den weiteren Minuten agierten die
Hohmann-Schützlinge mit einer enormen Fehlwurfquote, so dass
der Rückstand unwillkürlich anwuchs, was nichts Gutes
ahnen ließ (2:7 - 10.).
Trotz einer Auszeit lief es nicht besser bei den Gästen,
welche auch weiterhin den SG-Keeper bei ihren unplatzierten
Würfen nicht überwinden konnten (4:10 - 15.). So
pegelte sich die Partie nach gut einer Viertelstunde auf eine Sechs-
bis Sieben-Tore-Differenz ein. Königsee blieb harmlos, so dass
sich bereits vor der Pausensirene der Zehn-Treffer-Rückstand
anbahnte, welcher beim 15:5 (23.) Realität wurde. Auch bis zum
Seitenwechsel tat sich so gut wie nichts bei dem erschreckend schwachen
Auftritt der Rinnestädter.
Wer nun bei der kleinen Königseer Anhängerschar
dachte, dass sich eine leichte Besserung mit Beginn des zweiten
Durchgangs einstellt, sah sich getäuscht. Thuringia
knüpfte voll an seine schwache Vorpausenleistung an und machte
den Gastgeber weiter stark, welcher sich entsprechend bedankte (19:6 -
33.). Die Königseer spielten weiter ohne jeglichen Biss,
ließen auch die wenigen Möglichkeiten vom
Siebenmetern aus, was ein Schmunzeln auf der Tribüne
hervorrief und bei den wenigen Gästefans ein
Kopfschütteln (8:23 - 41). Auf der Spielfläche
plätscherte die Partie nun niveaulos vor sich hin. Der Neuling
tat auch nur noch das Nötigste (10:25 - 45.).
Die Gäste wirkten Mitte der zweiten Halbzeit nicht
überfordert sondern regelrecht lustlos. Zehn Minuten vor dem
Ende der Begegnung bahnte sich langsam der
Zwanzig-Tore-Rückstand an (11:29 - 52.). Diesen schaffte die
SG mit dem 32:12 (54.) vom Siebenmeterpunkt.
An den Gästen plätscherte auch in den Schlussminuten
das Spiel vorbei, welche kein Aufbäumen erkennen
ließen und ihren Sonntagsausflug mit einem noch nicht da
gewesenen Debakel beendeten.
Thuringia: Cadek, Föhr, Lächa (2), Göring,
Götz (1), Förster, Friedrich (1), Pojonie (2),
Oldenburg (6), Najman (4).
OTZ Rudolstadt 05.03.07
SV Thuringia Königsee - HVS Sonneberg 34:33 (20:12)
Königsee siegt im Krimi
Handball, Oberliga: Oldenburg versenkt gegen Titelaspirant Siebenmeter
in Schlusssekunde
Von Gerd Wagner
Ohne den verletzten Hüttner bzw. den gesperrten Dademasch,
aber mit Oldie Varchmin - später mit fragwürdigem Rot
vom Feld geschickt - trat Königsee gegen den Aufstiegsaspirant
aus Sonneberg an, der allerdings schon einiges Lehrgeld zahlen mussten.
Doch auf Grund der gegenwärtigen Tabellensituation waren
natürlich die Südthüringer der klare Favorit
am Königseer Schiefer, dem die Gastgeber einen beherzten Kampf
boten und am Ende mit viel Herzflattern das Punktepaar abnahmen.
Bereits vom Anpfiff weg machten die Bundesliga-Erfahrenen
Unparteiischen auf sich aufmerksam, welche Sonneberg per Siebenmeter in
Führung schickten und ihr Honorar von der Tribüne
erhielten. Die Thuringia-Akteure steckten dies ohne Probleme weg,
blieben in Folge auf Tuchfühlung (2:3, 5.) und glichen aus.
Die Rinnestädter spielten weiter munter mit, hatten mehrfach
die Führung in der Hand, welche letztendlich Varchmin gelang
und der junge Förster ausbaute (5:3, 9.). Die Gastgeber
bekamen die Südthüringer in diesem Moment immer
besser in den Griff, nur die Treffer fehlten.
Da jedoch die Gäste in dieser Hinsicht auch sündigten
sah es weiter gut aus für die
Hohmann/Schnabelrauch-Schützlinge (6:4, 14.), welche weiter
Druck machten. So blieb es in den folgenden Spielminuten bei der
Zwei-Tore-Differenz, die Königsee zeitweise ausbauen konnte
und nach 18 Minuten gar 10:6 führte. Sonneberg wurde in diesen
Spielminuten sichtlich nervös und geriet gegen die zum Teil
sensationell spielenden Mannen vom Schiefer in einen noch
größeren Rückstand (13:6, 20.). Doch die
Südthüringer kämpften sich langsam wieder
näher (9:15, 23.). Euphorisch angefeuert von den
Rängen schlugen die Oldenburg & Co. zurück
(17:9, 26.). Langsam glich die Partie einer Sensation, welche das
Kellerkind bot und kurz vor der Pausensirene sogar die
Zehn-Tore-Differenz im Auge hatte.
Zufriedenheit auf den Rängen, was zur Versöhnung der
bisherigen Leistungen beitrug, war angesagt. Und man hoffte auf
ähnliches im zweiten Durchgang. Doch diese begann mit
taktischen Mittelchen, mit denen die Gastgeber nicht zurecht kamen.
Spielgestalter Varchmin und die treffsicheren Oldenburg bzw. Najman
kamen in persönliche Obhut, was im Vorwärtsgang arge
Wirkung zeigte und sich Sonneberg über das 14:20 (34.), 17:20
(36.) wieder ins Gespräch brachte. Die Partie wurde wieder
völlig offen. Das Königseer Treffer-Dilemma beendete
Friedrich (21:17, 37.), doch Sonneberg witterte berechtigt Morgenluft,
um die Partie zu kippen. Königsee tat sich weiter schwer und
kassierte den Ausgleich (22:22, 41.). Von da an wurden die Karten neu
gemischt. Doch die Gastgeber kamen wie Phönix aus der Asche
zurück und schufen sich erneut einen kleinen Vorsprung (24:22,
43.), der mit Tollhausstimmung honoriert wurde. Auch in den weiteren
Minuten blieb es eng, in denen das Schiriduo nicht immer ein
glückliches Händchen an den Tag legte und
für viel Unmut sorgte. Sonneberg gab auch weiterhin nicht
klein bei und schaffte mit dem 29:28 (52.) die Wende. In der
Verfolgerrolle mussten nun die Rinnestädter höllisch
aufpassen, um nicht nach einer tadellosen Leistung leer auszugehen.
Doch statt Ruhe zu bewahren, handelten sich die Gastgeber
unnötige Zeitstrafen ein, was die
Südthüringer gnadenlos nutzen (32:30, 57.). Und
erneut kamen die Königseer in ihr Spiel (32:32, 58.). Von da
an überschlugen sich die Ereignisse.
Sonneberg lag vorn, Königsee machte den Ausgleich. Und als
Najman einen Konter starten konnte, gefoult wurde, gab es eine Sekunde
vor der Schlusssirene Siebenmeter, den Oldenburg unter
Freudentänzen zum Sensationssieg versenkte.
Thuringia: Höhne, Cadek, Lächa, Förster (1),
Göring (1), Götz (1), Friedrich (4), Oldenburg (10),
Najman (8), Pojonie (2), Knedlik, Varchmin (7).
OTZ Rudolstadt 12.02.07
ThSV Eisenach II - SV Thuringia Königsee 32:26
(15:13)
Königsee unterliegt klar beim Pokalfinalisten
Handball, Oberliga: Eisenach cleverer
Von Gerd Wagner
Ohne den verletzten Hüttner musste Oberliga-Urgestein
Königsee beim frisch gebackenen Pokalfinalist Eisenach II in
der Wartburgstadt antreten.
In der Außenseiterrolle versuchten die
Hohmann-Schützlinge, frech Paroli zu bieten, was ihnen lange
gelang. Allerdings machten Dademaschs rote Karte, Unterzahlspiele und
die Brechstange ab Mitte der zweiten Halbzeit einen Strich durch die
Rechnung. Aber auch das Schiedsrichterduo, welches für den
Tabellennachbarn Gotha pfeift, zeugte nicht gerade von einem
glücklichen Händchen der Ansetzer.
Thuringia begann stark, kam mit dem ersten Angriff in Führung,
welche die Gastgeber egalisierten und sich selbst in Front warfen. In
der Folgezeit dieser Auftaktphase erreichten die Eisenacher eine
Zwei-Tore-Führung (4:2, 5:3), welche die Gäste aus
Ostthüringen nicht aus der Bahn warf. Königsee
kämpfte bravurös weiter, kam zum Ausgleich und setzte
sich seinerseits auf 7:5 (16.) ab. Trotz mehrfachen Einstands blieben
die Najman, Oldenburg & Co. bis zum 10:9 (26.) knapp vorn. Vier
Minuten vor der Pausensirene konnte die Eisenacher
Zweitbundesliga-Reserve erstmals wieder ausgleichen (10:10) und
über die Stationen 12:10, 15:12 mit 15:13 in die Pause gehen.
Mit Beginn des zweiten Durchgangs konnten die Gäste zwar noch
einmal auf 14:15 verkürzen, bevor sich die Partie bis zur 40.
Spielminute (17:20) auf einen Drei-Tore-Rückstand einpegelte.
In den folgenden Minuten schienen dann die Felle für die
Hohmann-Schützlinge davon zu schwimmen, als es 18:23 (45.)
hieß. Doch die Mannen vom Schiefer rappelten sich trotz roter
Karte und Unterzahl auf und machten das Match bei den
Spielständen von 20:23 (46.), 21:24 (48.) sowie 23:26 (52.)
wieder spannend. Eine weitere Zeitstrafe und kurzzeitige
Brechstangeneinsätze wurden zum Gift für die
Königseer. Innerhalb weniger Minuten erzwangen die
Wartburgstädter die Vorentscheidung, schraubten das Resultat
auf 30:23 (56.) und zeigten, wer Herr im Haus ist.
In der verbleibenden Zeit ließ der ThSV II nichts mehr
anbrennen, so dass die Gäste erneut nichts tun konnten, um ihr
schwaches Punktekonto aufzubessern.
Thuringia: Cadek, Höhne, Förster (1), Friedrich (3),
Dademasch (6), Götz, Göring (1), Lächa (1),
Oldenburg (9), Najman (4), Pojonie (1).
Schiedsrichter: Lugauer/Schuster (Erfurt).
OTZ Rudolstadt 12.02.07
SV Thuringia Königsee - SV Hermsdorf II 28:34 (14:15)
Schwache Königseer ereilt nächste Pleite
Handball, Oberliga: Keine mannschaftliche Geschlossenheit
Von Gerd Wagner
Der Siegeswille stand den Gastgebern vor dem Anpfiff ins Gesicht
geschrieben, doch was daraus später wurde, versetzte alle in
Kopfschütteln. Da auch der Wiederaufsteiger nicht gerade
Bäume ausriss, gibt das im Thuringia-Lager zu denken, da sich
die Mannschaft langsam zum Punktelieferant entpuppt.
Doch zunächst begannen die Hohmann-Schützlinge
konzentriert, standen gut in der Abwehr und vorn traf Hüttner
drei Mal in Folge, was die Herzen höher schlagen
ließ. Der diesjährige Oberliga-Neuling tat sich in
dieser Auftaktphase schwer, nutzte allerdings eine Überzahl,
um im Spiel zu bleiben (2:4 - 6.). Mit der Zeit wurden die
Gäste frecher und kamen zum Ausgleich. Die Königseer
ließen einige Angriffe aus, die Hermsdorf das Blatt wenden
ließ (5:4 - 10.). Von nun an lief Thuringia hinterher, tat
sich weiter schwer, hatte jedoch in Keeper Höhne einen
Rückhalt, der die Differenz nicht größer
werden ließ (5:7 - 15.). Auch danach wurde es auf Seiten der
Rinnestädter nicht besser und sie kamen höher ins
Hintertreffen (6:10 - 20.). Die Gastgeber versuchten sich
aufzubäumen, was gelang und von der Tribüne honoriert
wurde (10:11 - 23.). Die Gäste ließen sich davon
nicht beeindrucken, so dass die Königseer weiter im
Hintertreffen blieben.
Doch noch war nicht aller Tage Abend, zumal der Spielstand noch hoffen
ließ für den zweiten Durchgang, der gut begann. Die
Mannen vom Schiefer ließen das Team aus dem Holzland
zunächst ins Leere laufen und drehten den Spieß zu
ihren Gunsten (16:15 - 32.). Die Gastgeber wirkten im Angriffsspiel
etwas konzentrierter, doch im hinteren Bereich boten sie Hermsdorf zu
große Lücken, die dankend genutzt wurden (17:17 -
34.). Wieder begannen die Königseer, nervös und ohne
mannschaftliche Geschlossenheit zu agieren und gerieten erneut ins
Hintertreffen (18:19 - 38.). Es sollte und wollte keine Dominanz ins
Spiel der Rinnestädter kommen, die hinten wie vorn nicht im
Bilde waren (20:22 - 40.) und sich in dieser gefährlichen
Phase selbst dezimierten. Hermsdorf ließ sich davon nicht
anstecken, nutzte die Unbeholfenheit der Gastgeber und setzte sich
Richtung Doppelpunktgewinn ab (24:20 - 43.). Und es roch nach einem
erneuten Einbruch der Königseer, da so gut wie nichts mehr
lief (20:26 - 47.). Auch in der Schlussphase brachten sie nichts
Konstruktives mehr zustande, was noch ein Aufbäumen ahnen
ließ. Hermsdorfs Regionalliga-Reserve ließ nun
nichts mehr anbrennen und tat nur noch das Nötigste, um die
schwachen Gastgeber auf Distanz zu halten.
Nach diesem katastrophalen Auftritt stellt sich wohl die Frage, ob
überhaupt in dieser Saison noch ein Punkt auf die Habenseite
der Königseer kommt, die weit weg sind vom Oberliga-Niveau.
Thuringia: Höhne, Cadek, Göring (1), Lächa,
Dademasch (3), Friedrich (2), Hüttner (8), Oldenburg (6),
Najman (7), Götz (1)
OTZ Rudolstadt 30.01.07
Post SV Gera - SV Thuringia Königsee 33:29 (14:13)
Zu viele Fehler
Handball, Oberliga: Schwaches Niveau beim Königseer Auftritt
in Gera
Von Gerd Wagner
Recht zuversichtlich trat der Tabellenvorletzte aus Königsee
die Reise zum Ostthüringenderby nach Gera an, wo er den ersten
Auswärtspunkt der Saison einfahren wollte.
Die Gastgeber waren nach ihrem schwachen Rückrundenauftakt in
Bad Langensalza gezwungen, voll auf Sieg zu spielen, um sich bei den
eigenen Fans zu rehabilitieren, was die Hohmann-Schützlinge
als ein leichtes Plus für sich sahen. Doch das sollte sich in
einer insgesamt farblosen Partie ändern.
Beide Vertretungen begannen äußerst nervös.
Thuringia wie auch Gera verzeichneten zunächst Holztreffer,
bevor die Gastgeber den Torreigen eröffneten. Die
Rinnestädter standen dem in nichts nach und kamen durch
Dademasch in Vorderhand (2:1, 5.). Auch in den folgenden Minuten blieb
die Fehlerquote auf Grund des Respekts voreinander hoch, allerdings
blieben die Gäste knapp vorn (4:3, 9.) und konnten ihre
Führung durch den quirligen Dademasch ausbauen (6:4, 11.).
Königsee spielte in diesen Minuten ruhig, versuchte, das Spiel
zu kontrollieren, und hätte weiter erhöhen
können, was nach mehreren Fehlversuchen Najman vom Punkt auch
gelang (9:5, 15.).
In den hinteren Regionen hatte man allerdings Schwierigkeiten, Krech
und Rosenbaum in den Griff zu bekommen, die ihr Team im Spiel hielten
und wieder heran führten (8:10, 18.). Doch die
Hohmann-Schützlinge blieben auf der Höhe des
Geschehens, behaupteten noch einen Drei-Tore-Vorsprung, der allerdings
nach weiteren Fehlern zusammenschmolz und egalisiert wurde (13:13,
28.). Königsee, kurz vor der Pausensirene total von der Rolle,
geriet jetzt zu allem Überfluss zum zweiten Mal in
Rückstand.
Trotz der aufgetretenen Hektik in den letzten Minuten des ersten
Durchgangs war noch alles möglich für die
Thuringia-Sieben, ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen. Königsee
glich zunächst wieder aus und drehte per Konter sogar das
Blatt (15:14, 31.). Die Freude währte jedoch nicht lange, da
war Post erneut vorn (16:15, 32.). Thuringia hatte mehrfach die
Möglichkeit, wieder die Führung zu
übernehmen, was ausgelassen wurde, so dass die Gastgeber
weiter in Vorderhand blieben und diese leicht ausbauten (20:18, 40.).
Königsee verfiel wieder in seinen alten Trott und musste nun
aufpassen, dran zu bleiben, zumal Najman vom Siebenmeterpunkt
scheiterte (18:21, 41.). Da aber auch Gera mit einer
überhöhten Fehlerquote operierte, kamen die
Rinnestädter wieder näher (20:21, 44.), doch der
Ausgleich wollte nicht fallen. Dafür gelang es Post, sich
immer wieder mit zwei Treffern abzusetzen (25:23, 50.).
Königsee, durch Zeitstrafe von Friedrich und Disqualifikation
von Dademasch auf vier Akteure dezimiert, verspielte nun seine gute
Ausgangsposition, als es mit 24:28 (53.) ins Hintertreffen geriet.
Thuringia versuchte, sich in der verbleibenden Zeit noch einmal
aufzubäumen, setzte auf eine taktische Marschrichtung, die
allerdings nicht mehr aufging (27:32, 57.). So blieb es bis zum Ende
nur bei der Schadensbegrenzung.
Thuringia: Höhne, Cadek, Oldenburg (3), Götz (1),
Najman (7), Hüttner (9), Dademasch (5), Friedrich (1),
Göring (3), Knedlik, Lächa
OTZ Rudolstadt 13.01.07
SV Königsee - Ernestiner SV 35:35 (18:15)
Königsee versiebt Doppelpunktgewinn
Handball, Oberliga: Gastgeber lässt in Schlussphase Fans
zittern - Punktedifferenz bleibt
Von Gerd Wagner
Die Thuringia-Sieben wollte den Rückstand zum Tabellennachbar
verkürzen, um den Anschluss an das untere Mittelfeld
herzustellen. Das sah am Ende des ersten Durchgangs auch so aus,
allerdings machten die Gäste dem dann einen Strich durch die
Rechnung. Auf Königseer Seite sah man mit Kay Förster
ein neues Gesicht. Der 17-Jährige kam vom Landesligist
Arnstadt.
Die Rinnestädter begannen vorsichtig und
überließen den Gothaern die Führung.
Thuringia steckte das weg, startete zur Aufholjagd und konnte durch
Dademasch verkürzen bzw. durch Najman ausgleichen (3:3 - 5.).
Die Gastgeber begannen, sich langsam zu stabilisieren und hatten
mehrfach die Möglichkeit in Vorderhand zu kommen, was
Hüttner gelang (5:4). Die Gastgeber wirkten nun
stellungssicher in der Abwehr, setzten ihre sprintstarken Angreifer
geschickt ein, welche sich bei den Konterzügen bedankten
(7:4). Königsee kam in eine Spiellaune, gepaart mit der
entsprechenden Durchschlagskraft, wie man sie lange nicht sah und die
Fans auf den Rängen jubeln ließ (12:8 - 15.). Doch
die Gäste blieben dem nicht viel schuldig und ließen
den Abstand nicht größer werden (14:10 - 20.). Das
hätte sich schnell ändern können, wenn
Najman seine "Zaubereinlagen" weggelassen hätte. So
erhöhte sich die Toredifferenz nur geringfügig, da
Thuringia-Keeper Cadek zum Aktivposten wurde. Kurz vor der Pausensirene
schlichen sich allerdings Ladehemmungen bei den Hausherren ein, welche
die Gothaer wieder näher brachten. Thuringia begann im zweiten
Durchgang wieder, die Akzente zu setzen und baute den Vorsprung aus
(20:15 - 32.). Auch das beeindruckte den Ernestiner SV noch nicht, der
näher kam (18:20 - 35.). Die Partie entwickelte sich zum
offenen Schlagabtausch, der die Gothaer
abschlussmäßig im Vorteil sah und den Ausgleich in
greifbare Nähe brachte (21:22 - 38.), den Cadek
zunächst noch verhindern konnte. Als sich allerdings die
Fehler häuften bzw. Pech hinzu kam, war es passiert (23:23 -
42.). Nun wurden die Karten neu gemischt. Jetzt war Konzentration und
Stehvermögen gefragt, welches Gotha besaß und
führte (25:24 - 45.). Die Rinnestädter bekamen nun
alle Hände voll zu tun, da sie sich weiter schwer taten und im
Hintertreffen blieben (27:28 - 48.). Zehn Minuten vor dem Ende war die
Partie an Spannung und Zittereinlagen kaum noch zu überbieten
(29:27). Thuringia mühte sich, doch der Spielfluss aus der
ersten Halbzeit war weg. Dazu gesellten sich nicht verwertete
Hundertprozentige. Doch die Hohmann-Schützlinge
kämpften, kamen zum Ausgleich (30:30 - 54.). Dann gelang
Najman der Führungswechsel, was die Halle zum Beben brachte
(32:31 - 56.). Das Spiel blieb ausgeglichen. Sekunden vor der
Schlusssirene kam Gotha per Siebenmeter zum Ausgleich, der die
Punkteteilung besiegelte, so dass die drei Punktedifferenz weiter
besteht.
Thuringia: Cadek, Höhne, Pojonie(4), Friedrich(5),
Dademasch(9), Hüttner(4), Götz, Oldenburg(3),
Lächa, Najman(10), Förster
OTZ Rudolstadt 18.12.06
HSV Ronneburg - SV Königsee 34:24 (18:12)
Gegenwehr von Königsee nur von kurzer Dauer
Handball, Oberliga: Deutliche Niederlage in Ronneburg - Personalnot auf
der Thuringia-Bank
Von Gerd Wagner
Nicht nur die Dienstältesten des
Thüringer-Handball-Oberhauses standen sich in Ronneburg
gegenüber, sondern auch die Überraschungsteams des
vergangenen Spieltages. Wobei die Königseer in diesem Fall
für das Positive verantwortlich waren und gewannen,
während die Gastgeber ihre Fans ins Kopfschütteln
versetzt hatten. Ronneburg wollte und musste sich für die
Schmach von Bad Langensalza revanchieren, was die
Hohmann-Schützlinge als ihr Plus sahen, um wieder für
Furore zu sorgen.
Doch schon in den ersten Minuten mussten die Rinnestädter den
unbedingten Willen ihres Kontrahenten anerkennen und sich darauf
einstellen. Das machten die Gäste ganz gut, welche
konzentrationsmäßig zunächst mithielten und
das Match ausgeglichen gestalten konnten (4:4, 7.). Thuringia zeigte in
diesen Minuten keinen Respekt vor dem Tabellendritten und hatte
mehrfach die Möglichkeit, um nach dem 1:0 erneut in Front zu
ziehen, was ausgelassen wurde.
So blieben die Mannen vom Königseer Schiefer weiter im
Hintertreffen bzw. zur Aufholjagd gezwungen. Dies änderte
letztendlich Hüttner, welcher seine Farben zum 6:5 (12.)
brachte. Die Freude währte allerdings nicht lange, da hatte
sich der HSV erneut nach vorn geschoben. Beide Vertretungen lieferten
sich in diesem Zeitraum eine abwechslungsreiche Partie, welche die
Tabellenverhältnisse nicht erkennen ließ, zumal
Thuringia wieder vorn lag. (8:7, 17.). Doch Coach Hohmann hatte so
seine Bedenken über die schnelle Gangart seiner
Schützlinge, die mit Kreisläufer Mayer arge
Schwierigkeiten hatten. Und als Najman vom Siebenmeterpunkt versagte,
Holztreffer folgten bzw. HSV-Keeper Seidemann berühmt geworfen
wurde, schuf sich Ronneburg eine Drei-Tore-Differenz (11:8, 22.).
Nun schien der Tabellendritte langsam ins Spiel zu kommen, da man immer
wieder Mayer am Kreis suchte und auch fand. Just in diesen Minuten
vergrößerte sich die Fehlerquote hinten und vorn,
welche die Gastgeber gnadenlos bestraften (16:10, 27.). Thuringia
behielt in der verbleibenden Zeit seine Schwierigkeiten und musste auf
der Hut sein, nicht noch höher in Rückstand zu
geraten, um ganz aus dem Rennen zu kommen.
Was sich am Ende des ersten Durchgangs anbahnte, setzte sich mit Beginn
der zweiten 30 Spielminuten fort. Königsee ließ vorn
seine Chancen ungenutzt und kassierte hinten weiter (13:20, 34.). Die
Gäste mühten sich zwar, suchten immer wieder ihr
Spiel, doch am Abschluss haperte es weiter (15:22, 37.). Als allerdings
die Rinnestädter kurzzeitig wieder in die Erfolgsspur fanden
(17:22, 39.), vorn trafen und hinten kaum etwas zuließen,
schwammen auch die Gastgeber wieder (19:23, 41.). Das war jedoch nur
von kurzer Dauer, denn Mayer marschierte weiter durch die
Thuringia-Abwehr, auch wenn er nun nicht immer traf. Das taten auch die
Rinnestädter, welche selbst Sologänge nicht mehr
versenken konnten und nach Görings Verletzung nun auch noch
Dademasch nach drei Zeitstrafen verloren, so dass sich Keeper
Höhne beim Stand von 20:25 (46.) für das Feld bereit
machen musste. Mitte dieses zweiten Durchgangs bekamen die
Königseer immer größere Schwierigkeiten, so
dass die Gastgeber schalten und walten konnten bzw. die
Zehn-Tore-Differenz anstrebten, welche nur noch eine Frage der Zeit war
und beim 30:20 (52.) passierte. Fünf Minuten vor dem Ende
hieß die Devise nur noch Schadensbegrenzung (22:33) bzw. das
Resultat nicht weiter nach oben ansteigen zu lassen. Am Ende feierte
Ronneburg, da die Rinnestädter ihr Versprechen, Paroli zu
bieten, nicht umsetzen konnten.
Thuringia: Höhne (1), Cadek, Göring, Lächa,
Pojonie (3), Dademasch (5), Friedrich (3), Najman (3), Hüttner
(9).
OTZ Rudolstadt 11.12.06
SV Thuringia Königsee - SV Goldbach/H. 28:26 (12:14)
Beben im Urgestein
Handball, Oberliga: Mannschaft und Fans nach zweitem Saisonsieg
völlig aus dem Häuschen
Von Gerd Wagner
Die Gäste waren der Favorit, doch die Gastgeber hatten nichts
zu verlieren. Denn gern erinnerte man sich an das Vorjahr, wo sich die
Thuringia-Sieben als Oberliga-Urgestein mit einer Glanzleistung die
Punkte sicherte.
Vor einer stimmungsvollen Kulisse versuchte Goldbach/Hochheim sofort
Druck zu machen. Die Gastgeber behielten klaren Kopf und warfen sich
zunächst in Front. Schon jetzt zeigte sich Königsees
Keeper Cadek in einer prächtigen Verfassung, der insgesamt 28
Würfe parierte, aber den Führungswechsel nicht
verhindern konnte 1:2 (5.). Die Rinnestädter offenbarten zu
diesem Zeitpunkt einige Angriffsschwächen, welche ein besseres
Resultat verhinderten. Das nutzte der letztjährige Vizemeister
und setzte sich ab (5:2, 8.). Die Gastgeber ließen sich davon
jedoch nicht beeindrucken und kämpften sich wieder auf
Tuchfühlung (5:6, 11.). Die Freude währte allerdings
nicht lange, da hatten sich die Rand-Gothaer erneut abgesetzt (9:5,
14.). Königsee versuchte in dieser Phase alles, brauchte
allerdings nach wie vor zu viele Anläufe, um zu Torerfolgen zu
kommen (7:9, 17.). Doch die Hohmann-Schützlinge und ihr Anhang
konnte jubeln, als Hüttner den Ausgleich und die erneute
Führung markierte (10:9, 19.). In diesen Minuten haderte man
mit dem pfeifenden Ehepaar Jung (Gera), welches zum Teil nicht
nachvollziehbare Entscheidungen traf, welche die Varchmin, Najman
& Co. wieder ins Hintertreffen brachten (10:12, 23.).
Goldbach/Hochheim wirkte ballsicherer, so dass die Tore-Differenz
weiter anwuchs (10:14, 26.). Turbulenzen noch einmal kurz vor der
Pausensirene, als sich Coach Hohmann beklagte und "Rot" sah.
Nun mit Ex-Coach Rusch auf der Bank, welcher unter den Zuschauern
weilte, begann der zweite Durchgang, bei dem beide Teams
zunächst das Torgebälk strapazierten, bevor die
Gastgeber den Torreigen wieder eröffneten und
verkürzten (13:14, 32.). Thuringia hatte jetzt mehrfach die
Möglichkeit dem Spiel eine Wende zu geben, doch mehr wie der
Ausgleich sprang nicht heraus. Königsee blieb im Hintertreffen
(14:16, 36.). Die Rinnestädter nahmen weiter ihr Herz in die
Hand und kämpften wie die Löwen, so dass die Partie
erneut einen ausgeglichenen Charakter bekam (18:18, 39.).
Tollhausstimmung am Schiefer nach 41 Spielminuten, als
Königsee sich wieder in Front brachte (19:18). Thuringia
schwamm auf der Woge der Begeisterung seiner Fans, allerdings verlor
man den jungen Göring durch den roten Karton. Auch in der
Folgezeit war die Partie kaum an Spannung zu überbieten, bei
der nun die Gäste wieder in Führung kamen (24:23,
50.). Sieben Minuten vor dem Ende entwickelte sich ein offener
Schlagabtausch, bei dem die Rand-Gothaer besser aussahen und sich eine
Drei-Tore-Differenz schufen (26:23). Drei Minuten vor Ultimo war
Königsee erneut im Geschäft und der Sensation nahe,
vor allem durch den überragenden Cadek, der in dieser Phase
den Blau-Weißen-Angriff verzweifeln ließ (26:26).
Und als Pojonie einen schnellen Konter zum 27:26 (59.) versenkte, stand
die Halle Kopf. 20 Sekunden vor dem Ende bekamen die
Rinnestädter die Möglichkeit der Spielentscheidung
per Siebenmeter. Diesen nutzte Najman unter großen Jubel.
Thuringia: Höhne, Cadek, Göring (1), Lächa,
Dademasch (4), Friedrich (1), Pojonie (2), Hüttner (5), Najman
(12), Varchmin (3), Riwe.
Rolle rückwärts
Handball, Oberliga: Königsee gewinnt mit Ausgemusterten und
hat den nächsten Neuzugang
Von Peter Scholz
Königsee. Volker Rusch steht der Schweiß auf der
Stirn. Sein gelbes T-Shirt ist durchgeschwitzt. Der Ilmenauer
reißt die Arme in die Höhe: "Jaaaaaa!", schreit der
ehemalige Trainer des SV Thuringia, während ihm sein
Nachfolger Thomas Hohmann um den Hals fällt. Sozusagen im
Duett machen die beiden die Sensation perfekt und führen am
Samstag den Tabellenvorletzten gegen den Favoriten zum zweiten
Saisonsieg.
"Bei uns alten Leuten reicht die Kraft nur noch für eine
Halbzeit", sagt Rusch lachend, nachdem er in der Halbzeit auf der Bank
der Königseer Platz nahm. Kurz vor dem Pausenpfiff hatte
Hohmann die rote Karte gesehen - und für
Geschäftigkeit bei Eckard Möbius gesorgt. Der
Handball-Abteilungsleiter bittet den Ex-Coach um eine
halbstündige Hilfe: "Da hab ich nicht lange
überlegt", sagt Rusch, der kurz vor der Begegnung mit einer
Achillessehnen-Reizung als Zuschauer noch auf die Tribüne
gehumpelt war.
Absprachen habe es nicht gegeben: "Wir beide haben die gleiche
Handball-Philosophie", freut sich Hohmann über das Engagement
von Rusch. Das sorgt mit dafür, dass der Tabellenletzte das
Spiel noch dreht. Und wie hat Rusch die Spieler motiviert? "Ich habe
ihnen gesagt, sie müssen vorn Gras fressen. Dann fallen auch
die Tore." Und spätestens nach den ersten taktischen Hinweisen
ist der Ex-Coach, der aus beruflichen Gründen am Ende der
vergangenen Saison den Trainer-Job an den Nagel hängte, wieder
"drin" im Geschäft.
"Der Sieg ist so wichtig für die Moral", jubelt
Möbius, der allerdings trotz des Erfolges auch
künftig nicht mit zwei Trainern agieren will. Zumindest in
dieser Hinsicht scheint bei den Königseer eine "Rolle
rückwärts" unwahrscheinlich. Im Gegensatz zu den
Spielern: Steffen Varchmin - eigentlich schon in den Oberliga-Ruhestand
verabschiedet - wirbelt seit ein paar Spielen wieder kräftig
mit und zeigte vor allem im samstäglichen Spiel seine ordnende
Hand. Und dann durfte den Sieg auch noch Jens Riwe auskosten, als er
Sekunden vor dem Spielende auf das Feld geschickt wurde.
Nicht nur wegen der Rückkehrer herrscht in Königsee
wieder Handball-Zuversicht: "Im Januar werden wir noch einmal
angreifen", ist Möbius optimistisch. Notfalls wohl auch als
Spielgemeinschaft Königsee/Arnstadt. Denn nach Pojonie,
Dademasch, Friedrich und (seit zwei Wochen) Hüttner ist ab
kommendem Wochenende der fünfte Arnstädter
für Thuringia spielberechtigt: Der A-Junior Kay
Förster von Motor Arnstadt sah sich am vergangenen Sonnabend
bereits seine künftigen Mitspieler an.
Eine halbe Stunde nach Spielende verabschiedet sich Rusch von den Fans
im Foyer der Sporthalle. Humpeln tut er nicht mehr: Was
Königseer Erfolge doch für heilende Wirkung haben
können. . .
OTZ Rudolstadt 04.12.06
LSV Ziegelheim - SV Königsee 45:30 (24:14)
Königsee auf verlorenem Posten
Handball, Oberliga: Thuringia kassiert beim Tabellenführer
klare 30:45-Niederlage
Von Gerd Wagner
Zwei neue Gesichter hatten die Rinnestädter zum
Tabellenführer mitgenommen. Zum einen den Blitztransfer
Michael Hüttner vom Landesligisten Motor Arnstadt gekommen und
zum anderen das 17-jährige Nachwuchstalent Kristian Knedlik.
Besonders der lange Hüttner mit seiner einstigen
Oberligaerfahrung sollte die Abwehr stabilisieren und vorn für
Treffer sorgen.
Schon in den Anfangsminuten sahen die Gäste alles andere als
gut aus. Der Spitzenreiter ließ keine Zweifel aufkommen, wer
Herr im Hause ist und setzte sich nach dem 1:1 schnell ab (5:1, 5.).
Thuringia hatte zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch nicht seine
mannschaftliche Geschlossenheit gefunden, leistete sich Fehler
über Fehler. Doch die Gäste versuchten das zu
verkraften und setzten zur Ergebniskosmetik an (4:7, 8.). Auch in den
folgenden Minuten spielte der LSV wie entfesselt, dem die
Hohmann-Schützlinge kaum etwas entgegenzusetzen hatten (11:6,
13.). Und immer wieder war es Torschützenkönig
Moritz, der traf. Es bahnte sich eine torreiche Partie für die
Gastgeber an, die nur wenige Angriffszüge ausließen,
während bei den Königseern technische Fehler
gepfiffen bzw. der LSV-Keeper Hahn berühmt geworfen wurde
(14:8, 16.).
Auch eine Aus-Zeit brachte Thuringia nicht weiter, so dass sich in den
ersten 30 Spielminuten eine Zehn-Tore-Differenz anbahnte (11:19, 24.).
Diese konnte die Thuringia-Sieben beim 12:22 (28.) dann nicht mehr
verhindern. Königsee präsentierte sich weiter
abwehrmäßig grottenschlecht. Nach dieser
Ratlosigkeit gab es in der Pause großen Redebedarf. Und es
konnte nur besser werden, den noch schlechter konnte man in der Abwehr
einfach nicht mehr spielen. Doch schon die ersten Angriffe der
Gastgeber zeigten das gleiche Dilemma in der Hintermannschaft, welche
wie angewurzelt stand (26:16, 37.). Einziger Lichtblick, man traf vorn
noch mit und ließ den Abstand nicht größer
werden. Thuringia konnte seine Abwehrlücken nicht
schließen, was die LSV-Akteure gnadenlos nutzten und sich
weiter absetzten (31:19, 40.). 20 Minuten vor dem Ende schienen sich
die Rinnestädter langsam aufzugeben. In diesen Minuten konnte
man allerdings den Ziegelheimern danken, welche in ihrer Konzentration
nachließen, so dass das Resultat einigermaßen in
Grenzen blieb und wieder unter die Zehn-Tore-Differenzmarke sank
(32:23, 46.). Wer nun dachte, es wird etwas besser, sah sich
getäuscht. Ziegelheim marschierte erneut nach Belieben durch
die Deckung der Rinnestädter (38:26, 52.). Thuringia
mühte sich weiter um Schadensbegrenzung, doch die Gastgeber
waren kaum zu stellen. Vier Minuten vor dem Ende wurde schon gefeiert,
zumal der 40. Treffer fiel, dem man noch einige folgen ließ.
Auf Seiten der Gäste sollte man diese Partie schnell vergessen
und sich auf die nächsten schweren Aufgaben konzentrieren.
SV Thuringia Königsee: Höhne, Cadek - Lächa
(1), Göring (3), Friedrich (6), Dademasch (7), Najman (7),
Hüttner (5), Knedlik(1).
OTZ Rudolstadt 26.11.06
SV Thuringia Königsee - HSV Blankenburg 32:34 (12:16)
Königsee der Sensation nahe
Handball, Oberliga: Bad Blankenburg gewinnt Kreisderby ganz knapp -
Schwache Schiris
Von Gerd Wagner
Das im Vorfeld zum David-gegen-Goliath-Duell deklarierte Kreisderby im
Thüringer-Handball-Oberhaus bekam am Sonnabend nur selten
diesen Aspekt. Die Königseer ließen den Favoriten
und Aufstiegsanwärter kaum zur Entfaltung kommen, sich von
größeren Rückständen nicht
beeindrucken und hatten sogar in der Schlussphase dieser Begegnung ein
Resultat mit sensationellem Anstrich in den Händen.
Doch zunächst hatte der zahlenmäßig stark
mitgereiste HSV-Anhang Grund zum Jubeln, da ihre Mannen die
Führung erzielen konnten. Auf Königseer Seite setzte
Najman einen Strafwurf an den Pfosten, so dass die Kurstädter
ihre Führung ausbauen konnten (3:1, 4.). Die Partie pegelte
sich in den Anfangsminuten auf eine Zwei-Tore-Differenz ein, da die
Gastgeber mehrfach ihre Möglichkeiten ungenutzt
ließen. Die Gäste wirkten dagegen konsequenter,
fanden allerdings jetzt in den Thuringia-Keepern Cadek und
Föhr ihre Meister.
Königsee kämpfte verbissen und wurde belohnt mit dem
Ausgleich und der erstmaligen Führung (6:5, 11.). Bad
Blankenburg ließ jedoch mit der Antwort nicht lange auf sich
warten. Dieser Spielstand und der leidenschaftliche Kampf auf beiden
Seiten war die nötige Würze für dieses ewig
brisante Derby, welches die Gastgeber weiter knapp vorn sah (7:6, 13.),
was sich schnell wieder änderte. Der HSV Bad Blankenburg kam
in diesen Minuten zu drei Toren in Folge, welche die
Rinnestädter zurückwarfen (7:10, 18.). War das
bereits der Knackpunkt für die Gastgeber? Es hatte den
Anschein, da Thuringia nach vorn weiter sündigte und der HSV
traf (12:8, 20.). Einen höheren Rückstand verhinderte
in diesen Minuten Torhüter Cadek. Doch die Gäste
wurden in dieser Phase spielbestimmender und Königseer Treffer
waren weiterhin Mangelware, da selbst Strafwürfe nicht
untergebracht wurden (9:15, 24.). Die Rinnestädter gaben nicht
auf, scheiterten jedoch mehrfach am HSV-Schlussmann Recknagel. Kurz vor
der Pausensirene wurde das Resultat wieder etwas freundlicher aus
Königseer Sicht (12:16, 29.).
Noch einmal 30 Spielminuten pure Leidenschaft wünschte man
sich für den zweiten Durchgang, der zunächst von
Fehlwürfen geprägt war, bevor die Gäste den
Torreigen wieder eröffneten (17:12, 32.), welche allerdings
Wiegand durch den roten Karton verloren. In diesen Minuten wurde die
Partie härter aber nicht unfair, was die Königseer
zum Verkürzen nutzten (16:17, 35.). Der HSV begann erstmals zu
wackeln und forderte die Unterstützung von den
Rängen, da die Rinnestädter nun ausglichen und Bad
Blankenburg Meilahn sowie später noch Jahn per roter Karte
verlor. Die Partie war nun wieder völlig offen mit Treffern
auf beiden Seiten, allerdings mehr für den Tabellenzweiten,
welcher sich wieder in Front schieben konnte (20:18, 39.).
Königsee warf weiterhin all seine Kampfkraft in die Waagschale
und blieb dran (20:21, 42.).Als jedoch Recknagel erneut mehrere
Einschläge verhindern konnte, bedankten sich seine Vorderleute
mit einem Vier-Tore-Vorsprung (24:20, 44.). Bei den
Rinnestädtern schien nun die berühmt
berüchtigte Flautezeit anzubrechen, da im
Vorwärtsgang nicht mehr viel lief. Bad Blankenburg hatte nun
die Partie wieder fester in der Hand und schien auf dem Weg zum
sicheren Doppelpunktgewinn zu sein (26:21, 46.), denn noch einen
Aufholkraftakt traute man den Hohmann-Schützlingen wirklich
nicht zu. Doch die Najman, Varchmin & Co. kämpften und
zerrten weiter mächtig an den Ketten (24:27, 50.). Die
Kurstädter blieben cool, nutzten ihre Möglichkeiten
besser und ließen ihren Vorsprung wieder deutlicher werden
(29:24, 52.).Der HSV war insgesamt die spielerisch bessere Mannschaft,
dem die Königseer großen Kampfgeist entgegensetzten,
so dass die Fans auf der Tribüne ein rassiges Kreisderby
verfolgen konnten, welches in der Schlussphase noch einmal zu brodeln
begann.
Thuringia Königsee spielte sich noch einmal ins
Geschäft, als Friedrich drei Mal in Folge ins Bad
Blankenburger Tor traf und seine Farben zum 29:30 (57.) brachte. Erneut
begannen die Kurstädter zu wanken, die sich durch einen
Treffer von Oertel retteten (31:29, 58.). Die Partie wurde in den
letzten Sekunden noch einmal zum offenen Schlagabtausch, welcher die
Königseer jedoch weiter hinten sah (32:33, 59.) Gastgeber
Thuringia lief nun die Zeit davon, zumal die Gäste in letzter
Sekunde sich aller Sorgen entledigten. Nicht berauschend in diesem
Kreisderby war die Leistung der beiden Schiedsrichter Dähne
und Jakob aus Bad Klosterlausnitz bzw. Vieselbach.
SV Thuringia Königsee: Cadek, Föhr - Göring
(5), Götz (1), Lächa, Friedrich (5), Najman (11),
Pojonie (2), Varchmin (3), Brähne (4), Riwe (1).
HSV Bad Blankenburg: Jahn, Recknagel - Ardan (6), Sternkopf (2),
Sabrsula (4), Wiegand, Meilahn, Oertel (9), Jäschke (3), Hanl,
Gäbler (1), Reichmann, Hellwig (9).
Schiedsrichter: Dähne/Jakob (Bad Klosterlausnitz/Vieselbach).
OTZ Rudolstadt 09.11.06
SV Thuringia Königsee - SV Hermsdorf 27:33 (12:14)
Thuringia schlägt sich wacker
Handball, Vereinspokal: Gegen Regionalligist kein Klassenunterschied
erkennbar
Von Gerd Wagner
Das aus Punktspielgründen des Regionalligisten Hermsdorf
vorverlegte Achtelfinalspiel um den Thüringer Vereinspokal sah
den Gast trotz einiger Ausfälle als klaren Favorit. Das wollte
der SVH auch vom Anpfiff weg unterstreichen. Er hatte allerdings die
Rechnung ohne die Rinnestädter gemacht, welche in diesem
David-Goliath-Duell voll mitmischten.
Doch zunächst lief es hüben wie drüben nicht
ganz nach Wunsch. Mit der Zeit fanden die Holzländer zu ihrer
Durchschlagskraft und gingen in Führung (2:0 - 3.). Thuringia
ließ sich davon nicht beeindrucken und erzielte den Ausgleich
(2:2 - 4.). Auch in der Folgezeit blieb die Partie offen, da die
Rinnestädter keinen Respekt zeigten, allerdings konnte
Hermsdorf weiter vorlegen. Als jedoch weitere Treffer der Gastgeber
ausblieben, setzen sich die Gäste ab (3:6 - 10.). Die
Königseer kämpften aufopferungsvoll weiter und wurden
belohnt durch den treffsicheren Dademasch (6:6 - 13.). In dieser Phase
hatten die Hohmann-Schützlinge ein weiteres Mal die
Möglichkeit, in Vorderhand zu kommen, was ungenutzt blieb.
Dies gelang dann allerdings Göring (8:7 - 17.) sowie Najman
(10:9 - 21.), bevor sich die Rinnestädter erstmals eine
Zwei-Tore-Differenz schufen (11:9 - 21.). Fünf Minuten vor der
Pausensirene war Hermsdorf wieder da, markierte den Einstand bzw. die
Führung (11:12 - 26.), welche bis zum Seitenwechsel noch
leicht ausgebaut wurde.
Nach dem guten Auftritt des Tabellenvorletzten der Thüringer
Handball-Oberliga im ersten Durchgang, hoffte man das auch für
die zweiten 30 Spielminuten, die zunächst wieder den Ausgleich
brachten (14:14 - 32.). Doch nach wie vor blieben die Gastgeber hinten
und mussten weiter zur Aufholjagd blasen, zumal sich der
Rückstand nun mit einem Schlag vergrößerte
(15:18 - 35.). Thuringia wirkte nun in der Abwehr unaufmerksam, was der
abstiegsbedrohte Regionalligist nutzte und einen Drei-Tore-Vorsprung
hielt (20:17 - 38.). Wer nun dachte, der Favorit zieht seine Kreise,
sah sich getäuscht. Die Rinnestädter spielten weiter
munter mit und ließen keinen Klassenunterschied erkennen
(20:21 - 42.), was auch der erneute Ausgleich von Pojonie
bestätigte (22:22 - 44.).
Hermsdorf tat sich schwer und hatte es den ausgelassenen
Möglichkeiten der Königseer zu verdanken, dass man
weiter in Führung blieb (23:25 - 47.). Gut zehn Minuten vor
dem Ende der Partie dann doch wieder klarere Verhältnisse, da
sich die höherklassigen Gäste weiter absetzen konnten
(23:26 - 49.). Auch sechs Minuten vor Ultimo war trotz des Spielstandes
von einem David und Goliath nichts zu erkennen, obwohl Hermsdorf nun
mit fünf Toren am Schiefer führte und
Königsee bei Holztreffern Pech hatte. Ganz kurz vor der
Schlusssirene wurde das Resultat dann etwas
standesgemäßer.
Doch die Thuringia-Sieben bot alles in allem eine beherzte und gute
Partie, auf die man - sollte es in den Punktekampf umgesetzt werden -
in der Zukunft aufbauen kann.
Thuringia: Höhne, Cadek, Lächa, Götz,
Göring (5), Friedrich (1), Dademasch (8), Najman (12), Pojonie
(1).
OTZ Rudolstadt 06.11.06
SV Thuringia Königsee - ESV Lok Meiningen 27:13
(13:6)
Königsee diktiert das Kellerduell
Handball, Oberliga: Durststrecke gestoppt - Thuringia-Keeper
Höhne lässt Gäste verzweifeln
Von Gerd Wagner
Nach äußerst knappen Resultaten, die nichts
Zählbares für die Königseer brachten, sollte
es nun in diesem Kellerduell klappen. Doch die ebenfalls noch
punktlosen Südthüringer wollten auch dieses Dilemma
beenden, so dass man mit einer nervenaufreibenden Partie rechnen
musste. Das war am Ende nicht so, da die Gastgeber das Match diktieren
konnten und mit Höhne einen Mann im Kasten hatten, der hielt,
was zu halten war, und die Lok-Angreifer verzweifeln ließ.
Thuringia, ohne Oldenburg und Anders, versuchte, vom Anpfiff weg die
Akzente zu setzen, was Meiningen durchkreuzte und sich
zunächst nach dem 0:1 mit 2:1 (4.) in Vorderhand brachte. Die
Rinnestädter suchten weiter ihr Spiel, wurden
stärker, hatten allerdings die eine oder andere
Abschlussschwierigkeit. Da auch das Schlusslicht mit diesen Problemen
zu kämpfen hatte, konnten sich die Gastgeber langsam absetzen
(6:2, 11.). In diesen Minuten erwies sich Thuringia-Keeper Cadek als
wahrer Siebenmetertöter, doch Lok kam und kämpfte
sich heran (5:7, 16.). Mit Torerfolgen bei
Tempogegenstößen sorgten die
Hohmann-Schützlinge allerdings wieder für klarere
Fronten (10:5, 21.). Die Königseer hatten die Partie in
sicherer Hand, sündigten allerdings mit ihren
Möglichkeiten, so dass das Resultat für die
Gäste schmeichelhaft war. Kurz vor der Pausensirene hatte sich
das Spiel auf eine Fünf-Tore-Differenz eingepegelt, welche die
Rinnestädter nun noch ausbauten.
Mit einer klaren Führung im Rücken konnten die
Königseer ohne eine nervliche Belastung an die zweiten 30
Spielminuten gehen, denn die halbe Miete zum ersten Doppelpunktgewinn
sollte zu diesem Zeitpunkt eingefahren sein, was nicht nur die
kühnsten Optimisten so sahen. Die ersten Minuten hatten die
Gastgeber in Unterzahl zu überstehen, was ohne Gegentreffer
über die Bühne gebracht wurde. In der Folgezeit
übernahmen die Hausherren wieder das Kommando und bauten den
Vorsprung weiter aus (16:7, 35.). Königsee schickte sich an,
eine Zehn-Tore-Differenz herauszuspielen, gegen die sich die Lok-Sieben
mit allen Mitteln wehrte. Nach guten Reflexen von Schlussmann
Höhne und einem Treffer des jungen Götz war es beim
18:8 (42.) dann doch so weit, was die Meininger nun nicht mehr
verhindern konnten. Thuringia ließ trotz des komfortablen
Vorsprungs die Zügel nicht schleifen und setzte die
Südthüringer weiter unter Druck.
Allerdings ließ bei manchen Aktionen der Abschluss zu
wünschen übrig (22:9, 51.). Das wurde den Akteuren um
ihren überragenden Schlussmann Höhne verziehen, denn
niemand glaubte noch an einen Einbruch, zumal der Vorsprung weiter
bestand hatte (24:11, 54.). Fünf Minuten vor dem Ende waren
alle Messen gelesen. Während Königsee seine
Durststrecke stoppen konnte, hält diese bei Meiningen an.
Thuringia: Höhne, Cadek, Götz (1), Göring
(4), Friedrich (4), Dademasch (6), Najman (10), Varchmin (1), Pojonie
(1), Brähne
OTZ Rudolstadt 30.10.06
SV Thuringia Königsee - SG Erfurt/Bad Langensalza
32:33 (15:13)
Torpfosten verhindert ersten Saisonpunkt
Handball, Oberliga: Königsee im Pech
Von Gerd Wagner
An alter Ausweich-Wirkungsstätte Gehren wollten die
Thuringia-Akteure ihre ersten Saisonpunkte einfahren. Und dass man dies
mit aller Macht wollte, zeigte die Aufstellung, wo die verabschiedeten
Steffen Varchmin und Gernot Brähne auftauchten. Doch es war
Vorsicht geboten, denn dieser absolute Neuling im
Thüringer-Handball-Oberhaus hat seine Spiele bisher nur
äußerst knapp verloren.
Das prägte auch die Auftaktphase, die ausgeglichen verlief und
die Thuringia vorn sah (3:2, 3.). In diesen Minuten
präsentierten sich Cadek im Königseer
Gehäuse als starker Rückhalt und vorn wirkte
Oldenburg treffsicher, welcher mit vier Treffern seine Farben zum 5:3
(7.) brachte. Die Gäste aus Westthüringen kamen mehr
und mehr unter Druck, da sich ihr Rückstand
vergrößerte (3:7, 8.).Beim Gastgeber lief zu diesem
Zeitpunkt alles wie am Schnürchen, was auch auf den
Rängen der Schobse-Sporthalle zur Kenntnis genommen wurde.
Nach knapp einer Viertelstunde Spielzeit hatte sich die Partie
eingepegelt, in der die Königseer sich einen Drei- bis
Vier-Tore-Vorsprung erspielten (9:5). Allerdings schlichen sich just zu
diesem Zeitpunkt die ersten Leichtsinnsfehler ein, welche die
Gäste nutzten (7:9, 18.). In dieser Phase machte das
Altenburg/Eisenberger Schiedsrichterduo auf sich aufmerksam mit einigen
nicht nachvollziehbaren Entscheidungen, welche keine Wirkung bei den
Hohmann-Schützlingen hinterließen (13:10, 23.). Doch
Cadeks starker Auftakt gehörte der Vergangenheit an, so dass
Erfurt/Bad Langensalza dran blieb und den Ausgleich vor Augen hatte.
Im zweiten Durchgang konnten sich die Gastgeber zunächst
wieder leicht absetzen (17:13, 32.). Doch Thuringia durfte sich in
diesen Minuten keine Unkonzentriertheiten leisten, auf die die
Gäste nur warteten. Oldenburg gelang schon früh sein
zehnter Treffer, welcher seine Farben auf Siegkurs hielt (20:17, 36.).
Und als auch Najman immer besser die Lücken fand, baute
Königsee die Führung weiter aus (23:18, 38.). Die
Freude währte jedoch nicht lange, da die Rinnestädter
hinten und vorn zu patzen begannen (24:22, 43.). Doch Thuringia fing
sich im richtigen Moment (27:23, 46.). Der Neuling steckt auch
weiterhin nicht auf und blieb im Rennen (26:28, 49.). Erfurt/Bad
Langensalza witterte Morgenluft, da der Ausgleich nahe war, den Najman
zunächst verhinderte (29:27, 52.), aber den Gästen
per Siebenmeter gelang (29:29, 53.) und in Vorderhand kamen (30:29,
54.). Mehr noch: Der Gast kam zu einer Zwei-Tore-Führung
(31:29, 56.). Königsee warf noch einmal alles in die
Waagschale, doch die Gäste blieben knapp vorn (32:31, 59.). In
den Schlusssekunden traf Oldenburg nur noch einmal das
Torgebälk, was die sechste Niederlage in Folge besiegelte.
Thuringia: Höhne, Cadek, Götz (2), Göring
(2), Friedrich(2), Oldenburg (12), Najman (9), Brähne,
Varchmin (5)
OTZ Rudolstadt 23.10.06
HBV Jena - SV Königsee 23:24 (13:12)
Thuringia-Sieben kann vorzeitiges Aus vermeiden
Handball, Thüringer Vereinspokal: Glücklicher Sieg
gegen einen gleichwertigen unterklassigen Gegner
Von Gerd Wagner
Die mit argen Besetzungsproblemen nach Jena gereisten
Königseer konnten bei ihrem ersten Pokalauftritt gerade noch
ein vorzeitiges Aus vermeiden. Ohne zahlreiche Stammspieler antretend,
musste der Oberligist die Gleichwertigkeit der unterklassigen
Zeiss-Städter anerkennen und kam am Ende zu einem
glücklichen Sieg, welcher das Weiterkommen im
Thüringer Vereinspokal bedeutete.
In der jederzeit abwechslungsreichen und spannenden Partie sahen die
Zuschauer zunächst eine 2:0-Führung der
Rinnestädter, welche der Gastgeber zum 3:2 wenden konnte. Von
nun an begann eine kurze Zeit des Hinterherlaufens, bis die
Thuringia-Sieben sich erneut wieder mit 6:5 in Vorderhand schieben
konnte und den Vorsprung ausbaute (8:6). Auch dies brachte noch nicht
die nötige Ruhe, da die Hohmann-Schützlinge zu viele
Möglichkeiten ungenutzt ließen und in der Abwehr mit
erheblichen Lücken operierten, welche der Landesligist nutzte
und das Blatt erneut wenden konnte (9:8). In den verbleibenden Minuten
bis zur Pausensirene hatte nun die knappe Jenaer Führung
bestand, wobei die Gäste lediglich noch dreimal zum Ausgleich
kamen, aber auch kurz mit zwei Toren im Hintertreffen lagen (11:13).Mit
Beginn des zweiten Durchgangs wirkten die Königseer
konzentrierter, wurden spielbestimmender und kippten dieses Pokalmatch
zu ihren Gunsten. Nach dem Ausgleich folgte postwendend die
Führung, welche zunächst auf eine Zwei-Tore-Differenz
ausgebaut wurde. Mit der Zeit ließen die
Rinnestädter kurz den Spielklassenunterschied erkennen, als
man sich weiter absetzte, was auch ein Verdienst von Thuringia-Keeper
Höhne war (19:15). Wer nun glaubte, der Rest wird zum
Spaziergang und der HBV baut ab, sah sich getäuscht.
Jena warf noch einmal all seine Kampfkraft in die Waagschale und
gestaltete diesen Pokalfight erneut offen (18:19). Thuringia begann
allerdings langsam damit, die Partie zu kontrollieren, setzte sich
erneut leicht ab (21:18) und ließ nun keinen Ausgleich mehr
zu, obwohl dieser noch mehrfach in der Luft lag. Kurz vor der
Schlusssirene reichte ein 24:22-Vorsprung, da die Gastgeber nur noch
Ergebniskosmetik betreiben konnten.
Thuringia: Höhne - Friedrich (5), Najman (10), Götz
(3), Göring (4), Oldenburg (2), Seifert, Lächa.
Schiedsrichter: Kirchhöfer/Siebert (Thal/Breitungen)
OTZ Rudolstadt 17.10.06
HV Spielzeugstadt Sonneberg - Thur. Königsee 30:29
(13:11))
Königsee lässt Tabellenführer
zittern
Handball, Oberliga: Thuringia nach zwei verletzungsbedingten
Ausfällen gehandicapt
Von Gerd Wagner
Von der Tabellenkonstellation her standen die Königseer vor
einer kaum lösbaren Aufgabe beim aktuellen
Tabellenführer. Doch die Rinnestädter
überraschten mit einem sehenswerten Spiel, verkauften sich so
teuer wie möglich und ließen die Sonneberger bis zur
Schlusssirene zittern.
Thuringia begann abwehrmäßig ganz stark, brauchte
allerdings im Vorwärtsgang zu viele Anläufe zu etwas
Zählbaren (2:0, 4.), was zu diesem Zeitpunkt bei den
Gastgebern noch gravierender war. In dieser Auftaktphase hätte
sich die Thuringia-Sieben schon einen schönen Vorsprung
herausspielen können, doch Dademasch scheiterte mehrmals. Nach
acht Spielminuten platzte auch der Knoten beim HVS, welcher seinen
ersten Treffer beim 1:3 erzielte. Mit der Zeit kamen die Sonneberger
besser zum Zuge, doch die Oldenburg, Najman & Co. hielten
weiter dagegen, da sich Thuringia-Keeper Cadek als ein Meister seines
Faches erwies und hielt, was zu halten war (4:3, 12.). In diesen
Minuten große Aufregung auf der Königseer Bank, da
es nach einem Foul an Dademasch nicht gut bestellt war für den
Außen, der auch nicht wieder zum Einsatz kam. Doch nach wie
vor lagen die Gäste vorn (7:5, 16.), die weiter geschickt ihr
Spiel aufzogen, allerdings quälte sich auch Anders mit einer
Knieverletzung über die Zeit. Als in den weiteren Minuten
weiterhin viel Leerlauf bzw. Fehler das Königseer Spiel
bestimmten, drehte der Tabellenführer das Match zu seinen
Gunsten (9:7, 21.). Die Rinnestädter kämpften
aufopferungsvoll weiter und erreichten wieder den Ausgleich (10:10,
25.). Der Favorit rüttelte nun mächtig an den Ketten
(13:11.).Die Königseer zogen sich auch mit Beginn des zweiten
Spielabschnittes weiter achtbar aus der Affäre, wo man erneut
ausgleichen konnte (14:14, 33.). In diesen Minuten fielen die Treffer
wie reife Früchte, da beide Torhüter nichts zu
bestellen hatten. Freude auf Seiten der Gäste, die durch
Najman wieder in Front ziehen konnten (17:16, 37.). Auch in der
Folgezeit blieben die Thuringia-Akteure auf der Höhe des
Geschehens, welche sich allerdings die Führung wieder aus der
Hand nehmen ließen (18:19, 41.) und die Sonneberger ziehen
lassen mussten (18:21, 43.). Die Hohmann-Schützlinge
ließen sich davon nicht beeindrucken und verkürzten
(22:23, 47.), mussten aber nun nach Dademasch auch auf Anders
verzichten. Diesen Schock nutzten die Gastgeber, die sich erneut
absetzten (26:23, 51.). Wer nun dachte, Königsee bricht
zusammen, sah sich getäuscht. Thuringia kämpfte sich
auf Tuchfühlung (25:26, 55.), was aber keinen langen Bestand
hatte (25:28, 57.). In den letzten Spielminuten setzten die
Rinnestädter alles auf eine Karte. Ein Remis kam beim 28:29
(59.) wieder in den Bereich des Möglichen, was Sonneberg mit
dem letzten Angriff zunichte machte.
Thuringia: Höhne, Cadek, Anders (4), Lächa,
Götz, Göring (3), Najman (11), Dademasch (1),
Friedrich (4), Oldenburg (6).
OTZ Rudolstadt 09.10.06
SV Thuringia Königsee - ThSV Eisenach II 31:37 (16:15)
Königsee kassiert vierte Niederlage
Handball, Oberliga: Thuringia-Sieben bleibt im Oberhaus weiter ohne
Punktgewinn
Von Gerd Wagner
Nach ihren drei Auftaktniederlagen wollten die Königseer nun
in ihrem zweiten Heimspiel des noch jungen Spieljahres 2006/2007 die
ersten Punkte auf die Habenseite bringen. Doch es war vom Anpfiff weg
Vorsicht geboten gegen die junge quirlige Zweit-Bundesliga-Reserve aus
Eisenach, welche diesen Traum nach den 60 Spielminuten
zerstörte.
Königsee begann zwar zielstrebig, ließ sein Vorhaben
erkennen, doch die Wartburgstädter hielten in dieser
Auftaktphase mit und glichen jeweils die Führung der
Rinnestädter aus (2:2, 6.). Mit der Zeit kamen die
Hohmann-Schützlinge besser zum Zuge und hatten die
Möglichkeit sich ein Polster zu verschaffen, was Dademasch
nicht gelang (4:2, 8.). Auf der Gegenseite nutzte der ThSV II diese
Situationen zum Ausgleich bzw. zum Führungswechsel (6:5, 13.).
Auch in den weiteren Minuten blieb Thuringia in der Verfolgerrolle, da
im Vorwärtsgang zu viele Möglichkeiten ungenutzt
blieben (7:8, 17.). Als sich die Wartburgstädter dem
anschlossen schlugen die Mannen vom Schiefer zu und wendeten das Blatt
(11:9, 21.). Doch die Freude währte erneut nicht lange (11:11,
23.).
Allerdings brachten zwei erfolgreiche Gegenzüge den erneuten
Zwei-Tore-Vorsprung (13:11, 24.). Mehr ließen die Eisenacher
jedoch nicht zu, welche fast postwendend immer wieder ausglichen und
erneut in Vorderhand kamen (14:13, 27.). In den letzten Minuten des
ersten Durchgangs wurde die Partie zum offenen Schlagabtausch, die
wieder Königsee knapp vorn sah. Mit 16:15 ging es in die
Pause. Abwechslungsreich ging es auch mit Beginn des zweiten
Spielabschnittes weiter, wo die Thuringia-Sieben sich wieder eine
Zwei-Tore-Differenz schuf (18:16, 33.). Just in diesen Minuten wurde
das Spiel hektischer und Najman bzw. Oldenburg in persönlichen
Gewahrsam genommen, was den Gästen zu Gute kam (20:20, 39.).
Bei den Gastgebern häufte sich nun die Fehlerquote, was die
Eisenacher nutzten wieder die Führung zu übernehmen
und diese nun ausbauten (23:21, 43.). Für die
Königseer begann nun die entscheidende Spielphase, um sich
wieder ins Gespräch zu bringen, was ihnen nicht gelang (21:25,
45.). Die Wartburgstädter wurden in diesen Minuten der
Begegnung immer selbstbewusster und steuerten auf die
Zehn-Tore-Differenzmarke zu (30:22, 50.). Mit diesem Spielstand war
auch der nächste Traum der Gastgeber vom ersten Punkt
geplatzt, da man sieben Minuten vor dem Ende nur noch zur
Schadensbegrenzung verurteilt war (26:33).
Und das sah in dieser Schlussphase nicht schlecht aus (30:35, 57.).
Doch kurz vor der Schlusssirene waren längst die
Würfel gegen Thuringia gefallen.
Thuringia: Höhne, Cadek - Anders (4), Pojonie, Friedrich (3),
Dademasch (9), Göring, Oldenburg (5), Najman (10),
Götz, Lächa.
Schiedsrichter: Lugauer/Schuster (Erfurt).
OTZ Rudolstadt 02.10.06
SV Hermsdorf II - SV Königsee 21:17 (10:10)
Königseer Sieben verfehlt ersten Punkt knapp
Handball, Oberliga: Begegnung bei der Regionalligareserve in
Schlussphase verloren
Von Gerd Wagner
Die Königseer, welche mit einem Fehlstart in diese Saison
gestartet sind, wollten den Bock unbedingt beim Aufsteiger
umstoßen. Doch das sollte für die Thuringia in
Hermsdorf äußerst schwer werden.
Den Rinnestädtern klebte das Pech in der Anfangsphase an den
Händen, als zwei Angriffe am Torgebälk landeten.
Najman machte das dann besser und brachte seine Farben in
Führung. Die Freude währte allerdings nicht lange, da
die Gastgeber das Blatt schnell wenden konnten und in Front blieben
(3:2, 5.). Thuringia spielte gefällig mit, vergab aber viele
Angriffsversuche, so dass der SV Hermsdorf II seinen Vorsprung leicht
ausbauen konnte (5:3, 10.). Trotz ihrer Führung rissen auch
die Gastgeber noch keine Bäume aus, was den
Rinnestädtern zugute kam (4:5,13.). Als Königsees
Angriffsmisere nicht abreisen wollte, nutzte das Hermsdorf und setzte
sich weiter ab (8:4, 18.). In diesen Minuten häufte sich die
Fehlerquote weiter für die sich die Gastgeber bedankten (10:4,
20.).
Die Gäste suchten weiter ihr Spiel, was sie langsam fanden und
verkürzten (8:10, 24.). Thuringia schien sich in diesen
Minuten zu festigen und gestaltete das Spiel kurz vor der Pause
ausgeglichener.
Königsee versuchte mit Beginn des zweiten Durchgangs an die
Vorpausenleistung anzuknüpfen, was bei Fehlversuchen und einem
vergebenen Siebenmeter nicht gelang, so dass die Gastgeber wieder in
Front ziehen konnten (11:10, 35.). Die Königseer rackerten,
leisteten sich aber weiterhin Fehlabspiele. Sie blieben allerdings im
Rennen (12:12, 38.), da Zadek mehrfach glänzte, und vorn war
es nun Najman, der die Rinnestädter in Führung warf
(13:12, 41.).
Thuringia kämpfte nun mit Bravour und hätte sich ein
Torpolster schaffen können, was nicht so richtig gelang
(15:13, 46.), da die Fehlerquote weiter hoch blieb. Hermsdorf schaffte
so wieder den Ausgleich und war drauf und dran das Blatt wieder zu
wenden, was ihnen auch gelang (16:15, 50.). Zehn Minuten vor dem Ende
war noch alles möglich für die
Hohmann-Schützlinge, die allerdings wieder einen
Zwei-Tore-Rückstand hinterherlaufen mussten (15:17, 56.), den
Najman verkürzen konnte (16:17, 57.).
Als die Gäste versuchten mit der Brechstange zum Torerfolg zu
kommen und sich Zeitstrafen einhandelten setzte sich die Hermsdorfer
Regionalligareserve in der Schlussphase wieder ab und sicherte sich den
Doppelpunktgewinn.
Thuringia Königsee: Höhne, Cadek, Pojonie (1), Najman
(5), Friedrich, Dademasch (3), Oldenburg (5), Göring (3),
Götz, Lächa.
OTZ Rudolstadt 25.09.06
SV Königsee - Post SV Gera 27:38 (13:18)
Heimpremiere wird zum Debakel für Königsee
Handball, Oberliga: Post SV Gera lässt die einstige
Thuringia-Festung am Schiefer bröckeln
Von Gerd Wagner
Gegen Gera sahen die Königseer Handballfreunde das erste von
fünf Ostthüringenderbys. Und das diese brisant sind,
zeigten die 60 Minuten. Doch aus dem ersten Punktgewinn wurde es
nichts, da die Gäste das Ruder übernehmen konnten und
den Takt angaben.
Nach einer anfänglichen Torflaute auf beiden Seiten wurde
diese durch Friedrich beendet, der die Thuringia in Führung
brachte. Doch auch bei den Geraern platzte in diesem Moment der Knoten.
Im weiteren Verlauf wurde das Spiel der Königseer druckvoller,
die sich leicht absetzen konnten (3:1, 5.). Vor allem wurden die
Außen Dademasch bzw. Friedrich gut in Szene gesetzt, welche
sich mit Treffern bedankten. Gera steckte das weg und markierte den
Ausgleich (4:4, 8.). Als die Gastgeber im Vorwärtsgang zu
patzen begannen, nutzte das der Post SV (8:5, 14.), zumal
Thuringia-Keeper Cadek einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte.
Die Hohmann-Schützlinge kämpften zwar
aufopferungsvoll, doch so richtig rund wollte ihr Spiel nicht laufen,
so dass man weiter einem Drei-Tore-Rückstand hinterherlaufen
musste, der sich weiter erhöhte (8:12, 21.). Und als die
Königseer es mit der Brechstange versuchen wollten, kam es
noch derber (8:14, 23.). Die Gastgeber rappelten sich mit
großer Mühe auf, was sie wieder näher
brachte (12:14, 26.). Kurz vor der Pausensirene sah so die Welt schon
wieder besser aus, doch nach wie vor hatten die Rinnestädter
so ihre Abwehrprobleme, welche die Gäste eiskalt nutzten und
sich erneut Luft verschafften (13:18, 30.) Diese Misere
änderte sich auch mit Beginn des zweiten Durchgangs nicht. Den
Königseern fehlte es an Angriffsdruck bzw. Treffsicherheit und
hinten bot man Gera die entsprechenden Lücken, die sich
bedankten (14:21, 37.). Die Gäste hatten ein leichtes Spiel in
der einstigen Thuringia-Festung am Schiefer, die arg zu
bröckeln begann, da beim Gastgeber so gut wie gar nichts mehr
zusammenlaufen wollte (17:23, 39.). Post steuerte langsam auf die
Zehn-Tore-Differenz zu, welche in greifbare Nähe
rückte (17:26, 43.). Die Rinnestädter, die nach
dieser Partie eigentlich mit einem ausgeglichenen Punktestand dastehen
wollten, wurden in diesen Minuten von den Geraern regelrecht
vorgeführt (18:28, 45.). Was den Königseern zu diesem
Zeitpunkt gelang, waren Ergebniskorrekturen, da die Fehlerquote weiter
äußerst hoch blieb (22:32, 53.). Allerdings hatte
man auch ein Quäntchen Pech bei einigen Holztreffern.
Vier Minuten vor dem Ende hatte die Zehn-Tore-Differenz weiter bestand
und auf Königseer Seite sehnte man sich der Schlusssirene
entgegen, um dieses Heimdebakel schnell zu vergessen, was für
Coach Hohmann Schwerstarbeit wird.
Thuringia: Cadek, Höhne - Pojonie (2), Najman (8), Friedrich
(4), Dademasch (9), Oldenburg (3), Götz (1), Lächa.
OTZ Rudolstadt 18.09.06
HSV 90 Apolda - SV Königsee 32:23 (11:12)
Königsee hadert mit den Schiris
Handball, Oberliga: Siebenmeter- und Zeitstrafen bringen Thuringia auf
Verliererstraße
Von Gerd Wagner
Bei den heimstarken Apoldaern setzte der Gast aus der Rinnestadt 32
Minuten lang klar die Akzente. In den verbleibenden Minuten schob sich
dann das Schiedsrichterduo immer mehr in den Mittelpunkt,
verhängte Siebenmeter und Zeitstrafen, die den
Königseern letztendlich das Genick brechen mussten.
Thuringia begann diese Saisonauftaktpartie mit einem druckvollen
Angriffsspiel, was mit dem 1:0 durch Göring belohnt wurde. In
der Abwehr hatten die Rinnestädter dagegen alle Hände
voll zu tun, boten dem Gastgeber Lücken, welche sie zum
Führungswechsel nutzten (2:1 - 4. Minute). Königsee
steckte das schnell weg, überraschte den HSV 90 sowie seine
Anhänger und schob sich erneut in Vorderhand (4:2 - 9.).
Apolda zerrte zwar mächtig an den Ketten, doch die
Hohmann-Schützlinge blieben cool, wurden stabiler im
Abwehrverhalten und hielten ihren Vorsprung (6:4, 13.), der zeitweise
auf drei Treffer anwuchs.
Gut in Szene setzte sich in diesen Minuten Neuzugang Dademasch, welcher
weiter erhöhte (8:4 - 16.). Die Glockenstädter
mühten sich, fanden allerdings kaum ein Mittel den
Thuringia-Abwehrriegel zu knacken. Als jedoch Najman und Oldenburg vom
Siebenmeterpunkt scheiterten, kam Apolda wieder näher (8:7 -
20.). Die Königseer wirkten in dieser Spielphase etwas
eigensinnig, so dass der Ausgleich nun mehrfach in der Luft lag, den
Oldenburg abwenden konnte (9:7 - 24.). Doch die Gastgeber blieben dran
und ließen das Resultat bis zur Pausensirene knapp bleiben.
Die Thuringia-Sieben, welche bis dato eine Top-Leistung bot bzw. die
HSV-Anhänger beeindruckte, setzte das auch mit Beginn des
zweiten Durchgangs fort und schuf sich schnell wieder eine
Drei-Tore-Differenz (14:11 - 32.), für die Oldenburg sich
verantwortlich zeigte.
Doch die Freude währte nicht lange, zwei Strafwürfe
in Folge sowie eine Unachtsamkeit brachten nun erstmals wieder den
Ausgleich (14:14 - 35.) für die Apoldaer, die nun das Blatt
wenden konnten und die Gäste in die Verfolgerrolle
drängten (16:15 - 36.). In diesen Minuten häuften
sich die Zeitstrafen und die Siebenmeter gegen die Königseer,
welche die Welt nicht mehr verstanden. Nutznießer war der HSV
90, der seinen Vorsprung nun mühelos ausbauen konnte (23:18 -
44.). Thuringia kämpfte, doch nach vorn passierte in diesen
Minuten nicht mehr viel und auch hinten war man nicht mehr sattelfest
(26:20 - 50.).
Ein Zwischenspurt brachte die Thuringia wieder etwas näher
heran (22:26), doch eine weitere Unterzahl warf die Gäste
erneut zurück (22:29 - 54.). In diesen Minuten fuhr der Zug
für die Rinnestädter ab, an dem allerdings das
Schiriduo im zweiten Spielabschnitt einen Anteil hatte.
Thuringia: Cadek, Höhne - Pojonie, Najman (7), Friedrich (2),
Dademasch (7), Oldenburg (5), Göring (2), Lächa,
Götz.
Schiedsrichter: Leinhos/Sondermann (Erfurt/Bad Langensalza).
OTZ Rudolstadt 30.08.06
SV Königsee - 1.SSV Saalfeld 27:26 (10:13)
Trotz Siegs viel Arbeit bei Thuringia
Handball, Testspiel: Saalfeld sieht lange wie der Gewinner aus -
Siegtreffer in letzter Sekunde
Von Gerd Wagner
Diesen Aufgalopp zur 17. Oberligasaison sollte man nicht
überbewerten. Zum einen ließ Neu-Coach Hohmann durch
viele Wechsel alles spielen, was auf der Bank saß, und zum
anderen merkte man der Thuringia-Sieben noch erheblichen
Trainingsrückstand an. Anders die Kreisstädter, die
schnell spielten und geschlossener agierten, da sie schon einige
Vorbereitungsspiele absolvierten. So kam der Königseer Sieg
gegen einen lange führenden Gast in der letzten Sekunde eher
schmeichelhaft. Beide Vertretungen begannen zunächst
äußerst ehrgeizig und suchten das schnelle Tor.
Thuringia übernahm zwar die Führung, hatte es
allerdings seinem Keeper Cadek zu verdanken, dass es zu keinem
Rückstand in diesen Minuten kam. In der Folgezeit setzten sich
die Rinnestädter immer besser in Szene und kamen mit 3:1 (8.)
in Vorderhand. Hohmann ließ den jungen Götz und
Lächa sowie den Arnstädter Neuzugang Friedrich vom
Anpfiff weg spielen, die sich neben den Routiniers Oldenburg, Najman
und Pojonie profilieren sollten.Doch hüben wie drüben
lief noch nicht viel nach Wunsch, was speziell die Chancenverwertung
und Treffsicherheit betraf. So war es kein Wunder, dass nach einer
knappen Viertelstunde erst acht Treffer gefallen waren (4:4). Die
Kreisstädter kamen in dieser Spielphase allerdings immer
besser in ihr Spiel, was sie zur erstmaligen Führung nutzten
(7:6, 20.), während die Gastgeber serienweise am sich
steigernden SSV-Keeper Szotowski scheiterten. Als auf
Königseer Seite weitere Tore ausblieben, nutzten das die
Gäste und setzten sich ab (9:6, 23.). Ein Aufbegehren der
Rinnestädter brachte zwar noch einmal den Ausgleich (9:9,
26.), doch bis zur Pause führte Saalfeld wieder mit einer
Drei-Tore-Differenz. Auch mit Beginn des zweiten Durchgangs
änderte sich das Bild kaum, da es bei den Najman, Oldenburg
& Co. weiter an der Präzision fehlte, wobei mit
Föhr und Knedlik zwei A-Jugendspieler mit im Team standen
(13:17, 36.). Thuringia mühte sich, versuchte einige Varianten
im Angriffsspiel, doch es blieb nach wie vor bei minimalen
Verkürzungen (17:19, 40.).Ansonst wirkten die Gäste
weiter spritziger und auch treffsicherer und konnten sich wieder
absetzen (21:17, 42.). In diesen Minuten wurden die
Rinnestädter aggressiver, setzten zur Aufholjagd an, kamen zum
Ausgleich (25:25, 56.) und hatten die Möglichkeit, das Spiel
zu drehen, was Saalfelds Keeper verhinderte. Machtlos war er allerdings
eine Sekunde vor der Schlusssirene, als Göring für
seine Farben der Siegtreffer gelang.
Höhne, Cadek, Föhr, Pojonie (2 Treffer), Najman (10),
Göring (4), Oldenburg (3), Lächa, Götz (4),
Friedrich (2), Knedlik (2), Obstfelder.
Szotowski, Matussek, S. Schmidt, Arnold (4), Hinz (4),
Schmeißer (6), Wolfram (2), A. Schmidt (5), Zahn (5),
Richter.
Saison 2005/06
OTZ Rudolstadt 10.04.06
SV Königsee - LSV Ziegelheim 31:33 (13:16)
Fehlabspiel begräbt Ausgleichshoffnungen
Handball, Oberliga: Ziegelheim holt ersten Sieg auf Königseer
Schiefer
Von Gerd Wagner
Nach Dank, Ehrungen und Verabschiedungen von Michael Varchmin, Sven
Elsässer, Jens Riwe und Nils Pojonie konnte am Schiefer das
Saisonhalali gestartet werden. Ziegelheim war der Favorit. Vom Anpfiff
weg waren beide Vertretungen bemüht, Torgefahr auszustrahlen.
Thuringia verzeichnete einige Ungereimtheiten, so dass sie schnell in
Rückstand geriet (1:3, 3.). Mit der Zeit fanden die
Rinnestädter ins Spiel, was den Ausgleich brachte (3:3, 7.).
Dieses Aufbegehren erwies sich allerdings als Strohfeuer, da sich die
Gäste erneut absetzen konnten (6:4, 10.). Doch
Königsee versteckte sich nicht, merkte, dass der LSV ebenfalls
nur mit Wasser kocht und blieb dran (7:7, 13.). Thuringia nutzte die
Möglichkeit zur Führung (8:7, 15.). In der
abwechslungsreichen Partie wechselte diese erneut und sah die
Gäste wieder vorn (10:9, 21.). Problematischer wurde es
für die Gastgeber, als man im Vorwärtsgang aussetzte
und Ziegelheim zu Tempogegenstößen einlud, die sie
nutzten. Der 13:16-Pausenrückstand war zwar noch nicht
groß, doch mussten die Mannen um den glänzend
aushelfenden Oldie Varchmin aufpassen.
Und genau das sah in den Auftaktminuten des zweiten Durchgangs nicht
gut aus. Zunächst vergaben jedoch beide
serienmäßig, bevor Ziegelheim den Torreigen wieder
eröffnete (13:17, 33.). Die Gastgeber mühten sich
zwar, fanden allerdings nicht ihre Treffsicherheit. Und da auch der LSV
schwächelte, blieb alles noch hoffnungsvoll (16:19, 36.). Mit
der Zeit brachte sich das Meininger Schiedsrichtergespann ins
Gespräch, so dass die Königseer ins Hintertreffen
gerieten (17:22, 39.). Mit dem Mut der Verzweiflung stemmten sich die
Rinnestädter gegen den ersten Ziegelheimer Sieg auf
Königseer Boden, sahen sich allerdings nur noch mit vier
Akteuren auf dem Parkett und hatten zudem Pech (20:25, 44.). Doch
Thuringia kämpfte weiter mit Leidenschaft, aber mit wenig
Zählbaren (21:27, 47.), so dass die erhofften
Erfolgsaussichten schwanden, wenn da nicht Najmans Sternstunde gewesen
wäre (23:27, 49.). Zehn Minuten vor dem Ende bekam die
Thuringia-Sieben ihre zweite Luft (25:28, 53.). Ein weiteres
Näherrücken vereitelte zunächst LSV-Keeper
Urwank, doch den Drei-Treffer-Rückstand (27:30, 55.) baute
Najman weiter ab (28:30, 56.). Königsee verkürzte und
hatte den Ausgleich vor Augen (31:32, 59.), den ein Fehlabspiel von
Najman auf Varchmin-Senior aber zunichte machte. Im Gegenzug ein
Ziegelheimer Treffer und die Schlusssirene.
Thuringia Königsee:
Höhne, Cadek, Anders(2), Elsäßer, Pojonie
(1), Najman (9), Göring (3), Oldenburg (7), M.Varchmin (3),
St. Varchmin (2), Nirsberger (1), Riwe (3), Götz,
Lächa.
OTZ Rudolstadt 03.04.06
SV Königsee - HC Suhl 99 26:25 (14:12)
Mit Sieg das Bangen verbannt
Handball, Oberliga: Thuringia Königsee bleibt auch in 17.
Saison im Thüringer Oberhaus
Von Gerd Wagner
Thuringia wollte in diesem vorletzten Spiel der Saison nahtlos an die
Leistung der Vorwoche anknüpfen, um mit einem weiteren
Punktepaar allen Spekulationen, was Klassenerhalt betrifft, ein Ende zu
setzen. Doch die Suhler, als harte Nuss bekannt, mussten erst einmal
geknackt werden, was in turbulenten 60 Spielminuten gelang.
Die Gastgeber begannen zunächst viel versprechend und gingen
in Führung. Doch die ersten Schrecksekunden ließen
nicht lange auf sich warten, als Varchmin-Junior bzw. Oldenburg vom
Siebenmeterpunkt nicht trafen. Thuringia hatte in diesen Minuten seine
Schwierigkeiten mit der Gangart der Gäste, welche sich
absetzen konnten (6:3, 10.). Königsee mühte sich,
hatte allerdings abwehrmäßig noch einige Probleme.
Mit der Zeit stellten sich die Rinnestädter besser ein,
entschärften einige HC-Anläufe, verkürzten,
erreichten den Ausgleich und kamen in Vorderhand (8:7, 15.). Von da an
kam Leidenschaft ins Spiel bzw. auf die Tribüne. Thuringia
wurde Ton angebender und erhöhte (9:7, 19.).
Die Rinnestädter spielten mit einem hohen
kämpferischen Einsatz, setzten Suhl mächtig unter
Druck. Die begannen gravierende Fehler zu machen, was die Gastgeber
nutzten (12:8, 24.). Kurz vor der Pause zogen die
Südthüringer alle Register und verkürzten
(11:13, 28.), so dass es mit einer Zwei-Tore-Differenz zum
Seitenwechsel ging (14:12, 30.).
Mit Beginn des zweiten Durchgangs glänzte zunächst
Cadek im Thuringia-Gehäuse, während sich auf dem Feld
die Fehler häuften, was der HC 99 nutzte (13:14, 32.). Suhl
begann mit Haken und Ösen zu spielen und blieb in Unterzahl
dran (14:15, 34.). Doch die Königseer wehrten sich dank eines
treffsicheren Varchmin-Senior und hielten die
Südthüringer weiter auf Distanz (17:14, 36.).
Es begann ein Kampf auf Biegen und Brechen, bei dem Königsee
weiter jubeln konnte, allerdings kam man kaum noch über die
Zwei-Tore-Differenz hinaus. Und als die Partie an Härte
zuzunehmen schien, waren die Geraer Unparteiischen Obenaus/Seidemann in
ihrem Element. Die Rinnestädter konnten sich auch weiterhin
keinen Aussetzer erlauben, da die Mannen aus der Suhler Wolfsgrube
kreuzgefährlich und trotz des Rückstands im Spiel
blieben (18:20, 44.). Gut zehn Minuten vor dem Ende begann ein
Zeitabschnitt, der mit Bangen verknüpft war. Fehler
häuften sich.
Der HC 99 kam (22:23, 51.). Und als erneut einige Anläufe ins
Leere gingen, war der Ausgleich da (23:23, 55.). Die Zeit des offenen
Schlagabtauschs war angebrochen bzw. Suhl drauf und dran, die Partie zu
kippen. Thuringia bewies Nervenstärke in der hektischen
Schlussphase, setzte sich noch einmal ab (26:24, 58.) und rettete das
so wichtig Punktepaar über die Zeit, was die Fans mit
stehenden Ovationen begleiteten.
Thuringia Königsee:
Höhne, Cadek, Elsäßer, Pojonie (4), Najman
(4), Göring (1), Oldenburg (5), M.Varchmin (1), St. Varchmin
(9), Nirsberger (2).
OTZ Rudolstadt 28.03.06
SV Königsee - HSV Ronneburg 23:22 (12:10)
Cadek ist Turm in der Schlacht
Handball, Oberliga: Der Königseer Torwart hält
fünf Siebenmeter in Folge
Von Gerd Wagner
Brisante Aspekte hatten sie schon immer, diese
Ostthüringenderbys gegen Ronneburg, welche zu den
ältesten der Region zählen. Doch dieser
Zuschauermagnet könnte nach dieser Saison platzen, wenn die
Königseer hinter den drittletzten Tabellenplatz abrutschen und
Hermsdorf nicht aufsteigt. So war die Konstellation für dieses
Spiel klar. Thuringia musste das Punktepaar am Schiefer behalten, was
dank Cadek und Kampf gelang.
Beide Teams hatten in dieser Partie alles an Deck, was Rang und Namen
hat. Hinten wurde aufopferungsvoll gekämpft und vorn traf man
mit kleineren Abstrichen (2:0, 4.). Doch der Tabellenfünfte
kam mit der Zeit besser ins Spiel und fand die ersten Lücken
(2:3, 7.). Das beeindruckte die Rinnestädter in keinem Fall.
Sie nutzten nun Fehler der Gäste und setzten sich fast
sensationell ab (7:2, 10.). Thuringia spielte weiter mit einem hohen
kämpferischen Engagement, versuchte Ronneburgs
Rückraumkanoniere zu neutralisieren, so dass sich die Partie
auf eine Vier-Tore-Differenz einpegelte (9:5, 16.), wobei Cadek zweimal
das Duell vom Punkt gewann und auch sonst einige hochkarätige
Möglichkeiten entschärfte. Doch Königsees
Fehler im Vorwärtsgang begannen sich zu häufen, was
den HSV näher brachte (7:9, 19.). Von da an kamen die
Gäste besser ins Spiel und begannen auf den Ausgleich zu
drängen, der bei der beiderseitigen Hektik ausblieb (8:10,
24.). Cadek im Thuringia-Kasten wurde in diesen Minuten zum Turm in der
Schlacht. Seine Vorderleute brauchten dagegen zu viele
Anläufe, um erfolgreich zu sein (12:10, 28.), blieben aber
vorn.
Bei diesem Spielstand war hüben wie drüben noch viel
zu erwarten im zweiten Durchgang, der mit Treffern der Ronneburger
begann, welche ausglichen (12:12, 32.). Die Gastgeber antworteten und
holten sich die Führung zurück (15:13, 35.),
allerdings blieben die HSVer weiter im Geschäft (15:15, 36.).
Thuringia kämpfte mit Leidenschaft, wollte den
Doppelpunktgewinn und setzte sich erneut ab (17:15, 41.), was wieder
keinen langen Bestand hatte (17:17, 42.). Auf beiden Seiten dominierte
weiter die Fehlerquote, welche Ronneburg besser zu überspielen
verstand und erstmals die Führung übernahm (18:17,
45.). Doch Cadek hielt seine Farben weiter im Spiel, der den vierten
Siebenmeter in Folge hielt und im Gegenzug krachte der Ball an das
Gebälk. In der Folgezeit lud Königsee per
Fehlabspiele den HSV zum Torewerfen ein, der sich bedankte. Zehn
Minuten vor der Schlusssirene hatten die Gäste weiter leichte
Vorteile, was die Rinnestädter zu Konzentration zwang, um
nicht weiter in Rückstand zu geraten (20:21, 53.). Sollte
Thuringia mit leeren Händen dastehen? Es hatte den Anschein,
da die von Co-Trainer Lapke gecoachten Mannen vom Schiefer weiter
sündigten, die Führung vergaben, allerdings im
dritten Anlauf trafen (22:21, 56.) Hüben wie drüben
steigerten sich die Torhüter weiter. Während Cadek
erneut Sieger im Vier-Augen-Duell blieb, hielt Gegenüber
Seidemann Scharfschüsse aus allen Lagen. Thuringia blieb vorn
(23:22, 59.) und zehn Sekunden blieben noch. Ronneburg vergibt und
Königsee vollführt Freudentänze.
Thuringia Königsee:
Cadek, Höhne, Anders (1), Elsäßer, Pojonie,
Najman (3), Göring (1), Oldenburg (8), Varchmin M. (4),
Varchmin S.(6)
OTZ Rudolstadt 20.03.06
SV BW Goldbach/Hochheim - SV Königsee 32:24 (15:11)
Nach dem Ausgleich kommt die Flaute
Handball, Oberliga: Thuringia Königsee verliert beim
Tabellenzweiten - Achtbar geschlagen
Von Gerd Wagner
Vor schweren 60 Spielminuten standen die Königseer in
Goldbach, hatten sie doch den Tabellenzweiten zum Gegner. Doch die
Gäste, mit einigen angeschlagenen Akteuren, wollten sich so
teuer wie möglich verkaufen. Dies gelang zumindest 43 Minuten
lang, wo der Ausgleich fiel. Im Anschluss daran war diese Leistung wie
weggeblasen. Anders konnte zunächst seine Farben in
Führung bringen. Doch die Antwort folgte auf dem
Fuß. Die Blau-Weißen glichen aus und wendeten das
Blatt. Die Rinnestädter, welche zunächst auf Najman
(Nasenbeinfraktur) verzichteten, spielten gefällig mit,
ließen jedoch Torgefährlichkeit vermissen, so dass
die Gastgeber weiter erhöhten (4:1, 6.). In dieser Phase
konnte sich Cadek im Thuringia-Kasten mehrfach auszeichnen. Die
Ostthüringer verkürzten, glichen aus (5:5, 12.) und
kamen ein zweites Mal in Vorderhand (6:5, 14.). Goldbach steckte das
schnell weg und nutzte Fehlversuche, unter ihnen ein Strafwurf von
Najman, zum erneuten Führungswechsel (8:7, 18.).Doch die
Gäste spielten weiter clever mit und hielten
vorübergehend einen Zwei-Tore-Rückstand (8:10, 21.).
Als allerdings Thuringia leichtfertig Bälle verspielte bzw. am
Keeper der Gastgeber scheiterte, wurde das Resultat deutlicher (13:9,
25.). Königsee bäumte sich kurz vor der Pausensirene
noch einmal auf, doch das Gebälk verhinderte weitere
Resultatskorrekturen, so dass der erste Durchgang die Gäste
mit vier Toren hinten sah. Wie im ersten Spielabschnitt erzielten die
Rinnestädter auch mit Beginn der zweiten Halbzeit den ersten
Treffer, wo es nun möglich war, in kürzester Zeit den
Abstand weiter zu verringern, was ausgelassen wurde (13:17, 33.). Der
SV Blau-Weiß blieb bis dato vieles schuldig. Das war
allerdings weiter ein Verdienst von Cadek und der sich stabilisierenden
Thuringia-Abwehr. Und als nun vorn getroffen wurde, kam der Gastgeber
in Schwierigkeiten (15:17, 37.). Die Gäste hatten in diesem
Spielabschnitt den Respekt abgelegt, trafen weiter und erzielten zur
Überraschung den Ausgleich (19:19, 42.). Den mehrfach
möglichen Führungstreffer ließ man
allerdings weg. Von nun an häuften sich wieder die Fehler, was
die Gastgeber nutzten, um das Spiel endgültig an sich zu
reißen (21:19, 44.).
Nach diesem Aufbegehren schlitterte Königsee in seine bekannte
Flaute und musste Goldbach weiter ziehen lassen (25:20, 49.). Knapp
zehn Minuten vor dem Ende lief bei den Gästen nicht mehr viel
zusammen. In den letzten Minuten stemmten sich die
Ostthüringer gegen den Zehn-Tore-Rückstand, was ihnen
gelang (23:30, 58.). Am Ende unterlag Thuringia deutlich, schlug sich
streckenweise recht achtbar, was die Sorgen aber auch nicht kleiner
werden ließ.
Thuringia Königsee:
Cadek, Höhne, Anders (6), Elsäßer, Pojonie
(2), Najman (6), Göring (3), Götz, Oldenburg (4),
Varchmin (3), Lächa
OTZ Rudolstadt 13.03.06
Thuringia Königsee - HV Ilmenau 55 22:22 (10:12)
Königsee versagen die Nerven
Handball, Oberliga: Oldenburg verschießt drei Sekunden vor
Schluss einen Siebenmeter
Von Gerd Wagner
In diesem Duell, auf das die Gastgeber für den operierten
Coach Rusch von Co-Trainer Lapke eingestimmt wurden, musste zum
sicheren Oberliga-Überleben ein Doppelpunktgewinn her. Doch
die Mannen vom Schlusslicht HV Ilmenau versalzten den
Königseern die Suppe mächtig.
Die Gäste erwischten den besseren Start und gingen in
Führung. Thuringia startete mit Fehlversuchen, hatte
allerdings in Cadek einen gut aufgelegten Keeper, so dass es
ausgeglichen blieb (3:3 - 6.). Mit der Zeit kamen die
Rinnestädter besser ins Spiel, trafen durch Oldenburg,
übernahmen die Führung und setzten sich ab (6:3 -
9.). Kurze Zeit pegelte sich dieses Kellerduell auf eine
Zwei-Tore-Differenz ein, wobei die Gastgeber erneut anfingen mit ihren
Abschlüssen zu sündigen, was bestraft wurde mit dem
Ausgleich (7:7 - 17.) bzw. dem erneuten Führungswechsel.
Ilmenau bekam Oberwasser, scheiterte zunächst an Cadek und
erhöhte (9:7- 20.).
In diesen Minuten richtete sich der ganze Frust gegen das
Sömmerdaer Schiedsrichtergespann Wilk/Schwarzien, das mit
fragwürdigen Entscheidungen auffiel, was den HV 55 zu einer
Drei-Tore-Führung brachte (10:7 - 22.). Thuringia startete
durch den jungen Göring zur Aufholjagd, die Najman fortsetzte
(10:11 - 26.). Die Königseer - euphorisch angefeuert -
mühten sich, blieben jedoch bis zur Pausensirene weiter im
Hintertreffen (10:12).
Der zweite Durchgang begann mit dem 11:12 und starken Szenen des
HV-Keepers, der schnelle Königseer Konterpläne im
Feld wegfing. Die Rinnestädter wurden zusehends unsicherer. Es
begann langsam alles zusammenzupassen. Najman vergab vom
Siebenmeterpunkt und die Mannen vom Fuß des Kickelhahns
erhöhten weiter (16:11 - 37.). Ilmenaus kleiner Anhang
jubelte, denn das Schlusslicht schien auf der Siegerstraße zu
sein (17:12 - 39.). Die Königseer mühten sich, doch
der Rückstand wurde kaum kleiner (14:18 - 41). Just in diesen
Minuten verletzte sich Najman bei einem unglücklichen
Zusammenstoß mit Pojonie, was ihn für Minuten zur
Pause zwang. Mit dem Mut der Verzweiflung setzten die Gastgeber alles
auf eine Karte und fühlten sich erneut benachteiligt.
Doch Thuringia kam langsam näher (16:18 - 44.), hatte Pech
durch Anders, der Holz traf. Die Oldenburg, Najman & Co.
versuchten alles. Königsee und sein wieder munter werdender
Anhang schöpfte Hoffnung, als Najman zum Anschlusstreffer traf
(18:19 - 47.). Den möglichen Ausgleich vergab Oldenburg vom
Punkt, so dass Ilmenau wieder erhöhen konnte (20:18- 49.).
Trotz des Zwei-Tor-Rückstands war in den verbleibenden zehn
Minuten noch viel möglich, zumal die Rinnestädter nun
dran blieben (20:21 - 51.). Es hielt schon lange keinen mehr auf den
Sitzplätzen, wo es zum Herzschlagfinale kam und man auf den
Ausgleich wartete. Als diesen Oldenburg fünf Minuten vor dem
Ende markierte (22:22) stand die Halle Kopf. Der
Führungstreffer war nun mehrmals möglich, welcher
zwei Mal vom Siebenmeterpunkt vergeben wurde. Drei Sekunden vor Ultimo
hatte Oldenburg erneut per Siebenmeter die Möglichkeit zum
Königseer Doppelpunktgewinn. Doch in diesem Vier-Augen-Duell
versagten ihm ein weiteres Mal die Nerven, da sein Wurf das
Gehäuse weit verfehlte.
Während Ilmenau die Punkteteilung wie einen Sieg feierte,
machte sich auf der Gegenseite Betroffenheit breit, da das
Klassenerhaltsbangen weiter geht.
Thuringia Königsee:
Höhne, Cadek, Anders (1), Elsäßer, Pojonie,
Nirsberger (2), Najman (7), Göring (6), Oldenburg (5),
Varchmin (1), Götz,
OTZ Rudolstadt 06.03.06
ThSV Eisenach II - Thuringia Königsee 34:23 (20:9)
Abstiegsgefahr für Königsee wird
größer
Handball, Oberliga: Thuringia liefert in Eisenach ganz schwache erste
Halbzeit ab
Von Gerd Wagner
Die günstige Ansetzung nutzten die Wartburgstädter,
um ihr Team mit drei höherklassigen Akteuren zu
verstärken. Denn der überraschend schlecht platzierte
Gastgeber versucht mit allen Mitteln, aus dem Tabellenkeller zu kommen,
was eigentlich auch die Gäste vor hatten. Sie wollten dagegen
halten, um auch nach den 60 Spielminuten noch vor dem
Bundesliga-Anschlusskader zu liegen.
Eisenach eröffnete den Torreigen, doch Najman brachte
Thuringia in Führung (2:1, 4.). Die Ostthüringer
blieben cool, stellten sich auf die schnellen Attacken des ThSV ein und
hielten die Partie offen (4:4, 9.). Als sich allerdings die
Ungereimtheiten häuften, konnten sich die Einheimischen leicht
absetzen (6:4, 13.). Dazu kam noch ein etwas Pech, so dass es schnell
5:10 hieß (17.). Thuringia hatte gut begonnen, schlitterte
allerdings auch schnell in die Flaute. Dies merkten die jungen
Gastgeber, welche das konsequent nutzten. Die Rinnestädter
hatten nichts entgegenzusetzen, agierten durchsichtig und mit einer
hohen Fehlerquote, so dass die Wartburgstädter
frühzeitig zu einer Zehn-Tore-Differenz kamen (17:7, 24.). Die
Königseer mühten sich zwar, bekamen aber auch
weiterhin die Gastgeber nicht in den Griff. So hatten sich das die
Rusch-Schützlinge auf keinen Fall vorgestellt, die nun nur
noch auf Schadensbegrenzung ausgehen mussten und sich schon nach 30
Minuten auf dem drittletzten Tabellenplatz wieder fanden.
Die Königseer stemmten sich gegen das drohende Debakel, doch
der Abstand wollte zunächst nicht kleiner werden (11:22, 34.).
In diesen Minuten erwies sich der junge Varchmin wenigstens als
sicherer Siebenmeter-Vollstrecker, der nun sein Team
resultatsmäßig etwas besser aussehen ließ
(15:23, 40.). Auch in der Folgezeit hielten sich die Gäste
tapfer und ließen die Wartburgstädter nicht weiter
enteilen, die bereits das geschafft hatten, was sie wollten (17:25,
47.). Coach Rusch begann durchzuwechseln, so dass A-Jugendspieler
Götz zu seinem ersten Oberligaeinsatz kam. Zehn Minuten vor
dem Ende hielten die Oldenburg, Najman & Co. das Resultat
weiter in Grenzen und engten den Spielraum der ThSV-Reserve ein (20:27,
52.). Doch näher ließen die Eisenacher die
Rinnestädter nicht kommen. Sie zogen noch einmal das Tempo an
und schufen wieder klarere Fronten (32:21, 56.).
Mit dieser Niederlage ist das eingetreten, was man ahnen musste:
Königsee wurde weiter durchgereicht, liegt nun unmittelbar vor
den Rängen gen Landesliga und ist im Visier des
Abstiegsgespenstes. Oberliganiveau sieht anders aus.
Thuringia Königsee:
Höhne, Cadek, Anders (6), Elsäßer,
Nirsberger (3), Pojonie, Najman (6), Göring, Oldenburg (4),
Varchmin (4), Götz
OTZ Rudolstadt 20.02.06
SV Thuringia Königsee - HV Sonneberg 30:33 (14:18)
Am Ende fehlte das Glück des Tüchtigen
Handball, Oberliga: Sonneberger Sieben erweist sich in der Schlussphase
als cleverer
Von Gerd Wagner
Nach drei Auswärtsspielen in Folge war nun mit den
Südthüringern der zweite Regionalligaabsteiger und
aktuelle Tabellendritte am Schiefer. Die Thuringia-Sieben, mit den
verabschiedeten Steffen Varchmin und Gernot Brähne im
Aufgebot, hatten sich einiges vorgenommen, um ihre Fans zu
versöhnen. Doch daraus wurde nichts.
Beide Vertretungen schlugen von Anpfiff weg eine enorm schnelle Gangart
an, mit wechselnder Führung. Die Spielzeugstädter
entwickelten mit der Zeit mehr Durchschlagskraft, welche nichts
Zählbares brachte. Ihr setzten die Gastgeber Kraft entgegen,
die das 3:3 bzw. das 6:3 (6.) brachte. Thuringia blieb weiter am
Drücker, ließ den HVS nicht zur Entfaltung kommen
und setzte sich weiter ab (8:3, 9.). Die Rusch-Schützlinge
boten in diesen Minuten eine disziplinierte Leistung, welche die Fans
begeisterte und an die Auftritte gegen Goldbach und Apolda erinnerte.
Doch der Regionalligaabsteiger stellte sich nach seiner Flaute immer
besser auf die Oldenburg, Najman & Co. ein und
verkürzte (6:9, 13.). Thuringia kämpfte
aufopferungsvoll weiter, auch in Unterzahl (10:8, 17.). Als allerdings
mehrere Anläufe nichts brachten, wurde es brenzliger.
Sonneberg kam näher und zum Ausgleich (10:10, 20.). Just in
diesen Minuten bekamen die Königseer in den beiden Damen in
Schwarz einen weiteren Gegner, was die Halle in Rage brachte (13:13,
24.). Coach Rusch musste seine Mannen beruhigen und die
Südthüringer setzten sich leicht ab (15:13, 26.).
Sonneberg hatte kurz vor der Pausensirene seinen Bonus eines
Spitzenteams genutzt und konnte zufrieden den ersten Durchgang mit
18:14 beenden.
30 Spielminuten blieben den Gastgebern, um den
Vier-Tore-Rückstand abzubauen, was gegen so einen
hochkarätigen Gegner äußerst schwer war.
Thuringia spielte unbekümmert weiter und sah nicht schlecht
aus (18:19, 34.). Der Tabellendritte hatte erneut seine
Schwierigkeiten, blieb aber weiter knapp vorn. Als der junge Nirsberger
dann doch zum Ausgleich kam, stieg das Stimmungsbarometer und
ließ Hoffnungen keimen (20:20, 39.), welche M. Varchmin
untermauerte (21:20, 40.). Statt die Führung nun auszubauen,
unterliefen den Königseern Abspielfehler, welche Sonneberg
gnadenlos bestrafte und die Partie erneut zu seinen Gunsten kippte
(23:21, 43.). Die Rinnestädter mühten sich, hatten
allerdings Pech mit dem Torgebälk, so dass die
Zwei-Tore-Differenz weiter Bestand hatte (25:23, 47.). Thuringia
fightete und sah sich belohnt als Oldenburg das 26:26 unterbrachte
(52.), doch die mögliche Führung blieb versagt. Diese
behielten die Gäste, welche sich erneut absetzen konnten
(29:27, 55.). Als sich die Königseer nun mit der Brechstange
einlassen wollten, schienen die Südthüringer alles
klar zu machen (30:28, 57.). Doch die Rinnestädter
bäumten sich noch einmal auf, hatten allerdings nicht das
Glück des Tüchtigen in dieser Schlussphase, so dass
Sonneberg die Punkte unter Dach und Fach bringen konnte.
Thuringia Königsee:
Höhne, Cadek, Elsäßer, Anders (8),
Nirsberger (2), Göring (3), Najman (8), Oldenburg (5), M.
Varchmin (1), Götz, Brähne, St. Varchmin (3).
Schiedsrichter:
Katrin Schäfer/Cornelia Kraft (Jena/Erfurt).
OTZ Rudolstadt 13.02.06
SV Hermsdorf - SV Thuringia Königsee 41:19 (19:9)
Königseer auf verlorenem Posten
Handball, Oberliga: Thuringia nur 15 Minuten gleichwertig
Von Gerd Wagner
Die ohne Erfolgsaussichten nach Hermsdorf gereisten Königseer,
welche Ausfälle und fiebrige Erkrankungen zu verkraften
hatten, wollten sich zumindest achtbar aus der Affäre ziehen.
Das sollte die sonst stabile Abwehr richten, welche vor dem Anpfiff die
Drittstärkste im Thüringer-Handball-Oberhaus war, was
sich allerdings nach den 60 Spielminuten ändern sollte.
Zunächst begannen beide Vertretungen mit Angriffsleerlauf,
bevor der Regionalligaabsteiger die ersten Lücken fand (2:0,
3.). Die Königseer verzeichneten dagegen Holztreffer bzw.
warfen den Keeper der Gastgeber berühmt. Thuringias
Torrereigen eröffnete Oldenburg, der auch nachlegte (2:3, 7.).
Die Rinnestädter hatten nun annähernd ihr Konzept
gefunden, glichen aus (3:3, 8.) und gestalteten das Match offen (4:5,
11.). Die Rusch-Schützlinge überraschten den
souveränen Tabellenführer, spielten frech mit und
hatten in Cadek ihre Stütze zwischen den Pfosten (6:7, 15.).
Als sich allerdings eine Abschlussflaute einstellte, konnte der
Aufstiegsaspirant sich einen Vorsprung verschaffen (11:7, 18.). Von da
an bekam der SVH die Gäste aus dem Tabellenkeller immer besser
in den Griff, welche sich mit ihren eher bescheidenen Mitteln zu wehren
versuchten (8:14, 24.).
Zehn-Tore-Differenz zur Pause bedeutete für den zweiten
Durchgang Schwerstarbeit für die angeschlagen in das Spiel
gegangenen Königseer, welche sich wieder an der
Anfangsviertelstunde orientieren wollten. Doch das war mehr als schwer
gegen diese Hermsdorfer Übermacht, die sofort an ihre
Vorpausenleistung anknüpfte und nun Höhne im
Thuringia-Kasten prüfte (22:10, 33.). Das war alles so richtig
nach dem Geschmack der einheimischen Fans, die zudem mit unsachlichen
Zwischenrufen die Gäste weiter verunsichern wollten bzw. die
Herren in Schwarz zu beeinflussen versuchten. Die Königseer
kämpften mit dem Mut der Verzweiflung, doch in diesem Duell
des David gegen Goliath waren die Rollen längst klar verteilt
(12:26, 40.). Die ohnehin überforderten Rinnestädter,
denen die Kraft schwand, leisteten sich weiter in allen Belangen viele
Fehler, so dass die Zwanzig-Tore-Differenz langsam nahte, gegen die
sich die Rusch-Schützlinge zu wehren versuchten (16:32, 50.).
Und als Hermsdorf zaubern wollte und zu patzen begann keimten
Hoffnungen, dass es nicht soweit kommt (19:37, 56.). Drei Minuten vor
dem Ende war der angehende Thüringer Landesmeister dann am
Ziel seiner Wünsche (39:19), der nun auch die
Vierziger-Treffer-Marke überschritt.
Thuringia Königsee:
Höhne, Cadek, Anders (6), Elsäßer,
Nirsberger (1), Najman (3), Oldenburg (6), Göring (2),
M.Varchmin, Lächa (1).
OTZ Rudolstadt 06.02.06
ESV Lok Meiningen - SV Thuringia Königsee 22:21 (9:8)
Königseer lassen erneut Auswärtspunkte
Handball, Oberliga: Kein schönes, aber spannendes Spiel
gestern in Meiningen
Von Gerd Wagner
Mit einer Portion Optimismus sind die Königseer gestern nach
Meiningen gereist. Doch die Gastgeber als Tabellenvorletzter waren
nicht von Pappe. Zu Beginn war Abtasten angesagt, bevor Thuringia durch
Nirsberger der erste Treffer des Spiels gelang (5.). Lok konnte per
Siebenmeter ausgleichen. Doch schon in diesen Anfangsminuten
ließ Najman einen Strafwurf aus (9.), so dass Lok in
Führung ging (2:1, 10.) Auch in den folgenden Minuten geizten
beide Vertretungen mit Treffsicherheit. Meiningen blieb weiter knapp
vorn und baute seine Führung leicht aus (4:2, 14.). Die
Gäste mühten sich, und sahen sich durch Najman
belohnt (3:4, 15.). Mit der Zeit fanden die
Südthüringer besser die Lücken und schufen
sich einen Drei-Tore-Vorsprung (6:3, 19.). Die Königseer
ließen sich davon nicht beeindrucken, verkürzten und
hatten erneut den Ausgleich in der Hand (6:5, 22.), der dann Anders
gelang (7:7, 26.). Trotz alledem blieben die Rinnestädter
weiter in der Verfolgerrolle, da es auch weiterhin an der
Torwurfpräzision fehlte. Mit Beginn des zweiten Durchgangs
konnte Thuringia erneut ausgleichen. Die Rusch-Schützlinge
vergaben in den weiteren Minuten die klarsten Möglichkeiten
und hatten Glück, dass auch die Gastgeber dieses Spielchen
beim 10:10 (38.) mitmachten, so dass Najman doch noch der
Führungswechsel gelang. Das hatte allerdings auch keinen
langen Bestand, da Lok das Blatt wieder wendete (12:11, 43.). Beide
Vertretungen übertrafen sich in diesen Minuten mit
Fehlversuchen, doch Thuringia war wieder dank Oldenburg vorn (13:12,
46.), was die Gastgeber schnell wieder änderten (14:13, 48.).
Das war kein schönes Oberligaspiel, doch an Spannung war es
kaum zu überbieten. Die Gäste mussten nun
höllisch auf der Hut sein, da sie weiterhin in der
Verfolgerrolle blieben und nichts auslassen durften, was sich durch
Najman erneut änderte (17:16, 52.). Es sollte und wollte
einfach keine Ruhe einziehen. Allerdings konnte Königsee durch
einen spektakulären Treffer von Anders erhöhen
(18:16, 53.). Im Gegenzug scheitert Oldenburg vom Siebenmeterpunkt und
Lok verkürzte (17:18, 55.). In diesen Minuten begann der
offene Schlagabtausch (19:19, 56.). Die Gastgeber schienen die
größeren Kraftreserven zu haben und gehen wieder
nach vorn (21:20, 58.). Von Hektik sind die letzten Minuten
geprägt. Thuringia gleicht aus und Lok hat nur noch vier
Feldspieler auf dem Parkett, die sich erneut in Front werfen.
Königsee verliert beim letzten Angriff überraschend
den Ball und verschenkt erneut Punkte.
Thuringia Königsee:
Cadek, Höhne, Elsäßer, Anders (6), Pojonie,
Nirsberger (3), Göring, Oldenburg (5), Najman (6), Varchmin
(1), Götz.
OTZ Rudolstadt 30.01.06
Post SV Gera - SV Thuringia Königsee 27:25 (12:15)
Thuringia hat in Gera knapp das Nachsehen
Handball, Oberliga: Schlagabtausch am Ende
Von Gerd Wagner
Nach ihrer guten Heimleistung gegen Apolda rechneten sich die
Königseer auch in Gera etwas aus. Auf Königseer Seite
machte in der Anfangsminute Keeper Cadek positiv auf sich aufmerksam,
während nach vorn gar nichts lief, so dass sich die Gastgeber
in Front bringen konnten (2:0, 4.).
Den Torreigen der in Unterzahl agierenden Gäste
eröffnete Oldenburg (1:2), doch die Rinnestädter
blieben ihrem Angriffsdilemma treu, für das sich Post bedankte
(4:1, 6.). Thuringia Coach Rusch erkannte das und nahm
frühzeitig die Auszeit. Das Spiel der Königseer
schien sich zu stabilisieren, was weitere Anschlusstreffer zeigten
(4:5, 11.). Und als Najman einen Konter startete, hieß es 5:5
(13.). Doch nach wie vor waren die Gäste zur Aufholjagd
gezwungen. Dies änderte sich nach 17 Spielminuten, als
Varchmin seine Farben erstmals in Führung brachte (8:7) und
Oldenburg diese ausbauen konnte (9:7, 20.).
Die Freude währte nicht lange. Oldenburg übertrieb
seinen Tordrang, und Gera war wieder da (9:9, 23.). Auch das hatte
keinen langen Bestand, da Göring und Najman wieder
erhöhten (11:9, 24.). Und als Cadek erneut glänzte,
zog Thuringia durch Oldenburg und Najman weiter davon (13:9, 26.). Kurz
vor dem Pausenpfiff hatte sich die Partie auf eine Dreitoredifferenz
eingepegelt, welche Bestand blieb (12:15).
Mit Beginn des zweiten Durchgangs macht sich die Thuringia erneut das
Leben schwer, so dass der Post SV verkürzen konnte (14:15,
33.). Königsee blieb zwar weiter vorn, doch die Gastgeber
drückten auf den Einstand (16:16, 36.). Die
Rinnestädter ließen weiter Angriffe aus, so dass
Post das Blatt wendete (17:16, 37.) und sich leicht absetzte. Die
Rusch-Schützlinge bäumten sich nun auf, blieben dran,
glichen durch Göring aus (20:20, 47.) und kamen durch
Nirsberger wieder nach vorn (21:20, 48.). Jetzt entwickelte sich die
Partie zum offenen Schlagabtausch (21:22, 52.). Da auch Gera patzte,
blieb es weiter knapp bzw. ausgeglichen (22:22, 55.). Doch Post blieb
in Vorderhand und zwang die Thuringia weiter zur Aufholjagd -
allerdings ohne Erfolg
Thuringia Königsee:
Cadek, Föhr, Elsässer, Pojonie (1), Nirsberger (4),
Göring (3), Oldenburg (9), Najman (6), Varchmin (2).
OTZ Rudolstadt 23.01.06
SV Thuringia Königsee - HSV 1990 Apolda 34:25 (22:13)
Landesmeister ist chancenlos
Handball, Oberliga: Klasseleistung lässt Thuringia - Fans
jubeln
Von Gerd Wagner
Die Königseer brachte den Thüringer Landesmeister
schon frühzeitig auf das Abstellgleis, der in der
Schiefer-Arena nicht die Spur einer Chance hatte.
Die Gastgeber begannen couragiert und setzten die HSV-Akteure sofort
unter Druck. Thuringias Youngster knüpften an ihre Gothaer
Leistung an und brachten ihre Farben in Vorderhand. Die Mischung aus
jungen Wilden und Routiniers startete mit einem enormen Tempo und
setzte sich langsam ab (4:2, 6.). Thuringia spielte weiter wie
entfesselt, doch Apolda bekam die Gastgeber langsam in den Griff. Die
Partie wurde ausgeglichener (8:8, 13.). Apolda griff in dieser Phase zu
taktischen Maßnahmen, nahm Oldenburg bzw. Najman in
persönliche Obhut, was ihnen wenig half, da die
Rusch-Schützlinge weiter trafen (13:9, 17.). Der HSV wusste
sich kaum zu helfen und änderte schnell wieder sein Konzept,
was der Thuringia-Sieben in jeder Beziehung zu gute kam (16:11, 22.).
Die Gäste begannen mit versteckten Fouls zu agieren und sahen
prompt den roten Karton (19:12, 26.). Apolda hatte in diesen brillanten
Minuten der Königseer seinen Spielfaden total verloren und
fiel weiter zurück (21:12, 28.), wobei Oldenburg seinen
100-sten Saisontreffer unterbringen konnte. Najman gelang die
Zehn-Tore-Differenz (23:13, 31.). Apolda ließ sich davon
nicht beeindrucken und wehrte sich gegen das drohende Debakel (16:23,
35.). Thuringia hatte in dieser Auftaktphase des zweiten Durchgangs
zwar etwas an seiner Durchschlagskraft verloren, hielt aber die
Glockenstädter weiter auf Distanz (25:17, 38.). Apolda
erkannte das und verkürzte weiter (20:25, 44.). Oldenburg bzw.
Najman sorgten schnell wieder für mehr Ruhe (28:20, 48.) und
Stimmung auf den Rängen, für die auch der Kreisrivale
aus der Kurstadt mit sorgte (30:21, 52.). Cadek glänzte
mehrfach im Thuringia-Gehäuse (32:24, 57.). Kurz vor Ultimo
begannen die Jubelgesänge auf der Tribüne und auf dem
Spielfeld ließ Thuringia nicht mehr viel anbrennen. Mit
diesem Sieg bleiben die Rusch-Schützlinge in der
Rückrunde weiter ungeschlagen und können mit
Selbstvertrauen in die kommenden drei Auswärtsbegegnungen
gehen, wo man bei der derzeitigen Verfassung in Gera bzw. Meiningen
auch nicht chancenlos sein sollte.
Thuringia Königsee:
Höhne, Cadek, Elsäßer, Anders (4), Pojonie
(1), Nirsberger (2), Najman (12), Göring (4), Oldenburg (8),
Varchmin (3).
OTZ Rudolstadt 16.01.06
Ernestiner SV Gotha - SV Thuringia Königsee 28:34
(13:12)
Königsee feiert ganz tollen Auswärtserfolg
Handball, Oberliga: Die jungen Varchmin und Göring
überzeugen auf den Außenpositionen
Von Gerd Wagner
Die Königseer, welche mit einer Portion Selbstvertrauen zum
Tabellennachbarn gereist waren, wollten unbedingt die Schmach des
Heimspiels vergessen machen. Aber auch die Gastgeber wussten um die
Bedeutung des Spiel für den Klassenerhalt.
Der Ernestiner SV führte schnell mit 3:0 (3.). Thuringia tat
sich indes schwer und hatte Abstimmungsprobleme. Mit der Zeit fingen
sich die Rinnestädter, trafen, verkürzten und blieben
dran (3:4, 7.). Und als der junge Varchmin vom Siebenmeterpunkt den
Ausgleich markierte, bekam Thuringia mehrfach die Möglichkeit
zum Führungstreffer, der leichtfertig verspielt wurde. Gotha
wirkte cleverer, nutzte seine Chancen und setzte sich erneut ab (7:4,
12.), zumal die Königseer ihren Schlussmann im Stich
ließen. So blieben die guten Vorsätze nur
Stückwerk, zumal sich die Fehlerquote häufte und man
Laufbereitschaft gänzlich vermissen ließ. Gotha
konnte seinen Vorsprung weiter ausbauen (9:5, 16.). Aus Verzweiflung
griff Coach Rusch zur Auszeit, da sein Team bis auf wenige Ausnahmen
bislang eine enttäuschende Vorstellung bot. Die kurze Pause
schien Früchte zu tragen, da Thuringia wieder auf
Tuchfühlung kam (8:9, 20.) und erneut ausglich (9:9, 22.).
Doch wieder verließ man die eingeschlagenen Linie, was
abermals den Rückstand brachte (9:11, 25.). Kurz vor der
Pausensirene gelang der erneute Ausgleich (12:12, 29.), den die
Gastgeber allerdings nur in eine knappe Führung umwandelten.
Thuringia schien die Pausenpredigt zu beherzigen, glich aus und kam
erstmals in Vorderhand (14:13, 33.). Doch schon die nächsten
Aktionen warfen alles wieder über den Haufen, so dass Gotha
das Blatt schnell wieder wenden konnte (16:15, 36.) und sich leicht
absetzte (17:15, 38.). Die Königseer steckten nicht auf,
rackerten trotz vieler spielerischer Ungereimtheiten weiter, und
drehten den Spieß erneut (18:17, 40.). Der Ernestiner SV
schien nun nervös zu werden, bekam die jungen Außen
Varchmin und Göring nicht in den Griff, so dass Thuringia
weiter davon zog auf 23:18 (44.). Als Gotha versuchte, mit allen
Mitteln zu verkürzen, nutzten die Rinnestädter die
Räume, spielten äußerst clever, nahmen das
Tempo aus dem Spiel und begannen, die Gastgeber vorzuführen
(29:21, 52.). Gotha griff zu taktischen Mitteln, nahm Oldenburg und
Najman in persönliche Obhut, um das scheinbar
Unmögliche doch noch möglich zu machen. Thuringia
ließ aber nichts mehr anbrennen und kam zum ersten
Auswärtssieg in der Saison.
Thuringia Königsee:
Höhne, Cadek, Elsäßer, Anders (4), Pojonie
(2), Nirsberger, Najman (10), Oldenburg (8), Göring (5),
Varchmin (5).
OTZ Rudolstadt 19.12.05
SV Thuringia Königsee - HSV Bad Blankenburg 22:22
(14:9)
Wieder Punkteteilung in Königsee
Handball, Oberliga: Neun - Tore - Führung für
Thuringia - Blankenburg kippt fast die Begegnung
Von Gerd Wagner
Die Gäste, welche diese Partie hinauszögern wollten,
da ihre tschechischen Gastspieler auf der Anfahrt stecken blieben,
waren sauer auf den pünktlichen Anpfiff. Schon davor herrschte
eine tolle Stimmung auf der Tribüne. Und als die Thuringia die
Führung übernahm, entwickelte sich eine
Tollhausstimmung. In den folgenden Minuten taten sich beide in ihren
Angriffsbemühungen schwer, so dass die Kurstädter
lediglich zum Ausgleich kamen (1:1, 5.).
Königsee ließ auch weiterhin Angriffe ungenutzt, was
zum Führungswechsel führte (2:3, 7.). Die Gastgeber
drehten wieder den Spieß und erhöhten (6:3, 11.).
Der HSV mühte sich, blieb aber im Vorwärtsgang zu
vieles schuldig (9:4, 15.). Thuringia spielte in diesen Minuten wie aus
einem Guss und zog weiter vom Leder (12:6, 20.). Der Neuling agierte
weiterhin mit bescheidenen Mitteln. Alle Anfeuerungen für den
HSV brachten nichts, der in dieser Phase den frühzeitigen
Zehn-Tore-Rückstand vor Augen hatte. Kurz vor dem
Seitenwechsel zog der Schlendrian in die Königseer Reihen, was
die Gäste nutzten (9:14, 29.). Trotz der Führung der
Hausherren war noch nicht aller Tage Abend. Thuringia ging bis dato ein
hohes Tempo, während der HSV noch an seinen
Vollstreckerqualitäten bastelte. Denn das war bislang noch
nicht das wahre Gesicht der Schwarzataler.
So waren noch einmal brisante zweite 30 Spielminuten zu erwarten. Diese
begannen zunächst beiderseits mit viel Leerlauf, bevor die
Rusch-Schützlinge die Torflaute beenden konnten (16:9, 36.).
Das Blankenburger Spiel blieb weiter erfolglos. Thuringia kam in diesen
Minuten ein zweites Mal zu der Möglichkeit sich eine
Zehn-Tore-Führung zu erspielen (18:9, 37.).
Doch auch dieses Mal löste sich der HSV aus der Umklammerung
(12:18, 41.). Die Gastgeber schienen just zu diesem Zeitpunkt in ihre
obligatorische Schwächephase zu schlittern. Nach vorn ging
nichts mehr, hinten wurde man offen, was die Hanl-Schützlinge
bestraften, die ihren Spielfaden fanden (14:18, 44.). In diesen Minuten
stieß der Tscheche Tucek, der wegen des Schneetreibens nicht
pünktlich zum Anpfiff dabei war, zum HSV, was weiteren
Auftrieb gab (16:19, 47.). Königsee wehrte sich gegen ein
weiteres Näherkommen der Gäste (20:16, 49.), die
immer stärker wurden (19:21, 53.). Thuringia war drauf und
dran, das Match aus der Hand zu geben (21:22, 55.).
Fünf Minuten vor Ultimo war alles wieder offen, und
Königsee setzte die Brechstange ein, die für sie
nichts brachte, aber für die Blankenburger den Gleichstand
(22:22, 57.). Zwei Minuten vor dem Ende kam die Chance für die
Kurstädter, das Blatt zu wenden. Sie vergaben, so dass eine
erneute Punkteteilung zu Buche stand.
Thuringia Königsee:
Höhne, Cadek, Elsässer, Anders (1), Pojonie (2),
Niersberger, Najman (9), Oldenburg (7), Göring, Varchmin (3).
HSV:
Jahn, Recknagel, Grüner, Pfistner, Wiegand (2), Meilahn,
Oertel (8), Hinz (4), Hanl, Gäbler (2), Hellwig (5), Tucek(1).
Schiedsrichter:
Jung / Jung (Gera).
OTZ Rudolstadt 12.12.05
LSV Ziegelheim - SV Thuringia Königsee 28:25 (15:8)
Thuringia verschläft erneut erste Halbzeit
Handball, Oberliga: Mit einem Rumpfaufgebot angetreten - Respektables
Resultat erreicht
Von Oliver Schmidt
Vor einer wiederum gut besuchten Wieratal-Halle musste die
Thuringia-Sieben auf Grund einiger Ausfälle mit einem
Rumpfaufgebot antreten.
Das machte es von vornherein noch schwerer einigermaßen zu
bestehen, zumal sich
im weiterem Verlauf auch noch Riwe (Muskelfaserriss) und Oldenburg
(Auge)
verletzten. Doch am Ende zogen die Königseer mit Bravour ihren
Kopf aus der
Schlinge, was eventuell noch besser ausgesehen hätte
– wenn nicht die
katastrophalen ersten 30 Spielminuten gewesen wären.
Beide Vertretungen begannen die Partie zunächst
äußerst
nervös, vergaben die ersten Angriffe, bevor Schiri Langbein
(Bad Blankenburg)
ein Ziegelheimer Stürmerfoul in einen Siebenmeter
ummünzte, was die LSV-Führung
brachte. Und auch Treffer Nummer zwei fiel vom Punkt (2:1, 5.).
Thuringia ließ
sich davon nicht aus dem Konzept bringen und blieb dran.
Königsee versuchte
geschickt das Tempo aus dem Spiel zu nehmen, was im Hallenrund kein
Verständnis
fand. Die Partie blieb auch nach über zehn Spielminuten weiter
knapp, doch als
die Rinnestädter viermal in Folge nicht mehr trafen bestraften
dies die
Hausherren eiskalt (7:4, 14.). Thuringia hatte nun auch in der
Folgezeit seine
Schwierigkeiten, ließ zu viele Anläufe ungenutzt und
war hinten offen wie ein
Scheunentor (6:9, 19.). Glücklicher Umstand bei der Sache,
auch Ziegelheim
patzte und ließ die Haare seiner Fans zu Berge stehen. Das
änderte sich kurz
vor dem Seitenwechsel. Königsee fehlte weiterhin die
Treffsicherheit, was die
Hausherren bei ihren Gegenzügen besser machten (12:7, 27.).
Bis zur
Pausensirene wurde das Resultat dann noch deutlicher (15:8, 30.). Den
Gästen, welche bis dato wieder mit einigen
Totalausfällen agierten,
drohte ein erneutes Debakel – wenn man nicht seine
Schwächen in Angriff und
Abwehr abstellte. Najman verstand es erneut nicht seine Farben zu
führen und
seine Abschlüsse wirkten kläglich. Aber auch seine
Teamgefährten boten mehr
Schatten als Licht, so dass es kaum noch schlechter Laufen konnte. Dies
setzte
sich zunächst nahtlos fort mit Beginn des zweiten Durchgangs.
Najman trifft
weder im Alleingang noch vom Siebenmeterpunkt. Anders die Gastgeber,
welche
weiter für klare Verhältnisse sorgen (17:8, 34.). Als
auch Pojonie vom Punkt
nicht trifft, stand die Halle Kopf und der Hexenkessel fing an zu
brodeln, der
erkannte das hier etwas für das Torverhältnis zu
machen war. Und als Riwe in
das Altenburger Krankenhaus gebracht wurde, Oldenburg eine Hand im Auge
zu
spüren bekam, war Königsees Bank wie ausgefegt
(21:12, 38.). Doch die
verbliebenen Thuringia-Mannen legten sich mit dem Mut der Verzweiflung
ins Zeug
(14:21, 40.). Die Rinnestädter wehrten sich weiter gegen das
übermächtige
Heimteam und das mit Erfolg (21:25, 51.), obwohl man auch weiterhin vom
Punkt
nicht traf (Varchmin). Königsee war nun drauf und dran die
Partie offen zu
gestalten (22:25, 52.). In dieser eingeläuteten Schlussphase
hatte sich das
Match kurzzeitig auf eine Drei-Tore-Differenz eingepegelt, was der LSV
schnell
wieder ändern konnte (28:23, 56.). In den verbleibenden
Minuten erlebten die
Zuschauer ein Fehlerfestival, so dass aus Königseer Sicht noch
ein respektables
Resultat zu Buche stand, mit dem man zwischenzeitlich nicht rechnen
konnte.
Thuringia Königsee:
Höhne, Cadek, Riwe (1), Pojonie, Nirsberger (3), Najman (8),
Oldenburg (7), Göring (4), Varchmin (2).
Schiedsrichter:
Langbein/Schmidt (Bad Blankenburg/Saalfeld).
OTZ Rudolstadt 28.11.2005
HC Suhl 99 - SV Königsee 31:30 (16:13)
Königsee sehr nah am Punktgewinn
Handball, Oberliga: Unkluge Aktionen in der Schlussphase - Oldenburg
erzielt zwölf Treffer
Von Gerd Wagner
Im Duell der Tabellennachbarn hieß es für beide
Teams zu punkten, um sich weiter vom Tabellenende zu distanzieren. Am
Ende gelang dies den Suhlern, welche in der Schlussphase der Begegnung
den Kopf oben behielten und unkluge Aktionen der Königseer
bestraften.
Thuringia begann die Partie mit Missverständnissen und
Schrittfehlern, welche der Gastgeber sofort bestrafte (3:0, 3.). Die
Rinnestädter agierten nervös und setzten ihre
Fehlerquote fort, für die sich Suhl weiter bedankte und dem
Resultat klarere Konturen gab (5:0, 7.). Der erste Treffer der
Gäste kam auf das Konto von Oldenburg (1:5, 8.), der auch
weiter verkürzte. Thuringia schien sich langsam zu fangen,
allerdings hatte eine Drei-Tore-Differenz weiter Bestand (4:7, 12.).
Oldenburg entpuppte sich in dieser Anfangsphase als Torschütze
vom Dienst, brachte seine Farben ins Spiel, und als Göring
traf, war man dran (6:7, 14.). Die Freude währte jedoch nicht
lange, da sich der HC 99 wieder absetzen konnte (10:7, 16.).
Najman, bis dato ein Schatten seiner selbst, brachte die klarsten
Sachen nicht unter, so dass es erneut brenzlig wurde für die
Ostthüringer (7:12, 19.). Trotz Ergebniskosmetik tat sich die
Thuringia-Sieben weiter in allen Mannschaftsteilen schwer (10:13, 22.;
12:15, 26.). Königsee lud die Gastgeber förmlich zum
Tore werfen ein, da auch kurz vor der Pausensirene viele Aussetzer in
Angriff und Abwehr sowie schwache Torhüterleistungen das Spiel
prägten (13:16, 30.).
Mit dem Drei-Tore-Rückstand sah die Welt allerdings noch gut
aus für die Rusch-Schützlinge, welche bei mehr
Konzentration noch etwas machen konnten und zunächst weiter
verkürzten (15:16, 33.). Die Königseer witterten ihre
Chance, Suhl zeigte Nerven, die auch Najman vom Siebenmeterpunkt
offenbarte und den Ausgleich ausließ.
Der gelang dann jedoch Riwe (17:17, 36.). Und als der junge
Göring Thuringia in Front warf, verstand Suhl die Welt nicht
mehr. Die Gäste bestimmten nun die Szenerie und
erhöhten weiter (20:18, 38.). Als man allerdings in Unterzahl
auf dem Parkett war, kam der HC 99 wieder zum Ausgleich (21:21, 40.)
und im Anschluss zum Führungstreffer (22:21, 42.).
In diesen Minuten entwickelte sich die Partie zum offenen
Schlagabtausch, bei dem die Rinnestädter das Match wieder
drehten (23:22, 45.). Mit Führungswechseln wurde die Partie
fortgesetzt, bis sich Thuringia erneut leicht absetzen konnte (26:24,
50.).
Die Südthüringer steckten nicht auf, fanden immer
wieder die Lücken (26:26, 52.), doch die Gäste
blieben weiter knapp vorn (28:27, 55.). In diesen Minuten war
Treffsicherheit gefragt, welche bei den Königseern schwand.
Anders scheiterte, Najman verspielte den Ball, und Suhl führte
30:29 (58.).
Als Anders erneut verzog, machte der HC Suhl im Gegenzug alles perfekt
(31:29, 59.). Elf Sekunden blieben den Thuringia-Mannen, die aber nur
noch zur Ergebniskosmetik reichten
Thuringia Königsee:
Höhne, Cadek - Anders (6), Elsässer, Riwe (1),
Pojonie, Najman (6), Oldenburg (12), Göring (4), Varchmin (1)
OTZ Rudolstadt 21.11.2005
HSV Ronneburg - Thuringia Königsee 32:19 (14:9)
Thuringia Königsee verliert Derby
Handball, Oberliga: HSV-Keeper Punga zieht den Gästen den Nerv
- Aufholjagd Strohfeuer
Von Gerd Wagner
Nur zwei Tage nach dem erfolgreichen Kraftakt gegen Goldbach-Hochheim
hieß es im brisanten Ostthüringen-Derby Farbe zu
bekennen. Doch ein wenig Skepsis war schon im Spiel gegen den
aufgerüsteten Kader der Ronneburger, welcher von der
Aufholjagd der Rinnestädter im zweiten Durchgang leicht zu
wanken begann. Allerdings hatte der HSV in ihren Keeper Thomas Punga
einen Mann zwischen Pfosten, der in den entscheidenden Phasen die
Königseer zur Verzweiflung trieb. Für die
Gäste sah es bereits in den Anfangsminuten alles andere als
rosig aus, als zahlreiche Anläufe nichts brachten,
während der Gast gebende HSV traf (3:0, 4.). Dieses Dilemma
beendeten Oldenburg und Najman, welche die Rinnestädter wieder
ins Spiel brachten (2:3, 6.). Damit war zunächst das
Anfangsfeuerwerk der Ronneburger abgebrannt. Königsee hatte
weiter gute Möglichkeiten, die allerdings nicht viel
Zählbares brachten, so dass sich die Partie zunächst
auf eine Zwei-Tore-Differenz einpegelte (6:4, 12.). Bereits zu diesem
Zeitpunkt entpuppte sich das Match zu einem Torhüterduell
Punga gegen Cadek, welches im weiteren Verlauf Vorteile für
den HSVer brachte (10:4, 15.). Allerdings wurde Cadek mehrfach allein
gelassen. Nach einer guten Viertelstunde sah es so nicht gut aus
für die Gäste, die weiterhin Punga glänzen
ließen und die Abwehr vernachlässigten (4:11, 20.).
Königsee fand auch in den weiteren Minuten kein Mittel sich
entscheidend ins Spiel zu bringen, hatte allerdings auch Pech bei
einigen Holztreffern (6:14, 25.). Kurz vor der Pausensirene kleine
Hoffnungsschimmer durch Göring und Anders (9:14, 29.). Mit der
zweiten Luft starteten die Rusch-Schützlinge in den zweiten
Durchgang, mit der die Gastgeber und sein Anhang nicht gerechnet
hatten. Thuringia blies im großen Stiel zur Aufholjagd,
bestimmte die Szenerie und verkürzte durch
Anders-Konterstöße weiter (11:14, 31.). Als sich
allerdings Punga wieder ins Spiel brachte, dominierte erneut der HSV
(16:11, 35.). Thuringia ließ sich jedoch nicht beeindrucken,
zwang auch die Ronneburger zu Fehlern und blieb dran (13:16, 37.). Die
Rinnestädter rackerten weiter und schienen die Partie
ausgeglichen zu gestalten (16:18, 41.). In diesen Minuten begannen die
Ronneburger zu wanken, doch Teufelskerl Punga richtet sein Team im
richtigen Moment auf, welches durch Puta und Meyer wieder für
klarere Verhältnisse sorgte (21:16, 45.; 23:17, 48.). Knapp
zehn Minuten vor dem Ende nimmt das Resultat noch klarere Konturen an,
als bei den Königseern Kraft bzw. Konzentration schwinden
(18:26, 52.). Der Gastgeber ist nun drauf und dran die
Zehn-Tore-Differenz zu markieren, welche nicht lange auf sich warten
lässt (28:18, 54.). In den letzten Minuten häufte
sich die Fehlerquote bei den ausgepowerten Gästen, was
Ronneburg nutzte (32:18, 58.).
Thuringia: Cadek, Merten - Anders (5), Riwe (1), Elsässer,
Pojonie (1), Nirsberger, Najman (3), Oldenburg (4), Göring
(5), Varchmin
OTZ Rudolstadt 19.11.2005
SV Thuringia Königsee - SV Goldbach-Hochheim 31:26
Thuringia stoppt den Goldbacher Höhenflug
Handball, Oberliga: Königsee überrascht
Von Gerd Wagner
Mit den Goldbach-Hochheimern wartete ein äußerst
schwerer Brocken auf die Thuringia-Sieben am Donnerstagabend, zumal die
Gäste mit einem Sieg auf den Vizerang klettern wollten. Dem
machten die Rusch-Schützlinge mit einem Kraftakt einen Strich
durch die Rechnung, mit welchem die in dieser Saison erfolgsgewohnten
Gäste ihre Schwierigkeiten hatten. Der Gastgeber begann die
Partie äußerst konzentriert und ging schnell in
Führung (2:0, 1.). Das veranlasste die Bank der Rand-Gothaer
zu reagieren, die eine frühzeitige Aus-Zeit nahm. Im Anschluss
brachten sich die Unparteiischen ins Spiel und gaben Pojonie nach einem
Allerweltsfoul Rot (2.), was auf der Gegenseite ausblieb. Die
Rinnestädter überspielten diesen Schock mit Bravur
und setzten sich weiter ab (4:1, 4.). Der Tabellendritte fand zu diesem
Zeitpunkt kaum ein Mittel, um die robust stehende Abwehrkette und den
glänzend aufgelegten Thuringia-Keeper Cadek zu knacken.
Königsee blieb auch in der weiteren Zeit tonangebend und
ließ die Goldbacher nicht näher kommen (5:2, 10.;
6:3, 13.). Thuringia kämpfte aufopferungsvoll und mit einem
erschreckend hohen Tempo weiter und konnte seinen Vorsprung halten
(8:4, 17.). Weiterhin blieben auch die Herren in Schwarz in der
Schusslinie, welche mit Siebenmeterentscheidungen für die
Gäste nicht geizten und nun näher kamen (6:8, 19.;
8:10, 23.). Die Rinnestädter hielten weiter mit breiter Brust
dagegen, was eine erneute Vier-Tore-Differenz brachte (12:8, 26.). Kurz
vor der Pausensirene häuften sich beim Gastgeber die Fehler,
welche der Kontrahent bestrafte. Dieser verkürzte und witterte
plötzlich Morgenluft (12:13, 29.). Mit der noch
herausgeworfenen Zwei-Tore-Führung und dem Auftreten der
Thuringia-Sieben war man zufrieden, was Hoffnung machte für
die zweiten 30 Spielminuten. Diese begann zunächst mit
Treffern auf beiden Seiten. Allerdings wirkte Goldbach-Hochheim
kurzzeitig kompakter in der Abwehr und vorn suchte man gnadenlos den
Ausgleich. Wieder setzten die Königseer Hintermannschaft sowie
Cadek die Glanzpunkte und ließen die Gäste
abblitzen. Thuringia nutzte das im eigenen Vorwärtsgang und
konnte sich erneut leicht absetzen (17:14, 36.). Die Rand-Gothaer
machten weiter ungeheueren Druck gen Cadek-Gehäuse, setzten
alles auf eine Karte, doch die Rusch-Schützlinge behielten den
Kopf oben (19:16, 42.). Just in diesen Minuten kam der nächste
Schlag gegen die Königseer, als der bis dato glänzend
haltende Cadek einen Sturmlauf unterband und auch den roten Karton zu
sehen bekam. Das machte nun die Aufgabe noch schwerer für den
ohnehin dünnen Kader der Mannen vom Schiefer. Doch dieser
zeigte weiter eisernen Willen und enormen Kampfgeist (20:17, 44.).
Goldbach wurde optisch stärker und Thuringia konterte (22:18,
46.). Noch standen die Rinnestädter ihren Mann, nahmen den
Kampf auf Biegen und Brechen an (25:20, 53.) und ließen den
Schiefer beben. Thuringia spielte weiter wie entfesselt und hatte nun
in Keeper Höhne seinen Turm in der Schlacht, welcher die
Gäste zur Verzweiflung brachte (27:21, 55.). Goldbach-Hochheim
ging in diesen Minuten in Manndeckung über, mit der die
Gastgeber Schwierigkeiten bekamen (23:27, 57.). Doch die
Ostthüringer befreiten sich, fanden wieder die
Lücken, hielten die Rand-Gothaer auf Distanz (31:25, 59.) und
holten sich unter den Augen vom Kreisrivalen HSV Bad Blankenburg einen
in dieser Höhe nie geahnten aber hochverdienten
Doppelpunktgewinn.
Höhne, Cadek, Elsässer (1), Anders (8), Pojonie,
Nirsberger (7), Najman (8), Göring(1), Oldenburg (6), Varchmin
Schiedsrichter:
Kommentar:
Zitat aus der TA Gotha vom 19.11.05 : Katastrophal in Königsee
GOLDBACH (hjk): Den ersten Teil des Wochenend-Einsatzes haben die
Oberliga-Handballer von Goldbach/Hochheim mit 26:31 verloren. Und das
gegen eine Königseer Mannschaft, die Trainer Sven
Rothhämel zu den schlechtesten der Oberliga zählt...
Hierbei ist anzumerken, das ein Trainer der so arrogant wie in diesem
Spiel auftritt, eine solche Einschätzung lieber sein
lässt ! Eine Auszeit nach 1:15 Minute zeigt nicht viel von
taktischem Gefühl . Und leider haben es die Unparteiischen
nicht bestraft, wie Herr Rothhämel seine eigenen Spieler aus
dem Spielfeld stieß und nach Strich und Faden "rund" machte!
Ein solches Auftreten ist selbst im schlechtestem Spiel unangebracht.
Selbst er spielte an diesem Tag unter seinen Möglichkeiten ...
! Wir sind nicht die beste Mannschaft (waren wir noch nie und werden es
nie sein) , aber ein Trainer mit solchen Aussagen und Taten hat nichts
in der Oberliga verloren.
OTZ Rudolstadt 07.11.2005
HV 55 Ilmenau - Thur. Königsee 23:23 (11:12)
Zum Schluss war alles möglich
Handball, Oberliga: Thuringia-Keeper Cadek ist erst der
Sündenbock und dann der Held
Von Gerd Wagner
HV 55 Ilmenau - Thur. Königsee 23:23 (11:12) Keinen
Schönheitspreis gab es in diesem
Handball-Ortsnachbarschaftskrimi, wo nur die Punkte zählten.
Thuringia hatte in den Schlusssekunden die Möglichkeit zum
Sieg, doch der geplante Torwurf von Keeper Cadek landete am
Deckengebälk. Im Gegenzug klärte der Tscheche dann
drei Sekunden vor Ultimo gegen einen freiwerfenden Ilmenauer im
großen Stil und rettete das Remis, wurde somit vom
Sündenbock zum Helden.Thuringia versuchte vom Anpfiff weg, mit
einem schnellen Spiel den Gegner zu beeindrucken, blieb im Abschluss
aber harmlos. Anders die Gastgeber. Sie wussten, was die Stunde
geschlagen hatte und übernahmen die Führung (2:0,
3.), welche Najman verkürzte. Die Gäste waren auch in
den weiteren Minuten in der Verfolgerrolle, weil es in ihren hinteren
Reihen an der nötigen Konsequenz bzw. Abstimmung fehlte. Da
auch im Vorwärtsgang der Sand im Getriebe blieb, konnte der HV
55 weiter Jubeln und seine Führung ausbauen (7:3, 12.).Der
Auftritt der Rinnestädter wirkte hilflos, was
Brechstangen-aktionen beheben sollten. Ilmenau witterte bei diesen
Umständen Morgenluft und versuchte, den Königseern
frühzeitig den Nerv zu ziehen. In diesen Übereifer
hinein stabilisierten sich die Rusch-Schützlinge, welche zum
Ausgleich kamen (8:8, 20.) und beim 10:9 (24.) sogar erstmals
führten. Kurz vor der Pausensirene schufen sich die
Rinnestädter eine Zwei-Tore-Differenz, deren Ausbau
möglich war, aber nicht genutzt wurde, so dass die
Goethe-Städter dran blieben.Mit diesem Spielstand waren noch
einmal spannende 30 Spielminuten vorprogrammiert, zumal die
Thuringia-Akteure von Fehlern der Hausherren profitierten und sich
einen Drei-Treffer-Abstand schufen (14:11, 32.). Königsee
bestimmte in diesen Anfangsminuten des zweiten Durchgangs das Geschehen
und hatte das Tabellenschlusslicht im Griff, welches Nerven zeigte
(17:12, 39.).Dieser Spielstand machte Königsees mitgereiste
Anhängerschar mobil, die auch auf den gut gefüllten
Rängen die Übermacht bekamen. Ilmenau mühte
sich, das drohende Unheil abzuwenden und nutzte dies durch nicht
nachvollziehbare Thuringia-Aussetzer, die in diesen Minuten zunahmen
(19:17, 44.). Noch führten die Gäste, doch es wurde
immer brenzliger, zumal der HV 55 wieder im Spiel war und den Ausgleich
ansteuerte, der dann auch fiel (19:19, 47.). Und bevor sich die
Rusch-Schützlinge versahen, waren sie auch schon im
Hintertreffen (19:20, 49.).In diesen Minuten begann der offene
Schlagabtausch, bei dem die Königseer das Blatt erneut wenden
konnten (21:20, 52.) und Ilmenau mit dem 22:21 (53.) die Halle auf den
Siedepunkt brachte.Fünf Minuten vor dem Ende war das bessere
Nervenkostüm gefragt (22:22). Der HV bringt sich erneut in
Vorderhand, die Gäste lassen aus und den
Ostthüringern scheint wie so oft die Zeit davonzulaufen
(22:23, 58.), die wieder ausgleichen (23:23, 59.). 45 Sekunden vor
Schluss hat der Gastgeber den Ball, der locker den Sack zubinden will
und das Leder vertändelt. Thuringia-Keeper Cadek erwischt das
Streitobjekt und übersieht zwei allein nach vorn
stürmende eigene Leute. Der Rest war nur noch Herzflattern,
welches noch ein akzeptables Ende nahm.
Höhne, Cadek - Anders (5), Elsässer, Riwe, Pojonie
(2), Nirsberger (3), Najman (10), Prazak, Oldenburg (3),
Göring, Varchmin.
Schiedsrichter: Kolb/Raßbach (Goldlauter/Breitungen)