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Archiv 1. Mannschaft

Das Ende einer Ära

Königsee zieht 1.Mannschaft vom Spielbetrieb zurück


Nach 19-jähriger Oberligazugehörigkeit und dem Abstieg in der letzten Spielzeit, kommt nun der nächste Schlag für den Königseer Handball: trotz aller Bemühungen des Vereins konnte bis auf Stephan Göring keine weitere Verstärkung für die kommende Landesliga-Saison verpflichtet werden. Dadurch stehen der "Ersten" nur 7 Spieler zur Verfügung. Dies ist natürlich nicht genug. Die Vereinsführung und die Mannschaft sahen sich daher zum Handeln gezwungen und haben die Teilnahme an der kommenden Saison zurückgezogen. Für die Mannschft,die Fans und das Umfeld ist dies eine herbe Enttäuschung.
 Die Gründe für diese Misere sind schon seit längerer Zeit bekannt und konnten trotz aller Versuche der letzten Jahre nicht beseitigt werden. Viele werden sagen, dass die Führung um E. Möbius versagt hat und es deshalb soweit gekommen ist. Die Wahrheit ist aber, dass die Führung kaum Unterstützung hatte und zuviel Arbeit auf zu wenig Schultern lag.
Vor allem der Tatkraft von E. Möbius ist es zu verdanken, dass sich die Oberligamannschaft nicht schon vor Jahren auflösen musste.
Königsee ist nun dort, wo andere Mannschaften schon vor Jahren waren - am Ende - und gleichzeitig am Anfang. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob der Königseer Handball eine Chance hat noch einmal wieder zu kommen, oder ob die Unterstützung der vielleicht beliebtesten Sportart in unserer Stadt völlig einbricht. Im Hintergrund wird schon wieder geplant und gehofft. Die 2.Mannschaft ist nun die letzte im Spielbetrieb und wird erst einmal den Handball in Königsee am Leben halten. Gerade in diesen schlechten Zeiten wird sich zeigen, wer etwas tun will, oder wer nur reden kann. Wir werden sehen ... 

1OR3




OTZ Rudolstadt 18.05.09

SV Thuringia Königsee - HSC Erfurt 25:29 (12:19)

Kein Erfolg zum Abschied

Handball, Oberliga: Erfurter diktieren gegen Thuringia Königsee das Spiel
Von Gerd Wagner
Nach 19-jähriger Oberligazugehörigkeit kam am Sonnabend das Ende. Doch vor dem letzten Anpfiff eines Oberligaspiels in Königsee gab es noch Dank und Verabschiedungen. Das betraf Michael Hüttner, Jörg Schmeißer, Martin Hanl und Stefan Meilahn. Des weiteren informierte Abteilungsleiter Eckhard Möbius, sich um Verstärkung zu kümmern, um in der Landesliga vorn mitzuspielen. Zum Abschied hatten sich die Königseer auch einiges vorgenommen. Zunächst bestimmte Thuringia für wenige Minuten das Geschehen, setzte die Akzente und zog in Front (3:1, 4.). Doch die technisch und spielerisch begabten Gäste hielten mit, hatten allerdings einen Pachtvertrag mit dem Torgebälk. Als die Thuringia-Mannen begannen, mit Toren zu geizen, wendete Erfurt das Blatt (4:3, 8.). In der Folgezeit agierten die Gäste mit viel Glück am Königseer Strafraum, was die Trefferdifferenz anwachsen ließ (5:8, 13.). In diesen Minuten kam der Oberligaabsteiger erneut auf die Verliererstraße. Vorn wollte nichts mehr gelingen und hinten bekam man den Rückraum der Gäste nicht in den Griff. Dazu gesellten sich einige zweifelhafte Schiedsrichterentscheidungen (6:10, 17.). Königsee verließ zusehends die Selbstsicherheit, was die Erfurter nutzten (7:12, 21.) Nun sah es schon nicht mehr nach einem versöhnlichen Abschluss aus und die Gäste hatten Narrenfreiheit. Doch das Oberligaschlusslicht ließ sich nicht gehen (9:12, 23.). Nach wie vor trafen jedoch die Mannen des HSC besser, welche kurz vor der Pausensirene wieder zu einem Torepolster kamen (11:18, 27.). Mit dem Anpfiff zum zweiten Durchgang kam Erfurt der Zehn-Tore-Differenz noch näher. Thuringia kämpfte zwar, doch viel Zählbares kam nicht zustande (14:20, 34.). Der HSC machte weiter das Spiel (15:24, 38.). Weiterhin stand die Zehn-Tore-Differenz zur Debatte, welche die Herren in Schwarz wohl klären wollten, als sie die Königseer auf vier Akteure dezimierten, die jedoch trafen (19:26, 45.) und weiter verkürzten (21:27, 47.). Der HSC ließ allerdings nichts anbrennen (29:21, 52.). In den Schlussminuten kamen die Königseer noch einmal besser zum Zuge. Dank Dademasch-Treffer, der das letzte Königseer Oberligator warf, kam Thuringia wieder auf Reichweite (25:29, 58.), doch die Niederlage war nicht zu vermeiden.

Thuringia: Föhr, Szotowski - Götz (2), Lächa (1), Hüttner (4), Dademasch (10), Hanl, Meilahn (1), Schmeißer (3), Oldenburg (4), Varchmin
OTZ Rudolstadt 11.05.09

Thüringer HC - SV Thuringia Königsee 29:26 (12:11)

Königsee ist abgestiegen

Handball, Oberliga: Altbekannte Leiden lassen Hoffnung auf Klassenerhalt schwinden
Von Gerd Wagner
Über 40 Spielminuten sah es gut aus für die Gäste, sich im knallharten Abstiegskampf wenigstens einen Punkt zu holen. Die Thuringia, in Bad Langensalza von Peter Varchmin betreut, war stets auf Augenhöhe und ging im zweiten Spielabschnitt gar mit zwei Toren in Führung. Doch dann kam die berühmte Schwachstelle, der Einbruch. Torflaute, Brechstange sowie Konzentrationsschwächen führten innerhalb weniger Minuten zum Bruch, dem man letztendlich erlegen war. Der THC übernahm das Heft des Handelns und ließ die Königseer nicht mehr zum Zug kommen. Nach der 1:0-Führung der Gastgeber drehten die Ostthüringer das Spiel und kamen mit 2:1 (4.) bis zum 4:3, (7.) in Vorderhand. Nach elf Spielminuten zog der THC wieder in Front und setzte sich mit zwei Toren ab, was beim 10:8 (22.) sein Ende hatte. Die Königseer, angefeuert von über 50 Fans, von denen sich aber einige nicht rühmlich aufführten und auf die man verzichten kann, kamen wieder, erreichten das 10:10 (25.), mussten jedoch zur Pausensirene noch unglücklich den knappen Rückstand hinnehmen, wobei sich Hüttner in einigen Abschlüssen mit dem Gebälk angefreundet hatte. Doch mit diesem knappen Resultat glimmte der Hoffnungsfunke. Die Königseer kämpften, blieben dran und egalisierten den jeweiligen Ein-Tore-Rückstand (15:15, 42.). Begeisterung und Hoffnung folgte in den nächsten Spielminuten, als sich die Mannen vom Oberliga-Urgestein ein weiteres Mal in Front werfen konnten (17:15, 44.). Doch dem folgte der bekannte Leerlauf sowie Totalausfälle, welchen die leichtesten Abspielfehler bzw. haarsträubenden Abschlüsse unterliefen, was auf Grund von Erfahrungswerten nicht nachvollziehbar ist. Diesen nutzen die Gastgeber, glichen aus (17:17, 44.) und zogen davon (20:17, 50.). Das sollte der Gnadenstoß für die Königsser gewesen sein, die weiter in Rückstand gerieten (20:24, 53.) und sich nicht mehr an einem gut haltenden Föhr aufbauen konnten, der 19 Bälle mit Bravur hielt. Er entschärfte was zu halten war, während seine Vorderleute im Vorwärtsgang versagten, was auch 50 Fehlversuche und technische Fehler belegen. Nach dem Geraer Sieg am gestrigen Abend ist nun auch der letzte Hoffnungsfunken erloschen, das 20. Jahr in Thüringens Oberliga-Elite zu erleben.

Thuringia: Föhr, Szotowski - Götz, Lächa, Pojonie (1), Hüttner (5), Dademasch (3), Hanl (5), Meilahn, Schmeißer (3) Oldenburg (6), St. Varchmin (3).
OTZ Rudolstadt 27.04.09

SV Thuringia Königsee - Behr./Sonneb. 30:24 (17:10)

Die Hoffnung bleibt

Handball, Oberliga: Königsee schafft Grundlage für Heimsieg in Durchgang eins
Von Gerd Wagner
Himmel oder Hölle - so lautete die Devise für die Königseer in ihrem vorletzten Heimspiel. Es war allen klar, diese Partie musste auf Biegen und Brechen gewonnen werden, wollte man sich weiter an den rettenden Strohhalm klammern. Dies gelang den Königseern, welche sich die Grundlage dafür im ersten Durchgang erspielten. Das Schlusslicht begann optimistisch, nahm das Heft des Handelns in die Hand und übernahm durch zwei Hanl-Treffer die Führung, welche Oldenburg weiter ausbauen konnte (3:0, 4.). Bei diesem Stand gelang den Gästen ihr erster Treffer. Doch die Thuringia-Mannen blieben auch in den folgenden Minuten das spielbestimmende Team, ließen aber langsam Angriffszüge ungenutzt (5:3, 7.). Da sich dem die Gäste anpassten und die Rinnestädter wieder treffsicherer wurden, sah es weiter gut aus (8:3, 11.). Die Gastgeber kämpften und erhielten dafür die bedingungslose Unterstützung von den Rängen. Die Königseer spielten weiter wie aus einem Guss, ließen ihren Gästen nur wenig Spielraum und trafen im Vorwärtsgang weiter (11:3, 16.), sodass die Partie an einstige Glanzzeiten erinnerte. Nach 20 Spielminuten hatten die Varchmin-Schützlinge bereits knapp die Zehn-Tore-Differenz vor Augen, die Behringen/Sonneborn zu verhindern wusste (12:4, 18.). Diese schien aber nur noch eine Frage der Zeit zu werden (14:5, 20.). Das Vorhaben blockten die Gäste jedoch ab. Königsee schlitterte in diesen Minuten in eine kleine Torflaute, welche den Tabellenneunten aufatmen ließ (9:15, 27.), was allerdings die Hausherren kurz vor der Pausensirene abwenden konnten. Mit diesem Zwischenstand sollte dem erhofften und wichtigen Doppelpunktgewinn nichts mehr im Wege stehen. Der Beginn des zweiten Durchgangs sah zunächst eine unkonzentrierte Thuringia-Sieben, die erst ihren dritten Anlauf in einen Treffer ummünzen konnte (18:11, 34.). Königsee präsentierte sich jetzt auch in der Abwehr anfällig, was Behringen/Sonneborn zur Aufholjagd nutzte (14:20, 28.). Die Gäste hatten in diesen Minuten mehr vom Spiel (16:21, 40.). Der Spielfluss, die Treffsicherheit und das Abwehrbollwerk waren beim Gastgeber wie weggeblasen, sodass die Westthüringer langsam Oberwasser bekamen. Wieder ins sichere Fahrwasser zu gelangen, das wollte auch weiter nicht gelingen (23:20, 48.). Thuringia kämpfte zwar aufopferungsvoll, hatte jedoch das Glück des Tüchtigen nicht mehr auf seiner Seite. Als jetzt auch Behringen/Sonneborn seinen Faden angriffsmäßig wieder verlor, waren die Gastgeber zur Stelle und brachten sich deutlicher in Vorderhand (27:21, 55,). Vier Minuten vor dem Ende war nun alles gelaufen. Königsee hatte sich mit seiner starken ersten Hälfte das nötige Polster zum Doppelpunktgewinn geschaffen, der den Hoffnungsfunken auf den Klassenerhalt am Glimmen hält.

Thuringia: Föhr, Szotowski - Götz, Hüttner (7), Pojonie (4), Schmeißer (1), Hanl (6), Meilahn, Oldenburg (10), Varchmin (2)

OTZ Rudolstadt 20.04.09

Sonneberger HV - SV Thuringia Königsee 32:28 (13:11)

Knappe Niederlagen helfen auch nicht

Handball, Oberliga: SV Thuringia Königsee blickt immer mehr gen Landesliga
Von Gerd Wagner
Die Königseer wissen eigentlich, was nun die Stunde geschlagen hat. Doch eine knappe Niederlage bei den bekannt heimstarken Sonnebergern bringt sie auch nicht weiter, was die weitere Oberliga-Zugehörigkeit von Thuringia betrifft. So muss man sich nun im Königseer Handball-Lager von Woche zu Woche immer mehr vertraut machen mit dem Gedanken Abstieg und in der neuen Saison Spiele in der Landesliga, wo man noch nie zu Gast war. In Südthüringen erlebten die Rinnestädter trotz ihres Vier-Tore-Rückstands zur Schlusssirene erneut ein Wechselbad der Gefühle. Doch zeigte sich auch, dass man in den Reihen noch kämpfen kann bzw. sich noch nicht selbst dem Schicksal hingegeben hat. Beim Sonneberger HV gingen die Gäste zunächst in Führung (1:0, 2.), um anschließend einen 1:6 (9.) Rückstand zu verkraften. Das sah zu diesem Zeitpunkt alles andere als gut aus und man musste einen frühzeitigen Einbruch von Thuringia befürchten. Doch die Mannen um Spielertrainer Steffen Varchmin rappelten sich auf, bliesen zur Aufholjagd und waren beim 8:6 (18.) wieder im Gespräch. Sonneberg ließ sich davon nicht beeindrucken, hielt die Thuringia-Akteure weiter auf Distanz bzw. verschaffte sich erneut etwas Luft (10:6, 20.). Die Königseer rackerten jedoch bis zur Pausensirene unermüdlich weiter und kamen wieder in eine günstigere Ausgangsposition (9:11, 24.). Kurz vor dem Seitenwechsel hatten die Ostthüringer ihren Kontrahent auf Reichweite (11:12, 30.), der jedoch Sekunden vor dem Ende der ersten 30 Spielminuten zurückschlagen konnte und mit einer Zwei-Tore-Differenz in die Pause ging. Mit Beginn des zweiten Durchgangs blieben die Königseer zunächst dran (12:13, 31.; 13:14, 32.), bevor Fehler sowie Toreleerlauf sie erneut zurückwarfen (13:18, 38.). Sonneberg schien nun die Königseer in den Griff zu bekommen (20:15, 39.), um sie in die Schranken zu weisen. Doch auch dieses Mal hatten sie die Rechnung nicht mit den Thuringia-Mannen gemacht, welche trotz ihrer Fehlerquote sich langsam wieder herantasten konnten (19:21, 44.), allerdings nicht zum Einstand kamen. Im Gegenteil. Die Gastgeber schufen sich wieder eine klarere Führung (24:20, 47.). In den letzten zehn Spielminuten schienen die Königseer mit ihren Kräften am Ende (24:30, 57.). Doch sie bäumten sich allerdings noch einmal auf und gestalteten das Resultat freundlicher, für das es jedoch keine Zähler gibt.

SV Thuringia Königsee: Föhr, Szotowski - Hüttner, Pojonie (1), Götz, Lächa, Schmeißer (7), Oldenburg (12), Dademasch (4), Meilahn, Varchmin (3), Hanl (1).

OTZ Rudolstadt 04.04.09

SV Thuringia Königsee - HSV 90 Apolda 22:27 (8:13)

Königsee schlägt sich selbst

Handball, Oberliga: Tabellenführer Apolda tut am Schiefer nur das Nötigste
Von Gerd Wagner
Vom Tabellenstand der beiden Kontrahenten Thuringia Königsee und HSV 90 Apolda sollte die Partie am Sonnabend eine klare Angelegenheit für den Tabellenführer werden. Doch die Gastgeber, als Schlusslicht, wollten und mussten bedingungslos fighten, um ihre miserable Tabellenposition zu verbessern. Wieder einmal scheiterten jedoch die Rinnestädter an einer überhöhten Fehlerquote und drei in Folge verworfenen Siebenmeter. Die Gäste wirkten von Anfang an voll konzentriert und wollten die letzten Niederlagen in Königsee vergessen machen. Sie übernahmen vom Anpfiff weg die Führung, welche sie nach mehreren Anläufen ausbauen konnten (2:0, 5.). Thuringia fand zu diesem Zeitpunkt keine Lücke, um etwas Zählbares auf die Habenseite zu bringen. Dieses Dilemma beendete Hanl zum 1:2 (8.). Da auch die Apoldaer nicht gerade den sichersten Eindruck hinterließen, blieben die Rinnestädter dran und erzielten den Ausgleich durch Oldenburg (3:3, 9.). Doch die Nordhäuser Schiedsrichter meinten es gut mit dem Tabellenführer, verhängten zwei Strafwürfe für Apolda, die sie wieder nach vorn brachten (5:3, 12.) und Empörung auf den Rängen auslösten. Thuringia Königsee tat sich im Verlauf der Begegnung weiter schwer im Abschluss und musste einem Zwei-Tore-Rückstand hinterherlaufen (5:7, 20.). Königsee wirkte nervös bzw. unsicher, hatte allerdings mit Föhr im Kasten zu diesem Zeitpunkt einen starken Rückhalt, so dass man weiter im Gespräch blieb, wenn da nicht der schwache Abschluss zu beklagen war. Die Gastgeber fanden auch weiterhin selten eine Lücke in der HSV-Abwehr oder scheiterten mit schwachen Würfen am Apoldaer Keeper, so dass sich die Gäste langsam weiter absetzen konnten (12:7, 28.). Der Fünf-Tore-Rückstand ließ nichts Gutes ahnen, zumal sich die Königseer zwangen, etwas zu tun. Thuringia musste sich unter allen Umständen etwas einfallen lassen, um sein Spiel zu finden bzw. im Vorwärtsgang etwas erfolgreicher zu werden. Die Varchmin-Schützlinge eröffneten im zweiten Durchgang den Torreigen und legten nach (10:13, 34.). Thuringia und seine treuen Anhänger begannen wieder Hoffnung zu schöpfen, doch jetzt entstanden diverse Lücken in der Abwehr, die der Tabellenführer erkannte (15:11, 36.). Auf der Gegenseite standen nun drei vergebene Siebenmeter in Folge zu Buche, die ein besseres Resultat verhinderten. Da sich in diesen Minuten auch die Gäste nicht mit Ruhm bekleckerten, entstand kein weiterer größerer Schaden, der die Rinnestädter weiter hoffen ließ (13:15, 41.). Das erwies sich jedoch als Strohfeuer. Apolda machte kurzzeitig ernst und brachte sich mehr und mehr ins sichere Fahrwasser (20:13, 45.). Diese wenigen Minuten reichten nun für die Glockenstädter, die Entscheidung herbeizuführen. Von nun an kontrollierten die Gäste das Geschehen und ließen nur noch Ergebniskosmetik zu (16:22, 49.). Zehn Minuten vor dem Ende stimmten die Fans des Tabellenführers die Jubelgesänge an, der die Zehn-Tore-Differenz vor Augen hatte (25:16, 52.). Thuringia Königsee bäumte sich noch einmal auf, doch der Leerlauf und die Fehlerquote hielten weiter an (19:25, 55.). In diesen letzten Minuten tat der Spitzenreiter nur noch das Nötigste und bleibt weiter im Meisterschafts- bzw. Aufstiegsgeschehen, während beim Gastgeber nach dieser erneuten Heimniederlage das Bangen um den Klassenerhalt in der Handball-Oberliga weitergeht.

SV Thuringia Königsee: Föhr, Szotowski - Götz, Pojonie (1), Dademasch (8), Schmeißer (2), Oldenburg (5), Meilahn, Hanl (2), Varchmin (2), Hüttner (2).
OTZ Rudolstadt 23.03.09

HSG Werratal 05 - SV Königsee 30:16 (14:5)

Thuringia geht an der Werra baden

Handball, Oberliga: Nach desolater Leistung kaum noch Hoffnung für Königsee
Von Gerd Wagner
Die Werrataler waren heiß auf die Königseer, denn gegen das Schlusslicht des Thüringer-Handball-Oberhauses rechnete man sich große Chancen aus, das Punktekonto locker und leicht aufzustocken. Das wollten die Rinnestädter zwar verhindern, doch nach nur wenigen Spielminuten war von diesem Vorhaben nichts mehr zu sehen. Die Gäste, die über 50 Fehlwürfe und technische Regelfehler zu Buche stehen hatten, wurden im Verlauf dieses Spiels teilweise regelrecht vorgeführt, verhöhnt und gingen an der Werra im wahrsten Sinne des Wortes baden. Thuringia begann zunächst aggressiv, führte 1:0. Doch individuelle Fehler gaben dem Gastgeber die Möglichkeit, das Blatt schnell zu wenden. So häuften sich die Abspielfehler, welche die HSG Werratal 05 nutzte. Doch die Varchmin-Schützlinge kämpften und hatten mehrfach die Möglichkeit wieder auszugleichen, was letztendlich Hanl gelang (3:3, 12.). Grundstein für diesen war in diesen Momenten Föhr im Königseer Gehäuse, der mehrfach glänzend hielt, was im weiteren Verlauf allerdings auch nachließ. Gastgeber Werratal ließ sich davon nicht beeindrucken und setzte sich wieder ab (5:3, 15.). Die Gäste offenbarten in diesen Minuten erhebliche Abwehrschwächen, in welche die Gastgeber immer wieder stachen (9:4, 20.). Königsee scheiterte dagegen serienweise mit unplatzierten Würfen am HSG-Keeper, der sein Team stark machte. Kurz vor der Pausensirene zeichnete sich die Zehn-Tore-Differenz ab, gegen welche die Ostthüringer machtlos schienen. Sie präsentierten sich äußerst hausbacken und brachten selbst Würfe aus guten Positionen bzw. Sololäufe nicht unter (13:5, 26.). So hatten es sich die Gäste nicht vorgestellt, welche den Faden zum Spiel nie fanden und auf ein Debakel zusteuerten, nachdem der erste Durchgang 14 Fehlversuche und neun technische Regelfehler brachte. So hieß es nur noch das Gesicht zu wahren. Doch wie der erste Durchgang endete, begann der zweite. Königsee verwirft, Werratal trifft und schafft erstmals die Zehn-Tore-Differenz (15:5, 32.). Auch im Spiel sechs gegen vier taten sich die Rinnestädter schwer und ließen die Gastgeber weiter erhöhen (17:5, 34.). Nach zwölfminütiger Torflaute konnte Oldenburg endlich das zu "fünf auf der Anzeigetafel löschen (6:17, 36.). Thuringia tat sich weiter äußerst schwer, brachte nur wenige Bälle an den Mann bzw. in das Netz und musste die entsprechenden Kommentare sowie Lacher von der Tribüne über sich ergehen lassen. Der Neuling hatte mittlerweile einige seiner Leistungsträger zur Schonung auf die Bank gesetzt, ließ junge Heißsporne ran, die im Abschluss Gnade walten ließen, so dass der Rückstand nicht weiter anwuchs. Es wollte auch weiterhin nichts laufen in den Reihen der Varchmin-Schützlinge, bei denen Keeper Szotowski für einige Lichtblicke sorgte. Und der zehnte Treffer nach 50 Spielminuten spricht auch Bände über den desolaten Auftritt des Schlusslichts, welches sich auch so zeigte. In der Schlussphase präsentierten sich beide Hintermannschaften offen wie ein Scheunentor, was die Trefferzahl höher schnellen ließ (24:11, 52.). Die Fans der HSG 05 hatten schon lange allen Grund zum jubeln, deren Akteure in den letzten Minuten der Partie nach Belieben trafen und sich die Königseer an Fehlwürfen übertrafen (29:14, 57.). Mit dieser Leistung und diesem Wille rückt ein Klassenerhalt für Thuringia Königsee in der Handball-Oberliga in weite Ferne, zumal man zum wichtigen Kellerduell gegen den Thüringer HC auswärts antreten muss.

Thuringia: Föhr, Szotowski - Götz, Dademasch (5), Pojonie, Schmeißer (5), Hanl (2), Meilahn, Oldenburg (4)
OTZ Rudolstadt 16.03.09

SV Thuringia Königsee - HSV Ronneburg 24:34 (10:17)

Eine Nummer zu groß

Handball, Oberliga: Ronneburg gewinnt klar - Königsees guter Lauf ist gestoppt
Von Gerd Wagner
Trotz des gravierenden Tabellenunterschieds wollten die Gastgeber ihren guten Lauf fortsetzen und wieder zu Punkten kommen. Doch die Ronneburger, welche den Anschluss zu den Treppchenplätzen wieder herstellen konnten, wollten auf keinen Fall ihre gute Ausgangsposition aufs Spiel setzen. Letztendlich bestimmten sie auch die Szenerie in diesem Duell der beiden Oberliga-Urgesteine und kamen zu einem nie in Gefahr geratenden Doppelpunktgewinn. Thuringia begann die Partie mit erheblichen Startschwierigkeiten, so dass sich der alte Rivale locker einen Vorsprung erspielen konnte (3:0, 5.). Den Gastgebern klebte dagegen förmlich das Pech an den Händen. Sie warfen frühzeitig HSV-Keeper Seidemann "berühmt oder scheiterten am Gebälk. Königsees erster Treffer gelang Dademasch zum 1:4 (8.). Die Rinnestädter wirkten unkonzentriert und fanden auch in der Folgezeit nicht zu ihrem Spiel (2:6, 11.). Thuringia versuchte an den Ketten zu zerren, doch die Fehlerquote blieb weiter hoch (4:9, 16.). Schon nach diesen wenigen Minuten war ein Heimdebakel nicht auszuschließen. Das Schlusslicht spielte weiter unter seinen Möglichkeiten und hatte auch weiterhin einen Pachtvertrag mit dem Torgebälk des HSV. Anders die Ronneburger, die ihre körperlichen bzw. Schnelligkeitsvorteile nutzten und ihren Kontrahenten auf Distanz hielten (8:13, 24.). Selbst Torhüter Seidemann konnte sich bei einem Weitwurf in die Torschützenliste eintragen (8:15, 27.). Auch kurz vor der Pausensirene lief bei den Varchmin-Schützlingen nichts, welche einen Sieben-Tore-Rückstand verkraften mussten. Schon nach diesen 30 Spielminuten sah es für die Hausherren nach einem aussichtslosen Unterfangen aus, sollte nicht noch ein Wunder geschehen. Und nach diesem sah es auch weiterhin nicht aus (11:18, 31.). Ronneburg diktierte weiter das Geschehen und lebte von der Fehlerquote der Einheimischen. Thuringia spielte unkonzentriert und überhastet weiter, so dass auch weiterhin keine Besserung in Sicht war (14:20, 38.). Königsee fand einfach nicht zu seiner Durchschlagskraft der letzten Spiele, der man den entsprechenden Tribut zollen musste (15:23, 42.). Ronneburg hatte nun die Zehn-Tore-Differenz vor Augen, gegen die sich die Gastgeber aufbäumten (18:25, 46.). Zehn Minuten vor dem Ende war längst die Messe gelesen. Ronneburg ließ nichts anbrennen, spielte sein Programm herunter und setzte ein zweites Mal zur Zehn-Tore-Differenz an (18:27, 51.), welche mit dem 20:30 (55.) gelang. In den Schlussminuten bäumten sich die Königseer noch einmal auf, gestalteten das Resultat etwas freundlicher (22:30, 57.). Mit der Schlusssirene kamen die Ronneburger dann doch wieder zum Zehn-Tore-Abstand. Sie waren an diesem Tag eine Nummer zu groß für die Königseer.

Thuringia: Föhr, Szotowski - Götz, Dademasch (9), Pojonie (3), Schmeißer (2), Hanl (1), Meilahn, Oldenburg (7), Varchmin (2).
OTZ Rudolstadt 09.03.09

SV Thuringia Königsee - SV Hermsdorf 26:26 (11:14)

Thuringia sieht wieder Land

Handball, Oberliga: Königsee nach Remis mit neuer Hoffnung im Abstiegskampf
Von Gerd Wagner
Ausgelassene Stimmung herrschte nach den 60 Spielminuten am Königseer Schiefer. Denn wird man einmal nicht verschaukelt, dann hat auch ein Schlusslicht gegen einen Großen seine Chance. Gut in Erinnerung bei vielen Fans das Spiel gegen Ziegelheim (38:39), welches die Königseer nicht erfolgreich gestalten durften. Anders die jetzige Partie gegen den Tabellendritten, wo die Rinnestädter mit dem gleichen Engagement zu Werke gingen. Der Punktgewinn hing am seidenen Faden und wurde fünf Sekunden vor der Schlusssirene durch Spielertrainer Steffen Varchmin perfekt gemacht. Zu diesem Spiel gab es auch ein Wiedersehen mit den Ex-Thuringia-Spielern Michael Varchmin und Radek Najman. Allerdings kam es nicht zum Vater-Sohn-Duell, da sich der Filius beim Aufwärmen verletzte. Hermsdorf begann die Partie furios und ging mit 3:1 (4.) in Führung. Doch die durch Verletzungen und Grippe geschwächten Gastgeber knieten sich in ihre Aufgabe und kamen in Vorderhand (5:3, 9.). Thuringia hatte den Gästen den Schneid abgekauft, die sich an der Deckung bzw. an Keeper Föhr die Zähne ausbissen. Schon in diesen Minuten bebte der Schiefer, trotz des erneuten Rückstands den Najman erzielte (6:7, 17.). Die Königseer versuchten durch schnelles Spiel zum Erfolg zu kommen, was nicht gelang. Anders die Gäste, die sich nun absetzen konnten (10:7, 21.), (9:14, 26.). Angefeuert aus über 100 Kehlen und der Trommlergarde bäumten sich die Varchmin-Schützlinge noch einmal auf und kamen durch Dademasch und Oldenburg wieder näher (11:14, 29.). Gut geführt und eingesetzt von Routinier Varchmin bliesen die Thuringia-Mannen mit Beginn des zweiten Durchgangs weiter zur Aufholjagd die durch Oldenburg sowie Dademasch belohnt wurde (13:14, 33.). Und als Dademasch das 15:15 (36.) markierte herrschte Tollhausstimmung. Hermsdorf ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und zog davon (19:15, 40.). Doch auf den Rängen sah man die Felle nicht davonschwimmen, da die Königseer dem haushohen Favoriten weiter die Stirn boten (21:22, 49.). Wie schon in den vergangenen Spielminuten war auch zehn Minuten vor Ultimo von einem krassen Tabellen- bzw. Punkteunterschied nichts zu sehen. Von nun an überschlugen sich die Ereignisse und die Halle stand Kopf, als Varchmin zum 24:24 (53.) kam. Hermsdorf antwortete mit dem 26:24 (55.). Der Hexenkessel brodelte alsKönigsee dran war (25:26, 59.). Zehn Sekunden vor Ultimo. Tor durch Varchmin. Ausgleich, alle Thuringia-Akteure lagen sich in den Armen und auf der Tribüne wurde gefeiert.

Thuringia: Föhr, Szotowski, Götz, Pojonie, Dademasch (8), Schmeißer (3), Hanl (2), Oldenburg (10), Varchmin (3).

OTZ Rudolstadt 04.03.09

Post SV Gera - SV Thuringia Königsee 24:25 (12:11)

Thuringia greift mit Mini-Kader nach rettendem Halm

Handball, Oberliga: Kampfgeist wir endlich belohnt
Von Gerd Wagner
Der Griff zum rettenden Strohhalm gelang Thuringia in Gera. Beim Post-Team siegte Königsee erstmals seit vielen Jahren - und darf sich wieder Hoffnung auf den Verbleib in der Oberliga machen. Als die Königseer mit ihrem Mini-Kader die Geraer Panndorfhalle betraten, frohlockten die Gastgeber. Gerade einmal neun Akteure standen bei Königsee auf dem Spielprotokoll, und auch Spielertrainer Steffen Varchmin fehlte beim Tabellenletzten. Doch davon ließen sich die Gäste nicht beirren, führten zu Beginn mit 2:0. Erst in der fünften Spielminute gelang der erste Post-Treffer zum 1:2. Und Königsee blieb am Drücker, führte schon mit 6:3, ehe Gera beim 9:9 wieder ins Spiel fand. Kurz vor der Halbzeit ein herber Rückschlag für die Gäste, nachdem Michael Hüttner verletzt das Parkett verlassen musste und René Dademasch die dritte Zwei-Minuten-Strafe erhielt (29.). Den knappen Vorsprung rettete dann der Gastgeber in die Kabine, wobei die Zuschauer ein äußerst verkrampftes Spiel sahen. Königsee kämpfte auch in der zweiten Halbzeit aufopferungsvoll, wohlwissend, dass nur mit einem Sieg der Funken Hoffnung auf den Klassenerhalt erhalten bleiben würde. Selbst Ersatztorwart Szotowski, eigentlich Ersatztorhüter, wurde als Feldspieler eingesetzt. Und erzielte immerhin auch zwei Tore. Bis zum 17:17 (42.) konnte sich kein Team absetzen, ehe die Postler beim 19:17 die Vorentscheidung erzwingen wollten. Doch Thuringia kam zurück, führte in der 52. Minute mit 22:21, später sogar mit 25:21 und gab diese Führung nicht mehr ab. Auch wenn es am Ende doch noch recht eng wurde.

Thuringia: Föhr, Szotowski(2),Dademasch (2), Schmeißer (6), Meilahn (1), Oldenburg (6), Götz (1), Pojonie (3), Hüttner (4)
OTZ Rudolstadt 16.02.09

SV Thuringia Königsee - LSV Ziegelheim 38:39 (18:20)

Königsee ohne Bonus bei Unparteiischen

Handball, Oberliga: Thuringia bleibt unbelohnt bei bester Saisonleistung
Von Gerd Wagner
Es war zum Haare raufen. Da liefert Königsee schon einmal eine starke Partie ab und bleibt am Ende dafür unbelohnt. Und das, weil der Tabellenführer am Schiefer seine Visitenkarte abgegeben hat, der diesen Bonus nach den 60 Spielminuten voll genießen konnte. Die Königseer, ohne Hüttner und Pojonie eh schon arg gehandicapt, präsentierten sich von ihrer besten Seite. Sie wirkten bis in die Haarspitzen konzentriert, gingen in Führung und bauten diese aus (5:2, 4.). Das sorgte für die Stimmung auf den Rängen und gab Zuversicht, zumal die weiteren Minuten ebenso erfolgreich verliefen (8:4, 6.). Doch die Gäste kamen. Sie profitierten nun von Fehlversuchen bzw. Holztreffern, die über das Verkürzen, den Ausgleich und den erstmaligen Führungswechsel führten (9:8, 11.). Königsee fabrizierte weiter Fehler über Fehler, so dass sich der Oberliga-Tabellenführer weiter absetzen konnte (11:8, 13.). Die Gäste aus dem Altenburger Land sahen und fanden weiter die Lücken, wirkten spritziger und trafen weiter, während sich die Gastgeber schwer taten (12:16, 21.). Doch die Rinnestädter bäumten sich auf und kamen wieder auf Augenhöhe, als Szotowski im Thuringia-Kasten glänzend parierte (18:19, 27.). Der mögliche Ausgleich wollte jedoch nicht fallen. Vom Resultat her ein hoffnungsvoller Spielstand für die Einheimischen nach den ersten 30 Spielminuten, der aber nicht gehalten werden konnte (18:22, 32.). Die Gäste wirkten erneut zielstrebiger und treffsicherer. Thuringia hatte in einigen Situationen nicht das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite, doch man blieb dran (22:24, 37.). Die Rinnestädter kämpften aufopferungsvoll und hielten die Partie spannend (24:25, 40.). Von einem derart krassen Tabellenunterschied war nichts zu sehen. Das sollte allerdings ein Dorn im Auge der Herren in Schwarz sein, die für manch unverständliche Entscheidung sorgten, so dass sich der Tabellenführer wieder in ruhigeres Fahrwasser begeben konnte (29:26, 45.). Königsees Kampfgeist blieb ungebrochen, allerdings taten sich nun einige Löcher im Abwehrverband auf, von denen die Gäste profitierten (32:28, 47.). Die Varchmin-Schützlinge ließen nicht locker, suchten die Sensation (32:33) und ließen die Halle Kopf stehen (33:33, 52.). Doch Ziegelheim konnte weiter vorlegen, was mit Siebenmetern verwöhnt wurden. Fünf Minuten vor dem Ende begann der offene Schlagabtausch, der die Ziegelheimer im Vorteil sah (36:35). Thuringia musste nun treffen, was nicht geschah.

Thuringia: Föhr, Dewender, Szotowski - Dademasch (10), Schmeißer (9), Hanl (4), Meilahn (1), Oldenburg (7), Varchmin (7).
OTZ Rudolstadt 10.02.09

Ernestiner SV Gotha - SV Thuringia Königsee 31:29 (17:14)

Thuringia erwacht in Gotha viel zu spät

Handball, Oberliga: Punktgewinn möglich
Von Gerd Wagner
Ohne den erkrankten Hüttner startete Thuringia die nun angebrochene Endspiel-Serie in Gotha. Beim Tabellenachten musste etwas Zählbares her, um nicht noch hoffnungsloser im Tabellenkeller zu verbleiben, was allerdings so kam. Königsee wurde zu spät wach, um noch etwas auf die Habenseite zu bringen. In dem ungeliebten Sonntagsspiel starteten die Thuringia-Mannen gut. Königsees Keeper Föhr entschärfte die ersten Angriffswellen der Gastgeber, so dass Dademasch seine Farben in Front bringen konnte (3.), allerdings platzte in diesem Moment auch der Knoten bei den Gothaern. Die Rinnestädter hatten in diesen ersten Minuten die Ernestiner-Angreifer im Griff, vorn traf man weiter, was zum 3:1 (7.) und 6:4 (11.) führte. Als jedoch in Unterzahl nichts Zählbares gelang, waren die Gastgeber mit dem Ausgleich zur Stelle (10:10), gingen erstmals in Führung, die sie ausbauen konnten (12:10, 21.). Nun war höchste Konzentration gefragt, um den Rückstand nicht weiter anwachsen zu lassen, was Varchmin sowie Meilahn (12:13, 25.) gelang. Trotz aller Bemühungen lag man zur Pause aber mit drei Toren hinten. Was die Varchmin-Schützlinge boten, konnte sich bis dahin sehen lassen. Doch zunächst war der Start in den zweiten Durchgang auf beiden Seiten von Fehlern geprägt, bis es den Gästen vorbehalten war, den Torreigen zu eröffnen, die sofort nachlegten (16:17, 33.). Diesen Hoffnungsschimmer dulden die Ernestiner nicht lange (17:20, 38.). Thuringia begann unkonzentriert zu wirken, doch Schaden entstand nicht (18:20, 40.). In diesen Minuten hätte sich ein Wechsel im Thuringia-Kasten vollziehen müssen, doch man ließ den glücklos gewordenen Föhr weiter schmoren (20:23, 43.), und im Feldspiel erhöhte sich die Fehlerproduktion. Die Königseer mühten sich, doch auch Dewender im Tor der Rinnestädter konnte kaum helfen, so dass sich die Entscheidung anbahnte (22:26, 50.). Im Tor der Gäste gab es nun einen fliegenden Wechsel, da auch Szotowski zum Einsatz kam, der auf sich aufmerksam machte, was seine Vorderleute zu beflügeln schien (26:31, 56.). Zwei Minuten vor dem Ende schoben sich die Königseer immer näher (28:31), doch die Zeit lief nicht für die Rinnestädter.

Thuringia: Föhr, Dewender, Szotowski - Dademasch (9), Pojonie (1), Schmeißer (4), Hanl (3), Meilahn (1), Varchmin (2), Oldenburg (9)
OTZ Rudolstadt 02.02.09

SV Thuringia Königsee - ThSV Eisenach II 29:40 (10:16)

Königsee läutet Abschiedstour ein

Handball, Oberliga: Klare Niederlage im Kellerduell - Nur Dademasch überzeugt
Von Gerd Wagner
Ein mehr als wichtiges Spiel stand für die Königseer am vergangenen Sonnabend an, die am letzten Spieltag von ihrem Kontrahenten die rote Laterne in die Hand gedrückt bekamen. Diese wollten sie natürlich nach diesen 60 Spielminuten den Wartburgstädtern wieder mit auf die Heimreise geben. Allerdings wurde daraus nichts. Thuringia spielte in der Schlussphase lust- und kraftlos und ergab sich seinem Schicksal. Damit haben sie wohl endgültig ihre Oberliga-Abschiedstour eingeläutet. Die Youngster der Eisenacher Zweit-Bundesliga-Reserve legten wie gefürchtet ein hohes Tempo vor, welches die Gastgeber zu größter Aufmerksam zwang. So waren Rückstände in dieser Phase nicht zu vermeiden. Das änderte sich nach fünf Spielminuten, als Dademasch seine Farben erstmals mit 3:2 in Führung brachte. In den weiteren Minuten bestand durchaus die Möglichkeit zu erhöhen, was ausgelassen wurde. So gerieten die Ostthüringer schnell wieder in Rückstand, den die Gäste anwachsen ließen (4:7, 11.). Das sah schon frühzeitig mehr als bedenklich aus, zumal die Königseer in allen Mannschaftsteilen viele Wünsche offen ließen (6:9, 14.). Die Rinnestädter mühten sich, wurden von den Rängen unterstützt, doch näher kamen sie dem Gegner nicht mehr. Im Gegenteil: Die ThSV-Fohlen konnten ihren Vorsprung weiter ausbauen (7:11, 19.). Königsee suchte in diesen Minuten den unbedingten Torerfolg, doch viel Zählbares blieb weiter aus. Anders der Noch-Tabellennachbar. Er sah die Lücken, nutzte Tempogegenstöße und brachte sich weiter klarer in die Vorderhand (9:16, 26.). Kurz vor der Pausensirene deutete sich bereits eine Zehn-Tore-Differenz an, gegen die die Mannen vom Schiefer kämpften.Ein Sechs-Tore-Rückstand zu Beginn des zweiten Durchgangs war nicht gerade hoffnungsvoll für das Schlusslicht des Thüringer-Handball-Oberhauses, welches viel an Kampfkraft und Einsatzfreude eingebüßt hat. So ist es auch kein Wunder, das man im 19. Oberligajahr in so einer prekären Situation steckt und sich wohl nach dieser Spielserie aus der Eliteliga Thüringens verabschieden muss. Eisenach war auch zu Beginn dieser zweiten 30 Spielminuten tonangebend und ließ die Rinnestädter nur unwesentlich näher kommen (13:18, 34.). Da nutzten auch Königsees Trommler als Anpeitscher nicht viel. Doch die Varchmin-Schützlinge stemmten sich gegen die drohende Niederlage, hatten Erfolg und kamen näher (16:19, 38.). Spielercoach Varchmin verteilte in diesen Minuten geschickt die Bälle, welche vor allem der schnelle Rene Dademasch verwerten konnte. Doch mehr wie auf drei Treffer kamen die Rinnestädter nicht heran, die allerdings erneut in ihrem aufflackernden Tatendrang ausgebremst wurden (17:22, 43.). Man zeigte wenigstens noch Biss und ließ sich nicht gehen (20:23, 45.). Eisenach gab auf der Stelle die Antwort auf Einladung mit leichten Toren (20:25, 47.). Und das ging nun weiter so. Thuringia musste sich seine Treffer schwer erarbeiten, während die Gäste weiter nach Belieben trafen und wieder zu einem sicheren Vorsprung kamen (28:21, 52.). Das Spiel war erneut gelaufen, die ersehnten Punkte weg, so dass es sich in der Schlussphase nur noch um die Höhe der Niederlage drehte (26:34, 54.). Eisenach erreicht noch die Zehn-Tore-Differenz, gewinnt das Kellerduell gegen die nun resignierenden Gastgeber klar, landet den Befreiungsschlag und stürzt das Oberliga-Urgestein noch tiefer in die Krise, auf das ohne Happy-End wohl oder übel die Landesliga wartet.

Thuringia: Föhr, Szotowski, Dewender - Götz, Dademasch (11), Hüttner (3), Pojonie (2), Schmeißer (5), Meilahn, Hanl (1), Varchmin (2), Oldenburg (5)
OTZ Rudolstadt 26.01.09

Goldbach/Hochheim - SV Thuringia Königsee 31 : 23 (14 : 11)

Königseer auswärts weiter zu harmlos

Handball, Oberliga: Niederlage gegen Goldbach/Hochheim
Von Gerd Wagner
Mit einer äußerst dünnen Spielerdecke reisten die Königseer nach Gotha. Schon in der Hinrunde hatte der Arnstädter Kay Förster die Rinnestädter gen Ilmenau verlassen. In den letzten Tagen meldete sich Stephan Göring ab und kurz vor der Abfahrt sagten die Bad Blankenburger Martin Hanl und Stefan Meilahn ab. So war es schwer, den hinter vorgehaltener Hand ausgegebenen Optimismus von Kapitän Ralf Oldenburg umzusetzen, der Punktgewinn hieß. Die Gastgeber, bei denen ihr langjähriger Coach Rothämel das Handtuch warf, versuchten vom Anpfiff weg Gas zu geben. Die Rinnestädter hielten dagegen und wandelten den Rückstand in einen Vorsprung um (2:1, 2.). Doch die Gastgeber drehten den Spieß (3:2, 3.). Nach mehreren ausgelassenen Anläufen setzte sich Goldbach/Hochheim ab (6:3, 9.). Schon jetzt zeichnete sich die schwierige Aufgabe ab, die Differenz erhöhte sich. Die Thuringia-Akteure fingen sich jedoch langsam und begannen allmählich zu verkürzen (6:8, 15.). Königsees Fehlerquote wollte jedoch nicht abreißen (7:11, 21.). Und in den weiteren Minuten traf es die Ostthüringer noch mehr, als Dademasch eine Platzwunde am Kopf erlitt, doch dank "Turban einsatzfähig gemacht wurde bzw. sie sich Zeitstrafen einhandelten (7:13, 25.). Die Gäste kämpften, sahen sich belohnt (9:13, 27.) und schufen sich noch einen versöhnlichen Halbzeitstand von 11:14. Auch nach Wiederanpfiff zeichnete sich keine wesentliche Besserung ab. Die Varchmin-Schützlinge nutzten weiter viele Angriffe nicht, waren nicht schnell genug im Rückwärtsgang, was die Gastgeber zu nutzten (12:17, 34.). Goldbach/Hochheim suchte die Vorentscheidung, zumal sie zeitweise nur vier Gäste vor sich hatten (14:20, 39.). Da jedoch die Zielstrebigkeit bei den Gastgebern auch teils pausierte, kam Thuringia etwas näher (17:20, 42.). Und hätten die Gäste ihre Möglichkeiten besser genutzt, wäre ein Ausgleich drin gewesen. Doch da trafen wieder die Hausherren und setzten sich erneut ab (23:17, 46.). Gut zehn Minuten vor Ende steckten die Rinnestädter wieder in der Krise und demonstrierten das Gift der zweiten 30 Minuten. Man spielte mit vielen Fehlern, hektisch und mit der Brechstange (20:27, 53.), so dass sich ein Zehn-Tore-Rückstand näherte. Vier Minuten vor dem Ende hieß die Devise "Schadensbegrenzung , die nicht gelang. Thuringia bekam wieder nicht die Kurve und steckt weiter in seiner Erfolglosigkeitsserie, die wohl nur ein Wunder noch abwenden kann. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt.

Thuringia: Föhr, Dewender - Szotowski, Götz (1), Hüttner (2), Dademasch (6), Pojonie (2), Oldenburg (6), Schmeißer (4), Varchmin (2).
OTZ Rudolstadt 20.01.09

HSC Erfurt - SV Thuringia Königsee 25:19 (11:13)

Königsee geht die Luft aus

Handball, Oberliga: Nach Halbzeitführung nur sechs Treffer in zweiter Hälfte
Von Gerd Wagner
Mit dem Abstiegsgespenst im Genick reisten die Rinnestädter in die Landeshauptstadt, welches sich allerdings 30 Minuten lang nicht glücklich fühlte, da die Thuringia-Mannen in der Begegnung überraschend das Heft des Handelns in ihren Händen hielten. Der zweite Durchgang brachte dann das ganze Gegenteil, als die Varchmin-Schützlinge nur noch sechs Treffer auf die Anzeigetafel brachten. Ein gefundenes Fressen für die Gastgeber, um doch noch zu einem sicheren Doppelpunktgewinn zu kommen. Während die Gäste die Partie gleich mit einem Fehler eröffneten, verwandelten die Hausherren, dem dann allerdings die Königseer in nichts nach standen. Und als der junge Föhr im Thuringia-Gehäuse mehrfach auf dem Posten war, übernahmen die Königseer die Führung (2:1, 5.). Thuringia zeigte sich in diesen Anfangsminuten von seiner besten Seite und erhöhte problemlos weiter (6:2, 9.), was die Gastgeber zu einer frühen Aus-Zeit veranlasste. Der HSC operierte mit der Brechstange und scheiterte weiter am glänzend aufgelegten Föhr. Auf der Gegenseite dann allerdings Pech bei Holztreffern und einem vergebenen Oldenburg-Siebenmeter, was die Erfurter wieder näher brachte (6:4, 14.). Auch Mitte dieses ersten Spielabschnittes überraschten die Gäste weiter mit ihrer cleveren und coolen Spielweise, welche weiter ihre Führung behaupteten, auch wenn diese weiter zusammenschmolz (8:7, 18.). Die Gastgeber spielten mit Haken und Ösen bzw. äußerst körperbetont, um ihren Rückstand auszugleichen, was beim 9:9 (21.) gelang. Nun wurden die Karten neu gemischt, bei dem die Rinnestädter mehrmals leer ausgingen, doch Föhr sie vor dem Rückstand bewahrte, so dass die Mannen vom Schiefer weiter vorn blieben (12:10, 25.) und mit einer Zwei-Tore-Führung in die Pause gingen. Der Vorsprung hätte allerdings bei mehr Konzentration in diesen letzten Minuten auch höher ausfallen können. Mit einer derart starken Vorstellung eines Tabellenvorletzten hatte wohl keiner gerechnet in der Halle des Sportgymnasiums. Und auch die kleine Trommlergarde der Ostthüringer war angetan. Sie hoffte nun auf eine Fortsetzung. Doch zunächst verkürzten die Gastgeber, kamen zum Ausgleich (13:13, 31.) und zur Führung (14:13, 32.). In diesen Anfangsminuten des zweiten Durchgangs bangte man auf auf Königseer Seite und hoffte, nicht in die gewohnte Krise zu schlittern. Doch da im Angriff Leerlauf herrschte und Schmeißer vom Punkt scheiterte, war genau dies der Fall. Dies nutzten die Gastgeber, um sich langsam klarer in Vorderhand zu bringen (16:14, 37.). Thuringia kämpfte aufopferungsvoll, auch in Unterzahl, scheiterte jedoch weiter im Vorwärtsgang bzw. ließ die Fehlerquote in die Höhe schnellen (15:19, 41.). Erfurt setzte nun eindeutig die Akzente und distanzierte die Varchmin-Schützlinge weiter, die in elf Spielminuten gerade zweimal trafen. Dieses Dilemma beendete Oldenburg, doch die Gastgeber blieben dem nichts schuldig und zogen weiter davon (22:16, 46.). Für die Rinnestädter war in diesen Minuten kein Blumentopf mehr zu holen, die es Föhr zu verdanken hatten, nicht noch klarer hinten zu liegen. Langsam musste man sich auf eine Zehn-Tore-Differenz einstellen (17:24, 52.), gegen die sich die Königseer wehrten und nicht mehr zuließen.

Thuringia:  Föhr, Dewender - Götz, Dademasch (2), Pojonie (1), Hüttner (3), Schmeißer (4), Oldenburg (7), Hanl (2), Meilahn
OTZ Rudolstadt 05.01.09

Nordhäuser SV - Thuringia Königsee 31:30 (12:12)

Thuringias Pokal-Aus Sekunden vor Ultimo

Handball, Vereinspokal: Schmeißer trifft zwölf Mal
Von Gerd Wagner
Landesliga kontra Oberliga war die Konstellation in diesem Landespokalspiel um den Einzug in das Achtelfinale im Südharz, bei dem die Königseer durchaus die Möglichkeit hatten, die nächste Runde zu erreichen. Doch am Ende war man auf Seiten der Rinnestädter auch nicht Böse über das Ausscheiden, da in Runde vier am 21./22. Februar wegen des Karnevals kein Heimrecht wahrgenommen werden kann und dann anstehende Touren, wie unter anderem nach Ziegelheim, hohe finanzielle Kosten bringen. So freuten sich am Ende die Gastgeber und ihre Fans, einen Oberligist eliminiert zu haben. Der Landesligist begann couragiert und zog in der Auftaktphase zunächst locker und leicht davon (4:1, 6:2). Mit der Zeit fanden auch die Rinnestädter zu ihrem Spiel, begannen aufzuholen und waren beim 7:7 (18.) wieder auf gleicher Höhe. In den folgenden Minuten ging es ausgeglichen weiter, wobei die Thuringia-Sieben beim 10:9 (25.) erstmals das Blatt wenden konnte. Kurz vor der Pausensirene schufen sich die Gäste eine Zwei-Tore-Führung (12:10, 28.), die jedoch bis zum Ende der ersten 30 Spielminuten keinen Bestand hatte. Mit Beginn des zweiten Durchgangs blieben die Königseer weiter im Bild und zwangen den NSV weiter zur Aufholjagd, was ihnen mit dem jeweiligen Ausgleich gelang bzw. sie den Spieß zum 15:14 (33.) drehen ließen. Thuringia ließ sich davon nicht beeindrucken, wendete das Blatt erneut und setzte sich ab (18:15, 39.). Die Ostthüringer spielten nun clever und hielten über weite Strecken ihren Drei-Tore-Vorsprung (23:20, 46.). Nordhausen gab sich allerdings in dieser Begegnung längst noch nicht geschlagen. Angefeuert von ihrem Publikum, begann der Landesligist zu verkürzen, glich aus (23:23, 49.) und warf sich unter großem Jubel in Front (25:24, 51.). In den restlichen Minuten ließ der Gastgeber lediglich nur noch den Ausgleich zu und setzte den Schlusspunkt drei Sekunden vor Ultimo, so dass es den Gästen nicht mehr gelingen konnte, sich in die Verlängerung zu retten.

Thuringia: Föhr, Szotowski - Götz, Hüttner (3), Dademasch (8), Pojonie (2), Schmeißer (12), Oldenburg (5), Hanl, Meilahn
OTZ Rudolstadt 22.12.08

SV Thuringia Königsee - Thüringer HC 26:24 (13:12)

Thuringia beschert sich selbst

Handball, Oberliga: Königsee hat das Siegen noch nicht ganz verlernt
Von Gerd Wagner
Und wieder stand das "Muss des Gewinnens für die Königseer an oberster Stelle gegen den nur minimal besseren Aufsteiger aus Westthüringen. Dies gelang den Gastgebern, welche von Weihnachtsmann "Watschi auf die "Platte geführt wurden, nach einer beiderseitig äußerst verkrampften Partie. Den Rinnestädtern merkte man ihr Vorhaben mit dem Anpfiff an, die zunächst bissig wirkten, in der Deckung arbeiteten und folgerichtig die Führung übernahmen. Doch mit den Gästen war nicht gut Kirschenessen. Sie blieben stets auf der Höhe und nutzten sich einschleichende Fehler sowie Unkonzentriertheiten, drehten den Spieß und bauten ihre Führung aus (4:2, 6.). Auch in den folgenden Minuten offenbarten die Mannen vom Schlusslicht erhebliche Löcher in der Abwehr und vorn ging so manches ins Leere. Da jedoch die Langensalzaer ebenfalls nicht von der Fehlerquote verschont blieben, war nichts verloren (3:4, 9.). Einziger Glanzpunkt bis dato war Thuringias Trommlergarde, die auf den Rängen eindeutig die Akzente setzte. Schon in dieser ersten knappen Viertelstunde zeichnete sich eine Partie "Not gegen Elend ab, die nur mit Nervenstärke zu gewinnen war, welche zu diesem Zeitpunkt die Gäste demonstrierten (5:3, 12.). In diesen Minuten kam Dademasch, der im Angriff für mehr Wind sorgte, so dass man wieder ausgleichen konnte (5:5, 14.). Doch der Aufsteiger legte weiter vor und zwang die Mannen vom Schiefer zum Aufholen, die mittlerweile mit drei Treffern ins Hintertreffen gerieten (5:8, 16.). Die Rinnestädter mühten sich, bei denen zu den Fehlern nun noch die Glücklosigkeit bei Holztreffern kam. Die Königseer konnten das verkraften, genau wie die Ungereimtheiten der Unparteiischen, verkürzten, kamen zum 11:11 (27.) und in Vorderhand (12:11, 29.) Spektakulär die letzten Sekunden des ersten Durchgangs, als die Gäste zunächst ausglichen und die Varchmin-Schützlinge sich mit der Pausensirene wieder in Führung warfen. Eine eigentlich gute Ausgangsposition für die zweiten 30 Spielminuten, für die Stehvermögen, Konzentration und mehr Treffsicherheit gefragt waren, was zunächst beim Gastgeber ausblieb (13:13, 32.). Auf den Rängen befürchtete man die mittlerweile gewohnte Krise, aus der sich die Königseer zunächst raus hielten und vorn blieben (15:14, 35.). Doch die Westthüringer witterten weiter ihre Chance, um an der einstigen Schiefer-Festung zu Punkten zu kommen. In dieser Phase hatte es den Anschein, als ob sich die Rinnestädter mehr und mehr stabilisieren, welche eine Zwei-Tore-Differenz schufen (16:14, 38.). Die HC-Akteure steckten auch das weg und kamen wieder auf Augenhöhe (17:17, 41.). Auch in den weiteren Minuten blieb die Partie verkrampft, spannend bzw. hoffnungsvoll für beide Seiten. Thuringia suchte Mitte der zweiten Halbzeit die Entscheidung und setzte sich nach starken Spielzügen unter dem Jubel der Fans wieder ab (21:18, 46.). Doch Unkonzentriertheiten sowie ein nicht genutzter Strafwurf brachten Langensalza wieder heran (21:21, 50.). Erneut begann das große Zittern, zumal die Gäste die Möglichkeit hatten das Blatt zu wenden. Thuringia spielte mit einem hohen Risiko, blieb knapp vorn (23:22, 55.) und setzte sich kurz vor Ultimo weiter ab (26:23, 58.). Die Königseer hatte nun den Gästen endgültig den Zahn gezogen, welche nur noch Ergebniskosmetik betreiben konnten. Nach dem Schlusspfiff ein Füllhorn von Glücksgefühlen, so dass der zünftigen Weihnachtsfeier nichts mehr im Weg stand.

Thuringia: Föhr, Szotowski - Götz, Pojonie (1), Hüttner (8), Dademasch (5), Meilahn, Hanl (1), Schmeißer (5), Oldenburg (6), Götze.
OTZ Rudolstadt 15.12.08

SCT&C Behringen/Sonneborn - SV Königsee 28:26 (15:13)

Thuringia Königsee erneut Punktelieferant

Handball, Oberliga: Hohe Fehlerquote
Von Gerd Wagner
Eigentlich haben die Akteure gewusst, was die Stunde geschlagen hat, da nur noch Punkte zählen, um sich aus eigener Kraft aus der Miesere zu ziehen. Doch am Ende stand Thuringia erneut mit leeren Händen da, nachdem 37 Fehlversuche und zwölf technische Regelfehler zu Buche standen und man sich erneut als Punktelieferant präsentierte. In einer Partie meilenweit weg vom Niveau eines Handball-Oberhauses, waren die Ostthüringer vom Anpfiff weg einigermaßen im Bilde. Ohne ihren Coach Steffen Varchmin, Ralf Götze, Martin Hanl und den langzeitverletzten Lars Friedrich glichen die Gäste die Führung aus (1:1, 2.) und nahmen selbst das Heft des Handelns in ihre Hand (4:2, 5.). Dieser Zustand hatte jedoch keinen langen Bestand. Die Gastgeber kamen beim 4:4 (6.) wieder zum Einstand, wendeten das Blatt und schufen sich eine Führung (6:4, 8.). Das 7:7 nach einer Viertelstunde sollte auch noch einmal das freundlichste Resultat aus der Sicht der Königseer werden. Behringen/Sonneborn, selbst mit einer hohen Fehlerquote agierend, hielt in Folge die Mannen vom Schiefer auf Distanz, hatte zwischenzeitlich beim 12:9 und 13:10 eine Drei-Tore-Führung, die mit der Pausensirene die Gäste ausgleichen mussten (13:14). Doch mit den Gedanken bereits in der Kabine, ließ man die Hausherren per Freiwurf durch die Mauer erhöhen. In dieser Schlussphase des ersten Spielabschnitts kam das Aus für Michael Hüttner, der mit dem Verdacht auf Jochbeinbruch die Segel streichen musste. Mit Beginn des zweiten Durchgangs eröffneten die Rinnestädter zunächst den Torreigen, was die Westthüringer mit drei Treffern in Folge beantworteten (18:14, 36.). Thuringia mühte sich (16:18, 37.; 17:21, 41.). Mitte der zweiten 30 Spielminuten schienen den Königseern die Felle davon zu schwimmen, als die Gastgeber auf eine Fünf-Tore-Differenz kamen (23:18, 46.). In dieser Phase bäumten sich die tot gesagten Varchmin-Schützlinge auf und verkürzten (21:23, 52.). Hoffnungen keimten beim 23:24 (54.) auf. In dieser Phase schlichen sich wieder die gewohnten Unkonzentriertheiten ein. Der Gastgeber nahm das Angebot an, setzte sich wieder ab (26:23, 57.) und schipperte seinen Sieg in den sicheren Hafen.

Thuringia: Föhr, Szotowski - Götz (1), Göring (2), Pojonie, Hüttner (3), Dademasch (9), Schmeißer (3), Meilahn (1), Oldenburg (7)
OTZ Rudolstadt 08.12.08

SV Thuringia Königsee - Sonneberger HV 24:26 (12:12)

Eigenes Unvermögen beschert weitere Pleite

Handball, Oberliga: Schlechte Schlussphase
Von Gerd Wagner
Mit den Sonnebergern weilte eine Mannschaft am Schiefer, die mit Gut oder Böse in den letzten Jahren nichts zu tun hatte. Sie konnten unbekümmert aufspielen und waren stets ein Angstgegner der Gastgeber. Das sollte sich dieses Mal ändern, so die Meinung der Mannschaft im Vorfeld. Thuringia musste auch punkten, um den Ansturm des Schlussduos abzuwehren bzw. den Abstand zum Mittelfeld zu verringern. Doch Sekunden vor dem Ende war dieser Traum ausgeträumt, als die Rinnestädter in der entscheidenden Phase die Führung ausließen und die zwei Gegentore bekamen, welche eine erneute Pleite besiegelten. Die Königseer versuchten vom Anpfiff weg, die Partie in den Griff zu bekommen, um nicht gleich ins Hintertreffen zu geraten, was allerdings nach vergeblichen Anläufen passierte. Beide Vertretungen agierten in dieser Anfangsphase nervös, bei der Oldenburg sein Team mit dem Ausgleich erlöste (5.). Nach einer kurzen Torflaute setzte Sonneberg diese fort und kam zu einem 3:1 (10.). Die Gastgeber hatten in diesen Minuten sichtlich Probleme, die Lücken in der Abwehr der Südthüringer zu finden. Doch man kämpfte und hatte es dem jungen Föhr im Kasten zu verdanken, dass man zum 4:4 (12.) kam und mit 5:4 (14.) durch Hüttner in Front ziehen konnte. Die bis dato torarme Partie nahm nun an Fahrt auf und sah beim 8:7 (20.) wieder einen Führungswechsel, den die Varchmin-Schützlinge allerdings postwendend drehen konnten (10:9, 24.). Königsee hatte nun die Möglichkeit, sich leicht abzusetzen, was ausgelassen wurde.
Mit dem Wiederanpfiff sah es aus als macht Thuringia nun Nägel mit Köpfen. Hinten hielt Föhr bravourös und vorn trafen die Gastgeber (15:12, 33.). Die Rinnestädter verteidigten ihre Drei-Tore-Führung weiter (17:14, 36.). Doch noch war längst nicht aller Tage Abend. Die Südthüringer gaben sich nicht auf, welche wieder ins Spiel kamen (16:17, 38.). Königsee leistete sich in dieser Phase einige Aussetzer, die den Ausgleich brachten (18:18, 41.), von den Meilahn seine Farben wieder befreite (19:18, 42.). Die Gäste blieben im Bilde, drehten den Spieß und zwangen Thuringia zur Aufholjagd, welche beim 20:22 (48.) endete. Die Sonneberger, nun mit dem Ex-Bad Blankenburger Recknagel im Tor, bauten jetzt ihren Vorsprung weiter aus (24:21, 53.) und sahen schon wie der sichere Sieger aus. Mit allem Mut der Verzweiflung stemmten sich die Mannen vom Schiefer gegen die drohende Niederlage, setzten noch einmal alles auf eine Karte, was ihnen das 24:24 (57.) brachte. In den letzten Sekunden überschlugen sich die Ereignisse in der Schiefer-Sporthalle, wo es Königsee in der Hand hatte zweimal in Führung zu gehen, was am Unvermögen scheiterte. Cleverer die Gäste, welche ihre Chancen nutzten, noch zwei Mal trafen und sich von ihrer kleinen Schar an Begleitern feiern lassen konnten.

SV Thuringia Königsee: Thuringia: Föhr, Szotowski - Göring, Götz, Pojonie (1), Hüttner (6), Dademasch (5), Schmeißer (6), Meilahn (1), Hanl, Oldenburg (5), Götz, Varchmin.
OTZ Rudolstadt 24.11.08

HSV 90 Apolda - SV Thuringia Königsee 35:25 (16:10) (11:11)

Fehlerfestival von Thuringia

Handball, Oberliga: Niederlage in Apolda - Königsee kann auswärts keinen erschrecken
Von Gerd Wagner
Die Königseer, ohne einen Großteil ihrer jungen Garde nach Apolda gereist, bekamen schon in den Anfangsminuten alle Hände voll zu tun, um die schnellen Angriffe der Gastgeber zu unterbinden. Dies gelang in dieser Phase recht gut. Auch im Vorwärtsgang erspielten sich die Gäste gute Möglichkeiten, die jedoch zum größten Teil das Tor verfehlten. So summierte sich dies bis zum Ende auf 32 Fehlversuche, zu denen sich die technischen Fehler gesellten. Da sich auch die Mannen des Tabellenfünften in dieser Beziehung schwer taten dauerte es fünf Spielminuten, bevor das Streitobjekt erstmals im Netz zappelte. Die Gastgeber gingen in Führung, die Oldenburg jedoch postwendend wieder ausglich. In diesen Minuten nahm das Spiel Fahrt auf, was Apolda toremäßig im Vorteil sah (3:1, 7.). Thuringia ließ vollstreckungsmäßig viele Wünsche offen, so dass der Rückstand folgerichtig anwuchs (1:5, 12.). Dieses Dilemma beendete zunächst Hüttner (2:5, 13.). Einziger Lichtblick in diesen Minuten bei den Rinnestädtern war der junge Föhr im Kasten, der stark reagierte und sein Team einigermaßen im Spiel hielt. Als jedoch im Vorwärtsgang weiterhin nichts zustande kam, wurde die Differenz klarer (3:8, 17.). Auch in der Folgezeit tat sich auf Königseer Seite im Angriff nichts, so dass ein Zehn-Tore-Rückstand in Sichtweite kam (3:11, 21.). Fünf Minuten vor der Pausensirene trafen endlich auch die Varchmin-Schützlinge besser, welche verkürzten (7:13, 26.) bzw. näher kamen (9:14, 29.). Nach mehreren Fehlversuchen auf beiden Seiten zu Beginn des zweiten Durchgangs setzte Thuringia den Torreigen durch Meilahn fort (11:16, 33.). Und auch Keeper Föhr setzte weiter Achtungszeichen. Die Gäste erreichten jetzt ein spielerisches Übergewicht, hatten die besseren Chancen, trafen allerdings zu wenig (13:17, 37.). Apolda kam in diesen Minuten ins Wanken und brauchte die Unterstützung der Herren in Schwarz, die man als Heim- bzw. Spitzenmannschaft auch bekommt, so dass man wieder ins ruhigere Fahrwasser kommen konnte (20:15, 41.). Jetzt war die starke Phase der Königseer beendet, welche wieder aussichtslos zurück geworfen wurden (15:23, 46.). Nun rückte zum zweiten Mal die Zehner-Differenz in greifbare Nähe, gegen die sich die Rinnestädter zu wehren versuchten (18:25, 48.), was klappte (21:27, 50.). Sieben Minuten vor Ultimo war es dann um die Mannen vom Schiefer geschehen (21:31, 53.). Thuringia versuchte sich noch einmal aufzubäumen, um das Resultat freundlicher zu gestalten. Doch als Kraft und Konzentration weiter nachließen, blieb die Differenz von zehn.

SV Thuringia Königsee: Föhr, Szotowski - Pojonie (1), Dademasch (6), Hüttner (2), Schmeißer (5), Meilahn (4), Oldenburg (5), Götz (2).
OTZ Rudolstadt 04.11.08

HSV 90 Apolda II - SV Thuringia Königsee 24:28 (11:11)

Trotz Personalnot weiter im Lostopf

Handball, Thüringenpokal: Viel Spannung
Von Gerd Wagner
Der mit arger Personalnot angereiste Oberligist, welcher dieses Pokalspiel bereits im Vorfeld abgeschrieben hatte, witterte bereits in der Anfangsphase die Möglichkeit eines Weiterkommens. So knieten sich die beiden Torhüter und sechs Feldspieler in ihre Aufgabe und wurden belohnt. Die Rinnestädter blieben über die gesamte Spielzeit cool und kontrollierten die Partie gegen den Landesligisten, welcher mit einem Weiterkommen geliebäugelt hatte. In der spannenden Partie übernahmen die Rinnestädter die Führung und bauten diese auf 5:1 (8.) aus. Die Gastgeber fanden dann langsam in ihr Spiel und glichen aus (6:6, 15.). Königsee nahm dies gelassen hin, erspielte sich noch einmal eine Zwei-Tore-Führung (8:6, 20.), welche aber keinen langen Bestand hatte (8:8, 22.). Bis zur Pausensirene konnten die Gäste weiter Vorlegen, doch die Apoldaer kamen postwendend zum Ausgleich. Mit Beginn des zweiten Durchgangs waren die Gastgeber kurzzeitig besser im Bilde und erzielten ihre beiden einzigen Führungen dieses Pokalhits. Die Thuringia-Sieben steckte das weg und war beim 14:13 (36.) wieder vorn. Nun begann wieder das Spielchen wie gen Ende der ersten Spielhälfte. Die Königseer legten knapp vor bzw. zwangen die Apoldaer zur Aufholjagd. Ab der 50. Spielminute sorgten dann die Ostthüringer für die Vorentscheidung, als sie sich absetzen konnten (23:20, 52.). Mit diesem Drei-Tor-Vorsprung begannen die Varchmin-Schützlinge die Partie zu kontrollieren und ließen nun den Landesligavierten des Öfteren ins Leere laufen, der nun auch die Vier-Tore-Differenz hinnehmen musste (25:21, 56.). An diesem Abstand änderte sich bis zur Schlusssirene nichts mehr und Thuringia bleibt im Lostopf.

SV Thuringia Königsee: Föhr, Dewender - Göring (4), Götz (7), Schmeißer (8), Meilahn (1), Pojonie (5), Hanl (3)
OTZ Rudolstadt 04.11.08

HSV Ronneburg - SV Thuringia Königsee 35:28 (16:11)

Königsee wahrt Gesicht bei Medaillenanwärter

Handball, Oberliga: Oldenburg trifft neun Mal
Von Gerd Wagner
Die Königseer, welche als Außenseiter die Reise zum Duell der Oberliga-Urgesteine angetreten hatten, machten sich trotzdem leichte Hoffnungen. Diese begründete man mit dem Pokalturnier der Gastgeber, welches sie nur zwei Tage vor dieser Begegnung bestritten hatten. Doch vom erhofften Kräfteverschleiß war nicht viel zu erkennen. Thuringia begann nervös, vergab die klarsten Möglichkeiten und machte schon in den Anfangsminuten Seidemann im HSV-Kasten berühmt. Die Gastgeber nahmen das gelassen hin und schufen sich durch das Unvermögen ihrer Gegenüber eine 3:0-Führung (4.). Das brachte bereits frühzeitig Coach Steffen Varchmin auf die Palme, der nun die Anschlusstreffer durch Dademasch sah (2:3, 5.). Das erwies sich jedoch als Strohfeuer, da Ronneburg sofort wieder im Bilde war und sich absetzte (5:2, 8.). Einziger Lichtblick bis dato der junge Föhr im Thuringia-Tor, der in diesen Minuten Schlimmeres verhinderte (2:6, 13.). So pegelte sich die Partie mit der Zeit auf eine Vier-Tore-Differenz ein (4:8, 15.). Auch in der Folgezeit hatten die Varchmin-Schützlinge so ihre Probleme mit einem erfolgreichen Abschluss. Doch nach wie vor hielt sich der Rückstand in Grenzen (7:11, 21.), an dem Föhr weiter seine Aktie hatte. Als sich allerdings die Fehlerquote seiner Vorderleute häufte, war auch er machtlos und das Resultat klarer (8:15, 25.).Den Rückstand nach der Pause wollte man nicht weiter anwachsen lassen. Doch dies bedurfte einer gewaltigen Steigerung im zweiten Durchgang. Thuringia knüpfte nahtlos an die Vorpausenleistung an und geriet zunächst weiter ins Hintertreffen (12:19, 34.). Das hatte man sich bei weiten nicht so vorgestellt auf Seiten der Rinnestädter, die nun langsam wieder einzubrechen schienen (12:20, 36.) und die Zehn-Tore-Differenz vor Augen bekamen. Doch noch konnten die Königseer dies hinauszögern (14:21, 38.), was aber nur noch eine Frage der Zeit schien (14:23, 40.). Realität wurde die Zehn-Tore-Marke erstmals beim 28:18 (47.). Thuringia kämpfte aufopferungsvoll gegen ein weiteres Auswärtsdebakel (20:28, 48.). Nun fielen die Tore hüben wie drüben wie reife Früchte. Kurz vor der Schlusssirene kamen die Rinnestädter etwas besser zum Zuge, Ronneburg ließ nun etwas locker, so dass das Endergebnis in Grenzen gehalten werden konnte.

Thuringia: Föhr, Szotowski - Göring (1), Dademasch (8), Hüttner (4), Pojonie, Schmeißer (3), Oldenburg (9), Meilahn, Varchmin (3)
OTZ Rudolstadt 27.10.08

SV Hermsdorf - SV Thuringia Königsee 37:22 (14:12)

Königsee bricht nach der Pause ein

Handball, Oberliga: Berechtigte Hoffnung bei der Thuringia schwindet schnell
Von Gerd Wagner
Nach ihrem ersten Doppelpunktgewinn gegen Gera sind die Königseer mit Selbstvertrauen zum Regionalliga-Absteiger gereist, auch wenn man auf den verletzten Schmeißer und den sich bei Thuringia abgemeldeten Förster verzichten musste. Geschürt war diese Hoffnung vom bisher nicht gerade überzeugenden Auftreten der Hermsdorfer, welche sich schon fünf Minuspunkte eingehandelt haben. Für die Gäste aus der Rinnestadt sah das zunächst 30 Minuten lang gut aus. Doch die ersten zehn Minuten des zweiten Durchgangs reichten den Gastgebern, um klar Schiff zu machen. Hermsdorf übernahm vom Anpfiff weg die Initiative und führte schnell 2:0. Die Varchmin-Schützlinge blieben ruhig und cool, trafen jetzt mit und kamen zum 3:3. Turbulenter wurde es als sich der Ex-Regionalligist auf 7:4 bzw. 10:6 absetzen konnte. Die Königseer verloren das Spiel jedoch nicht aus den Augen, setzten zur Aufholjagd an, welche glückte (11:11). Auch in den letzten Minuten des ersten Spielabschnittes blieben die Mannen vom Schiefer zur Überraschung von Hermsdorf und seiner Fans ein gleichwertiger Kontrahent, der sich bis dato berechtigte Hoffnungen machen konnte.Doch mit Beginn der zweiten 30 Spielminuten schwand der Hoffnungsschimmer. Unterzahlspiel sowie eine Menge technischer Fehler veränderten das Gesicht der Rinnestädter, welche bis zur 40. Minute nur zwei Mal trafen. Anders die Hermsdorfer. Sie erkannten die Gunst der Stunde, versenkten in dieser Zeit neun Mal und sorgten mit ihrem Zwischenspurt zum 23:14 für klare Verhältnisse. Thuringia hatte nun erneut einen Zehn-Tore-Rückstand vor Augen, der beim 26:16 zur Wirklichkeit wurde. Die Gäste blieben auch ein weiteres Mal von ihrer Vorpausenleistung alles schuldig, kamen nur noch selten zu weiteren Treffern, so dass sich die Differenz langsam weiter erhöhte (28:16, 30:17, 33:19). Das änderte sich auch in den letzten Minuten nicht mehr, wo den Rinnestädtern die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben war. Da half auch das Wiedersehen mit Radek Najman nichts, der sechs Treffer für seine neuen Vereinsfarben beisteuerte.

Thuringia: Föhr, Szotowski, Dewender - Göring (2), Götze, Dademasch (6), Hüttner (3), Pojonie, Hanl (1), Meilahn (1), Oldenburg (6), Varchmin (3).
OTZ Rudolstadt 20.10.08

SV Thuringia Königsee - Post SV Gera 30:20 (13:12)

Bei Thuringia Königsee ist der Bann gebrochen

Handball, Oberliga: Mit Leidenschaft zum Sieg
Von Gerd Wagner
In Königsee wird derzeit alles getan, um sich das erste Erfolgserlebnis in der Saison zu verschaffen. Nachdem Coach Steffen Varchmin mit ins Team gerückt ist, überzeugte man jetzt auch Ralf Götze, der erst einmal die Abwehr mit stabilisieren soll, so der Thuringia-Coach. Es war zuvor klar, dass es ein Kampf auf Biegen und Brechen wird, doch ob das alles so klappt wie gedacht mussten die 60 Spielminuten zeigen. Am Ende jubelte man am Schiefer, da der Bann gebrochen werden konnte.
Thuringia begann lautstark im Abwehrverhalten, doch der Rückstand war zunächst nicht zu vermeiden, dem postwendend der Ausgleich folgte. Die Gastgeber blieben auch in den weiteren Minuten knapp hinten und zur Aufholjagd gezwungen, was weiter gelang. So blieb man vorerst weiter in der Verfolgerrolle (3:4,12.). Just in diesen Minuten kam der ersehnte Führungswechsel (5:4,13.), der jedoch schnell wieder vergeigt war (5:6,14.). Dann kam das Aus für Jörg Schmeißer nach einer Platzwunde am Kopf. Gera schien die Nerven auf seiner Seite zu haben und baute die knappe Führung aus (7:5,15.). Doch die Thuringia-Mannen antworteten (7:7, 16.) und kamen zum zweiten Mal in Vorderhand (8:7, 18.). Beide Mannschaften kämpften verbissen. Hüben wie drüben standen die Torhüter im Mittelpunkt, welche es den Angreifern schwer machten (9:9, 24.). Thuringia blieb knapp vorn, was sich kurz vor der Pausensirene änderte (11:12, 28.). Sekunden vor dem Ende des ersten Durchgangs war es doch Coach Varchmin vorbehalten, seine Farben in Vorderhand zu bringen. Für die zweiten 30 Minuten war nun Konzentration und Kondition gefragt, sollte die gute Ausgangsposition nicht preisgegeben werden. Die Rinnestädter hatten in dieser Phase mehrfach die Möglichkeit, sich deutlicher abzusetzen, was ausgelassen wurde. So kam es lediglich zu einer Drei-Tore-Führung (15:12, 34.). Die Gastgeber wurden in der Folgezeit langsam tonangebender. Hinten entpuppte sich nun Königsees Keeper Christian Szotowski als starker Rückhalt, was auf seine Vorderleute umschlug, die nun trafen (17:12, 37.). Die Euphorie war zwar in diesen Minuten groß, doch es war noch nicht aller Tage Abend, da die Postler wieder näher kamen (14:17, 39.). Thuringia, aus mehreren hundert Kehlen angefeuert, kämpfte, doch sicher war der Vorsprung nicht (19:15, 43.). Königsee durfte sich auch weiter keine größeren Aussetzer erlauben, die sich ab und an einstellten, so dass Gera weiter hoffen konnte. Der Post-Siebener suchte weiter seine Möglichkeit, nicht mit leeren Händen den Schiefer zu verlassen, dem allerdings Szotowski einige Dämpfer gab. Das nutzten Rene Dademasch und Ralf Oldenburg, welche für klarere Verhältnisse sorgten (22:16, 49.). Zehn Minuten vor dem Ende schienen die Varchmin-Schützlinge den Gästen den Nerv gezogen zu haben, die nun die Brechstange auspackten. Das kam den Königseern gelegen, welche die Zehn-Tore-Differenz vor Augen hatten (25:17, 52.), die beim 28:18 (57.) umgesetzt wurde. Am Ende nicht nur Erleichterung auf den Rängen sondern auch beim Trainer, der seine Mannschaft in allen Belangen lobte.

Thuringia Königsee: Föhr, Szotowski, Dewender - Pojonie (2), Götze (1), Schmeißer, Förster, Oldenburg (7), Dademasch (9), Meilahn (1), Hüttner (3), Hanl (4), Varchmin (3).
OTZ Rudolstadt 13.10.08

LSV  Ziegelheim - SV Thuringia Königsee 39:28 (18:15)

Königsee geht erneut die Luft aus

Handball, Oberliga: Fünfte Niederlage in Folge - Thuringia nun allein ohne Pluszähler
Von Gerd Wagner
Mit am Ende 28 erzielten Treffern, und diese in fremden Gefilden erzielt, haben schon so manches Team über Punktgewinne jubeln lassen. Nicht die Königseer, welche nach den 60 Spielminuten klar geschlagen die Heimreise von der thüringisch-sächsischen Landesgrenze ins Rinnetal antreten mussten. Mit dieser fünften Niederlage in Folge wird die Situation für das Oberliga-Urgestein Königsee immer prekärer. Nachdem in dieser fünften Punktspielrunde der bisherige ebenfalls pluspunktlose Leidensgenosse Thüringer HC Bad Langensalza gegen Behringen/Sonneborn sein erstes Erfolgserlebnis feiern konnte, ist Thuringia nun alleiniges Schlusslicht. Dies könnte bei den kommenden Ansetzungen gegen Angstgegner Post SV Gera am heimischen Schiefer bzw. auswärts bei den Meisterschaftsfavoriten SV Hermsdorf sowie HSV Ronneburg so bleiben, falls nicht ein Wunder geschieht. Mit jedem weiterem Doppelpunktverlust besteht jetzt die Möglichkeit, dass die Varchmin-Schützlinge den Kontakt zum rettenden Ufer verlieren - und das ein Jahr vor der 20-jährigen Oberliga-Jubiläumssaison. In der Höhle des Löwen von Ziegelheim traten die Gäste zunächst couragiert auf und übernahmen bis zum 3:2 drei Mal die Führung, welche der Gastgeber jeweils im Gegenzug ausglich. Mit dem 4:3 wendete der Gastgeber das Blatt, bekam das Match in den Griff und blieb bis zur Schlusssirene in Vorderhand. Thuringia hielt jedoch zunächst zur Überraschung des LSV-Lagers weiter dagegen und blieb dran (6:7). Mit zunehmender Spieldauer wurde allerdings die Überlegenheit bzw. Toredifferenz größer (6:12). Die Königseer steckten das weg und kämpften sich wieder in Reichweite (10:13). Näher ließ Ziegelheim die Rinnestädter jedoch nicht kommen, welche sich dank Fehlerquote der Gäste erneut absetzen konnten (16:10). Die Schlussphase des ersten Durchgangs gehörte den Varchmin-Schützlingen, denen es gelang, das Resultat hoffnungsvoller zu gestalten (15:18). An diese Leistung knüpften die Thuringia-Mannen zu Beginn der zweiten 30 Spielminuten nahtlos an und versetzten den LSV mit seinen Anhang ins Staunen (16:18, 17:19). Nach gut 40 Minuten war es jedoch vorbei mit der Herrlichkeit und alle Hoffnungen schwanden. Thuringia verlor das Stehvermögen, schlitterte in sein bekanntes Dilemma und musste nun seinen Kontrahenten ziehen lassen (29:20), der beim 31:21 den von den Fans geforderten Zehn-Tore-Vorsprung realisieren konnte und diesen weiter ausbaute (34:21). Dem Tabellenschlusslicht schwammen nun die Felle davon, welches bis zur Schlusssirene bemüht war, nicht noch ärger unter die Räder zu kommen.

Thuringia Königsee: Föhr, Szotowski, Dewender - Förster (1), Pojonie (2), Göring (1), Schmeißer (6), Oldenburg (6), Dademasch (7), Meilahn (4), Hüttner (1).
OTZ Rudolstadt 06.10.08

SV Thuringia Königsee - HSG Werratal 05 24:30 (10:13)

Ratlosigkeit um das Thuringa-Team

Handball, Oberliga: Dritte Heimniederlage - So kein Erfolgserlebnis bei Königsee in Sicht
Von Gerd Wagner
Auch wenn sich Werratal als Aufsteiger am Schiefer präsentierte sind sie keine Unbekannten. Sie waren lange Jahre eines der Top-Teams des Thüringer-Handball-Oberhauses und krönten ihre sportlichen Erfolge über die Regionalliga bis hin zur zweiten Bundesliga, wo für sie durch Insolvenz das Aus kam. Klein wieder angefangen haben sie sich nun wieder auf die Handball-Bühne des Freistaates gespielt und wie sie da schon wieder mitmischen mussten die Königseer erfahren. Sie fanden keine Einstellung zum Spiel, blieben auch nach dem dritten Heimauftritt ohne Zähler und sind nun ratlos, zumal nun ganz dicke Brocken kommen. Thuringia begann die Partie unglücklich, da sowohl Dademasch als auch Hüttner nur das Holz trafen. Anders die Gäste, welche nach mehreren Anläufen in Führung kamen. Die Königseer leisteten sich bereits in dieser Anfangsphase zu viele technische Fehler, so dass die Mannen aus Breitungen ihre Führung ausbauen konnten (4:1, 7.). Der Gastgeber agierte auch in der Folgezeit äußerst nervös (2:6, 12.). Thuringia, angefeuert von den Rängen, mühte sich um die Korrektur, was langsam gelang (4:7, 14.). Doch mehr wollte nicht gelingen (4:9, 18.). In diesen Minuten behielt wenigstens der junge Föhr im Kasten die Übersicht und vorn traf man auch etwas besser (7:9, 23.). Nun schien der Knoten geplatzt, doch die Königseer trafen weiter nur das Gebälk, so dass Werratal die Differenz erhöhen konnte (11:8, 27.). Mit dem Drei-Toren-Rückstand war zwar noch nicht aller Tage Abend, um das Blatt zu wenden, doch dies bedurfte einer Energieleistung. Und genau das forderte Coach Varchmin für den zweiten Durchgang. Doch zunächst trafen erst einmal wieder die Gäste, welche sich einen Fünf-Tore-Vorsprung schufen (15:10, 32.). Thuringia blieb weiter nervös, so dass sich der Rückstand erhöhte (11:17, 37.). Obwohl noch 20 Minuten Zeit waren das Blatt zu wenden, traute man dies den Rinnestädtern nun nicht mehr zu (13:20, 42.). Hier lief ein weiteres Mal einfach nichts zusammen (14:22, 46.). Vor heimischer Kulisse bahnte sich ein Zehn-Tore-Rückstand an, gegen den sich die Rinnestädter wehrten (16:22, 47.). Zehn Minuten vor dem Ende wurde die Welt etwas freundlicher (18:23), was sich als Strohfeuer erwies (18:27, 54.). Die Punkte waren erneut futsch, was die Lage immer prekärer werden lässt.

Thuringia Königsee: Föhr, Dewender, Szotowski, Göring, Förster, Dademasch (4), Hüttner (1), Pojonie, Schmeißer (3), Meilan (3), Hanl (1), Oldenburg (12).
OTZ Rudolstadt 29.09.08

SV Thuringia Königsee - Ernest. Gotha 23:29 (12:13)

Wieder nichts Zählbares

Handball, Oberliga: Nach mäßiger Leistung steht Königsee erneut mit leeren Händen da
Von Gerd Wagner
Nach den beiden Auftaktniederlagen hatten sich die Thuringia-Akteure bei ihrem zweiten Heimauftritt einiges vorgenommen. Gegen die Gothaer sollte das Punktesammeln losgehen, um nicht unter Druck zu geraden. Doch Vorsicht war geboten, zumal man keine guten Erinnerungen an das Vorjahr hatte. Am Ende stand Königsee dann allerdings nach einer mäßigen Leistung erneut mit leeren Händen da.Beide Vertretungen begannen tororientiert, suchten den schnellen Weg, was den Gästen zunächst besser gelang. Sie zogen in Führung (1:2, 5.). Die Gastgeber hatten jedoch die entsprechende Antwort parat und wendeten das Blatt (3:2, 6.). Die Freude währte aber nicht lange (4:4, 10.), zumal die Königseer im Vorwärtsgang schluderten. Da sich die Ernestiner um den Ex-Königseer Irmisch dem anschlossen, entstand kein weiterer Schaden für die Rinnestädter, die erneut in Vorderhand kamen (6:4, 16.). Thuringia kämpfte und zerrte mächtig an den Ketten, doch unbegreifliche Leichtsinnsfehler brachten das Team um weiteren Lohn. Das war das gefundene Fressen für die Gothaer Gäste, die im Spiel blieben (6:6, 19.). Weitere große Unkonzentriertheiten konnten sich die Königseer um ihren mitspielenden Coach Steffen Varchmin nicht leisten. Die allerdings blieben und ließen Gotha wieder in Führung kommen (8:9, 23.). Die Gäste erwiesen sich auch heuer wieder als ein äußerst unbequemer Gegner, mit dem die Mannen vom Schiefer ihre liebe Mühe hatten (10:11, 25.). Thuringia lief nun einem Rückstand hinterher, der sich auf zwei Treffer erhöhte, jedoch bis zur Pausensirene wieder zusammenschmolz. Mit dem knappen Halbzeitrückstand war noch alles möglich. Um allerdings in die Erfolgsspur zu kommen, musste Nervosität und Unachtsamkeit at acta gelegt und mannschaftsdienlicher gespielt werden, was nicht gelingen wollte. Die Gastgeber kamen einfach nicht in ihr Spiel, was die Gothaer merkten. Thuringia mühte sich, hatte Lichtblicke und kam zum Ausgleich (14:14, 35.). Zu mehr sollte es jedoch nicht reichen. Die Gäste behielten die Übersicht, trafen aus dem Rückraum, was sie in Vorderhand ließ (14:16, 38.). Was Königsee in diesen Minuten angriffsmäßig bot, sah nicht nach dem ersten Erfolgserlebnis aus. Thuringia ließ Gothas Rückraumschützen schalten und walten, und vorn haperte es an der Präzision, so dass die Gäste ihre Zwei-Tore-Führung weiter behaupten konnten und diese langsam begannen auszubauen (16:19, 42.). Königsee versuchte, sich gegen die drohende Niederlage aufzubäumen, was auch mit der Brechstange nicht gelang. Bei den Rinnestädtern lief auch weiterhin nicht viel zusammen. Sie hatten wegen Zeitstrafen nur vier Akteure auf dem Spielfeld und kassierten weitere Treffer, die sie nun immer aussichtsloser zurückwarfen (17:22, 49.). Knapp zehn Minuten vor dem Ende war eine stabile Deckung gefragt, und vorn mussten endlich die nötigen Treffer her. Doch die Gäste spielten clever und ließen sich durch nichts aus der Fassung bringen (20:24, 54.). Ein Aufbäumen war zwar den Rinnestädtern anzumerken, was die Gothaer wegsteckten (26:22, 56.). Königsee lief die Zeit davon, und an eine Wende glaubte nun auch keiner mehr. So bleiben die Rinnestädter auch nach dem dritten Spieltag gemeinsam mit dem Thüringer HC ohne Pluspunkt im Tabellenkeller.

Thuringia: Föhr, Szotowski, Dewender, Hüttner (5), Pojonie (2), Dademasch (3), Oldenburg (7), Schmeißer (5), Varchmin (1), Meilan, Hanl
OTZ Rudolstadt 23.09.08

ThSV Eisenach II - SV Thuringia Königsee 40:26 (19:11)

Viel Leerlauf im Königseer Spiel

Handball, Oberliga: Thuringia kann keine Schadensbegrenzung betreiben
Von Gerd Wagner
Mit gemischten Gefühlen, nicht nur wegen des ungeliebten Sonntag-Spieltags, sondern auch wegen des Ausfalls von Hanl sowie eines gesundheitlich angeschlagenen Hüttner gingen die Königseer die Partie in der Aßmann-Sporthalle an. Die Gastgeber, eine Besetzung aus jungen Heißspornen, waren scharf auf die Rinnestädter, wollte man doch die Auftaktniederlage vergessen machen, was am Ende klappte. Thuringia begann vorsichtig bzw. abwartend und eröffnete den Torreigen. Die Eisenacher Gastgeber steckten das weg, fackelten nicht lange und drehten den Spieß (3:1, 3.). Königsee tat sich zu diesem Zeitpunkt bereits schwer in seinem Abwehrverhalten bzw. scheiterte vorn mehrfach am ThSV-Keeper. Das war natürlich ein gefundenes Fressen für die jungen Wilden aus der Wartburgstadt (6:2, 7.), die wirbelten. Thuringia mühte sich um mehr Präzision, was auch weiterhin nicht so richtig klappen wollte, doch man blieb wenigstens dran (5:7, 9.). Königsee schien nun optisch besser ins Spiel zu kommen, allerdings klafften im hinteren Bereich immer noch zu große Lücken, so dass sich die Tore-Differenz wieder erhöhte (5:9, 13.). Die Varchmin-Schützlinge steckten das erneut weg, nutzten nun einige Ungenauigkeiten der Gastgeber und verkürzten erneut (8:10, 16.). In diesen Minuten entwickelte sich ein abwechslungsreiches Spiel, bei dem man den Rinnestädtern mehr Cleverness gewünscht hätte. So war Eisenach der Nutznießer und setzte sich ab (13:8, 22.). Fünf Minuten vor der Pausensirene wurde es immer brenzliger für die Thuringia-Sieben, die kaum noch zu Treffern kam und die Zehn-Tore-Differenz vor Augen hatte, die Zeitstrafen zu begünstigen schienen, doch noch aufgehalten werden konnte. Auch mit Beginn des zweiten Durchgangs waren die Gastgeber besser im Bilde, während bei den Königseern der Leerlauf dominierte. Vorn versuchte man es mit der Brechstange und hinten konnten die Lücken nach wie vor nicht geschlossen werden, so dass es nun zur Zehn-Tore-Differenz kam (22:12, 36.). In dieser Phase lief nun rein gar nichts mehr auf Seiten der Rinnestädter, die allerdings auch keine Alternativen hatten. Der Rückstand erhöhte sich nun weiter (12:24, 38.). Die Gäste ergaben sich in dieser Situation nicht ihrem Schicksal und versuchten, das Resultat in Grenzen zu halten (14:24, 42.). Eisenachs Zweit-Bundesliga-Reserve quirlte weiter vor der Königseer Hintermannschaft und traf (28:15, 45.). Knapp zehn Minuten vor Ultimo war die Partie längst gelaufen. Doch die Rinnestädter mühten sich weiter um Schadensbegrenzung (19:32, 52.). In den letzten Minuten bekamen die Angriffsreihen eindeutig das Sagen, welche nun nach belieben trafen (25:37, 58.). Am Ende kam es zu der wohl eingeplanten Niederlage, die in der Schlussphase ausuferte.

Thuringia: Föhr, Szotowski - Förster, Hüttner (3), Pojonie, Dademasch (7), Schmeißer (3), Oldenburg (6), Meilahn (3), Göring (4).
OTZ Rudolstadt 15.09.08

SV Thuringia Königsee - Goldbach/Hoch. 19:24 (11:12)

Trotz Niederlage mit Leistung zufrieden

Handball, Oberliga: Thuringia Königsee bietet im Auftaktspiel Favoriten lange Paroli)
Von Gerd Wagner
Von einem Lieblingsgegner wollte man auf Thuringia-Seite nichts wissen bei diesem Auftaktspiel der neuen Saison. "Die Karten werden in jedem Jahr neu gemischt und so schätzen wir uns als Außenseiter ein", so die Meinung von der Königseer Bank. Die Gastgeber wollten natürlich an ihre Erfolge der letzten Jahre anknüpfen. Und man begann mit der entsprechenden Konzentration, spielte in den Startminuten clever, was zu einer 2:0-Führung führte (2.). Diese weiter auszubauen wurde durch technische Fehler versiebt. Goldbach/Hochheim, als Meisterschaftsanwärter gehandelt, blieb das bis dato schuldig, zumal sich die Varchmin-Crew weiter absetzen konnte (4:0, 6.). Die Blau-Weißen agierten weiter äußerst unkonzentriert und begannen ihren Torreigen erst nach acht Spielminuten (1:4). Auch in den weiteren Minuten hielt die Dominanz der Mannen vom Schiefer an. Mit der Zeit kamen die Gäste besser in ihr Spiel und begannen zu verkürzen (3:5, 12.). Die Partie wurde nun ausgeglichener. Doch strittige Szenen standen nun auf der Tagesordnung, welche sich gegen die Gastgeber richteten. Thuringia wehrte sich und blieb weiter vorn (7:4, 16.). In diesen Minuten entwickelte sich ein temposcharfes Match. Die Rand-Gothaer waren nun im Kommen, zumal den Rinnestädtern kein weiterer Treffer gelang (6:7, 21.). Die Gäste waren jetzt drauf und dran am Ausgleich, der auch fiel (8:8, 24.). Königsee ließ sich davon nicht beeindrucken, schuf sich erneut eine Zwei-Tore-Differenz (10:8, 26.), welche allerdings nicht lange Bestand hatte (11:11, 29.). Fast mit der Pausensirene kam Goldbach/Hochheim dann erstmals in Vorderhand. Auf Grund der bis dato gezeigten Leistung war noch einiges zu erwarten in den zweiten 30 Spielminuten, in denen die Thuringia-Mannen zunächst erfolglos blieben und weiter in Rückstand gerieten (11:14, 34.). Die Gastgeber konnten in diesen Minuten nicht an ihre Vorpausenleistung anknüpfen (11:15, 40.). Nach zehn Spielminuten des zweiten Durchgangs dann endlich wieder ein Treffer der Einheimischen (12:15, 41.). Thuringia rackerte, zerrte an den Ketten und wurde belohnt (14:16, 44.). Allerdings rückte der Ausgleich nicht in greifbare Nähe, da Bälle leichtfertig vergeben wurden. Doch bei einem Zwei-Tore-Rückstand starben die Hoffnungen nicht. In dieser Phase wurde die Partie hektischer, bei der die Gäste die bessere Übersicht bewiesen und ihren Vorsprung ausbauen konnten (20:16, 55.). In der Schlussphase kontrollierte der Gast das Match und ließ sich den Doppelpunktgewinn nicht mehr aus der Hand nehmen.

Thuringia: Szotowski, Föhr, Hüttner (4), Pojonie, Göring, Schmeißer (3), Oldenburg (6), Dademasch (4), Meilahn, Hanl (2)

Saison 2008/2009

OTZ Rudolstadt 20.08.08

Saisonrückblick

Von allem etwas

Handball, Oberliga, Rückblick: Jubel, Enttäuschung und Trauer in Thuringia-Reihen
Von Gerd Wagner
Die mittlerweile 18. Handball-Oberligasaison für die Königseer Thuringia-Sieben gehört der Vergangenheit an. Und diese ähnelte in einigen Punkten der vorhergehenden. Sie war erneut geprägt von Jubel bzw. Enttäuschung und zum Schluss kam Trauer sowie Fassungslosigkeit hinzu, als man sich von einem Nachwuchstalent für immer verabschieden musste. Doch unter dem Schlussstrich waren die Fans und Spieler am Saisonende zufrieden, denn der Klassenerhalt hing vor den letzten Begegnungen nicht mehr am seidenen Faden. Dabei hätten die Mannen aus der Schiefersporthalle gar nicht besser in die Saison starten können, da man nach Siegen beim Neuling Könitz/Saalfeld und Hermsdorf II einen Saisonstart nach Maß feiern konnte. Nach Niederlagen gegen Eisenach II sowie Sonneberg ging gegen Goldbach/Hochheim erneut ein Stern auf, als der Tabellenzweite unter großem Jubel zum Straucheln gebracht wurde. Er erweist sich nach seiner dritten Niederlage in Folge in Königsee immer mehr als der Lieblingsgegner der Rinnestädter. Doch diese Euphorie konnten die Thuringia-Mannen nicht mitnehmen. Es folgten Niederlagen und zum Teil arg peinliche Vorstellungen, die zum Tabellenende tendierten. Das veranlasste die Königseer Handball-Verantwortlichen Coach Thomas Hohmann von seinen Aufgaben zu entbinden. Mit Steffen Varchmin übernahm ein Mann die Verantwortung, dem alle Sympathien entgegengebracht wurden. Er kniete sich förmlich in seine Aufgabe, führte Gespräch über Gespräch, richtete die Mannschaft langsam wieder auf und ging selbst wieder als Turm in die Schlacht. Man sah seine Handschrift, doch Erfolge blieben zunächst weiter aus. Und als ausgerechnet mit den Apoldaern am Hinrundenende ein heißer Medaillenanwärter am Schiefer aufkreuzte, schlugen die Rinnestädter wieder zu. Auch zum Rückrundenstart blieben die Punkte am Schiefer, als Schlusslicht Könitz/Saalfeld seine Visitenkarte abgab. Dem folgten acht Niederlagen in Folge, bevor der zweite Neuling Behringen/Sonneborn geknackt und der Klassenerhalt geschafft wurde. Auf Grund des Königseer Trauerfalls wurde das letzte Heimspiel gegen Erfurt/Bad Langensalza verlegt, welches allerdings zum Wochentermin nicht antrat. Alle vier Zähler erspielten sich die Königseer gegen den nur einen Oberliga-Sommer tanzenden Kreisrivalen Könitz/Saalfeld. Je einen Sieg und eine Niederlage verbuchten die Varchmin-Schützlinge gegen Hermsdorf II, Goldbach/Hochheim, Ronneburg, Behringen/Sonneborn, Erfurt/Bad Langensalza sowie Apolda, während man gegen Eisenach II, Sonneberg, Ziegelheim, Gotha, Bad Blankenburg bzw. Gera mit leeren Händen dastand. Königsee landete sieben Heimerfolge und einen Auswärtssieg. In heimischen Gefilden waren die Thuringia-Akteure sechsmal die Unterlegenen und in fremden Gefilden zwölfmal. Mit 16:36 Punkten sowie 647:751 Toren werden die Rinnestädter 2007/2008 auf Rang elf geführt. Torschützenkönig in den Thuringia-Reihen wurde Radek Najman mit 166 Treffern, der auch bei allen 26 Begegnungen dabei war. Jenseits der 100 war nur noch Ralf Oldenburg, welcher 109 Mal traf.

Für die Königseer spielten in der 18. Oberliga-Saison Cadek (24 Spiele), Föhr (20) und Merten (1) im Tor. Vor den Keepern agierten Oldenburg (21/109), Knedlik (16/14), Friedrich (17/38), Dademasch (19/85), Förster (7/2), Götz (8/9), Göring (15/18), Lächa (5/1), Hüttner (21/83), Pojonie (10/26), Brähne (1/0), Najman (26/166), Varchmin (8/38), Schmeißer (19/58) und Riwe (1/0).

Nach neunjähriger Vereinszugehörigkeit gaben Jan Cadek und Radek Najman unter großem Beifall ihre Anschiedsvorstellung. Während der eine oft der Titan im Kasten war, war der andere stets in der Torschützenliste Thüringens vorn vertreten. Gespannt darf man sein, ob und wie sich das Gesicht der Königseer verändern wird. Verstärkungen sind ohne Frage existentiell vonnöten, da auch Friedrich auf Grund von Bänderrissen für die angehende 19. Oberliga-Saison vorläufig ausfällt.
OTZ Rudolstadt 19.08.08

SV Thuringia Königsee - TSV Knittlingen 24:22 (8:13)

Königseer kippen Spiel in den letzten Minuten

Handball, Testspiel: Gäste führen lange
Von Gerd Wagner
Nach Monaten der Handballruhe am Königseer Schiefer stellte sich die Thuringia-Sieben erstmals in der Saison 2008/2009 vor. Voll aus dem Athletiktraining kommend, wo es kaum Ballberührungen gab, so Coach Steffen Varchmin, sollte man noch keine Wunderdinge erwarten. Doch was die Gastgeber in den Anfangsminuten boten, sah zunächst nicht schlecht aus gegen die Gäste aus Baden-Württemberg, in dessen Reihen mit Tilo Schubert ein Ex-Königseer steht und die in der Rinnestadt ein Trainingslager absolvieren. Thuringia übernahm vom Anpfiff weg die Initiative, warf sich in Führung, welche die Gäste aus Knittlingen jedoch stets ausgleichen konnten (3:3, 5.). Dieses Bild änderte sich beim 4:3 (8.), dem auch das 5:3 (9.) der Gäste folgte. Die Gastgeber bekamen in diesen Minuten immer mehr Sand in ihr Getriebe, was die Akteure des TSV weiter nutzten und sich einen Drei-Tore-Vorsprung schufen. Trotz der Mühen und des Rackerns kam auch in den folgenden Minuten keine Resultatsverbesserung zustande (4:7, 14.). Die Rinnestädter wirkten überhastet und unsicher, was zu zahlreichen Fehlern führte. Da sich die Gäste dem zeitweise anschlossen, blieb das Ergebnis im Rahmen. Mit der Zeit kamen die Rinnestädter wieder etwas besser zum Zuge, was sie näherbrachte (6:8, 21.). Weiter auf Tuchfühlung ließen die Knittlinger die Mannen vom Schiefer nicht kommen, welche die Gunst der Fehlerquote zum Erhöhen nutzten (13:7, 28.). Auch mit Beginn des zweiten Durchgangs war auf Seiten der Königseer keine Besserung in Sicht. Weiterhin gab es viele Ungereimtheiten, Missverständnisse und ausgelassene klare Möglichkeiten, die die spielerisch homogener wirkenden Baden-Württemberger weiter nutzten (15:9, 36.). Ab und an blitzten jedoch gelungene Spielzüge bei den Gastgebern auf, welche die Thuringia-Sieben näherbrachte (12:16, 39.9. Dem folgte jedoch schnell wieder Leerlauf, den auch die Knittlinger nun immer häufiger bekamen. In dieser Phase wussten sich die Rinnestädter zu steigern und brachten sich erneut ins Gespräch (16:17, 46.). Thuringia besaß jetzt mehrfach die Möglichkeit gleichzuziehen, was nicht gelang. Davon profitierte erneut der TSV, welcher sich wieder absetzte (19:16, 52,). Doch die Königseer bäumten sich in dieser Schlussphase erneut auf, kamen zum Ausgleich und kippten in den letzten beiden Minuten die von vielen schon abgeschriebene Partie, wo man zunächst zum 22:21 (58.) kam und diese Führung nicht wieder aus den Händen gab.

Thuringia: Föhr - Lächa (1), Hüttner (3), Förster, Götz (1), Göring (2), Schmeißer (5), Oldenburg (7), Dademasch (5).
OTZ Rudolstadt 24.05.08

SV Thuringia Königsee - HSV Bad Blankenburg 32:34 (14:16)

Saisonabschluss und Generalprobe

Handball, Freundschaftsspiel
Von Gerd Wagner
Ein Dank gilt dem neuen Thüringer Handballmeister bzw. Ortsnachbar Bad Blankenburg, der sich zu diesem freundschaftlichen Vergleich zur Verfügung stellte und den Königseern einen würdigen Saisonabschluss ermöglichte. Doch bevor diese Partie durch das Ehepaar Jung (Gera), welche sich aus der Oberliga verabschiedeten, angepfiffen wurde, gab es noch Ehrungen. So wurde die zweite Mannschaft geehrt, die innerhalb von zwei Spieljahren die Meisterschaft der Verbandsklasse und Verbandsliga schafften. Des Weiteren wurden nach neun Thuringia-Jahren Jan Cadek sowie Radek Najman verabschiedet, die über diese Jahre das Spiel der Königseer mit prägten. Und zum guten Schluss gedachte man dem unlängst bei einem tragischen Unglück verstorbenen Mitspieler. Beim Spiel der beiden Ex-Kreisrivalen ging Thuringia zunächst in Führung, doch die Kurstädter antworteten sofort. Der HSV glich aus und übernahm die Führung (3:1, 3.). Die Gastgeber wirkten in den Anfangsminuten unkonzentriert, was die Gäste weiter nutzten (6:2, 6.). Der HSV hatte in diesen Minuten ein leichtes Spiel, so dass Coach Varchmin frühzeitig die grüne Karte zog. Auch in der Folgezeit hielt die Torflaute der Mannen vom Schiefer an, welche Najman beendete (3:7, 9.). Bad Blankenburg diktierte weiter das Geschehen und ließ nichts anbrennen. Mit Szotowski (Könitz/Saalfeld) brachten die Königseer ein neues Gesicht zwischen die Pfosten, der zur Probe spielte. Von da an ging es aufwärts auf Seiten des Oberliga-Urgesteins, allerdings verfehlten die Schwarzataler auch einige Male das Gehäuse (8:10, 16.). Nun hatte das Spiel seine Würze und wurde spannend. In dieser Phase war der Ausgleich in greifbarer Nähe, den die Königseer jedoch ausließen, so dass die Zwei-Tore-Differenz weiter Bestand hatte (10:12, 21.). In der Folgezeit zogen die Mannen vom Thüringenmeister wieder an, was sich sofort an der Anzeigetafel bemerkbar machte (15:10, 25.). Kurz vor der Pausensirene setzten sich die Varchmin-Schützlinge wieder besser in Szene, kamen wieder in Ausgleichnähe (14:15, 29.), doch der nächste Treffer kam erneut auf das Konto des HSV. Nach mehreren Anläufen auf beiden Seiten eröffnete Thuringia wie schon zu Beginn den Torreigen, verkürzte und wieder antworteten die Kurstädter (20:16, 35.). In diesen Minuten eine Schrecksekunde auf Seiten der Bad Blankenburger, als Keeper Recknagel unglücklich mit Göring zusammenprallte, doch zum Glück weiterspielen konnte. Königsee zerrte nun wieder mächtig an den Ketten, um nicht weiter in Rückstand zu geraten (18:20, 39.). Die Partie pegelte sich nun wieder auf eine Zwei-Tore-Differenz ein, was die Fanblöcke zur Hochstimmung trieb. Als sich allerdings wieder gravierende Ungenauigkeiten bei den Rinnestädtern einschlichen, bedankte sich der HSV (25:20, 44.). Doch die Thuringia-Mannen gaben nicht klein bei (23:25, 47.), ließen jedoch auch weiterhin gute Möglichkeiten ungenutzt. Knapp zehn Minuten vor dem Ende führte Bad Blankenburg weiter mit zwei Treffern, die einfach nicht verkürzt werden konnten (28:30, 55.). In den letzten Minuten übertrafen sich beide Vertretungen im Auslassen von Torchancen, so dass die Abwechslung bis zur Schlusssirene blieb.

Thuringia: Föhr, Cadek, Szotowski, Lächa (1), Hüttner (4), Pojonie, Najman (7), Göring (1), Schmeißer (1), Oldenburg (12), Dademasch (6), Varchmin, Förster.
OTZ Rudolstadt 19.05.08

HSV 90 Apolda - SV Königsee 29:22 (17:9)

Das Gesicht beim Dritten gewahrt

Handball, Oberliga: Spielertrainer Varchmin trifft für Thuringia am meisten
Von Gerd Wagner
Im ersten Spiel nach dem tragischen Unglück ihres jungen Mitspielers lief bei den Königseern längst nicht alles so zusammen, wie sie sich das gedacht hatte. Ohne ihren Langzeitverletzten Lars Friedrich mussten sie zu dieser Saisonhalali-Partie zudem auf Ralf Oldenburg und René Dademasch verzichten, so dass Gernot Brähne aus der zweiten Mannschaft eine Einsatzchance bekam. Die Ausfälle konnten die Rinnestädter nicht kompensieren und kamen schon in den Anfangsminuten mit mehreren Toren ins Hintertreffen. Ein sich anbahnendes Debakel wollten sie aber unbedingt abwenden. Apolda begann konzentriert, war zielstrebig und konsequent und untermauerte, wer Herr im Haus ist, um durch keinen Ausrutscher den Bronzerang in Gefahr zu bringen. Die Gastgeber kamen schnell zu einer 2:0-Führung (3.), bevor die Ostthüringer ihren ersten Treffer erzielen konnten (1:2, 3.). Bei den Gästen häuften sich in diesen Minuten bereits die Ungenauigkeiten, so dass sich die Glockenstädter weiter absetzen konnten (6:1, 9.). Königsee versuchte alles, um sein Spiel zu finden, was aber nicht so richtig gelingen wollte, so dass sich das Spiel auf eine Fünf-Tore-Differenz einpegelte (11:6, 20.). Als auf Seiten der Gäste weitere Treffer ausblieben, steuerte Apolda auf den Zehn-Tore-Unterschied zu (15:6, 23.), den Thuringia bis zum Pausentee noch abwenden konnten. Auch mit Beginn des zweiten Durchgangs änderte sich das Bild nicht. Königsee agierte weiter mit einer hohen Fehlerquote, welche Apolda nutzte und sich erstmals mit zehn Treffern absetzte (21:11, 37.). In der Folgezeit konnten die Rinnestädter den Vorsprung zwar wieder leicht abbauen, doch beim 25:15 (47.) hatte dieser erneut Bestand. Hoffnungen auf ein freundlicheres Resultat keimten, als Apolda nun einige Male leer ausging, dafür die Rinnestädter trafen (18:25, 50.). Mehr ließen die Gastgeber nicht zu, welche die Königseer auf Distanz halten konnten. Die letzten zehn Spielminuten verliefen in puncto Tore ausgeglichen, so dass es bis zur Schlusssirene bei der Sieben-Tore-Differenz blieb, was auch ein Verdienst von Spielertrainer Steffen Varchmin war, der in der Abwehr seinen Mann stand und im Vorwärtsgang acht Mal traf. Königsee tut diese Niederlage nicht weh. Die Mannen vom Schiefer hatten bereits ihr Saisonziel Klassenerhalt erreicht. Nun werden die Karten neu gemischt in der Vorbereitung des 19. Spieljahres, in dem auch zum 19. Mal neben Ronneburg wieder der Name Thuringia Königsee vertreten sein wird.

Thuringia: Föhr, Cadek; Lächa (1), Hüttner (5), Pojonie (1), Najman (5), Göring (1), Schmeißer (1), Brähne, Varchmin (8).
OTZ Rudolstadt 29.04.08

Post SV Gera - Thur. Königsee 41:34 (16:17)

Königseer unterliegen in der zweiten Halbzeit

Handball, Oberliga: Spiel wieder zu lang
Von Gerd Wagner
Am ungeliebten Sonntag weilte Thuringia in der Geraer Panndorf-Halle. Doch die Rinnestädter sahen lange gut aus, bis das alte Problem der verflixten zehn Minuten begann. Thuringia begann konzentriert, nutzte seine Angriffe optimal, was sie nach dem jeweiligen Geraer Ausgleich stets in Vorderhand brachte (3:2, 5.). Mehr ließ das Post-Team zunächst nicht zu. Auch in den weiteren Minuten das gleiche Spiel. Königsee legte vor und zwang Post zur Aufholjagd (6:5, 9.). Nach einem verworfenen Gastgeber-Siebenmeter hatten die Gäste die Möglichkeit, sich eine Zwei-Tore-Führung zu schaffen, welche vergeben wurde. So blieb es auch in der Folgezeit eng. Nach knapp einer Viertelstunde konnten die Gastgeber erstmals das Blatt durch einen der zahlreichen Strafwürfe wenden (8:7, 13.), dem gleich der nächste folgte, welcher die Geraer vorn ließ. Als Thuringia allerdings vorn zweimal in Folge leer ausging, konnten die Gastgeber weiter erhöhen (10:8, 16.). Königsee kämpfte aufopferungsvoll weiter, um in Reichweite zu bleiben, was bis dato gelang (10:11, 22.). Und als sich Oldenburg in der Abwehr das Leder angelte, zum Tempogegenstoß ansetzte, war der Ausgleich wieder da (12:12). Im Anschluss legte Dademasch nach, der seine Farben erneut in Front brachte (13:12, 25.). Königsee war es in diesen Minuten vergönnt zu erhöhen (15:13, 27.). Die Freude währte allerdings nicht lange, da waren die Hausherren wieder auf gleicher Höhe (15:15, 28.). Kurz vor der Pausensirene eine erneute Zwei-Tore-Führung der Gäste (17:15, 29.), welche sie jedoch nicht halten konnten. Thuringia wollte sich auch weiterhin gut verkaufen, musste allerdings mit Beginn des zweiten Durchgangs den Einstand hinnehmen. Doch die Königseer blieben im Bilde und knapp vorn (19:18, 33.), nachdem Gera die Möglichkeit zur Führung ausließ. Ein Überzahlspiel nutzten nun die Rinnestädter, welche sich ein weiteres Mal leicht absetzen konnten (21:19, 35.). Die Gastgeber zerrten nun mächtig an den Ketten, was ihnen den erneuten Ausgleich brachte. Thuringia wirkte nun unkonzentriert, verlor und vergab viele Bälle, was den Führungswechsel brachte (24:23, 40.). Nun wurden die Königseer in die Verfolgerrolle gedrängt, welche weiter im Vorwärtsgang patzten (24:26, 42.). In diesen Minuten schien die Spielentscheidung heranzureifen, da die Gäste weiter Vollstreckerqualitäten vermissen ließen (24:30, 45.). Thuringia versuchte sich aufzubäumen. Post hatte sich aber eingestellt, sah eine Leistungssteigerung seines Keepers und vorn arbeitete weiter die Torefabrik, welche zur Zehn-Tore-Differenz tendierte (33:25, 50.). In diesen Minuten waren die Rinnestädter um Ergebniskosmetik bemüht, was ebenfalls nicht gelang (26:36, 56.). Da war die Partie endgültig entschieden.

Thuringia: Cadek, Föhr. Göring (1), Knedlik, Dademasch (6), Hüttner (2), Pojonie (4), Schmeißer (7), Oldenburg (9), Varchmin (2), Najman (3)
OTZ Rudolstadt 21.04.08

Thuringia Königsee - Behringen/Sonn. 31:27 (20:13)

Königsee problemlos zum Erfolg gegen den Neuling

Handball, Oberliga: Herrliche Thuringia-Tore
Von Gerd Wagner
Thuringia hatte sich viel vorgenommen in der Partie gegen den Aufsteiger. So wollte man nahtlos an die guten Auftritte gegen die Großen anknüpfen, sich gleichzeitig für die Hinrundenniederlage revanchieren und sich vom punktgleichen Gegner absetzen. Dies gelang durchaus. Von Anpfiff weg erhielten die Mannen die vollste Unterstützung, welche mit ihrem ersten Angriff sofort die Führung übernahmen. Die Gastgeber begannen konzentriert. Königsee ließ hinten kaum etwas zu und war vorn erfolgreich (5:2, 6.). Doch die Gäste suchten ihr Spiel, welches sie langsam fanden und den Abstand konstant hielten (4:7, 9.). Thuringia agierte weiter druckvoll und unterstrich wer Herr im Haus ist (10:5, 13.). Dieser Spielstand war Wasser auf die Mühle bei den Fans, zumal die Königseer weiter davon ziehen konnten und sich eine sehr frühe Zehn-Tore-Differenz anzubahnen schien (12:5, 15.). Behringen/Sonneborn versuchte sich zu wehren, dem die Rinnestädter nun entgegenkamen (7:13, 18.). Königsee hatte trotzdem die Partie im Griff und glänzte mit herrlichen Treffern (16:8, 21.). In diesen Minuten näherten sich die Thuringia-Akteure ein zweites Mal dem Zehn-Tore-Abstand, der nur noch eine Frage der Zeit schien (17:9, 23.). Die Gäste stemmten sich auch dieses Mal erfolgreich dagegen (18:12, 28.). In der Schlussphase der ersten 30 Spielminuten erspielten die Gastgeber eine Sieben-Tore-Pausenführung. Leerlauf zunächst auf beiden Seiten zu Beginn des zweiten Durchgangs. Dies beendete der Aufsteiger. Thuringia fand in diesen Minuten in der Gästeabwehr keine Lücke, welche man nach sechsminütiger Erfolglosigkeit wieder fand und nachlegte (22:15, 37.). Königsee bestimmte nun wieder die Szenerie und setzte sich weiter ab (24:16, 40.). 20 Minuten vor dem Ende zweifelte kaum noch jemand am Doppelpunktgewinn, zumal der Gast zeitweise überfordert schien. Die Gastgeber nahmen ein weiteres Mal Anlauf zur Zehn-Tore-Differenz, die nun ganz greifbar nah war (29:20, 49.). Doch diese wollte einfach nicht gelingen (22:29, 50.). Der Gast stemmte sich weiter gegen den klaren Rückstand und begann das Resultat freundlicher zu gestalten (24:30, 56.). Vier Minuten vor dem Ende taten die Königseer im Gefühl des Sieges nur noch das nötigste.

Thuringia: Cadek, Föhr - Göring (1), Knedlik, Dademasch (6), Hüttner (7), Pojonie (1), Najman (9), Schmeißer (3), St. Varchmin (4).
OTZ Rudolstadt 07.04.08

SV Thuringia Königsee - HSV Blankenburg 25:30 (9:13)

Spannungsgeladenes Derby

Handball, Oberliga: HSV Bad Blankenburg lebt von und gewinnt dank Königseer Fehlern
Von Gerd Wagner
Thuringia ging optimistisch in dieses ewig reizvolle Kreisderby, in dem sich die ehemalige Fahrstuhl-Sieben in den letzten beiden Jahren zum Dauerfavoriten gemacht hat. Obwohl man die Sache David gegen Goliath realistisch einschätzt, wollte man den klaren Tabellenführer und designierten Meister sowie Aufsteiger solange wie möglich fordern, was durchaus den Mannen vom Schiefer gelang. Unter dem Trommelwirbel der beiden Lager starteten die Gastgeber den ersten Angriff, den sie in den Sand setzten. Der Gegenzug des HSV war dagegen durch Ardan erfolgreich. Thuringia offenbarte im Vorwärtsgang große Schwächen. Doch auch die Kurstädter zeigten in diesen Minuten Ladehemmungen, lagen aber trotzdem vorn (2:0, 5.). Mit der Zeit wurde es brenzlig für das Oberliga-Urgestein, das weiter nichts Zählbares auf die Habenseite bekam (0:4, 8.). Dieses Dilemma beendete Dademasch nach seinem achten Versuch (1:4, 10.). Fünf Tore in zehn Spielminuten sprechen Bände. In der Folgezeit wurde das Match toremäßig ausgeglichener, da sich die Gastgeber langsam besser in Szene setzen konnten (3:5, 12.). Doch nach wie vor blieb die Ausbeute bei den Thuringia-Akteuren unbefriedigend, welche bei mehr Treffsicherheit leicht vorn gelegen hätten (5:6, 16.). So kam die Schreiber/Jahn-Sieben jeweils wieder zu einer Zwei-Tore-Differenz. Königsee hielt auch weiterhin dem Angriffsdruck Stand, obwohl dieser sich nun erhöhte (8:5, 19.). Die Gastgeber taten sich angriffsmäßig weiter schwer, was Bad Blankenburg langsam zu nutzen begann. In dieser Spielphase schien Thuringia erstmals von der Rolle zu kommen, was der HSV erkannte (10:5, 21.). Das Kreisderby schien kurz vor der Pausensirene zu einer klaren Sache des Favoriten zu werden (9:13, 29.). Wie zum Spielbeginn setzte Ardan auch das erste Achtungszeichen mit dem Start in den zweiten Durchgang, in dem die Königseer zunächst erneut ohne Torerfolg blieben, jedoch der HSV weiter traf (15:9, 32.). Die Gastgeber rackerten, doch es wollte nicht ihr Tag werden (11:16, 34.). Jedoch kamen sie weiter ins Hintertreffen (14:17, 36.), was man durch schnelle Pojonie-Konterzüge bewerkstelligte. Näher ließen die Kurstädter Thuringia nicht kommen. Ein krasser Tabellenunterschied war jedoch kaum zu erkennen. Als allerdings die Rinnestädter erneut patzten, waren es schnell wieder fünf Tore Distanz (15:20, 40.). Königsee bäumte sich erneut auf durch Spielertrainer St. Varchmin, der vom Siebenmeterpunkt Jahn und Recknagel keine Chance ließ (17:20, 42.). Auch dieses Mal hielt der Aufwind nicht an, und Bad Blankenburg war wieder bei seinen fünf Toren plus, aus denen nun sechs wurden (23:17, 46.). Die Rinnestädter gaben auch weiterhin nicht klein bei. Ein weiteres Mal brachten sich die Königseer ins Gespräch, waren erneut dran (21:24, 49.). Sie kassierten dann einen Siebenmeter und mussten zwei Minuten auf Najman verzichten. Das alles in einem richtigen und wichtigen Moment für den HSV, der diesen Bonus nutzte (21:26, 51.). Die Mannen vom Schiefer verkauften sich auch weiterhin nicht schlecht und boten Paroli (23:27, 54.). Drei Minuten vor dem Ende hatten die Varchmin, Najman, Oldenburg & Co. die große Möglichkeit gleichzuziehen, die Göring zwei Mal versiebte. Überhastet vergaben die Königseer in den letzten beiden Minuten weitere Bälle, was nun der Tabellenführer gnadenlos zum Erfolg nutzte.

SV Thuringia Königsee: Cadek, Föhr, Göring (1), Knedlik, Dademasch (3), Hüttner, Pojonie (4), Oldenburg (4), Najman (4), Schmeißer (5), Lächa, St. Varchmin

OTZ Rudolstadt 31.03.08

SV Thuringia Königsee - HSV Ronneburg 24:23 (11:11)

Thuringias Kämpferherz

Handball, Oberliga: Königsee gewinnt nach Herzschlagfinale gegen Ronneburg
Von Gerd Wagner
Im Duell der Dienstältesten des Thüringer-Handball-Oberhauses waren die Gäste der Favorit, welche sich auf dem zweiten Tabellenplatz befinden, während die Königseer in Sichtweite des Abstiegsgespenstes sind. Doch das sollte nicht ausschlaggebend sein, da die Rinnestädter schon so oft manchem Krösus ein Bein stellen konnten. Und das sollte auch dieses Mal so sein. Doch der Weg bis dahin war schwer. Thuringia begann die Partie etwas unkonzentriert, vergab seine ersten Anläufe, welche Ronneburg konsequent nutzte und in Führung ging (2:0, 3.). Von diesem Spielstand an platzte auch der Knoten bei den Gastgebern durch Spielertrainer St. Varchmin, welcher durch Bruder Peter von der Bank aus unterstützt wurde. Die Königseer taten sich schwer und liefen der Führung des Tabellenzweiten weiter hinterher (4:3, 8.). Auch in der Folgezeit bekam die Abwehrreihe der Rinnestädter die Angriffswucht der Ronneburger nicht in den Griff (7:5, 15.). Doch die Mannen vom Schiefer konnten mit diesem Rückstand leben, zumal man sich sichtbar festigen konnte und den Ausgleich in der Hand hatte. Thuringia blieb auch weiterhin dran und bekam den Favorit in die Hand, so dass der erstmalige Einstand fiel (8:8, 20.). Doch das Erfolgserlebnis setzte sich nicht fort, da die Gäste sich absetzten (10:8, 23.). Die Königseer warfen auch weiterhin ihr Kämpferherz in die Waagschale und kamen zum zweiten Mal zum Ausgleich (11:11, 28.), der auch mit der Pausensirene bestand hatte. Wie die Rinnestädter den ersten Durchgang beenden konnten, so startete man den Zweiten. Mit einem Tor und der erstmaligen Führung dieses Spiels (12:11, 31.). Auf den Rängen witterte man jetzt Morgenluft. Beide Vertretungen suchten den offenen Schlagabtausch, bei dem die Königseer weiter gut aussahen (14:13, 35.). Ronneburg blieb dran, was den erneuten Führungswechsel (14:15, 38.) bedeutete, den die Varchmin-Schützlinge sofort beantworten konnte (16:15, 40.). Die Partie war jetzt an Spannung nicht mehr zu überbieten. Und als der junge Föhr im Thuringia-Kasten seinen zweiten Siebenmeter entschärfe kam Thuringia im Gegenzug zur Zwei-Tore-Differenz (18:16, 43.). In diesen Minuten wurde die Halle zum Hexenkessel, der Favorit zeigte Nerven und die Rinnestädter hatten die Möglichkeit mit drei Toren davonzuziehen, was man ausließ. Ronneburg fand wieder zu seiner Treffsicherheit, doch die hatten die Gastgeber auch (21:19, 48.). Thuringia haderte mit der Vorteilsauslegung und der Gast traf (21:21, 53.). Die niveauvolle Partie kam in die entscheidende Phase, wo jeder Fehler seine Konsequenzen bekommen konnte. Vier Minuten vor Schluss war Königsee weiter vorn. Ronneburg begann zu patzen. Thuringia macht mit, führt allerdings 24:23 und bringt den Vorsprung in dem Herzschlagfinale über die Zeit.

Thuringia: Cadek, Föhr - Göring, Knedlik, Dademasch (2), Hüttner, Pojonie (2), Oldenburg (2), Najman (8), Schmeißer (1), Lächa, St. Varchmin (9).

OTZ Rudolstadt 18.03.08

Ernestiner SV Gotha - SV Thuringia Königsee 29:28 (16:10)

Unbelohnte Aufholjagd

Handball, Oberliga: Königsee von Zehn-Tore-Rückstand unbeeindruckt
Von Gerd Wagner
Die Königseer hatten registriert, dass Neuling und Abstiegskandidat Behringen/Sonneborn ganz überraschend der Griff zum Strohhalm gelang und Apolda das Punktepaar abgeknöpft hat. So war man förmlich gezwungen, am ungeliebten Sonntag in Gotha zu punkten, um die Distanz zum Tabellenvorletzten zu wahren.
Thuringia, ohne Friedrich, Hüttner und Dademasch, dafür mit Coach St. Varchmin, versuchte vom Anpfiff weg Ruhe in seine Reihen zu bringen, um dem Angriffswirbel der Gastgeber standzuhalten. Das sah zunächst nicht schlecht aus (2:2, 5.), da die Gastgeber sich bis dato ebenfalls Schnitzer leisteten, jedoch weiter vorn blieben (5:4, 8.). Den Rinnestädtern fehlte es dagegen an der nötigen Konzentration, sie ließen angriffsmäßig einige Wünsche offen, welche die Ernestiner jetzt besser zu nutzen wussten (7:4., 10.). Die Varchmin & Co steckten das mit Bravour weg und meldeten sich schnell zurück (7:7, 12.). Thuringia war drauf und dran ,das Blatt erstmals zu wenden, was nicht gelang (7:8, 14.). Der Gast ließ auch in den weiteren Minuten nichts ungenutzt, jedoch haperte es am erfolgreichen Abschluss, so dass die Hausherren sich erneut absetzen konnten, zumal Najman einen Strafwurf ungenutzt ließ (7:11, 19.). Gotha wirkte in dieser Spielphase bissiger, was auch zu den entsprechenden Treffern führte. Auch dieses Mal ließen die Rinnestädter nichts Vorentscheidendes zu und kamen langsam wieder in Reichweite (9:11, 23.), doch Unterzahlspiel und schwache Abschlüsse warfen die Varchmin-Schützlinge ein weiteres Mal zurück (10:15, 29.).
Der Halbzeitstand bzw. die letzten Minuten des ersten Durchgangs ließen die Hoffnungen schwinden, wo so gut wie nichts Zählbares mehr auf die Habenseite kam. Nun bedurfte es einer Energieleistung, um nicht total aussichtslos ins Hintertreffen zu geraden. Und es sah auch weiterhin nicht gut aus für die Königseer, denen im Vorwärtsgang nichts mehr gelingen wollte und die die Zehn-Tore-Differenz vor Augen hatten (10:18, 32.). Thuringia warf nun auf Gothas Keeper, der sich bei unplatzierten Würfen nicht erschrecken ließ. Königsee war meilenweit weg von den zuletzt gebotenen Leistungen, versuchte es mit der Brechstange, was den Gastgebern gelegen kam (13:21, 39.). Der Zehn-Tore-Unterschied kam, da es die Thuringia-Akteure auch weiterhin nicht verstanden, ihre enorme Harmlosigkeit abzubauen (13:23, 40.). Von da an hieß die Devise "Schadensbegrenzung" bzw. Gesicht bewahren (15:23, 43.). Dies schien zu klappen, da Gotha nun einige Reservisten ins Rennen schickte bzw. Cadek einiges entschärfte (21:27, 51.). Was in diesen Minuten keiner mehr glaubte: Die Ostthüringer witterten nach einer Aus-Zeit Morgenluft, da bei den Gothaern die Nerven zu flattern begannen (24:28, 56.). Die Gastgeber zeigten Wirkung von der Königseer Aufholjagd und wurden hektisch (26:28, 58.). Die letzten Minuten wurden ein offener Schlagabtausch (28:29, 59.). Nachdem Gotha in der letzten Minute seinen Angriff in den Sand gesetzt hatte, setzten die Gäste zum letzten Anlauf an. Varchmin musste in den verbleibenden zehn Sekunden den Versuch starten, zum Erfolg zu kommen, was nicht gelang. So kam Gotha nach klarer Führung noch zum schmeichelhaften Sieg, während Thuringia wie schon in den letzten Wochen das Glück nicht hold war.

Thuringia: Cadek, Föhr, Knedlik, Göring (2), Najman (9), Oldenburg (6), Schmeißer (4), Lächa, Varchmin (5), Pojonie (2)

OTZ Rudolstadt 10.03.08

SV Thuringia Königsee - LSV 49 Ziegelheim 32:33 (15:18)

Knappe Niederlage

Handball, Oberliga: Königsee vor Überraschung
Von Gerd Wagner
Die Königseer, welche auf Friedrich, Hüttner und Pojonie verzichten mussten, hatten die volle Kapelle des amtierenden Thüringer Landesmeisters gegen sich. Doch die Rinnestädter, mit Coach St. Varchmin im Aufgebot, wollten an die gute Leistung von Goldbach/Hochheim anknüpfen und wie schon so oft die favorisierten Gäste stolpern lassen, was durchaus im Bereich des Möglichen war. Ziegelheim versuchte, mit schnellem Spiel Lücken in die Thuringia-Abwehr zu reißen. Dies gelang zunächst nicht, obwohl der LSV schnell in Führung ging (3:1, 4.). Doch die Königseer kamen und glichen aus (3:3, 6.). Auch in den weiteren Minuten blieben die Rinnestädter auf ihrer Linie stehen, so dass Ziegelheim weiter vorlegen konnte. Nach einem gehaltenen Strafwurf von Thuringia-Keeper Cadek hatten die Varchmin-Schützlinge mehrfach die Wende in der Hand. Dafür fingen sich die Gäste (8:5, 15.). Thuringia sah in diesen Minuten nicht gut aus. Doch eines merkte man auch, dass ein besser Platzierter einen gewissen Bonus bei den Unparteiischen genießt, der weiter führte (12:9, 20.). Die Gastgeber, unaufhörlich angetrieben von ihren Fans, ließen nicht locker und verkürzten (11:12, 23.). Doch weitere undurchschaubare Entscheidungen brachten Zuschauer und Spieler in Rage, die sich um den Ausgleich bemühten und plötzlich wieder mit drei Treffern hinten lagen (14:17, 28.). Mit den drei Toren im Hintertreffen war noch längst nicht aller Tage Abend und man hoffte auf eine korrektere Regelauslegung von Lugauer/Schuster aus Erfurt. Die Gastgeber stemmten sich mit Leidenschaft gegen den Rückstand (17:19, 33.). Thuringia mühte sich weiter redlich, doch näher kam man nicht. Im Gegenteil (18:22, 37.), allerdings musste man sich dies nun selbst zuschreiben. Ziegelheim bestimmte nun die Szenerie (18:24, 39.). Unentwegt angefeuert von der Trommler-Garde versuchten die Königseer das schier Unmögliche (21:24, 41.). Bei dieser Aufholjagd brachten sich erneut die Schiedsrichter ins Gespräch. Die Mannen vom Schiefer nahmen das hin und versuchten ihr Möglichstes (23:26, 45.). Königsee kämpfte (25:28, 48.). Die Hoffnung keimte weiter und ließ die Halle brodeln (27:28, 50.). Thuringia war dran, erzielte den Ausgleich (29:29, 52.) und den umjubelten Führungstreffer (30:29, 53.). Doch die Gäste antworteten (31:30, 55.). In diesen Minuten wurde die Partie zum offenen Schlagabtausch. Thuringia hatte nun auch noch Pech und war mit dem Torgebälk im Bund, was Ziegelheim nutzte (32:30, 58.). Die Rinnestädter hämmern sich auf 32:33 heran, doch Ziegelheim blieb im Ballbesitz und rettete den Doppelpunktgewinn, aber auch mit der Unterstützung der Unparteiischen.

Thuringia: Cadek, Föhr, Knedlik, Göring (2), Dademasch (7), Najman (7), Schmeißer (3), Oldenburg (7), Lächa, St. Varchmin (6)

OTZ Rudolstadt 25.02.08

SV Goldbach/Hochheim - SV Thuringia Königsee 31:29 (16:14)

Königseer in Goldbach vor einer Überraschung

Handball, Oberliga: Gute Vorstellung
Von Gerd Wagner
Thuringia hatte sich auf einen heißen Tanz eingestellt, denn der Frust saß noch tief beim Gastgeber, welcher bekanntlich die Hinrundenpartie in der Rinnestadt verlor und letzte Woche überraschend in Hermsdorf ebenfalls Federn lassen musste gegen einen vermeintlich Kleinen des Thüringer-Handball-Oberhauses. So ging es für die Gäste nur darum, ein Debakel zu vermeiden und sich achtbar aus der Affäre zu ziehen. Und wie das die Varchmin-Schützlinge taten, sorgte für Erstaunen. Sie präsentierten sich gleichwertig und ließen den Tabellenunterschied vergessen. Thuringia versuchte über die Konzentration in sein Spiel zu kommen, was nicht schlecht aussah. Doch beim Abschluss haperte es, so dass zunächst drei Anläufe nichts brachten. In dieser Zeit versenkten die Gastgeber bereits zweimal, welche in ihren Aktionen ebenfalls nicht sicher wirkten. Königsee löste das Dilemma, drehte den Spieß und war urplötzlich vorn (3:2, 5.). In diesen Minuten hatten die Thuringia-Akteure die Möglichkeit sich etwas abzusetzen, was nicht gelang. Goldbach/Hochheim konnte sofort das Blatt wenden und zwang die Ostthüringer zur erneuten Aufholjagd, die mit dem jeweiligen Ausgleich gelang (5:5, 10.). Diese Konstellation änderte sich auch in den weiteren Minuten nicht, in denen die Chance bestand, sich wieder in Vorderhand zu bringen, was die Varchmin-Schützlinge erst ausließen, jedoch Najman gelang (8:7, 15.). Die Freude währte allerdings nicht lange, da waren die Blau-Weißen wieder vorn (10:9, 19.). Was die Gäste zu diesem Zeitpunkt boten, beeindruckte schon, zumal Hüttner seine Farben ein weiteres Mal in Front warf (11:10, 23.). Die Partie blieb auch weiterhin sehr abwechslungsreich, in der die Königseer vorn blieben (13:12, 25.), allerdings vergaßen, sich abzusetzen. Kurz vor der Pausensirene ließ Thuringia weitere Angriffe ungenutzt, was die Gastgeber nutzten und das Spiel erneut drehten (16:14, 27.).
Mit dem Wiederanpfiff zum zweiten Durchgang fehlte bei den Königseer verletzungsbedingt Hüttner, jedoch eröffnete Pojonie den Torreigen. Beide Mannschaften fanden langsam wieder zu ihrem Spiel und hielten es weiter spannend. Königsee stemmte sich auch weiterhin gegen den Angriffsdruck des Tabellenzweiten, hielt dagegen und hatte die Ausgleichschance, welcher versagt blieb (18:19, 38.). Die Gäste liefen weiter einem Zwei-Tore-Rückstand hinterher und mussten nun auf der Hut sein. Just in diesem Moment ging es auch für Pojonie verletzungsbedingt nicht mehr weiter. Die Rinnestädter wirkten nun verunsichert im Vorwärtsgang, was die Gastgeber nutzten (22:19, 45.). In diesen Minuten schien sich die Spielentscheidung anzubahnen, doch die Königseer wehrten sich (22:24, 48.), bekamen allerdings Goldbach/Hochheims Spielertrainer Rothämel nicht in Griff, der nach Belieben erhöhte (26:22, 51.). Die Rinnestädter warfen ihr Kämpferherz in die Waagschale und verkürzten durch Schmeißer (25:26, 53.). Das beeindruckte die Blau-Weißen nicht, welche sich erneut absetzten (29:25, 55.). Thuringia gab auch weiterhin nicht auf, wehrte sich, wahrte sein Gesicht und hatte bei entsprechender Cleverness durchaus die Möglichkeit, für einen Paukenschlag zu sorgen (28:30, 58.)

Thuringia: Cadek, Föhr - Knedlik (1), Lächa, Dademasch (5), Pojonie (2), Hüttner (4), Schmeißer (7), Oldenburg (4), Najman (6).

OTZ Rudolstadt 18.02.08

SV Thuringia Königsee - Sonneberger HV 31:38 (14:18)

Vom Vorgenommenen nichts umgesetzt

Handball, Oberliga: Kein Niveau bei Thuringia
Von Gerd Wagner
Thuringia hatte sich einiges vorgenommen, wollte die zuletzt steigende Heimkurve weiter ausbauen. Das wäre auch nötig gewesen, damit man dem nahen Abstiegsgespenst den Rücken zeigen kann. Gegen die Südthüringer begannen die Gastgeber die Partie zunächst zielstrebig, eröffneten den Torreigen und blieben stets knapp vorn (5:4, 6.). Sonneberg blieb auf der Höhe des Geschehens. Doch dank des zu diesem Zeitpunkt gut aufgelegten Föhr im Kasten gelang ein kleiner Vorsprung, der ausbaufähig war (6:4, 9.). Als jedoch die Gastgeber einige Angriffszüge ungenutzt ließen schlugen die Südthüringer zu, kamen zum Ausgleich und zur Führung (8:7, 13.). Thuringia war zur Aufholjagd gezwungen und wirkte unkonzentriert, so dass die spritziger wirkenden Sonneberger zu leichten Toren kamen und sich absetzten (12:8, 19.). Königsee hatte in diesen Minuten seinen Faden verloren. Ein gefundenes Fressen für den Gast, der mittlerweile deutlich führte (14:8, 23.). Die Mannen vom Schiefer mühten sich, doch es lief nichts. Lange hatte man sich auch mit dem Auftreten der Herren in Schwarz abgefunden, bis der Kraken kurz platzte, welche irgendwie nicht so richtig unparteiisch auftraten, was Sonneberg vom spielerischen Potenzial her nicht nötig hatte, um unterstützt zu werden. In diesen letzten Minuten des ersten Durchgangs bäumten sich die Gastgeber auf und gestalteten das Resultat hoffnungsvoller. Ein Vier-Tore-Rückstand wäre im Normalfall für einen Gastgeber abbaubar, noch dazu mit den Fans im Rücken. Dieses Unternehmen versuchte Thuringia zu starten, was fehlschlug. Es wollte auch weiterhin nichts laufen und jeder kleine Hoffnungsschimmer wurde im Gegenzug im Keime erstickt (20:24, 37.). Die Schiris aus Meiningen blieben ihrer Linie treu, pfiffen auf der einen Seite großzügig und auf der anderen kleinlich. Doch die Königseer kämpften und kamen näher (23:26, 43.), jedoch blieben abwehrmäßig, einschließlich Torwartleistungen, einige Wünsche offen. Sonneberg kontrollierte das Spiel (31:25, 49.). Thuringia resignierte, was die Südthüringer erkannten und auf die Zehn-Tore-Differenz marschierten (34:26, 52.). Gegen diese wehrten sich die Königseer, was gelang (29:34, 55.). Fünf Minuten vor Ultimo war längst die Messe gelesen.

Thuringia: Föhr, Cadek, Oldenburg (7), Göring, Knedlik (1), Dademasch (1), Hüttner (7), Pojonie (5), Friedrich (3), Schmeißer (3), Najman (4)

OTZ Rudolstadt 05.02.08

ThSV Eisenach II - SV Thuringia Königsee 32:22 (15:9)

Nach vierzig Minuten geht Königsee die Luft aus

Handball, Oberliga: Deutliche Niederlage
Von Gerd Wagner
Es war der erwartet schwere Gang für die Königseer am unliebsamen Sonntagnachmittag in der Wartburgstadt. Doch die Thuringia-Akteure zogen sich lange achtbar aus der Affäre, hielten das Match 40 Spielminuten lang offen, bevor die Wende zu Gunsten der Gastgeber kam, welche sich dann noch deutlich absetzen konnten. Die Gäste aus der Rinnestadt begannen die Partie konzentriert, eröffneten den Torreigen und schufen sich schnell eine Zwei-Tore-Differenz (3:1, 7.). Eisenach fand in den folgenden Minuten immer besser in sein schnelles Spiel, was den Ausgleich (3:3) bzw. den Führungswechsel brachte (4:3, 11.). Auch die folgen Spielminuten gehörten der Zweit-Bundesliga-Reserve, welche weiter in der Vorderhand blieb (7:4, 14.). Thuringia steckte das weg, kam in sein Spiel zurück und baute den Rückstand wieder ab (7:7, 17.). Bis zum Pausenpfiff ließen die Varchmin-Schützlinge dann erneut zahlreich Angriffszüge ungenutzt, so dass der ThSV II noch zu einer sicheren Pausenführung kam. Mit Beginn des zweiten Durchgangs bäumten sich die Ostthüringer wieder auf, starteten eine Aufholjagd, welche ihnen das 12:15 (33.) brachte. Hoffnungen keimten weiter, das Match noch zu drehen, da der Abstand in der Folgezeit konstant blieb (14:17, 38.). Gut zwanzig Spielminuten vor dem Ende gaben die Königseer nun ihre bis dato gute Ausgangsposition preis. Fünf Minuten lang kam jetzt bei den Gästen nichts mehr auf die Habenseite, was die Wartburgstädter nun auf die sichere Siegerstraße brachte (22:14, 43.). Die Partie hatte sich auf eine Sechs-Tore-Differenz eingepegelt, die von den Rinnestädtern nicht mehr unterboten werden konnte (16:22, 45. - 20:26, 51.). Eisenach II zog auch in der Schlussphase sein schnelles Spiel durch, dem die Mannen vom Schiefer kaum noch etwas entgegenzusetzen hatten, so dass sich in den letzten Minuten die Differenz noch auf zehn Treffer erhöhte.

Thuringia: Föhr, Merten, Knedlik, Hüttner (7), Dademasch (2), Friedrich (1), Pojonie (2), Schmeißer (2), Oldenburg (5), Najman (2)

OTZ Rudolstadt 28.01.08

SV Hermsdorf II - Thuringia Königsee 22:20 (9:9)

Punkte verschenkt

Handball, Oberliga: Königseer können Vier-Tore-Vorsprung nicht über die Zeit retten
Von Gerd Wagner
Nach den letzten beiden Doppelpunktgewinnen in Folge sind die Königseer auch mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen gen Holzland gereist, wo man die Serie nicht unbedingt abreißen lassen sollte. Mit einem Punktgewinn wollten die Rinnestädter sich weiter von den Abstiegskandidaten distanzieren. Doch der Tabellenvorletzte brannte auf die Revanche der knappen Hinrundenniederlage, welche ihnen in den letzten Minuten auch glückte, so dass die Thuringia-Sieben nach ihrer Führung bis in die Schlussminuten wieder mit leeren Händen da stand.
Die Mannen vom Schiefer begannen dieses Ostthüringen-Derby konzentriert, eröffneten den Torreigen und blieben bis zum 4:3 (15.) knapp vorn. In der bis zu diesem Zeitpunkt ausgesprochen torarmen Partie drehte die Regionalliga-Reserve beim 5:4 (18.) erstmals das Blatt und verurteilte die Varchmin-Schützlinge zur Aufholjagd. Diese taten das mit Bravour, glichen stets wieder aus und kamen kurz vor der Pausensirene erneut in Vorderhand (9:8, 28.). Fast mit dem Halbzeitpfiff dann doch noch der Einstand der Hermsdorfer. Bereits in diesen Minuten des ersten Durchgangs war zu erkennen, dass Leistungsträger wie Hüttner, Dademasch, Najman oder Oldenburg nicht gerade ihren besten Tag erwischt hatten, da sie sich zahlreiche Fehlwürfe und Zeitstrafen leisteten.Ganz nach dem Wunsch der Verantwortlichen auf der Thuringia-Bank begann der zweite Spielabschnitt. Die Königseer schienen ihre Nervosität abgelegt zu haben, bestimmten plötzlich eindeutig das Geschehen und setzten sich ab (13:9, 37.). Auch in den weiteren Minuten ließen die Rinnestädter nichts anbrennen, so dass die Gastgeber lediglich zur Ergebniskosmetik kamen (11:15, 40. - 12:16, 44.). Eine Viertelstunde vor dem Ende häuften sich die Königseer Fehler, Zeitstrafen taten ihr übriges, was der SVH II zu nutzen wusste und sich langsam wieder ins Gespräch brachte (15:17, 50.). In den folgenden Minuten kamen die Königseer nun zu nichts Zählbaren mehr. Das Team aus der Seelenbinder-Sporthalle witterte Morgenluft, kam zum Ausgleich (17:17, 52.) und zum zweiten Mal in Vorderhand in diesem Match und konnte sich in dieser entscheidenden Phase absetzen (20:17, 55.). Thuringia setzte in den letzten Spielminuten noch einmal alles auf eine Karte, warf sein Kämpferherz in die Waagschale, um wenigstens noch eine Punkteteilung zu retten (19:21, 59.). In den letzten Atemzügen des Spiels dann noch das 20:21, doch im unmittelbaren Gegenzug Sekunden vor der Schlusssirene machte Hermsdorf alles klar. Sie verlassen mit diesem Doppelpunktgewinn erstmals die Abstiegsränge. Für Königsee bleibt es nach dieser Niederlage weiter bei der Vier-Punkte-Differenz zu den Rängen gen Landesliga.

Thuringia: Cadek, Föhr - Göring, Knedlik, Friedrich (2), Dademasch (1), Pojonie (3), Hüttner, Najman (4), Schmeißer (1), Oldenburg (9)

OTZ Rudolstadt 21.01.08

SV Thuringia Königsee - SG Könitz/Saalfeld 25:21 (12:12)

Königseer Arbeitssieg

Handball, Oberliga: Neuling wehrt sich im Derby lange, steht aber wieder mit leeren Händen da
Von Gerd Wagner
Gegen den bis dato sieglosen Aufsteiger war die Zielstellung der Thuringia-Akteure klar. Mit einem weiteren Doppelpunktgewinn wollte man sich vom Tabellenende weiter absetzen. Doch trotz der Favoritenrolle mussten die Gastgeber vorsichtig sein vor dem nichts zu verlierenden Oberliga-Neuling, welcher schon genügend Lehrgeld im Verlauf der Saison zahlte.
Die Varchmin-Schützlinge begannen couragiert, setzten die SG-Mannen unter Druck und schufen sich schnell einen Zwei-Tore-Vorsprung, der in diesen Anfangsminuten schon ausbaufähiger war (3:1, 6.). So blieben die Gäste dran. Als mehrere Anläufe der Königseer nichts brachten, schlugen die Kreisstädter zu und markierten erstmals den Gleichstand (4:4, 10.). Da auch bei der SG nicht alles nach Wunsch im Vorwärtsgang lief, kamen die Rinnestädter erneut in Vorderhand (6:4, 13.), wobei allerdings ein Überzahlspiel nicht den gewünschten Erfolg brachte. In den folgenden Minuten dieses ersten Spielabschnitts taten sich beide Vertretungen mit ihrer Chancenverwertung weiter schwer. Jedoch erreichten die Könitz/Saalfelder ein weiteres Mal den Ausgleich (7:7, 17.), bei dem es in den weiteren Minuten blieb (9:9, 22.). Thuringia leistete sich in dieser Spielphase weitere grobe Schnitzer in Abwehr und Angriff, welche das Tabellenschlusslicht auf einen Führungswechsel hoffen ließ, der mehrfach in der Luft lag und beim 11:10 (27.) passierte. Die Mannen vom Schiefer wirkten kurz vor der Pause nervös, gerieten mit zwei Treffern ins Hintertreffen (10:12), die Göring sowie Oldenburg noch egalisieren konnten.
Mit diesem ausgeglichenem Spielstand und den auf beiden Seiten gezeigten Leistungen war nun noch alles möglich, zumal der eine weiter unbelastet aufspielen konnte und der andere zum Sieg verurteilt war. Königsee tat sich mit dieser Konstellation weiter etwas schwer, konnte sich allerdings wieder leicht absetzen (15:13, 34.). Die Gastgeber mühten sich, hatten die klareren Möglichkeiten in der Hand, die jedoch nicht viel Zählbares auf die Habenseite brachten. Da auch den Gästen in dieser Phase so gut wie nichts gelang kamen die Rinnestädter erstmals zu einem Drei-Tore-Vorsprung, der allerdings auch nicht für die nötige Ruhe und Selbstsicherheit sorgte (18:15, 41.). In diesen Minuten war es Thuringia-Keeper Cadek, der seine Mannen in der Vorderhand hielt. Die Kreisstädter versteckten sich auch weiterhin nicht, mussten jedoch taktischen Geplänkel Tribut zollen, so dass sich die Königseer nun weiter absetzten und so langsam auf die Siegerstraße kamen (20:16, 46.). Dreizehn Minuten vor dem Ende hatte Thuringia seinen Kontrahenten besser im Griff, schaltete Spielmacher Arnold aus und traf im Vorwärtsgang (23:17, 50.). Von da an schienen die Varchmin-Schützlinge dem Kreisvertreter den Zahn gezogen zu haben, der nun knapp vor dem Zehn-Tore-Rückstand war (17:25, 54.) und nur noch auf Schadensbegrenzung aus war, was gelang (20:25, 58.). In den letzten Minuten machten es die Königseer noch einmal spannend, zumal man mit Freund Schlendrian im Bund war. Am Sieg war jedoch nichts mehr zu ändern, der streckenweise ein hartes Stück Arbeit war, bis man so richtig in die Erfolgsspur kam.

Thuringia: Cadek, Föhr - Göring (2), Knedlik, Friedrich (3), Dademasch (4), Pojonie, Hüttner (4), Schmeißer (2), Oldenburg (4), Najman (6)

Könitz/Saalfeld: Lindig, Szotowski - A. Volkmar (2), Schmidt (3), Heerwagen, Gittner (2), Arnold (4), Leuthäußer (4), M. Volkmar, Hinz (2), Dietzel (4)


OTZ Rudolstadt 14.01.08

SV Thuringia Königsee - HSV 90 Apolda 23:21 (9:11)

Tollhausstimmung am Schiefer

Handball, Oberliga: Königseer bezwingen mit großem Kampfgeist den Tabellendritten
Von Gerd Wagner
Mit einer Überraschung startete Thuringia in die letzte Hinrundenbegegnung Zwölfter gegen Dritter, und mit einer solchen endete diese auch. Zum einen lief Coach Steffen Varchmin selbst mit auf, Bruder Peter gab die Orientierungen von der Bank, und am Schluss feierte Königsee. In einem beherzten und mit enormem Kampfgeist geprägten Spiel, das an glanzvolle Zeiten erinnerte, blieben die ersten Punkte in der "Wieder-Varchmin-Ära" bei den Rinnestädtern.
Apolda war auf Grund des Tabellenstandes der klare Favorit, doch die Gastgeber boten Paroli und ließen den krassen Tabellenunterschied nicht erkennen. In der Anfangsphase zeigten beide Vertretungen Respekt, so dass kaum Treffer zu registrieren waren. Dem HSV war es vorbehalten, den Torreigen zu eröffnen, dem sich die Hausherren anschlossen. In der Folge ließen die Einheimischen einige Sturmläufe ungenutzt, was die Apoldaer zu nutzen wussten (1:3, 6.). Thuringia blieb dran, verkürzte und kam zum Einstand (3:3, 9.). In der Folgezeit schlichen sich erneut Ungenauigkeiten in das Spiel der Königseer ein, doch diese kämpften und hatten es in der Hand, das Blatt zu wenden, was aber zunächst misslang (5:5, 16.). Die Apoldaer zeigten sich überrascht von der aggressiven Deckungsarbeit der Varchmin-Schützlinge, was auch sie zu wenig Zählbarem brachte. Sie blieben allerdings dank einer Siebenmeterserie vorn (7:5, 19.). Die Mannen vom Schiefer standen dem Tabellendritten spielerisch in nichts nach, doch der hatte bei so manchen Entscheidungen einen Bonus bei den Unparteiischen. Thuringia kämpfte unbeeindruckt weiter, was den erneuten Ausgleich brachte (8:8, 25.). Die Königseer legten einen großen Kraftaufwand in ihr Spiel, doch das Manko hieß Treffsicherheit, so dass die Varchmin, Najman, Oldenburg & Co. bis zur Pausensirene wieder in Rückstand gerieten. Bei der Zwei-Tore-Differenz war jedoch noch nichts verloren, und man spürte die Handschrift von Neu-Coach Steffen Varchmin. Doch die Gastgeber mussten in den folgenden Minuten vorsichtig sein, denn es bestand die Gefahr, einen Drei-Tore-Rückstand in Kauf zu nehmen, was auch passierte (9:12, 31.). Thuringia leistete sich Konzentrationsschwächen, traf fünf Minuten lang nicht, bis Oldenburg und Najman verkürzten (11:12, 35.). Die Partie wurde zum Geschmack der Fans, die gnadenlos die Thuringia-Mannen nach vorn peitschten, die weiter zur Aufholjagd gezwungen waren (14:15, 41.). In dieser Situation erwies sich die Einwechslung des jungen Föhr in den Kasten als Glücksgriff. Er wurde ein starker Rückhalt und bewerkstelligte die erste Führung durch Najman (17:16, 44.). Von nun an herrschte Tollhausstimmung am Schiefer, zudem konnten sich die Hausherren weiter absetzen (18:16, 47.). Und als nun bei den Gästen die Nerven zu flattern begannen, schlugen sie noch einmal zu (19:16, 51.). Doch die Apoldaer gaben sich noch längst nicht geschlagen, kämpften sich heran (18:19, 52.) und markierten den Ausgleich (19:19, 55.). Die Königseer patzten, fingen sich aber und legten wieder zwei Tore vor (21:19, 57.). In diesen Schlussminuten erfreuten sich Oldenburg und Najman eines persönlichen Schattens, was die Gastgeber allerdings nicht aus dem Gleichgewicht brachte. Sie hatten den Doppelpunktgewinn in greifbarer Nähe, den Oldenburg vom Siebenmeterpunkt unter Dach und Fach brachte.

Königsee: Cadek, Föhr, Göring, Knedlik, Förster, Friedrich (1), Pojonie, Dademasch (4), Schmeißer (3), Oldenburg (5), Najman (10), Varchmin

OTZ Rudolstadt 18.12.07

SG Erfurt/Bad Langensalza - Thuringia Königsee 30:16 (13:5)

Thuringia nur Spielball

Handball, Oberliga: Magere Trefferausbeute bei Königseer Fehlwurf-Festival
Von Gerd Wagner
Zu jedem Auswärtsspiel nehmen sich die Königseer viel vor, um nicht zum Spielball zu werden. Sie bereiten sich entsprechend vor und setzen sich Maßstäbe, doch am Ende bleiben die Ernüchterung und Hoffnung, dass auch das Schlussduo zu nichts Zählbaren kommt. So geschehen auch beim letzten Auftritt in diesem Jahr, welcher allerdings noch nicht das Hinrundenende war. Die Thuringia-Sieben spielte sich am unbeliebten Sonntagnachmittag erneut in ein Festival von Fehlern, welches schon frühzeitig aufzeigte, wohin der Weg geht. Ein besseres Abschneiden konnte auf Grund der hohen Fehlwurfquote von Dademasch, Hüttner, Najman und Oldenburg abgehakt werden. Dazu gesellte sich das entsprechende Abwehrverhalten, was alles in allem auch Coach Steffen Varchmin des öfteren in Rage brachte. Beide Teams begannen zunächst verhalten und geizten mit dem ersten Treffer, den die Gastgeber nach drei Minuten erzielten. Die Rinnestädter warteten dagegen bis zur fünften Spielminute, wo man verkürzte (1:2). Von da an ging dann allerdings die Post ab bei der Spielgemeinschaft, welche sich auf 6:1 (9.) absetzen konnte. Thuringia blieb auch weiterhin unter den Erwartungen seiner zahlreich mitgereisten Fans, welche aus dem Kopfschütteln nicht herauskamen und bis zur Pausensirene ganze fünf Tore zu sehen bekamen, was bis dato noch nicht zu registrieren war. Erfurt/Bad Langensalza nahm dieses Angebot an, schien aber die Gäste noch zu schonen (13:5, 30.). Mit wechselnden Torerfolgen wurde in den zweiten Durchgang gestartet (15:7, 33.). Als die Rinnestädter wieder in ihr Fahrwasser kamen und zu patzen begannen, erreichten die Gastgeber die Zehn-Tore-Differenz (17:7, 35.), welche noch ausgebaut wurde (19:7, 37.). Umstellungen und taktische Maßnahmen griffen nur kurzzeitig, um das Resultat freundlicher zu gestalten (9:20, 40.). Königsee konnte sich drehen und wenden, es kam keine Besserung in Sicht, so dass es weiter bei einem schwachen Auftritt blieb (11:27, 50.). Im Gefühl des sicheren Sieges ließen die Hausherren die Zügel in der Schlussphase schleifen. Thuringia kam nun etwas besser zum Zuge und traf noch einige Male.

Thuringia: Cadek, Föhr, Knedlik, Dademasch (5), Friedrich, Hüttner (3), Pojonie (1), Najman (1), Oldenburg (5), Schmeißer (1)

OTZ Rudolstadt 10.12.07

SV Thuringia Königsee - Post SV Gera 28:33 ( 13:18)

Brechstange in der Schlussphase war Gift

Handball, Oberliga: Königseer lassen Kampfgeist erkennen - Post Gera cleverer
Von Gerd Wagner
Voller Erwartungen waren viele Zuschauer gekommen, um eine Trendwende des Thuringia-Spiels mit dem neuen Coach Steffen Varchmin mitzuerleben. Doch dieser hatte bereits im Vorfeld gewarnt, nicht gleich Wunderdinge zu erwarten. Unterschätzt wollte allerdings die Geraer Post-Sieben nicht werden, gegen die sich die Königseer bis dato immer schwer taten. Das musste man erneut erkennen, obwohl man in der Schlussphase ein besseres Ende verschenkte. Post hatte zunächst die bessere Treffsicherheit, welche sie knapp vorn sah (3:1, 4.) Die Gastgeber spielten zwar mit, ließen jedoch die nötige Durchschlagskraft vermissen. Thuringia konnte sich besser einstellen und drehte den Spieß (5:4, 7.). Post blieb dran und glich wieder aus (7:7, 10.). Seit langem deutete sich im Königseer Spiel wieder Niveau an, was von den Fans auf der Tribüne honoriert wurde (9:7, 14.). Die Freude währte nicht lange, da Gera erneut zum Ausgleich kam (9:9, 17.) und das Blatt wenden konnten (11:10, 18.). Als den Königseern weitere Schnitzer unterliefen, setzten sich die Gäste ab (13:10, 21.). Es sah nicht gut aus um die Rinnestädter, die nun nicht mehr trafen und es hinten an der Zuordnung vermissen ließen (11:16, 25.) Thuringia konnte sich drehen und wenden, der Abstand verringert sich nicht mehr (13:18, 30.). Diesen Rückstand abzubauen bedurfte es nun eines Kraftaktes. Doch Deckungslücken und ausgelassene Möglichkeiten bestrafte die Post-Sieben auf der Stelle (20:14, 36.). Die Königseer rackerten, knieten sich regelrecht in die Partie, doch der Rückstand schmolz kaum zusammen (17:21, 39.). Lichtblicke brachten taktische Umstellungen, Königsees junger Keeper Föhr und im Vorwärtsgang Schmeißer (19:21, 41.), welche die Halle zum Beben brachten. Nun war der Ausgleich wieder greifbar nah, doch Post behielt klaren Kopf (23:20, 44.). Die Königseer kämpften mit aller Leidenschaft und warfen alles in die Waagschale (24:26, 48.). Zehn Minuten vor dem Ende schlugen die Wogen hoch, als Hüttner ausglich und Oldenburg die Führung markierte (27:26, 51.). Nun waren die Nerven gefragt, die Gera angriffsmäßig hatte und sich erneut in Front warf (29:27, 55.). Die Rinnestädter fighteten, setzten die Brechstange ein, welche zum absoluten Gift wurde. Gera nutzte nun schnelle Gegenzüge und schuf klare Fronten (31:28, 58.). Königsee sollte nach dieser schmerzlichen Niederlage den Kopf nicht in den Sand stecken.

Thuringia: Cadek, Föhr, Götz, Göring, Knedlik, Förster, Dademasch (6), Pojonie (1), Hüttner (7), Schmeißer (3), Najman (3), Oldenburg (7), Friedrich(1) OTZ Rudolstadt 03.12.07

SV Behringen/Sonneborn - SV Königsee 23:21 (10:11)

Katastrophale Angriffsleistung der Thuringia

Handball, Oberliga: Nächste Pleite für die Königseer - Unbeherrschtheiten zum Schluss
Von Gerd Wagner
Vier Spiele wollte Thuringia-Coach Thomas Hohmann nach der Niederlage im Kreisderby in Bad Blankenburg gewinnen und dazu sollte auch die Partie beim Neuling in der Hainich-Sporthalle gehören. Doch dieses Unternehmen schlug fehl. Zum einen trug dazu die hohe Fehlwurfquote der Führungsspieler Ralf Oldenburg, Michael Hüttner sowie René Dademasch bei und zum anderen die Unbeherrschtheiten von Dademasch sowie Lothar Günther als Sekretär im Kampfgericht gegen das Schiedsrichterduo, welcher "Rot" sah bzw. ausgetauscht werden musste. Das hatte zur Folge, dass die Rinnestädter die letzten zehn Spielminuten in Unterzahl agieren mussten. Die einzigen Lichtblicke auf Königseer Seite waren Radek Najman mit zwölf Treffern und Keeper Jan Cadek, der 20 Hundertprozentige sowie sechs Siebenmeter entschärfte. Dabei sah es zunächst nicht schlecht aus für die Gäste, die jeweils vorlegten und beim 2:3 (7.) erstmals in Rückstand gerieten. Das steckten die Thuringia-Akteure noch locker weg, drehten den Spieß in eine Zwei-Tor-Führung um (5:3, 15.). Da in diesen und folgenden Minuten auch die Gastgeber toremäßig dank Thuringia-Keeper Cadek nicht so richtig zum Zug kamen pegelte sich die Partie auf eine Zwei-Tore-Differenz zu Gunsten der Gäste ein (9:7, 18.). Eng wurde es wieder nach 20 Spielminuten, als der Gastgeber zum 9:9 ausglich. Doch die Königseer bekamen das Heft wieder in die Hand, setzten sich erneut ab (11:9, 28.), mussten mit der Pausensirene den Anschlusstreffer noch in Kauf nehmen. Ausgeglichen ging es mit Beginn des zweiten Durchgangs weiter. Behringen/Sonneborn glich nun die jeweilige Ein-Tore-Führung der Königseer aus, welchen es nur noch einmal gelang sich ein wenig Luft zu verschaffen (14:12, 33.). Die Gastgeber witterten nun Morgenluft, zumal einige Schiedsrichterentscheidungen zu ihren Gunsten liefen. Die 42. Spielminute sah jetzt die Gäste zum letzten Mal in Führung (16:15). Der Oberliga-Neuling erzielte wieder den Ausgleich, wendete in diesen Minuten das Blatt (17:16, 43.) und setzte sich jetzt leicht ab (18:16, 45.). Thuringia warf alles in die Waagschale, wollte den Ausgleich erzwingen, was nicht gelang (17:20, 52.). Nun folgten die erwähnten endgültigen Knackpunktminuten die Behringen/Sonneborn nutzte (22:18, 57.). Die Ostthüringer versuchten sich in dieser Schlussphase noch einmal aufzubäumen, was jedoch nur noch zur Ergebniskosmetik reichte. Mit dieser Niederlage hält die Talfahrt der Rinnestädter in der Oberliga weiter an.

Thuringia: Cadek, Föhr - Götz (1), Göring, Knedlik, Förster, Schmeißer, Friedrich (1), Dademasch (2), Hüttner (1), Pojonie, Oldenburg (4), Najman (12).

OTZ Rudolstadt 19.11.07

HSV Bad Blankenburg - Thuringia Königsee 39:19 (17:7)

Ohne Überraschungen

Handball, Oberliga: HSV gewinnt vor Rekordkulisse von 800 Zuschauern das Kreisderby
Von Georg Jahn
Es war ein Tag, den die 800 Zuschauer so schnell nicht vergessen werden, denn sie sahen ein Spiel der Superlative mit einem überragenden HSV, der Königsee mit 20 Toren Unterschied bezwang. Der HSV hatte Anwurf im Kreisderby, doch die Gäste aus Königsee warfen das erste Tor. Davon zeigten sich die Grün-Gelben jedoch unbeeindruckt und warfen drei Tore in Folge. Spielstand nach vier Minuten war 3:1. Bis zur zehnten Minute war das Spiel relativ ausgeglichen. Die Gäste blieben im Spiel und ihr Neuzugang Jörg Schmeißer warf zwei Tore von außen. So führten die Gastgeber nur noch mit 5:4. Doch ab jetzt spielte nur noch eine Mannschaft und dies waren die Kurstädter. Nach 15 Minuten führten sie bereits 9:5. Aus einer sicheren Abwehr mit einem überragenden Tobias Jahn im Tor wurde schnell nach vorn gespielt. Die Königseer wirkten immer hilfloser und als Jahn auch noch zwei Siebenmeter entschärfte, vergrößerte sich der Vorsprung von Minute zu Minute. In der 23. Minute warfen die Gäste beim Stand von 13:7 ihr letztes Tor für diese Halbzeit. Der HSV traf noch viermal ins gegnerische Tor und so wurde nach 30 Minuten bereits die 10-Tore-Führung erzielt. Dabei warf Daniel Hellwig nach Verletzungspause am Siebenmeterpunkt auch seine Tore. Die Mannschaft aus der Kurstadt spielte bis dahin einen überragenden Handball. Da konnten die einheimischen Zuschauer auch die eine oder andere vergebene Großchance verzeihen. Die zweite Halbzeit begann ähnlich wie die erste. Königsee warf das erste Tor, jedoch hielten die Kurstädter erneut dagegen. Die Gäste warfen jetzt ihren ganzen Kampfgeist in die Waagschale und erreichten Gleichwertigkeit gegenüber dem Favoriten. Trotz des Zehn-Tore-Rückstandes wirkte die Mannschaft jetzt gleichauf und es entwickelte sich ein tolles Handballspiel. Bis zur 38. Minute wurden wunderschöne Tore auf beiden Seiten geworfen, doch dann verflachte das Spiel für einige Minuten. Der wieder genesene Trainer des HSV, Steffen Schreiber, nahm eine Auszeit in der 45. Minute. Diese zeigte ihre Wirkung und das Spiel der Einheimischen wurde wieder besser. Bis zur 50. Minute führten sie mit 30:17. Die letzten zehn Minuten waren dann absolute Werbung für den Handballsport. Die Grün-Gelben spielten wie aus einem Guss und "zerrissen" den Gegner förmlich. Königsee hatte nichts mehr entgegen zu setzen. Der HSV warf in den letzten zehn Minuten noch neun herrliche Tore. Verständlicherweise zur Freude der HSV-Fans, die ihre Helden feierten. Der ins Tor gekommene Frank Recknagel schloss an die Leistung seines Vorgängers an und brachte die gegnerischen Spieler zur Verzweiflung. Insgesamt hat der HSV seine Form wieder gefunden und ist mit dieser Spielweise in der Thüringer Oberliga wohl nur schwer zu schlagen.

Für den HSV spielten: Jahn, Recknagel; Ardan (3), Bergner (8), Hanl, Hellwig (4/4), Jäschke (5), Korbel (6), Meilahn, Oertel (7), Sabrsula (6), Wiegand
Für Thuringia spielten: Cadek, Föhr, Göring, Götz (1), Knedlik, Friedrich, Dademasch (5), Hüttner (1), Najman (4), Oldenburg (1), Schmeißer (7)

OTZ Rudolstadt 12.11.07

HSV Ronneburg - SV Thuringia Königsee 37:25 (17:9)

Ronneburger Aktionsradius nicht eingeengt

Handball, Oberliga: Thuringia auf der Torhüterposition mit Problemen
Von Gerd Wagner
Die Gäste hatten sich einiges vorgenommen in diesem stets brisanten Ostthüringenderby. Man wollte sich nicht verstecken gegen den derzeitigen Tabellenzweiten und auch versuchen, die Blamage der letzten Woche in Vergessenheit geraten zu lassen. Doch die Trauben hingen wieder zu hoch für die Hohmann-Schützlinge, welche dazu noch mit einem Torhüterproblem zu kämpfen hatten. Ronneburg versuchte vom Anpfiff weg, wenig Federlesens zu machen, spielte konzentriert und ging sofort in Führung. Thuringia suchte in der HSV-Abwehr die Lücken, welche man erstmals nach drei Anläufen fand (1:1, 3.). In der Abwehr standen die Gäste kompakt, so dass es in dieser Anfangsphase ausgeglichen blieb. Als die Rinnestädter allerdings nur das Gebälk trafen bzw. sich Fehler einschlichen, wurde der Rückstand deutlicher (2:5, 9.). Thuringia steckte das weg und war beim 4:5 (4.) wieder dran. Die Gäste boten bis dato eine clevere Partie, doch der Ausgleich blieb ihnen durch weitere Holztreffer versagt (5:7, 14.). In der Folgezeit ließen die Rinnestädter weitere Chancen ungenutzt, so dass sich die Differenz wieder erhöhte (5:9, 18.). Und auch in den folgenden Minuten kam nichts auf die Habenseite. Dieses Dilemma beendete erst wieder Oldenburg vom Punkt, der auch nachlegte (7:10, 21.). Die Gastgeber guckten sich dies allerdings nicht lange an und schufen sich erneut einen Fünf-Tore-Vorsprung (13:8, 23.). Kurz vor der Pause erhöhte sich der Rückstand der Gäste weiter, die im Vorwärtsgang und im Tor einiges schuldig blieben. Auch mit Beginn des zweiten Durchgangs sah es nicht viel anders aus, wo Ronneburg schnell die Zehn-Tore-Differenz auf die Anzeigetafel brachte (19:9, 32.). Thuringia versuchte mit der Brechstange, zu Treffern zu kommen, was misslang, so dass der HSV weiter davon ziehen konnte (23:10, 34.). Spätestens jetzt konnte man wieder von einem Debakel sprechen, denn die Königseer schienen in ihre berühmten zehn Minuten zu schlittern. Man ließ sich jedoch nicht gehen (13:23, 37.). Ronneburg zog sein Spiel weiter auf, traf aus jeder Lage und nach Belieben (25:13, 40.), während sich die Gäste ihre Tore schwer erarbeiten mussten (17:25, 42.). Die Partie hatte sich in diesen Minuten auf eine Acht-Tore-Differenz eingepegelt, da hüben wie drüben getroffen wurde (20:28, 47.). Als Thuringia allerdings wieder patzte bzw. mehrfach am HSV-Keeper scheiterte, war der Ronneburger Elf-Tore-Vorsprung da (33:22, 51.). Im Hallenrund glaubte längst keiner mehr an ein Wunder. Das Vorgenommene konnten die Rinnestädter nicht erfüllen, die Auswärts auch weiterhin keinen erschrecken können (23:35, 54.). Der Gastgeber kommt am Ende zu einem klaren Sieg. In der Schlussminute schied Najman mit einer Augenbrauenverletzung und Friedrich mit dem rotem Karton aus.

Thuringia: Cadek, Föhr, Götz, Göring, Knedlik, Förster, Dademasch (8), Hüttner (1), Friedrich (1), Najman (7), Oldenburg (5), Schmeißer (3).

OTZ Rudolstadt 05.11.07

SV Thuringia Königsee - SV Gotha 27:37 (9:21)

Thuringia verschläft so gut wie alles

Handball, Oberliga: Frühzeitger Untergang von Königsee im Heimspiel gegen Gotha - ein rabenschwarzer Tag am Schiefer
Von Gerd Wagner
Schon vor Spielbeginn wartete Thuringia mit einer Überraschung auf, denn mit dem Saalfelder Jörg Schmeißer tauchte ein neuer Name in der Aufstellung der Gastgeber auf. Und auch die Bank hat sich bei den Gastgebern wieder gefüllt, da Pojonie und Dademasch sich nach ihren Verletzungen zurückgemeldet haben, so dass Coach Hohmann wieder aus dem Vollen schöpfen konnte. Das erwies sich jedoch als ein Traum, da die Gastgeber dieses Mal alles verschliefen. Mit dem Spielbeginn waren nur die Gäste zufrieden. Sie legten vor und schufen sich bereits nach wenigen Minuten eine Zwei-Tore-Führung (3:1, 4.). Thuringia spielte in diesen Minuten glücklos, was Gotha weiter nutzte und sich deutlicher absetzte (6:2, 6.). Es sah nicht gut aus für die Rinnestädter, welche in allen Belangen unkonzentriert wirkten, falsch eingestellt und nach zehn Minuten kurz vor dem Zehn-Tore-Rückstand waren (2:9, 8.). Thuringia suchte krampfhaft sein Spiel, was nicht zu finden war, da Najman auf Außen auf verlorenem Posten stand. Die Gastgeber versuchten, an den Ketten zu zerren, suchten jetzt die Brechstange und ließen Gotha weiter viel Spielraum zu leichten Toren (11:2, 12.). Nach einer Viertelstunde Spielzeit konnte man am Königseer Schiefer bereits vom Debakel sprechen (4:13, 17.). Thuringia kam auch weiterhin nicht in die Gänge, ließ jedoch die Zehn-Tore-Differenz nicht zu (7:15, 20.). Doch auch in den weiteren Minuten hatte das Chaos kein Ende, so dass sich die Differenz weiter erhöhte (8:17, 24.). Königsee war und blieb von der Rolle, was den Zehn-Tore-Rückstand brachte (8:18, 25.). Gotha zog kurz vor der Pausensirene weiter seine Kreise, zumal die Gastgeber mehr als harmlos blieben (9:20, 28.). Mit Beginn des zweiten Durchgangs wirkten die Rinnestädter etwas druckvoller, doch ihre Würfe landeten zwei Mal am Gebälk. Trotzdem kamen die Königseer zu den ersten Toren dieser Halbzeit (11:21, 35.). Die Gäste guckten sich dies nicht lange an, wirkten wieder konzentrierter und stellten den alten Abstand wieder her (23:11, 37.), so dass der rabenschwarze Tag der Thuringia weiter anhielt (12:25, 40.). Trotz aller Unterstützung von den Rängen, auf dem Spielfeld lief auch weiterhin nichts zusammen, und man war meilenweit vom Auftritt gegen Goldbach/Hochheim entfernt (15:28, 44.). Auch in der Folgezeit gelang den Königseern nicht das, was man sich erträumt hatte. Nun hieß es, wenigstens unter der Zehn-Tore-Differenz zu bleiben und das vor heimischer Kulisse in der ehemaligen Festung, welche die Gegner vor Jahren noch zittern ließ. Doch Gotha machte weiter, was es wollte (30:17, 48.). Zehn Minuten vor dem Ende setzte Thuringia noch einmal zur Debakelbegrenzung an (23:34, 53.). Den Gästen konnte dies egal sein, da sie das Punktepaar unter Dach und Fach hatten (34:25, 56.).

Thuringia: Cadek, Föhr, Göring, Götz, Knedlik (2), Najman (10), Friedrich (1), Dademasch (1), Hüttner (7), Oldenburg (4), Schmeißer (2)

OTZ Rudolstadt 29.10.07

LSV 49 Ziegelheim - SV Königsee 30:26 (10:14)

Zwei Gesichter

Handball, Oberliga: Königseer überzeugen in Hälfte eins und brechen nach der Pause ein
Von Gerd Wagner
Der amtierende Landesmeister nahm Königsee ernster als in den letzten Jahren, da man selbst noch nicht auf die Qualität des letzten Jahres zurückgreifen kann bzw. einige Nachwuchstalente eingebaut hat. Das sollte die Hohmann-Schützlinge motivieren. Dies sah lange gut aus, doch die berühmten Minuten kamen. Beide Vertretungen begannen zunächst verhalten, bevor Najman den Torreigen eröffnete (3.). Die Gastgeber sahen diesem nicht lange zu und glichen aus. Doch nach wie vor leisten sich die Angriffsreihen viel Leerlauf. Thuringia versuchte in aller Ruhe sein Spiel aufzubauen und kam in Rückstand (1:2, 8.). Man merkte auch weiterhin beiden den Respekt voreinander an, als selbst der treffsichere Moritz vom Punkt versagte, was die Rinnestädter nutzten und das Blatt wendeten (3:2, 10.). Auch in den folgenden Minuten behaupteten die Gäste ihre Führung bzw. bauten diese leicht aus (5:3, 14.). Und als Hüttner weiter traf, Cadek hielt, hatte Thuringia eine Drei-Tore-Führung. Die LSV-Fans forderten ihre Lieblinge, die nervös wirkten, doch alles in die Waagschale legten, um mit Gewalt zur Wende zu kommen (6:8, 17.). Allerdings wehrten sich die Königseer mit Erfolg, da Cadek im Gehäuse weiterhin viel wegfischte. Und auf der anderen Seite traf Najman weiter (10:6, 20.). Mittlerweile zog Hektik ein, da man auf Ziegelheimer Seite mit so mancher Entscheidung der Herren in Schwarz nicht zurechtkommen wollte. Die Gäste blieben im Gegensatz cool und hätten bei einer besseren Chancenverwertung für klare Fronten sorgen können. Auch in den weiteren Minuten verstand man in Ziegelheim die Welt nicht mehr (7:13, 27.). Vom Resultat her sah es mehr als gut aus für die Rinnestädter, ihren insgesamt zweiten Erfolg in der Höhle des Löwen einzufahren. Doch noch war nicht aller Tage Abend und Thuringia musste sich unwillkürlich auf einen heißen Tanz in den zweiten 30 Spielminuten einstellen.
Und der LSV kam, blies vom Anpfiff weg zur Aufholjagd, die ihnen gelang (12:14, 32.). Ziegelheim war urplötzlich im Spiel, welches die Königseer noch suchten. Thuringia spielte zwar gefällig mit, jedoch fehlte es nun an der Durchschlagskraft, so dass die Rand-Altenburger berechtigt Morgenluft schnupperten und die Halle beim Ausgleich Kopf stehen ließ. Sie waren da, die berühmten zehn Minuten der Königseer, die erst einen Treffer im zweiten Durchgang markieren konnten. Tollhausstimmung beim Führungstreffer, welchen die Gastgeber gegen eine konfuse Thuringia-Sieben nun ausbauten (18:16, 41.). Die Hohmann-Schützlinge versuchten sich zu wehren, was ihnen kaum gelang. Königsee hatte seine Treffsicherheit verloren. Nun war der LSV drauf und dran eine Vorentscheidung herbeizuführen (21:18, 45.). Doch Thuringia bäumte sich auf, schöpfte Hoffnung (21:22, 49.). Vom Resultat her war fünf Minuten vor dem Ende noch nichts entschieden (24:26). Die Rinnestädter vermasselten sich jedoch auch viel selbst, so dass sich kurz vor Ultimo die Spielentscheidung anbahnte (24:28, 57.), zumal Najman vom Siebenmeterpunkt nicht traf und sich eine Zeitstrafe einhandelte. Taktische Spielchen prägten die Schlussminuten, in denen Ziegelheim den Sieg sicherte.

Thuringia Königsee: Cadek, Föhr, Götz (1), Göring, Knedlik (2), Hüttner (8), Friedrich (3), Oldenburg (5), Najman (7), Förster, Dademasch.

OTZ Rudolstadt 23.10.07

Post SV Gera - SV Thuringia Königsee 44:26 (19:14)

Pokal-Debakel für Königsee

Handball, Thüringer Vereinspokal: Thuringia von der Rolle - Oldenburg mit meisten Treffern
Von Gerd Wagner
Am verschmähten Sonntagnachmittag und nicht in der Pandorf-Halle, sondern in der Lusaner Schulsportstätte, musste Thuringia sein Pokalspiel gegen die Postler bestreiten. Die Königseer, weiter ohne Dademasch und Pojonie, zu ihnen gesellte sich noch Cadek, wollten die Begegnung nutzen, um für die kommende Woche in Ziegelheim die mannschaftliche Geschlossenheit weiter zu festigen. Natürlich wollte man dabei dem Gastgeber entsprechend Paroli bieten und nicht kampflos das Feld räumen, so Thuringia-Kapitän Oldenburg. Doch am Ende sah dieses Vorhaben nicht gerade gut aus.
Gera wirkte vom Anpfiff weg zielstrebiger, nutzte seine Chancen (3:0, 2.), während Thuringia mit diesen sündigte. Dieses anfängliche Tor-Dilemma beendete Göring und Najman, welche ihre Farben wieder ins Spiel brachten (3:2, 4.). In diesen Minuten bestand die Möglichkeit zum Ausgleich, den technische Fehler verhinderten, so dass Gera weiter knapp vorn blieb. Dies änderte sich, als die Königseer weiter zu nichts Zählbarem kamen (7:4, 9.). Thuringia tat sich auch in den weiteren Minuten abschlussmäßig äußerst schwer, was Post gnadenlos nutzte und sich weiter absetzte (10:4, 12.). Die Rinnestädter mussten schon frühzeitig alle Register der Schadensbegrenzung ziehen, blieben jedoch weiterhin in der PSV-Abwehr hängen (13:9, 20.). Auch kurz vor der Pausensirene hatte sich das Bild noch nicht geändert. Gera blieb weiter sicher in Front und Königsee hatte auch wenig Glück bei seinen Würfen aus der zweiten Reihe (19:13, 28.). Wie der erste Durchgang endete begann auch der zweite. Post weiterhin zielstrebiger, doch langsam kamen auch die Gäste, welche den Abstand nicht größer werden ließen (23:17, 34.). Doch mit der durchsichtigen Spielweise bzw. den Würfen in den Abwehrblock war eigentlich eine Zehn-Tore-Differenz vorprogrammiert (25:18, 37.). Die Gäste versuchten sich aufzubäumen, doch zu viele Einzelaktionen brachten nichts. Gera kam zu seiner Differenz (28:18, 41.) und baute diese weiter aus. Königsees Spielweise wurde von Minute zu Minute desolater und der Rückstand größer (19:34, 45.). Zehn Minuten vor dem Ende waren die Gastgeber kurz vor der 40-Tore-Marke und der Zwanzig-Tore-Differenz (38:22, 50.). Ersteres ließ nicht lange auf sich warten, gegen das zweite wehrten sich die Rinnestädter (40:25, 54.). Drei Minuten vor dem Ende setzte Post nun alles daran, auch die Zwanzig-Tore-Differenz zu erreichen, welche sich die Gäste mehr oder weniger selbst ins Nest legten bei ihren eklatanten Abwehrschwächen. Am Ende kam diese Differenz nicht zustande, doch die Hohmann-Schützlinge kassierten ein Pokal-Debakel, wie es noch nicht da war.

Thuringia: Föhr, Knedlik (1), Hüttner (6), Friedrich (3), Najman (4), Oldenburg (9), Obstfelder, Riwe (1), Götz, Göring (2)

OTZ Rudolstadt 15.10.07

SV Thuringia Königsee - Goldbach/Hochh. 35:31 (14:15)

Der Lieblingsgegner

Handball, Oberliga: Tollhausstimmung am Schiefer - Thuringia lässt Goldbach verzweifeln
Von Gerd Wagner
Frohen Mutes waren die Thuringia-Akteure vor dieser Partie, hatte man doch in den letzten zwei Begegnungen die Goldbach/Hochheimer sensationell geschlagen. An diese Leistung wollte man natürlich anknüpfen. Doch die Gäste wollten ihre Blankenburger Verfolgerrolle bei den Rinnestädtern nicht verspielen. Doch auch nach dieser Begegnung feierten die Königseer.
Beide Vertretungen geizten vom Anpfiff weg zunächst mit Treffern, beschnupperten sich, vergaben zahlreiche Vorwärtsgänge, bis die Rand-Gothaer erstmals trafen (4.). Im Anschluss platzte auch bei den Hausherren der Knoten, die das Blatt wendeten.(2:1, 5.). Auch in den weiteren Minuten brauchten beide Teams mehrere Angriffszüge, um zum Erfolg zu kommen, jedoch blieben die Gastgeber knapp vorn (5:4, 10.). Thuringia kämpfte aufopferungsvoll, hatte teilweise etwas Pech und geriet nach einer Viertelstunde zum zweiten Mal ins Hintertreffen (7:8, 16.). Der Favorit aus Goldbach tat sich bis dato schwer, fand nicht sein Spiel, so dass die Partie ausgeglichen blieb (10:10, 21.). Als jedoch das Leder ein weiteres Mal am Gebälk von Goldbach landete, bauten die Blau-Weißen ihre Führung aus (12:10, 23.). Kurz vor der Pausensirene ließen die Hohmann-Schützlinge weitere Möglichkeiten aus, die das 12:15 (27.) brachten. Doch die Königseer steckten das weg und kämpften sich heran (14:15). Mit diesem knappen Rückstand war natürlich noch alles möglich. Doch viele der Fans bangten, denn nun standen Königsees berühmte zehn Minuten an, wo in so vielen Spielen der Einbruch kam. Dies sah in diesem Moment nicht so aus, denn Thuringia kam zum Ausgleich. Diesem folgte ein kapitaler Fehler des jungen Föhr im Thuringia-Kasten, welcher die Gäste wieder in Front brachte, die sofort nachlegten (17:15, 33.). Und das Zittern begann. Die Fehlerquote häufte sich, Tore blieben Mangelware und Härte zog ein. Die Partie pegelte sich auf eine Zwei-Tore-Differenz ein. Es begann ein offener Schlagabtausch, bei dem die Abwehrreihen nicht gut aussahen. Königsee bekam alle Hände voll zu tun, da der Abstand nach einem vergebenen Siebenmeter von Najman größer wurde (18:22, 39.). Goldbach/Hochheim wirkte nun spielstärker. Doch die Gastgeber kämpften und bauten einen Fünf-Tore-Rückstand (20:25) ab (24:25, 44.). Die Rinnestädter witterten wieder Morgenluft und die Gäste schienen zu schwimmen. Als Hüttner nun den Ausgleich markierte, kam Tollhausstimmung auf, an der auch der sich steigernde Föhr seinen Anteil hatte, welcher mit guten Reflexen die Wende mit einläutete (26:25, 47.). In diesen Minuten hielt es keinen mehr auf seinem Sitz, zumal Thuringia vorn blieb (27:26, 49.). Doch die Blau-Weißen fighteten, wollten sich nicht noch einmal am Schiefer blamieren und lagen wieder knapp vorn (28:27, 50.). Die Partie war nun an Spannung kaum noch zu überbieten (30:30, 54.). Föhr wünschte man in diesen Minuten noch ein paar gute Aktionen, die nicht ausblieben, so dass Najman seine Farben wieder in Front bringen konnte (32:31, 56.). Goldbach zeigte Nerven und nahm die Brechstange. Thuringia blieb ruhig, suchte bzw. nutzte seine Chancen und ließ den haushohen Favoriten stehend K.o. gehen.

Thuringia: Cadek, Föhr, Götz (1), Göring (1), Förster, Friedrich (7), Oldenburg (6), Najman (12), Knedlik (1), Hüttner (7).

OTZ Rudolstadt 09.10.07

Sonneberger HV - SV Thuringia Königsee 35:26 (18:12)

Pleite mit Mini-kader

Handball, Oberliga: Königsee mit erneutem Einbruch zu Beginn des zweiten Durchganges
Von Gerd Wagner
Gern erinnerten sich die Thuringia-Akteure an ihren großartigen Auftritt bei den Sonnebergern in der letzten Saison, wo man nur um Haaresbreite an einem Punktgewinn vorbeigeschrammt ist. Diese Leistung sollte auch heuer abgerufen werden. Doch als sich die Liste der nicht Einsatzfähigen am Sonntagnachmittag weiter erhöhte und mit Hüttner ein weiterer Leistungsträger nicht dabei war, reisten die Rinnestädter mit einer Rumpf-Sieben nach Südthüringen, was die Euphorie sinken ließ. Mit seinem Mini-Kader hatte Coach Thomas Hohmann keine Alternativen die Partie groß zu beeinflussen, da seine Mannen die 60 Spielminuten voll durchspielen mussten und schnell in Rückstand gerieten. Nach der 1:0 Führung der Königseer wendeten die Gastgeber schnell das Blatt und setzten sich ab (4:1, 7.). Schon in diesen Minuten waren die Gäste auf Schadensbegrenzung bedacht, mussten allerdings ihrer hohen Fehlerquote Tribut zollen (4:9, 16.). Der gastgebende HV erkannte dieses Dilemma und setzte sich weiter ab (14:8, 25.). Kurz vor der Pausensirene konnten die Königseer noch einmal mit einer "Sternstunde" aufwarten, welche sie auf ein hoffnungsvolles 10:14 (26.) verkürzen ließ. Die Sonneberger ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken und wiesen die Hohmann-Schützlinge wieder in die Schranken (16:10, 28.) bzw. hielten ihren Sechs-Tore-Vorsprung bis zum Gang in die Kabine.
Wie bereits bei den letzten Auftritten zu beobachten, vergeigten die Rinnestädter erneut den Auftakt des zweiten Durchgangs, der sie weiter zurückwarf (12:23, 39.). Nach der zehnminütigen Durststrecke kamen die Königseer nun auch wieder zu einem Treffer. Mit der Zeit fingen sich die Gäste wieder und gestalteten das Resultat freundlicher, ohne jedoch den SHV zu fordern (19:25, 46.). Gut zehn Minuten vor dem Ende konnten die Ostthüringer kurzzeitig Morgenluft schnuppern, als der Gastgeber patzte (21:26, 48.). Doch innerhalb weniger Minuten war dieser Hoffnungsschimmer jedoch verflogen. Sonneberg demonstrierte erneut eindeutig, wer Herr im Haus ist und wer das Punktepaar auf die Habenseite bekommt (29:21, 51.). Die Gastgeber hielten Thuringia nun weiter auf sicherer Distanz, kamen noch einmal auf eine Zehn-Tore-Differenz (35:25, 59.), bevor die Königseer toremäßig den Schlusspunkt setzen konnten. Während die Sonneberger nach diesem vierten Spieltag auf einen Podestplatz klettern konnten, rutschen die Rinnestädter nach ihrem Höhenflug zum Saisonbeginn nun immer weiter gen Tabellenkeller.

Thuringia Königsee spielte mit Cadek, Föhr - Göring (2), Friedrich (3), Förster (1), Najman (8), Oldenburg (9), Knedlik (3)

OTZ Rudolstadt 01.10.07

SV Thuringia Königsee - ThSV Eisenach II 28:33 (15:16)

Eingebrochen

Handball, Oberliga: Erste Saisonniederlage für Königsee
Von Gerd Wagner
Ohne Dademasch und Pojonie, welche für einen längeren Zeitraum ausfallen, musste der Überraschungszweite des Thüringer Handball-Oberhauses seine Partie gegen die jungen Wilden aus der Wartburgstadt bestreiten. Doch trotz dieses Mankos war man zuversichtlich im Thuringia-Lager, auch aus dieser Partie nicht mit leeren Händen herauszugehen. Als allerdings zum Beginn des zweiten Durchgangs gar nichts mehr zusammenlief und man regelrecht einbrach, folgte die Strafe auf den Fuß. Die Eisenacher versuchten vom Anpfiff weg, mit schnellem Spiel die Gastgeber aus den Angeln zu heben. Die Rinnestädter ließen sich jedoch davon nicht beeindrucken und erspielten sich bzw. hielten eine knappe Führung (3:2, 5.), welche Najman ausbaute. Thuringia wirkte in dieser Phase konzentriert und ließ kaum eine Schwäche erkennen (6:4, 8.). Eisenachs junge Burschen spielten weiter unbekümmert mit, verfehlten einige Male den Königseer Kasten, was Najman nutzte (8:5, 11.). Als die Rinnestädter allerdings angriffsmäßig zu patzen begannen, war der ThSV II hellwach (8:8, 13.). Die Hohmann-Schützlinge überwanden in dieser Phase schnell ihr Schwächeln und kamen erneut in Vorderhand (11:9, 17.). Auch in den folgenden Minuten blieb die Partie auf des Messers Schneide, welche die Königseer weiter vorn sah, die ihre Leistung von den Rängen honoriert bekamen (13:11, 22.). Als sich allerdings die Fehlerquote wieder häufte, roch es nach dem erneuten Einstand, den Föhr im Thuringia-Tor bzw. eine sichere Abwehr abblockten, aber das Schiri-Duo den Gästen per Siebenmeter schenkte (13:13, 26.). Kurz vor der Pausensirene konnten sich Najman und Hüttner einer persönlichen Betreuung erfreuen, die noch nichts brachte. Kurz vor dem Pausenpfiff dann doch noch der Führungswechsel, den die Wartburgstädter per Strafwurf erzielen durften. Mit diesem Spielstand waren spannende zweite 30 Spielminuten vorprogrammiert, allerdings mussten die Hohmann-Schützlinge nahtlos an die Vorpausenleistung anknüpfen. Das sah jedoch mit dem Wiederanpfiff nicht so aus, da sich die Gäste weiter absetzen konnten und Thuringia hilflos aussah (19:15, 33.). Najman und Hüttner kamen nun kaum ins Spiel, was einen argen Bruch hervorrief und Eisenach frühzeitig auf die Siegerstraße brachte (21:15, 36.). Die Gastgeber waren in diesen Minuten nicht wieder zu erkennen und hatten innerhalb weniger Minuten den Zehn-Tore-Rückstand vor Augen (15:23, 37.). Bei Thuringia fehlte nun Konsequenz und Einsatzstärke, was die Zweit-Bundesliga-Reservisten gnadenlos nutzten (25:17, 41.). Königsee mühte sich, doch der Spielfaden war weg. Die Rinnestädter ließen nichts unversucht sich aufzubäumen, mussten jedoch zu allem Überfluss rote Karten von Hüttner und, nicht nachvollziehbar, von Oldenburg hinnehmen, was das bis dato faire Spiel giftig werden ließ, woran die Herren in Schwarz ihren Anteil hatten. Nun war Königsees junge Garde gefragt, die bravourös kämpfte und den Rückstand in Grenzen hielt (24:29, 52.). Fünf Minuten vor dem Ende waren die Würfel längst gefallen. Auf Königseer Seite war weiterhin Schadensbegrenzung angesagt, die den Youngstern gelang, jedoch die erste Saisonniederlage nicht verhindern konnten.

Thuringia: Cadek, Föhr, Götz (4), Göring (4), Knedlik (1), Förster (1), Friedrich (4), Hüttner (5), Najman (9), Oldenburg.

OTZ Rudolstadt 24.09.07

SV Thuringia Königsee - SV Hermsdorf II 22:20 (9:10)

Königsee erneut erfolgreich
Handball, Oberliga: Zittereinlagen und Siebenmeter-Dilemma beim SV Thuringia
Von Gerd Wagner
Nach dem gelungenen Saisonstart der Gastgeber erwartete man von der Thuringia-Sieben ein Nachlegen. Denn mit den Hermsdorfern stellte sich das erste Tabellenschlusslicht des Thüringer Handball-Oberhauses am Schiefer vor. Das sollte allerdings in der noch jungen Saison nichts sagen, was auch die Hausherren über weite Strecken zu spüren bekamen, welche klarste Chancen und zahlreiche Siebenmeter vergaben.
Beide Vertretungen begannen die Partie nervös, setzten ihre ersten Angriffsbemühungen in den Sand, bevor Hermsdorf den Torreigen eröffnete. Allerdings platzte auch bei den Hohmann-Schützlingen in diesem Moment der Knoten. Pech auf Seiten der Gastgeber, welche mit Pojonie gleich einen verletzungsbedingten Ausfall hatten. Thuringia ließ auch in den folgenden Minuten jegliche Treffsicherheit vermissen, so dass sich der SVH II in Vorderhand brachte (3:1, 8.). Einen höheren Rückstand verhinderte zu diesem Zeitpunkt Keeper Cadek. Die Rinnestädter suchten verzweifelt ihren Spielfaden, den man durch zu viele Fehler und zwei verworfene Strafwürfe (Najman, Göring) nicht fand. Dieses Dilemma erkannten die Gäste, welche sich weiter absetzten (6:1, 12.) und nicht wie ein Schlusslicht auftraten. Königsees minutenlange Torflaute konnte Knedlik beenden (2:6, 13.). Mit der Zeit fingen sich die Gastgeber und starten zur Aufholjagd (5:7, 15.), verwarfen allerdings durch Dademasch den nächsten Siebenmeter, so dass der greifbar nahe Ausgleich ausblieb. Hermsdorf blieb derweil im Bilde und hielt die Königseer weiter auf Distanz (9:5, 20.). Doch Thuringia wurde langsam stärker, verkürzte und hatte erneut den Einstand vom Siebenmeterpunkt in der Hand, welchen nun Friedrich vergab (8:9, 25.). Dieser gelang Hüttner (9:9, 25.), der im Anschluss ebenfalls vom Punkt scheiterte. Das nutzten die Gäste mit der Pausensirene zur erneuten Führung. Mit Beginn der zweiten 30 Spielminuten erneut Siebenmeter für Königsee, den Najman nun verwandelte. Dademasch bzw. wieder Najman zogen nach und Thuringia führte unter dem Jubel seiner Fans (12:10, 32.). Thuringia bekam nun neben der Trommlergarde auch von den bis dato ruhig gebliebenen Fans die vollste Unterstützung. Allerdings wurden weitere gute Chancen ausgelassen, um sich weiter abzusetzen. So blieb es weiter bei der Zitterpartie, in der erneut der Ausgleich fiel (12:12, 35.). Just in diesen Minuten eine Schrecksekunde auf Thuringia-Seite, als der sich steigernde Najman ersetzt werden musste, doch Götz erhöhte (14:12, 39.). Hermsdorf ließ sich auch weiterhin nicht abschütteln. Das Spiel, vom Niveau her schwach, blieb spannend und die Rinnestädter hielten ihren Vorsprung, obwohl im Vorwärtsgang viele Wünsche offen blieben (16:15, 44.). Thuringia kämpfte wacker weiter und sah sich belohnt (18:16, 48.), hatte jedoch bei Holztreffern von Hüttner auch Pech. Fünf Minuten vor dem Ende stand das Spiel weiter auf Messers Schneide, zumal Hermsdorf einen Drei-Tore-Rückstand abbaute (19:19, 55.), die Hohmann-Schützlinge erneut klare Möglichkeiten nicht unterbrachten, aber knapp vorn blieben (20:19, 57.). Als dann Hüttner und Najman in den Schlusssekunden trafen, war auch der zweite Doppelpunktgewinn unter Dach und Fach

Thuringia: Cadek, Föhr - Lächa, Hüttner (3), Förster, Pojonie, Friedrich (3), Najman (8), Götz (1), Göring (1), Oldenburg, Dademasch (5), Knedlik (1).

OTZ Rudolstadt 17.09.07

Spielbericht von Saalfeld

SG Könitz/Saalfeld - SV Thuringia Königsee 26:28 (14:19)

SG Könitz/Saalfeld zu nervös

Handball, Oberliga: Im spannenden Derby Thuringia Königsee einfach cleverer
Von Christian Wagner
Zum Auftakt der Saison kam es zum mit Spannung erwarteten Derby. Vor stimmungsvoller Kulisse sah sich die SG schnell im Rückstand, konnte aber durch Dietzel ausgleichen. Nach dem erneuten Führungstreffer der Gäste war es wiederum Dietzel, der den Ausgleich besorgte. Doch damit war es auch vorbei mit den erfolgreichen Angriffsbemühungen der Hausherren. Königsee erhöhte auf 6:2. Viel zu groß waren der Respekt vorm Gegner und die Nervosität in den eigenen Reihen. Nach neun Spielminuten musste eine Auszeit her, um die Spieler der SG neu zu motivieren. Dies funktionierte ganz gut, denn mit den Zuschauern im Rücken kämpfte sich die SG bis auf 8:8 heran und konnte mit dem 9:8 durch Arnold erstmals in Führung gehen. Doch die Gäste spielten weiter einfache Kombinationen und fanden immer wieder Lücken in der Deckung der Hausherren. Im Angriff wurde zu aufgeregt agiert und der SV Thuringia setzte sich mit fünf Toren Vorsprung ab. Neu motiviert ging es dann in die zweiten 30 Minuten. Mit Umstellungen in der Abwehr schien die SG wie ausgewechselt. Zwei Treffer von Schmidt und ein weiterer von Volkmar zum 17:19 brachten die SG zurück. Der Abwehrblock mit Beyer, Heerwagen und Schmidt im Zentrum leistete jetzt gute Arbeit und auch Lindig im Tor konnte sich steigern. Beim Stand von 20:18 für die Gäste hatte die SG die Chance zu verkürzen, aber der Pfosten verdarb den Gastgebern die Partie. So gelang es den Gästen, sich auf 24:20 abzusetzen. Es folgte eine Auszeit auf Königseer Seite. Diese nutzte die SG, um sich zu motivieren. Dietzel, Arnold und zwei Mal Leuthäuser, vom Siebenmeterpunkt, besorgten den Ausgleich. Königsee ging mit 25:24 in Front, Volkmar erzielte den nächsten Treffer zum Remis und das Spiel schien zu kippen. Die Abwehr agierte weiter engagiert und sorgte für die Ballgewinne, diese wurden aber nicht konsequent genutzt. Dies nutzten die Gäste und erzielten zwei Treffer zum 27:25. Hinz stellte wieder den Anschluss her. Erneut wurde die Möglichkeit zum Remis nicht genutzt. Königsee erzielte Sekunden vor Ende das 28:26. Nach einer guten zweiten Halbzeit, musste sich die SG dem clevereren Gegner geschlagen geben.

Könitz/Saalfeld: Lindig (TW); Trinks (TW); Leuthäuser (6); P. Schmidt (5); Arnold (4); Hinz (4); M. Dietzel (3); Heerwagen (2); Volkmar (2); Gittner; F. Dietzel; Beyer; S. Schmidt; Schmeißer

SV Thuringia Königsee: Föhr, Cadek, Hüttner(4), Dademasch(8), Pojonie(3), Najman(7), Knedlik(2), Götz(1), Lächa, Förster


Saison2007/08


OTZ Rudolstadt 21.05.07

Ernestiner SV Gotha - SV Königsee 29:26 (16:11)

Punktgewinn für Königsee durchaus möglich

Handball, Oberliga: Hektische Partie
Von Gerd Wagner
Die Königseer, welche nicht chancenlos zum Tabellennachbarn nach Gotha gereist waren, mussten schon frühzeitig erkennen was ihr Manko an diesem letzten Spieltag des Thüringer-Handball-Oberhauses war. In der von beiden Seiten schwach und hektisch geführten Partie fehlte es den Thuringia-Mannen an einer geordneten Hand, den nötigen Impulsen aus dem Rückraum, wo die entsprechenden Ballpassagen Torgefahr bzw. Treffsicherheit vermisst wurden. Najman stand auf der Position des fehlenden Dademasch, von wo nur ein Treffer aus dem Feldspiel heraus kam. Ansonst traf der Mann aus dem tschechischen Cheb vom Siebenmeterpunkt wie gewohnt in sicherer Manier. An der moralischen Unterstützung sollte es auch nicht gelegen haben, da die Hohmann-Schützlinge erneut euphorisch von der Trommlergarde den entsprechenden Rückhalt erhielten. Thuringia Königsee begann die Partie in gewohnter Manier, spielte ruhig bzw. diszipliniert und wartete auf seine Möglichkeiten. So blieb es in dieser Auftaktphase meist ausgeglichen (4:4, 10.). Als die Königseer allerdings anfingen in größerer Manier zu patzen, setzten sich die Hausherren leicht ab (8:5, 16.). Das beeindruckte die Oldenburg, Hüttner, Najman & Co. keinesfalls, die innerhalb weniger Minuten wieder auf Tuchfühlung waren und ausglichen (8:8, 21.). Doch nach wie vor waren die Rinnestädter zur Aufholjagd gezwungen (9:11, 24.). Fünf Minuten vor der Pausensirene Kopfschütteln auf der Königseer Bank sowie bei den gut 20 mitgereisten Fans, als urplötzlich nichts mehr in den Thuringia-Reihen zusammenlief, was Gotha zu einem noch deutlichen Pausenstand zu nutzen wusste (16:11, 30.). Mit Beginn des zweiten Durchgangs zunächst Tore auf beiden Seiten und eine Thuringa-Sieben, welche urplötzlich wusste, was sie in dieser Begegnung wollte. Mit fünf Treffern in Folge wahrte sie seine Punktgewinnchance (16:17, 34.). Doch die Freude und der Hoffnungsschimmer währte nicht lange, da der Ernestiner SV die Schwächen der Mannen vom Schiefer erkannten und diese gnadenlos ausnutzte (21:16, 41.). Die Gäste steckten nicht auf bzw. ließen den Abstand nicht größer werden (22:24, 49.). Fehler, Nervosität und eine hüben wie drüben einsetzende Toreflaute bestimmten in den weiteren Minuten die Szenerie, in der sich die Ostthüringer langsam wieder ins Gespräch brachten und die Gastgeber bangen ließen (25:26, 57.). Dieser wackelte zwar kurz, fiel aber nicht, da es die Königseer in diesen Schlussminuten nicht schafften den Sack zu zubinden. Das nahmen die Gothaer Gastgeber um den Ex-Thuringia-Akteur Irmisch an, versenkten das Streitobjekt noch drei Mal in den Maschen, während die Rinnestädter dagegen nur noch einmal jubeln konnten.

SV Thuringia Königsee: Höhne, Cadek, Föhr, Götz (1), Göring (1), Knedlik (2), Förster, Pojonie, Friedrich (3), Hüttner (7), Oldenburg (4), Najman (8).



OTZ Rudolstadt 07.05.07

SV Thuringia Königsee - HSV Ronneburg 27:33 (13:15)

Schlechte Angriffsleistung verhindert weitere Überraschung

Handball, Oberliga: Meisterschaftsfavorit Ronneburg stolpert in Königsee nicht
Von Gerd Wagner
Die Gastgeber wollten an ihre zuletzt gezeigten Leistungen gegen die Spitzenteams anknüpfen und nun auch Meisterschaftsfavorit Ronneburg stolpern lassen. Doch die Gäste wussten, was die Stunde geschlagen hatte und begannen äußerst konzentriert, während es die Mannen vom Schiefer brechstangenmäßig angingen und sich in Ronneburgs Abwehr festbissen bzw. mit Fehlversuchen aufwarteten. Der nun neue Tabellenführer war da in diesem Ostthüringenderby aus einem ganz anderen Holz geschnitzt. Auch ohne den verbannten Tschechen Puta begannen sie frühzeitig die Akzente zu setzen, was ihnen nach kurzem Rückstand die Führung brachte (2:1 - 2.). Königsee tat sich durch Abstimmungsprobleme in der Abwehr schwer und geriet schon frühzeitig in einen höheren Rückstand (2:6 - 8.). Thuringia zerrte mächtig an den Ketten, doch die Abschlussquote ließ zu wünschen übrig (4:10 - 12.). In der Folgezeit setzte sich die Sechs- bis Sieben-Tore-Differenz fort (8:15 - 23.). Kurz vor der Pausensirene fanden die Königseer ihren Spielfaden und die Durchschlagskraft, was sie verkürzen ließ. Innerhalb weniger Spielminuten waren die Hohmann-Schützlinge perfekt im Bilde und schufen sich mit dem Halbzeitstand von 13:15 eine gute Ausgangsposition. Mit diesem Spielstand war urplötzlich wieder Tür und Tor offen für die nächste Überraschung am Königseer Schiefer, welche auch kurzzeitig weiter für Stimmung sorgte. Doch Ronneburg zeigte sich in Folge wieder treffsicherer, während die Oldenburg, Hüttner, Najmann & Co. an Seidemann im HSV-Kasten scheiterten, den sie berühmt warfen (15:20 - 35.). Der HSV steuerte erneut wieder einen Sechs-Treffer-Abstand an (16:22 - 39.), den die Königseer nun kaum noch abbauen konnten (20:26 - 47.). In den noch verbleibenden Minuten kontrollierten die Gäste die Partie. Mit ihrem Doppelpunktgewinn bleiben die Ronneburger im Meisterschaftsrennen.

Thuringia Höhne, Föhr - Götz (2), Göring (1), Lächa, Förster, Knedlik (1), Friedrich, Dademasch (3), Pojonie (1), Hüttner (5), Oldenburg (5), Najman (9).



OTZ Rudolstadt 16.04.07

SV Goldbach/Hochheim - Thuringia Königsee 31:24 (16:8)

Eine gute Halbzeit reicht nicht

Handball, Oberliga: Königsee gleichwertig
Von Gerd Wagner
Der Tabellenvierte war in seinen Gefilden der haushohe Favorit gegen die Rinnestädter. Doch diese sorgten an den letzten beiden Spieltagen für Paukenschläge, welche auch bis Goldbach vorgedrungen sind. Den Gastgebern war es bewusst, dass sie sich keinen Ausrutscher mehr leisten können, will man im Meisterschaftsgeschehen bleiben. Die Thuringia-Garde, mit seinen Trommlern im Rücken, wollte natürlich die Blau-Weißen ärgern, damit Kreisrivale Bad Blankenburg ohne Druck am letzten Spieltag in die Höhle des Löwen von Goldbach reisen kann. Doch die Gastgeber erwischten vom Anpfiff weg einen Start nach Maß, verwerteten ihre ersten Angriffe, was bei den Königseern noch ausblieb (3:0, 3.). Den ersten Treffer der Rinnestädter brachte Najman vom Punkt unter. Schon in diesen Anfangsminuten machte sich das alte Leiden der Hohmann-Schützlinge bemerkbar, welche zu viele Angriffaktionen brauchten (2:4 - 6.). Allerdings schienen sich die Gäste zwischenzeitlich zu fangen, verkürzten (4:5 - 9.) und hatten den Ausgleich in den Händen, der ausgelassen wurde. In den weiteren Minuten entpuppte sich Königsees Aufholjagd als ein Strohfeuer, was der Ex-Regionalligist bestrafte (8:4 - 15.). War dieser Vier-Tore-Rückstand bereits der Knackpunkt, welchen Coach Hohmann per Auszeit aufhalten wollte. Zu diesem gesellte sich noch Pech bei Holztreffern von Oldenburg und Hüttner. Die Königseer kämpften verzweifelt weiter, gerieten jedoch höher in Rückstand (5:11 - 20.). Thuringia ruderte sich immer mehr in sein bekanntes Auswärtsdilemma. Und wenn da Cadek nicht einige Male gut pariert hätte, wer weiß (6:14 - 24.). So deutete sich bereits vor der Pausensirene der Zehn-Tore-Rückstand an, den Königsee zunächst abwenden konnten (8:15 - 28.). Den Torreigen des zweiten Durchgangs eröffneten die Ostthüringer, die auch die Möglichkeit zum Nachlegen hatten, aber nicht nutzten. Beide Vertretungen agierten in diesen Minuten hektisch, leisteten sich viele Fehler, so dass Tore Mangelware waren. Doch Goldbach rückte wieder an die Zehn-Tore-Differenz heran (18:9 - 36.). Und wieder versuchten sich die Gäste gegen diese zu stemmen, was ihnen gelang. Doch diese schien nur noch eine Frage der Zeit. Königsee wehrte sich weiter und hatte in Hüttner nun einen sicheren Vollstrecker, der zur Aufholjagd blies (14:21 - 41.). Die Gastgeber blieben an ihrem Nahziel, erreichten es jedoch weiterhin nicht (24:16 - 45.). Und Königsees Trommler honorierten den Kampfgeist der Thuringia-Mannen, die nicht aufsteckten (18:24 - 47.). Thuringia hatte in dieser Phase seinen Spielfaden gefunden, was die Gastgeber nervös zu machen schien. Doch innerhalb weniger Minuten war das vergessen, als die Blau-Weißen aus einem 25:20 ein 27:20 (52.) machen konnten. Fünf Minuten vor dem Ende war schon längst klar wo das Punktepaar hingeht. Die Rinnestädter zogen sich jedoch in dieser Begegnung achtbar aus der Affäre.

Thuringia: Höhne, Cadek, Götz, Göring, Lächa, Knedlik, Förster, Friedrich (3), Dademasch (5), Najman (2), Hüttner (8), Oldenburg (6).



OTZ Rudolstadt 16.04.07

SV Thuringia Königsee - HSV 90 Apolda 33:26 (13:8)

Apolda an die Wand gespielt

Handball, Oberliga: Die Serie von Königseer Überraschungserfolgen hält weiter an
Von Gerd Wagner
In diesem Nachholspiel hoffte man auf der Tribüne der Königseer Schiefer-Sporthalle auf eine ähnliche Leistung wie in der Vorwoche gegen Ziegelheim. Die Gäste, stets ein unbequemer Gegner für die Rinnestädter, mussten erst einmal abgetastet werden, da sie nicht ganz komplett antreten konnten. Doch die ersten Minuten gehörten eindeutig den Gastgebern, die ihre Abwehr engmaschig machten, vorn die Akzente setzten und zur Freude der Fans trafen (3:0 - 4.). Das war natürlich ein Auftakt nach Maß, welcher Hoffnungen keimen ließ auf den zweiten Doppelpunktgewinn in Folge. Dies setzte sich auch in den weiteren Minuten fort. Thuringia ließ weiterhin den Tabellenfünften nicht zur Entfaltung kommen, der sich schwer tat und in Thuringia-Keeper Cadek seinen Meister fand (5:1 - 9.). Mit der Zeit fing sich Apoldas Hintermannschaft, so dass auch Königsees Angriffsreihe ihre Schwierigkeiten bekam, was allerdings Apolda in Gegenzügen nicht nutzen konnte (6:2 - 14.). Einen großen Anteil an der bis dato torarmen Partie hatten beide Torhüter, welche zahlreiche Angriffe entschärfen konnten. Doch der HSV 90 kam, hatte sich nun besser auf das Spiel der Hohmann-Schützlinge eingestellt und verkürzte (5:7 - 21.), was die Rinnestädter wieder munterer machte (9:5 - 22.). Apolda ließ sich davon nicht beeindrucken, hielt die Partie offen (7:9 - 25.). Erneut starteten die Rinnestädter einen toremäßigen Zwischenspurt, der sie wieder davonziehen lassen konnte (11:7 - 27.) bzw. den Vorsprung auf fünf Tore ausbauen ließ (13:8 - 30.). Diese Tore-Differenz sollte die nötige Ruhe bringen, um den als Favorit gehandelten Kontrahent weiter auf Distanz zu halten, was eindrucksvoll gelang (16:9 - 33.). Und immer wieder war es Königsees Torhüter Cadek, der die HSV-Angreifer verzweifeln ließ. Königsee blieb weiter spielbestimmend, hielt seinen Vorsprung (19:11 - 38.) und ließ Apolda nie wie einen Tabellenfünften aussehen. Die Gäste mühten sich zwar, versuchten an den Ketten zu zerren, fanden allerdings kaum ein Mittel das Thuringia-Abwehrbollwerk zu überwinden, in dem Keeper Cadek zum Helden wurde. Die Krönung waren gehaltene Strafwürfe sowie der Eintrag in die Torschützenliste mit einem schnell erkannten Weitwurf. Für die Gäste wurde die Partie zu einer Vorführung, die mit zehn Treffern ins Hintertreffen gerieten (12:22 - 44.). Und die Thuringia-Sieben ließ keine Ermüdungserscheinungen erkennen, so dass auch Hochstimmung bei den Fans angesagt war , obwohl die Glockenstädter wieder unter die Zehn-Tore-Differenz kamen (15:24 - 49.), was die Königseer postwendend korrigieren konnten. Bei diesem Spielstand wechselte Coach Hohmann durch, so dass auch die Reservisten zu ihren Bewährungsproben kamen (26:16 - 52.). Sieben Minuten vor dem Ende griff der HSV zu technischen Mitteln, störte frühzeitig den Angriffsaufbau der Gastgeber, was Wirkung zeigte (21:28 - 55.). Doch zu diesem Zeitpunkt war schon alles klar auf wessen Konto das Punktepaar ihren Niederschlag findet. Thuringia hielt dagegen (33:25 - 58.) und krönte seine Klasseleistung mit dem zweiten Sieg in Folge, der die 200 Fans zu stehenden Ovationen animierte.

Thuringia: Höhne, Cadek (1) - Lächa (1), Hüttner (2), Förster, Friedrich (2), Najman (4), Götz (1), Göring, Oldenburg (11), Dademasch (10), Knedlik (1).



OTZ Rudolstadt 16.04.07

SV Thuringia Königsee - LSV Ziegelheim 29:25 (14:9)

Sensationeller Thuringia-Sieg

Handball, Oberliga: Königsee leistet Schützenhilfe für spielfreie Blankenburger
Von Gerd Wagner
Mit dem Spitzenreiter hatten die Königseer nach Bad Blankenburg eine weitere harte Nuss, die man knacken musste. Doch um das zu bewerkstelligen, hatte man auch die Unterstützung der Kurstädter, welche durch einen Sieg der Rinnestädter am Thron schnuppern würden. Thuringia begann die Partie äußerst couragiert und bot der LSV-Sieben Paroli, doch schwache Angriffsaktionen bzw. technische Fehler verhinderten eine höhere Trefferausbeute. Da allerdings die Gäste auch sündigten, blieb die Partie ausgeglichen (3:1 / 7.). Abwehrmäßig wirkten die Gastgeber kompakter. Auf der vollbesetzten Tribüne wurden Erinnerungen wach an die Spiele gegen Goldbach/Hochheim oder Sonneberg, denn die Rinnestädter führten (4:1/ 9.). Da die Gäste zunächst nicht mehr zuließen und verkürzten (3:4 / 11.) blieb es weiter knapp. Die Königseer, bis dato nicht wiederzuerkennen gegenüber ihren Auftritten in Bad Langensalza bzw. Bad Blankenburg, blieben vorn, was von den Fans honoriert wurde (6:4/ 15.). Auch in der Folgezeit blieb die Partie offen (7:7/ 20.) bzw. versuchte das Match zu kippen. Thuringia stemmte sich gegen dieses Vorhaben und setzte sich erneut ab (10:7/ 22.). In diesen Minuten hatte der Spitzenreiter seinen Faden verloren, denn auch Spielmacher und Torschütze vom Dienst Moritz konnte keine Akzente setzen, so dass sich die Hohmann-Schützlinge eine Fünf-Tore-Führung herausspielen konnten ( 12:7/ 25.). Nach der Pausensirene hatte diese Differenz weiter Bestand (14:9/ 30.). Mit diesem Spielstand war man auf hiesiger, aber auch auf Bad Blankenburger Seite zufrieden. Doch beide Teams begannen mit Ladehemmung, bevor die Gäste den Torreigen eröffneten (11:14/ 33.) Diese Auftaktminuten sahen nicht gut aus für Königsee, welches sich angriffsmäßig schwer tat, was der wiedergenesene Hüttner abwendete (15:11 / 35.). Ziegelheim begann, mit der Zeit Morgenluft zu schnuppern, da bei der Thuringia-Sieben in diesen Minuten weiterhin nicht viel zusammenlief (12:15 /36.). Die Königseer mühten sich, hatten in Keeper Cadek einen starken Rückhalt (17:13/ 42.). 15 Minuten vor dem Ende begann der Kampf auf Biegen und Brechen (20:17 /43.). Der Spitzenreiter zerrte an den Ketten, doch die Thuringia-Mannen hielten weiter dagegen, was die Ziegelheimer Bank nicht verkraften konnte und ausfällig wurde. Schwerstarbeit war angesagt für das junge Ronneburger Schiedsrichterduo. Königsee führte 22:17 (51.). In diesen Minuten Tollhausstimmung in der Schiefer-Arena, da eine Sensation näher rückte (24:18 / 53.). Doch Ziegelheim gab sich nicht geschlagen (21:24 / 54.). Nun wurde mit Haken und Ösen gekämpft, um die Rinnestädter einzuschüchtern, welche sich erneut aufrappelten (26:22 / 56.), aber nach Oldenburg durch Najman den zweiten roten Karton sahen. In diesen Schlussminuten schien alles gegen den Außenseiter zu laufen, da auch Cadek nach einer Handgreiflichkeit vorzeitig zum Duschen musste und der LSV wieder verkürzte (25:27 / 58.). Doch der junge Knedlik behielt die Übersicht, versenkte zwei Mal und sicherte den Königseer Sensationserfolg.

Thuringia: Höhne, Cadek - Lächa, Friedrich (3), Dademasch (7), Pojonie (1), Hüttner (4), Oldenburg (1), Förster, Götz (1), Göring (2), Najman (8), Knedlik (2).



OTZ Rudolstadt 02.04.07

HSV Bad Blankenburg - SV Thuringia Königsee 42:24 (22:10)

Ausgekontert

Handball, Oberliga: HSV Bad Blankenburg bezwingt Thuringia Königsee im Kreisderby
Von Thomas Wolfer
Hier regiert der HSV", skandieren die Fans der Blankenburger Oberliga-Handballer. Im gestrigen Kreisderby besiegte der favorisierte HSV Bad Blankenburg den Vorletzten aus Königsee in eigener Halle 42:24 (22:10).Für die Königseer 1: 0-Führung sorgte Ralf Oldenburg, bevor HSV-Akteur Igor Ardan im Gegenzug ausglich. Die ersten beiden Siebenmeter des Kreisderbys finden ihren Weg in die Maschen, anschließend kann Blankenburgs Schlussmann Tobias Jahn zwei Mal gegen Radek Najman parieren. Doch der Tscheche steckt nicht auf, bezwingt Jahn im nächsten Tempogegenstoß (4:3) und zieht mit einem Grinsen im Gesicht in die eigene Hälfte zurück. Das Lachen sollte dem Tabellenvorletzten aber schnell vergehen. Die deutlich agileren Bad Blankenburger überwanden nach guter Abwehrarbeit das ganze Feld oft mit nur einem Pass, vor dem Kasten von Thuringia-Keeper Jan Cadek reichte dann meist eine Einzelaktion zum Torerfolg. Durch Treffer von Wiegand, Hellwig und Oertel bauten die Kurstädter ihren Vorsprung kontinuierlich aus, Königsee hatte in dieser Phase nichts zu erwidern. Bereits in der 22. Minute vergrößerte der Tabellendritte der Oberliga sein Polster auf zehn Tore (16:6). Vor der Halbzeit konnte der zweite HSV-Torhüter, Frank Recknagel, sein Können vorführen, und zeigte den Königseer Angreifern mehrmals ihre Grenzen auf. Einen der wenigen Thuriniga-Konter platzierte Radek Najman im Kasten der Blankenburger. Recknagel parierte kurz vor der Pause ein letztes Mal, beim Stand von 22:10 ging es in die Kabinen. Den Auftakt in den zweiten 30 Minuten machte Felix Gäbler (23:10). Der HSV präsentierte sich weiter von seiner besten Seite, so sollte auch die 30-Tor-Marke vor 600 Zuschauern in der GutsMuths-Halle der Landessportschule ohne Probleme geknackt werden. Daniel Hellwig vollendete in der 43. Minute, die HSV-Sieben lag mit 30:15 vorn. Die Verzweiflung war den Gästen jetzt anzusehen. Vorn lief wenig zusammen, und in der Verteidigung wurde ebenso gepatzt. Bezeichnend eine Szene in der 45. Minute, als Torhüter Jan Cadek sein Gehäuse verlässt um einen Ball abzufangen, doch Daniel Hellwig ist schneller, sichert sich das Spielgerät und kann ohne Mühe ins verwaiste Tor werfen. In den letzten zehn Minuten schaltete Blankenburg einen Gang zurück, Königsee wusste das zu nutzen und Najman verkürzte auf 36:19. "Wir wollen 40", ruft HSV-Präsident Georg Jahn unmittelbar danach seinem Trainer Steffen Schreiber zu. Die Mannschaft tat, was sie konnte, Stefan Oertel erfüllte dem Vereinschef in der 59. Minute seinen Wunsch. Für den Schlusspunkt zum 42:24 sorgte dann wenig später ebenfalls der glänzend aufgelegte Oertel.

"Wir haben die Königseer in der ersten Halbzeit einfach ausgekontert", erzählt der Bad Blankenburger Daniel Hellwig, "die vielen Zuschauer im Rücken haben uns auch Auftrieb gegeben, dazu unsere Gäste mit Sicherheit auch ein wenig aus der Ruhe gebracht." Und ein verletzter Michael Hüttner: "Wenn wir hier mit zehn Toren verlieren, hätten wir das Gesicht gewahrt. Aber wir sind undiszipliniert ins offene Messer gelaufen."

Thuringia: Höhne, Cadek - Föhr, Lächa, Förster, Pojonie (1), Friedrich (2), Najman (11/2), Götz, Göring, Oldenburg (4/2), Dademasch (6), Riwe, Knedlik

HSV: Jahn, Recknagel - Korbel (1), Sternkopf (3), Ardan (5), Wendlandt (4), Sabrsula (2), Wiegand (1), Meilahn (1/1), Oertel(9), Jäschke (2), Hanl (1), Gäbler (4), Hellwig (9/3)



OTZ Rudolstadt 20.03.07

ESV Lok Meiningen - Thuringia Königsee 14:22 (7:10)

Zittersieg im Keller

Handball, Oberliga: Königsee mit ersten Auswärtszählern in dieser Saison
Von Gerd Wagner
Rehabilitation war angesagt bei den Königseern nach ihrer Blamage von Bad Langensalza. Doch auch das punktlose Schlusslicht witterte in dieser Partie der Kellerkinder Morgenluft, um seine ewig lange Durststrecke endlich zu beenden. So war man auf beiden Seiten gespannt, wessen Nervenkostüm am stabilsten ist. Auch die Unterstützung für die Rinnestädter war in diesem Auswärtsspiel vom Feinsten. Thuringia hatte ihre Trommler-Garde hinter sich. Thuringia musste in dieser Partie weiter auf Hüttner und Dademasch verzichten, begann jedoch hoffnungsvoll und übernahm vom Anpfiff weg die Führung. In dieser Phase sah der Auftritt der Ostthüringer im Vorwärtsgang konzentriert aus, allerdings hatte man dabei leichte Abstimmungsprobleme im Abwehrverhalten, so dass die Gastgeber zu leichten Ausgleichstoren kamen (3:3; 6.). Als sich jedoch die ersten ausgelassenen Möglichkeiten einstellten, wechselte erstmals die Führung an die Lok-Sieben. Dem blieben die Königseer nichts schuldig, welche postwendend ausglichen und sich erneut in Vorderhand warfen (5:4; 11.). Einziges Problem bis dato war die Torhüterposition, wo keine Sicherheit ausgestrahlt wurde, ansonst hätten die Gäste zu diesem Zeitpunkt schon ein kleines Torepolster haben können, das man aber nun auch im Angriff verspielte. Das sollte sich dann doch langsam ändern, indem sich die Hohmann-Schützlinge ein 8:5 (21.) erspielten. Als sich allerdings die Fehler erneut häuften und ein Strafwurf ausgelassen wurde, kam Meiningen wieder näher (7:8; 26.). Da in diesen Minuten auch beim Schlusslicht nicht viel zusammenlief, blieben die Rinnestädter weiter vorn und schufen sich wieder eine Drei-Tore-Differenz bis zur Pausensirene. Die Partie war nicht der unbedingte Knaller, was auch die Tabellenstände beider Vertretungen deutlich zeigen. Doch die Gäste wahrten ihre Erfolgsabsicht, was man auch für den zweiten Durchgang hoffte. Dieser begann nach mehreren Fehlversuchen auf beiden Seiten mit dem Anschlusstreffer. Thuringia mühte sich, suchte seinen Spielfaden, welcher nicht greifbar war (10:9; 36.). Erst ein Abwehrfehler der Gastgeber brachte für die Königseer den ersten Treffer (11:9; 37.). Meinigen wirkte in dieser Phase stabiler und hatte mehrfach den Ausgleich in der Hand, der beim 11:11 (38.) Realität wurde. Thuringias Spielweise erinnerte in diesen Minuten an die der Vorwoche. Nichts lief im Vorwärtsgang, so dass der zweite Rückstand in diesem Spiel sich anbahnte, den Najman verhinderte und Oldenburg die Führung wieder ausbauen ließ (13:11; 42.). Doch nach wie vor ließen die Angriffsbemühungen einige Wünsche offen. Mit der Zeit fingen sich die Thuringia-Akteure, zeigten etwas mehr Übersicht und Konzentration und bauten ihren Vorsprung weiter aus (18:12; 48.). Zehn Minuten vor dem Ende sah nun die Welt für die Hohmann-Schützlinge besser aus, welche ihre ersten Auswärtspunkte der Saison vor Augen hatten, sollten sie nicht noch einbrechen. Das hatte allerdings nicht den Anschein, da die Gäste durch Konter weiter davonzogen (20:12; 52.) und auf die Zehn-Tore-Differenz zusteuerten. In den letzten Minuten eskalierte die Begegnung, da sich so mancher Meininger nicht mit dem Spielstand abfinden wollte und vorzeitig zum Duschen gehen musste. Königsee ließ sich davon nicht anstecken, spielte sein Pensum herunter und sicherte sich das Punktepaar trotz einiger Zittereinlagen.

Thuringia: Höhne, Cadek, Göring (1), Götz (3), Lächa, Friedrich (1), Förster (1), Pojonie (4), Najman (7), Oldenburg (5)



OTZ Rudolstadt 13.03.07

SG Erfurt/Bad Langensalza - Thuringia Königsee 36:16 (17:6)

Sonntagsausflug endet mit Debakel für Königsee

Handball, Oberliga: Thuringia enttäuscht
Von Gerd Wagner
Vor der erwartet schweren Aufgabe stand Oberliga-Urgestein Königsee in der "Salza-Halle" gegen einen Gastgeber, welcher sich in der Winterpause noch einmal enorm verstärkt hat. Und mit diesem Aufgebot will man die Gewähr schaffen, sich in Thüringens Handball-Eliteliga festzusetzen, was man von den Königseern nicht sah. Die Gastgeber begannen konzentriert, standen sicher in der Abwehr und trafen im Vorwärtsgang (3:0 - 3.). Thuringia tat sich wie üblich in fremden Gefilden schwer, blieb wirkungslos bzw. durchsichtig. Die Torflaute in dieser Auftaktphase beendete Oldenburg zum 1:4 (6.). Auch in den weiteren Minuten agierten die Hohmann-Schützlinge mit einer enormen Fehlwurfquote, so dass der Rückstand unwillkürlich anwuchs, was nichts Gutes ahnen ließ (2:7 - 10.). Trotz einer Auszeit lief es nicht besser bei den Gästen, welche auch weiterhin den SG-Keeper bei ihren unplatzierten Würfen nicht überwinden konnten (4:10 - 15.). So pegelte sich die Partie nach gut einer Viertelstunde auf eine Sechs- bis Sieben-Tore-Differenz ein. Königsee blieb harmlos, so dass sich bereits vor der Pausensirene der Zehn-Treffer-Rückstand anbahnte, welcher beim 15:5 (23.) Realität wurde. Auch bis zum Seitenwechsel tat sich so gut wie nichts bei dem erschreckend schwachen Auftritt der Rinnestädter. Wer nun bei der kleinen Königseer Anhängerschar dachte, dass sich eine leichte Besserung mit Beginn des zweiten Durchgangs einstellt, sah sich getäuscht. Thuringia knüpfte voll an seine schwache Vorpausenleistung an und machte den Gastgeber weiter stark, welcher sich entsprechend bedankte (19:6 - 33.). Die Königseer spielten weiter ohne jeglichen Biss, ließen auch die wenigen Möglichkeiten vom Siebenmetern aus, was ein Schmunzeln auf der Tribüne hervorrief und bei den wenigen Gästefans ein Kopfschütteln (8:23 - 41). Auf der Spielfläche plätscherte die Partie nun niveaulos vor sich hin. Der Neuling tat auch nur noch das Nötigste (10:25 - 45.). Die Gäste wirkten Mitte der zweiten Halbzeit nicht überfordert sondern regelrecht lustlos. Zehn Minuten vor dem Ende der Begegnung bahnte sich langsam der Zwanzig-Tore-Rückstand an (11:29 - 52.). Diesen schaffte die SG mit dem 32:12 (54.) vom Siebenmeterpunkt. An den Gästen plätscherte auch in den Schlussminuten das Spiel vorbei, welche kein Aufbäumen erkennen ließen und ihren Sonntagsausflug mit einem noch nicht da gewesenen Debakel beendeten.

Thuringia: Cadek, Föhr, Lächa (2), Göring, Götz (1), Förster, Friedrich (1), Pojonie (2), Oldenburg (6), Najman (4).



OTZ Rudolstadt 05.03.07

SV Thuringia Königsee - HVS Sonneberg 34:33 (20:12)

Königsee siegt im Krimi

Handball, Oberliga: Oldenburg versenkt gegen Titelaspirant Siebenmeter in Schlusssekunde
Von Gerd Wagner
Ohne den verletzten Hüttner bzw. den gesperrten Dademasch, aber mit Oldie Varchmin - später mit fragwürdigem Rot vom Feld geschickt - trat Königsee gegen den Aufstiegsaspirant aus Sonneberg an, der allerdings schon einiges Lehrgeld zahlen mussten. Doch auf Grund der gegenwärtigen Tabellensituation waren natürlich die Südthüringer der klare Favorit am Königseer Schiefer, dem die Gastgeber einen beherzten Kampf boten und am Ende mit viel Herzflattern das Punktepaar abnahmen. Bereits vom Anpfiff weg machten die Bundesliga-Erfahrenen Unparteiischen auf sich aufmerksam, welche Sonneberg per Siebenmeter in Führung schickten und ihr Honorar von der Tribüne erhielten. Die Thuringia-Akteure steckten dies ohne Probleme weg, blieben in Folge auf Tuchfühlung (2:3, 5.) und glichen aus. Die Rinnestädter spielten weiter munter mit, hatten mehrfach die Führung in der Hand, welche letztendlich Varchmin gelang und der junge Förster ausbaute (5:3, 9.). Die Gastgeber bekamen die Südthüringer in diesem Moment immer besser in den Griff, nur die Treffer fehlten. Da jedoch die Gäste in dieser Hinsicht auch sündigten sah es weiter gut aus für die Hohmann/Schnabelrauch-Schützlinge (6:4, 14.), welche weiter Druck machten. So blieb es in den folgenden Spielminuten bei der Zwei-Tore-Differenz, die Königsee zeitweise ausbauen konnte und nach 18 Minuten gar 10:6 führte. Sonneberg wurde in diesen Spielminuten sichtlich nervös und geriet gegen die zum Teil sensationell spielenden Mannen vom Schiefer in einen noch größeren Rückstand (13:6, 20.). Doch die Südthüringer kämpften sich langsam wieder näher (9:15, 23.). Euphorisch angefeuert von den Rängen schlugen die Oldenburg & Co. zurück (17:9, 26.). Langsam glich die Partie einer Sensation, welche das Kellerkind bot und kurz vor der Pausensirene sogar die Zehn-Tore-Differenz im Auge hatte. Zufriedenheit auf den Rängen, was zur Versöhnung der bisherigen Leistungen beitrug, war angesagt. Und man hoffte auf ähnliches im zweiten Durchgang. Doch diese begann mit taktischen Mittelchen, mit denen die Gastgeber nicht zurecht kamen. Spielgestalter Varchmin und die treffsicheren Oldenburg bzw. Najman kamen in persönliche Obhut, was im Vorwärtsgang arge Wirkung zeigte und sich Sonneberg über das 14:20 (34.), 17:20 (36.) wieder ins Gespräch brachte. Die Partie wurde wieder völlig offen. Das Königseer Treffer-Dilemma beendete Friedrich (21:17, 37.), doch Sonneberg witterte berechtigt Morgenluft, um die Partie zu kippen. Königsee tat sich weiter schwer und kassierte den Ausgleich (22:22, 41.). Von da an wurden die Karten neu gemischt. Doch die Gastgeber kamen wie Phönix aus der Asche zurück und schufen sich erneut einen kleinen Vorsprung (24:22, 43.), der mit Tollhausstimmung honoriert wurde. Auch in den weiteren Minuten blieb es eng, in denen das Schiriduo nicht immer ein glückliches Händchen an den Tag legte und für viel Unmut sorgte. Sonneberg gab auch weiterhin nicht klein bei und schaffte mit dem 29:28 (52.) die Wende. In der Verfolgerrolle mussten nun die Rinnestädter höllisch aufpassen, um nicht nach einer tadellosen Leistung leer auszugehen. Doch statt Ruhe zu bewahren, handelten sich die Gastgeber unnötige Zeitstrafen ein, was die Südthüringer gnadenlos nutzen (32:30, 57.). Und erneut kamen die Königseer in ihr Spiel (32:32, 58.). Von da an überschlugen sich die Ereignisse. Sonneberg lag vorn, Königsee machte den Ausgleich. Und als Najman einen Konter starten konnte, gefoult wurde, gab es eine Sekunde vor der Schlusssirene Siebenmeter, den Oldenburg unter Freudentänzen zum Sensationssieg versenkte.

Thuringia: Höhne, Cadek, Lächa, Förster (1), Göring (1), Götz (1), Friedrich (4), Oldenburg (10), Najman (8), Pojonie (2), Knedlik, Varchmin (7).



OTZ Rudolstadt 12.02.07

ThSV Eisenach II - SV Thuringia Königsee 32:26 (15:13)

Königsee unterliegt klar beim Pokalfinalisten

Handball, Oberliga: Eisenach cleverer
Von Gerd Wagner
Ohne den verletzten Hüttner musste Oberliga-Urgestein Königsee beim frisch gebackenen Pokalfinalist Eisenach II in der Wartburgstadt antreten. In der Außenseiterrolle versuchten die Hohmann-Schützlinge, frech Paroli zu bieten, was ihnen lange gelang. Allerdings machten Dademaschs rote Karte, Unterzahlspiele und die Brechstange ab Mitte der zweiten Halbzeit einen Strich durch die Rechnung. Aber auch das Schiedsrichterduo, welches für den Tabellennachbarn Gotha pfeift, zeugte nicht gerade von einem glücklichen Händchen der Ansetzer. Thuringia begann stark, kam mit dem ersten Angriff in Führung, welche die Gastgeber egalisierten und sich selbst in Front warfen. In der Folgezeit dieser Auftaktphase erreichten die Eisenacher eine Zwei-Tore-Führung (4:2, 5:3), welche die Gäste aus Ostthüringen nicht aus der Bahn warf. Königsee kämpfte bravurös weiter, kam zum Ausgleich und setzte sich seinerseits auf 7:5 (16.) ab. Trotz mehrfachen Einstands blieben die Najman, Oldenburg & Co. bis zum 10:9 (26.) knapp vorn. Vier Minuten vor der Pausensirene konnte die Eisenacher Zweitbundesliga-Reserve erstmals wieder ausgleichen (10:10) und über die Stationen 12:10, 15:12 mit 15:13 in die Pause gehen. Mit Beginn des zweiten Durchgangs konnten die Gäste zwar noch einmal auf 14:15 verkürzen, bevor sich die Partie bis zur 40. Spielminute (17:20) auf einen Drei-Tore-Rückstand einpegelte. In den folgenden Minuten schienen dann die Felle für die Hohmann-Schützlinge davon zu schwimmen, als es 18:23 (45.) hieß. Doch die Mannen vom Schiefer rappelten sich trotz roter Karte und Unterzahl auf und machten das Match bei den Spielständen von 20:23 (46.), 21:24 (48.) sowie 23:26 (52.) wieder spannend. Eine weitere Zeitstrafe und kurzzeitige Brechstangeneinsätze wurden zum Gift für die Königseer. Innerhalb weniger Minuten erzwangen die Wartburgstädter die Vorentscheidung, schraubten das Resultat auf 30:23 (56.) und zeigten, wer Herr im Haus ist. In der verbleibenden Zeit ließ der ThSV II nichts mehr anbrennen, so dass die Gäste erneut nichts tun konnten, um ihr schwaches Punktekonto aufzubessern.

Thuringia: Cadek, Höhne, Förster (1), Friedrich (3), Dademasch (6), Götz, Göring (1), Lächa (1), Oldenburg (9), Najman (4), Pojonie (1).
Schiedsrichter: Lugauer/Schuster (Erfurt).



OTZ Rudolstadt 12.02.07

SV Thuringia Königsee - SV Hermsdorf II 28:34 (14:15)

Schwache Königseer ereilt nächste Pleite

Handball, Oberliga: Keine mannschaftliche Geschlossenheit
Von Gerd Wagner
Der Siegeswille stand den Gastgebern vor dem Anpfiff ins Gesicht geschrieben, doch was daraus später wurde, versetzte alle in Kopfschütteln. Da auch der Wiederaufsteiger nicht gerade Bäume ausriss, gibt das im Thuringia-Lager zu denken, da sich die Mannschaft langsam zum Punktelieferant entpuppt. Doch zunächst begannen die Hohmann-Schützlinge konzentriert, standen gut in der Abwehr und vorn traf Hüttner drei Mal in Folge, was die Herzen höher schlagen ließ. Der diesjährige Oberliga-Neuling tat sich in dieser Auftaktphase schwer, nutzte allerdings eine Überzahl, um im Spiel zu bleiben (2:4 - 6.). Mit der Zeit wurden die Gäste frecher und kamen zum Ausgleich. Die Königseer ließen einige Angriffe aus, die Hermsdorf das Blatt wenden ließ (5:4 - 10.). Von nun an lief Thuringia hinterher, tat sich weiter schwer, hatte jedoch in Keeper Höhne einen Rückhalt, der die Differenz nicht größer werden ließ (5:7 - 15.). Auch danach wurde es auf Seiten der Rinnestädter nicht besser und sie kamen höher ins Hintertreffen (6:10 - 20.). Die Gastgeber versuchten sich aufzubäumen, was gelang und von der Tribüne honoriert wurde (10:11 - 23.). Die Gäste ließen sich davon nicht beeindrucken, so dass die Königseer weiter im Hintertreffen blieben. Doch noch war nicht aller Tage Abend, zumal der Spielstand noch hoffen ließ für den zweiten Durchgang, der gut begann. Die Mannen vom Schiefer ließen das Team aus dem Holzland zunächst ins Leere laufen und drehten den Spieß zu ihren Gunsten (16:15 - 32.). Die Gastgeber wirkten im Angriffsspiel etwas konzentrierter, doch im hinteren Bereich boten sie Hermsdorf zu große Lücken, die dankend genutzt wurden (17:17 - 34.). Wieder begannen die Königseer, nervös und ohne mannschaftliche Geschlossenheit zu agieren und gerieten erneut ins Hintertreffen (18:19 - 38.). Es sollte und wollte keine Dominanz ins Spiel der Rinnestädter kommen, die hinten wie vorn nicht im Bilde waren (20:22 - 40.) und sich in dieser gefährlichen Phase selbst dezimierten. Hermsdorf ließ sich davon nicht anstecken, nutzte die Unbeholfenheit der Gastgeber und setzte sich Richtung Doppelpunktgewinn ab (24:20 - 43.). Und es roch nach einem erneuten Einbruch der Königseer, da so gut wie nichts mehr lief (20:26 - 47.). Auch in der Schlussphase brachten sie nichts Konstruktives mehr zustande, was noch ein Aufbäumen ahnen ließ. Hermsdorfs Regionalliga-Reserve ließ nun nichts mehr anbrennen und tat nur noch das Nötigste, um die schwachen Gastgeber auf Distanz zu halten. Nach diesem katastrophalen Auftritt stellt sich wohl die Frage, ob überhaupt in dieser Saison noch ein Punkt auf die Habenseite der Königseer kommt, die weit weg sind vom Oberliga-Niveau.

Thuringia: Höhne, Cadek, Göring (1), Lächa, Dademasch (3), Friedrich (2), Hüttner (8), Oldenburg (6), Najman (7), Götz (1)



OTZ Rudolstadt 30.01.07

Post SV Gera - SV Thuringia Königsee 33:29 (14:13)

Zu viele Fehler

Handball, Oberliga: Schwaches Niveau beim Königseer Auftritt in Gera
Von Gerd Wagner
Recht zuversichtlich trat der Tabellenvorletzte aus Königsee die Reise zum Ostthüringenderby nach Gera an, wo er den ersten Auswärtspunkt der Saison einfahren wollte. Die Gastgeber waren nach ihrem schwachen Rückrundenauftakt in Bad Langensalza gezwungen, voll auf Sieg zu spielen, um sich bei den eigenen Fans zu rehabilitieren, was die Hohmann-Schützlinge als ein leichtes Plus für sich sahen. Doch das sollte sich in einer insgesamt farblosen Partie ändern. Beide Vertretungen begannen äußerst nervös. Thuringia wie auch Gera verzeichneten zunächst Holztreffer, bevor die Gastgeber den Torreigen eröffneten. Die Rinnestädter standen dem in nichts nach und kamen durch Dademasch in Vorderhand (2:1, 5.). Auch in den folgenden Minuten blieb die Fehlerquote auf Grund des Respekts voreinander hoch, allerdings blieben die Gäste knapp vorn (4:3, 9.) und konnten ihre Führung durch den quirligen Dademasch ausbauen (6:4, 11.). Königsee spielte in diesen Minuten ruhig, versuchte, das Spiel zu kontrollieren, und hätte weiter erhöhen können, was nach mehreren Fehlversuchen Najman vom Punkt auch gelang (9:5, 15.). In den hinteren Regionen hatte man allerdings Schwierigkeiten, Krech und Rosenbaum in den Griff zu bekommen, die ihr Team im Spiel hielten und wieder heran führten (8:10, 18.). Doch die Hohmann-Schützlinge blieben auf der Höhe des Geschehens, behaupteten noch einen Drei-Tore-Vorsprung, der allerdings nach weiteren Fehlern zusammenschmolz und egalisiert wurde (13:13, 28.). Königsee, kurz vor der Pausensirene total von der Rolle, geriet jetzt zu allem Überfluss zum zweiten Mal in Rückstand. Trotz der aufgetretenen Hektik in den letzten Minuten des ersten Durchgangs war noch alles möglich für die Thuringia-Sieben, ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen. Königsee glich zunächst wieder aus und drehte per Konter sogar das Blatt (15:14, 31.). Die Freude währte jedoch nicht lange, da war Post erneut vorn (16:15, 32.). Thuringia hatte mehrfach die Möglichkeit, wieder die Führung zu übernehmen, was ausgelassen wurde, so dass die Gastgeber weiter in Vorderhand blieben und diese leicht ausbauten (20:18, 40.). Königsee verfiel wieder in seinen alten Trott und musste nun aufpassen, dran zu bleiben, zumal Najman vom Siebenmeterpunkt scheiterte (18:21, 41.). Da aber auch Gera mit einer überhöhten Fehlerquote operierte, kamen die Rinnestädter wieder näher (20:21, 44.), doch der Ausgleich wollte nicht fallen. Dafür gelang es Post, sich immer wieder mit zwei Treffern abzusetzen (25:23, 50.). Königsee, durch Zeitstrafe von Friedrich und Disqualifikation von Dademasch auf vier Akteure dezimiert, verspielte nun seine gute Ausgangsposition, als es mit 24:28 (53.) ins Hintertreffen geriet. Thuringia versuchte, sich in der verbleibenden Zeit noch einmal aufzubäumen, setzte auf eine taktische Marschrichtung, die allerdings nicht mehr aufging (27:32, 57.). So blieb es bis zum Ende nur bei der Schadensbegrenzung.

Thuringia: Höhne, Cadek, Oldenburg (3), Götz (1), Najman (7), Hüttner (9), Dademasch (5), Friedrich (1), Göring (3), Knedlik, Lächa



OTZ Rudolstadt 13.01.07

SV Königsee - Ernestiner SV 35:35 (18:15)

Königsee versiebt Doppelpunktgewinn

Handball, Oberliga: Gastgeber lässt in Schlussphase Fans zittern - Punktedifferenz bleibt
Von Gerd Wagner
Die Thuringia-Sieben wollte den Rückstand zum Tabellennachbar verkürzen, um den Anschluss an das untere Mittelfeld herzustellen. Das sah am Ende des ersten Durchgangs auch so aus, allerdings machten die Gäste dem dann einen Strich durch die Rechnung. Auf Königseer Seite sah man mit Kay Förster ein neues Gesicht. Der 17-Jährige kam vom Landesligist Arnstadt. Die Rinnestädter begannen vorsichtig und überließen den Gothaern die Führung. Thuringia steckte das weg, startete zur Aufholjagd und konnte durch Dademasch verkürzen bzw. durch Najman ausgleichen (3:3 - 5.). Die Gastgeber begannen, sich langsam zu stabilisieren und hatten mehrfach die Möglichkeit in Vorderhand zu kommen, was Hüttner gelang (5:4). Die Gastgeber wirkten nun stellungssicher in der Abwehr, setzten ihre sprintstarken Angreifer geschickt ein, welche sich bei den Konterzügen bedankten (7:4). Königsee kam in eine Spiellaune, gepaart mit der entsprechenden Durchschlagskraft, wie man sie lange nicht sah und die Fans auf den Rängen jubeln ließ (12:8 - 15.). Doch die Gäste blieben dem nicht viel schuldig und ließen den Abstand nicht größer werden (14:10 - 20.). Das hätte sich schnell ändern können, wenn Najman seine "Zaubereinlagen" weggelassen hätte. So erhöhte sich die Toredifferenz nur geringfügig, da Thuringia-Keeper Cadek zum Aktivposten wurde. Kurz vor der Pausensirene schlichen sich allerdings Ladehemmungen bei den Hausherren ein, welche die Gothaer wieder näher brachten. Thuringia begann im zweiten Durchgang wieder, die Akzente zu setzen und baute den Vorsprung aus (20:15 - 32.). Auch das beeindruckte den Ernestiner SV noch nicht, der näher kam (18:20 - 35.). Die Partie entwickelte sich zum offenen Schlagabtausch, der die Gothaer abschlussmäßig im Vorteil sah und den Ausgleich in greifbare Nähe brachte (21:22 - 38.), den Cadek zunächst noch verhindern konnte. Als sich allerdings die Fehler häuften bzw. Pech hinzu kam, war es passiert (23:23 - 42.). Nun wurden die Karten neu gemischt. Jetzt war Konzentration und Stehvermögen gefragt, welches Gotha besaß und führte (25:24 - 45.). Die Rinnestädter bekamen nun alle Hände voll zu tun, da sie sich weiter schwer taten und im Hintertreffen blieben (27:28 - 48.). Zehn Minuten vor dem Ende war die Partie an Spannung und Zittereinlagen kaum noch zu überbieten (29:27). Thuringia mühte sich, doch der Spielfluss aus der ersten Halbzeit war weg. Dazu gesellten sich nicht verwertete Hundertprozentige. Doch die Hohmann-Schützlinge kämpften, kamen zum Ausgleich (30:30 - 54.). Dann gelang Najman der Führungswechsel, was die Halle zum Beben brachte (32:31 - 56.). Das Spiel blieb ausgeglichen. Sekunden vor der Schlusssirene kam Gotha per Siebenmeter zum Ausgleich, der die Punkteteilung besiegelte, so dass die drei Punktedifferenz weiter besteht.

Thuringia: Cadek, Höhne, Pojonie(4), Friedrich(5), Dademasch(9), Hüttner(4), Götz, Oldenburg(3), Lächa, Najman(10), Förster



OTZ Rudolstadt 18.12.06

HSV Ronneburg - SV Königsee 34:24 (18:12)

Gegenwehr von Königsee nur von kurzer Dauer

Handball, Oberliga: Deutliche Niederlage in Ronneburg - Personalnot auf der Thuringia-Bank
Von Gerd Wagner
Nicht nur die Dienstältesten des Thüringer-Handball-Oberhauses standen sich in Ronneburg gegenüber, sondern auch die Überraschungsteams des vergangenen Spieltages. Wobei die Königseer in diesem Fall für das Positive verantwortlich waren und gewannen, während die Gastgeber ihre Fans ins Kopfschütteln versetzt hatten. Ronneburg wollte und musste sich für die Schmach von Bad Langensalza revanchieren, was die Hohmann-Schützlinge als ihr Plus sahen, um wieder für Furore zu sorgen. Doch schon in den ersten Minuten mussten die Rinnestädter den unbedingten Willen ihres Kontrahenten anerkennen und sich darauf einstellen. Das machten die Gäste ganz gut, welche konzentrationsmäßig zunächst mithielten und das Match ausgeglichen gestalten konnten (4:4, 7.). Thuringia zeigte in diesen Minuten keinen Respekt vor dem Tabellendritten und hatte mehrfach die Möglichkeit, um nach dem 1:0 erneut in Front zu ziehen, was ausgelassen wurde. So blieben die Mannen vom Königseer Schiefer weiter im Hintertreffen bzw. zur Aufholjagd gezwungen. Dies änderte letztendlich Hüttner, welcher seine Farben zum 6:5 (12.) brachte. Die Freude währte allerdings nicht lange, da hatte sich der HSV erneut nach vorn geschoben. Beide Vertretungen lieferten sich in diesem Zeitraum eine abwechslungsreiche Partie, welche die Tabellenverhältnisse nicht erkennen ließ, zumal Thuringia wieder vorn lag. (8:7, 17.). Doch Coach Hohmann hatte so seine Bedenken über die schnelle Gangart seiner Schützlinge, die mit Kreisläufer Mayer arge Schwierigkeiten hatten. Und als Najman vom Siebenmeterpunkt versagte, Holztreffer folgten bzw. HSV-Keeper Seidemann berühmt geworfen wurde, schuf sich Ronneburg eine Drei-Tore-Differenz (11:8, 22.). Nun schien der Tabellendritte langsam ins Spiel zu kommen, da man immer wieder Mayer am Kreis suchte und auch fand. Just in diesen Minuten vergrößerte sich die Fehlerquote hinten und vorn, welche die Gastgeber gnadenlos bestraften (16:10, 27.). Thuringia behielt in der verbleibenden Zeit seine Schwierigkeiten und musste auf der Hut sein, nicht noch höher in Rückstand zu geraten, um ganz aus dem Rennen zu kommen. Was sich am Ende des ersten Durchgangs anbahnte, setzte sich mit Beginn der zweiten 30 Spielminuten fort. Königsee ließ vorn seine Chancen ungenutzt und kassierte hinten weiter (13:20, 34.). Die Gäste mühten sich zwar, suchten immer wieder ihr Spiel, doch am Abschluss haperte es weiter (15:22, 37.). Als allerdings die Rinnestädter kurzzeitig wieder in die Erfolgsspur fanden (17:22, 39.), vorn trafen und hinten kaum etwas zuließen, schwammen auch die Gastgeber wieder (19:23, 41.). Das war jedoch nur von kurzer Dauer, denn Mayer marschierte weiter durch die Thuringia-Abwehr, auch wenn er nun nicht immer traf. Das taten auch die Rinnestädter, welche selbst Sologänge nicht mehr versenken konnten und nach Görings Verletzung nun auch noch Dademasch nach drei Zeitstrafen verloren, so dass sich Keeper Höhne beim Stand von 20:25 (46.) für das Feld bereit machen musste. Mitte dieses zweiten Durchgangs bekamen die Königseer immer größere Schwierigkeiten, so dass die Gastgeber schalten und walten konnten bzw. die Zehn-Tore-Differenz anstrebten, welche nur noch eine Frage der Zeit war und beim 30:20 (52.) passierte. Fünf Minuten vor dem Ende hieß die Devise nur noch Schadensbegrenzung (22:33) bzw. das Resultat nicht weiter nach oben ansteigen zu lassen. Am Ende feierte Ronneburg, da die Rinnestädter ihr Versprechen, Paroli zu bieten, nicht umsetzen konnten.

Thuringia: Höhne (1), Cadek, Göring, Lächa, Pojonie (3), Dademasch (5), Friedrich (3), Najman (3), Hüttner (9).



OTZ Rudolstadt 11.12.06

SV Thuringia Königsee - SV Goldbach/H. 28:26 (12:14)

Beben im Urgestein

Handball, Oberliga: Mannschaft und Fans nach zweitem Saisonsieg völlig aus dem Häuschen
Von Gerd Wagner
Die Gäste waren der Favorit, doch die Gastgeber hatten nichts zu verlieren. Denn gern erinnerte man sich an das Vorjahr, wo sich die Thuringia-Sieben als Oberliga-Urgestein mit einer Glanzleistung die Punkte sicherte. Vor einer stimmungsvollen Kulisse versuchte Goldbach/Hochheim sofort Druck zu machen. Die Gastgeber behielten klaren Kopf und warfen sich zunächst in Front. Schon jetzt zeigte sich Königsees Keeper Cadek in einer prächtigen Verfassung, der insgesamt 28 Würfe parierte, aber den Führungswechsel nicht verhindern konnte 1:2 (5.). Die Rinnestädter offenbarten zu diesem Zeitpunkt einige Angriffsschwächen, welche ein besseres Resultat verhinderten. Das nutzte der letztjährige Vizemeister und setzte sich ab (5:2, 8.). Die Gastgeber ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken und kämpften sich wieder auf Tuchfühlung (5:6, 11.). Die Freude währte allerdings nicht lange, da hatten sich die Rand-Gothaer erneut abgesetzt (9:5, 14.). Königsee versuchte in dieser Phase alles, brauchte allerdings nach wie vor zu viele Anläufe, um zu Torerfolgen zu kommen (7:9, 17.). Doch die Hohmann-Schützlinge und ihr Anhang konnte jubeln, als Hüttner den Ausgleich und die erneute Führung markierte (10:9, 19.). In diesen Minuten haderte man mit dem pfeifenden Ehepaar Jung (Gera), welches zum Teil nicht nachvollziehbare Entscheidungen traf, welche die Varchmin, Najman & Co. wieder ins Hintertreffen brachten (10:12, 23.). Goldbach/Hochheim wirkte ballsicherer, so dass die Tore-Differenz weiter anwuchs (10:14, 26.). Turbulenzen noch einmal kurz vor der Pausensirene, als sich Coach Hohmann beklagte und "Rot" sah. Nun mit Ex-Coach Rusch auf der Bank, welcher unter den Zuschauern weilte, begann der zweite Durchgang, bei dem beide Teams zunächst das Torgebälk strapazierten, bevor die Gastgeber den Torreigen wieder eröffneten und verkürzten (13:14, 32.). Thuringia hatte jetzt mehrfach die Möglichkeit dem Spiel eine Wende zu geben, doch mehr wie der Ausgleich sprang nicht heraus. Königsee blieb im Hintertreffen (14:16, 36.). Die Rinnestädter nahmen weiter ihr Herz in die Hand und kämpften wie die Löwen, so dass die Partie erneut einen ausgeglichenen Charakter bekam (18:18, 39.). Tollhausstimmung am Schiefer nach 41 Spielminuten, als Königsee sich wieder in Front brachte (19:18). Thuringia schwamm auf der Woge der Begeisterung seiner Fans, allerdings verlor man den jungen Göring durch den roten Karton. Auch in der Folgezeit war die Partie kaum an Spannung zu überbieten, bei der nun die Gäste wieder in Führung kamen (24:23, 50.). Sieben Minuten vor dem Ende entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem die Rand-Gothaer besser aussahen und sich eine Drei-Tore-Differenz schufen (26:23). Drei Minuten vor Ultimo war Königsee erneut im Geschäft und der Sensation nahe, vor allem durch den überragenden Cadek, der in dieser Phase den Blau-Weißen-Angriff verzweifeln ließ (26:26). Und als Pojonie einen schnellen Konter zum 27:26 (59.) versenkte, stand die Halle Kopf. 20 Sekunden vor dem Ende bekamen die Rinnestädter die Möglichkeit der Spielentscheidung per Siebenmeter. Diesen nutzte Najman unter großen Jubel.

Thuringia: Höhne, Cadek, Göring (1), Lächa, Dademasch (4), Friedrich (1), Pojonie (2), Hüttner (5), Najman (12), Varchmin (3), Riwe.


Rolle rückwärts

Handball, Oberliga: Königsee gewinnt mit Ausgemusterten und hat den nächsten Neuzugang
Von Peter Scholz
Königsee. Volker Rusch steht der Schweiß auf der Stirn. Sein gelbes T-Shirt ist durchgeschwitzt. Der Ilmenauer reißt die Arme in die Höhe: "Jaaaaaa!", schreit der ehemalige Trainer des SV Thuringia, während ihm sein Nachfolger Thomas Hohmann um den Hals fällt. Sozusagen im Duett machen die beiden die Sensation perfekt und führen am Samstag den Tabellenvorletzten gegen den Favoriten zum zweiten Saisonsieg.
"Bei uns alten Leuten reicht die Kraft nur noch für eine Halbzeit", sagt Rusch lachend, nachdem er in der Halbzeit auf der Bank der Königseer Platz nahm. Kurz vor dem Pausenpfiff hatte Hohmann die rote Karte gesehen - und für Geschäftigkeit bei Eckard Möbius gesorgt. Der Handball-Abteilungsleiter bittet den Ex-Coach um eine halbstündige Hilfe: "Da hab ich nicht lange überlegt", sagt Rusch, der kurz vor der Begegnung mit einer Achillessehnen-Reizung als Zuschauer noch auf die Tribüne gehumpelt war.
Absprachen habe es nicht gegeben: "Wir beide haben die gleiche Handball-Philosophie", freut sich Hohmann über das Engagement von Rusch. Das sorgt mit dafür, dass der Tabellenletzte das Spiel noch dreht. Und wie hat Rusch die Spieler motiviert? "Ich habe ihnen gesagt, sie müssen vorn Gras fressen. Dann fallen auch die Tore." Und spätestens nach den ersten taktischen Hinweisen ist der Ex-Coach, der aus beruflichen Gründen am Ende der vergangenen Saison den Trainer-Job an den Nagel hängte, wieder "drin" im Geschäft.
"Der Sieg ist so wichtig für die Moral", jubelt Möbius, der allerdings trotz des Erfolges auch künftig nicht mit zwei Trainern agieren will. Zumindest in dieser Hinsicht scheint bei den Königseer eine "Rolle rückwärts" unwahrscheinlich. Im Gegensatz zu den Spielern: Steffen Varchmin - eigentlich schon in den Oberliga-Ruhestand verabschiedet - wirbelt seit ein paar Spielen wieder kräftig mit und zeigte vor allem im samstäglichen Spiel seine ordnende Hand. Und dann durfte den Sieg auch noch Jens Riwe auskosten, als er Sekunden vor dem Spielende auf das Feld geschickt wurde.
Nicht nur wegen der Rückkehrer herrscht in Königsee wieder Handball-Zuversicht: "Im Januar werden wir noch einmal angreifen", ist Möbius optimistisch. Notfalls wohl auch als Spielgemeinschaft Königsee/Arnstadt. Denn nach Pojonie, Dademasch, Friedrich und (seit zwei Wochen) Hüttner ist ab kommendem Wochenende der fünfte Arnstädter für Thuringia spielberechtigt: Der A-Junior Kay Förster von Motor Arnstadt sah sich am vergangenen Sonnabend bereits seine künftigen Mitspieler an.
Eine halbe Stunde nach Spielende verabschiedet sich Rusch von den Fans im Foyer der Sporthalle. Humpeln tut er nicht mehr: Was Königseer Erfolge doch für heilende Wirkung haben können. . .

OTZ Rudolstadt 04.12.06

LSV Ziegelheim - SV Königsee 45:30 (24:14)

Königsee auf verlorenem Posten

Handball, Oberliga: Thuringia kassiert beim Tabellenführer klare 30:45-Niederlage
Von Gerd Wagner
Zwei neue Gesichter hatten die Rinnestädter zum Tabellenführer mitgenommen. Zum einen den Blitztransfer Michael Hüttner vom Landesligisten Motor Arnstadt gekommen und zum anderen das 17-jährige Nachwuchstalent Kristian Knedlik. Besonders der lange Hüttner mit seiner einstigen Oberligaerfahrung sollte die Abwehr stabilisieren und vorn für Treffer sorgen. Schon in den Anfangsminuten sahen die Gäste alles andere als gut aus. Der Spitzenreiter ließ keine Zweifel aufkommen, wer Herr im Hause ist und setzte sich nach dem 1:1 schnell ab (5:1, 5.). Thuringia hatte zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch nicht seine mannschaftliche Geschlossenheit gefunden, leistete sich Fehler über Fehler. Doch die Gäste versuchten das zu verkraften und setzten zur Ergebniskosmetik an (4:7, 8.). Auch in den folgenden Minuten spielte der LSV wie entfesselt, dem die Hohmann-Schützlinge kaum etwas entgegenzusetzen hatten (11:6, 13.). Und immer wieder war es Torschützenkönig Moritz, der traf. Es bahnte sich eine torreiche Partie für die Gastgeber an, die nur wenige Angriffszüge ausließen, während bei den Königseern technische Fehler gepfiffen bzw. der LSV-Keeper Hahn berühmt geworfen wurde (14:8, 16.). Auch eine Aus-Zeit brachte Thuringia nicht weiter, so dass sich in den ersten 30 Spielminuten eine Zehn-Tore-Differenz anbahnte (11:19, 24.). Diese konnte die Thuringia-Sieben beim 12:22 (28.) dann nicht mehr verhindern. Königsee präsentierte sich weiter abwehrmäßig grottenschlecht. Nach dieser Ratlosigkeit gab es in der Pause großen Redebedarf. Und es konnte nur besser werden, den noch schlechter konnte man in der Abwehr einfach nicht mehr spielen. Doch schon die ersten Angriffe der Gastgeber zeigten das gleiche Dilemma in der Hintermannschaft, welche wie angewurzelt stand (26:16, 37.). Einziger Lichtblick, man traf vorn noch mit und ließ den Abstand nicht größer werden. Thuringia konnte seine Abwehrlücken nicht schließen, was die LSV-Akteure gnadenlos nutzten und sich weiter absetzten (31:19, 40.). 20 Minuten vor dem Ende schienen sich die Rinnestädter langsam aufzugeben. In diesen Minuten konnte man allerdings den Ziegelheimern danken, welche in ihrer Konzentration nachließen, so dass das Resultat einigermaßen in Grenzen blieb und wieder unter die Zehn-Tore-Differenzmarke sank (32:23, 46.). Wer nun dachte, es wird etwas besser, sah sich getäuscht. Ziegelheim marschierte erneut nach Belieben durch die Deckung der Rinnestädter (38:26, 52.). Thuringia mühte sich weiter um Schadensbegrenzung, doch die Gastgeber waren kaum zu stellen. Vier Minuten vor dem Ende wurde schon gefeiert, zumal der 40. Treffer fiel, dem man noch einige folgen ließ. Auf Seiten der Gäste sollte man diese Partie schnell vergessen und sich auf die nächsten schweren Aufgaben konzentrieren.

SV Thuringia Königsee: Höhne, Cadek - Lächa (1), Göring (3), Friedrich (6), Dademasch (7), Najman (7), Hüttner (5), Knedlik(1).

OTZ Rudolstadt 26.11.06

SV Thuringia Königsee - HSV Blankenburg 32:34 (12:16)

Königsee der Sensation nahe

Handball, Oberliga: Bad Blankenburg gewinnt Kreisderby ganz knapp - Schwache Schiris
Von Gerd Wagner
Das im Vorfeld zum David-gegen-Goliath-Duell deklarierte Kreisderby im Thüringer-Handball-Oberhaus bekam am Sonnabend nur selten diesen Aspekt. Die Königseer ließen den Favoriten und Aufstiegsanwärter kaum zur Entfaltung kommen, sich von größeren Rückständen nicht beeindrucken und hatten sogar in der Schlussphase dieser Begegnung ein Resultat mit sensationellem Anstrich in den Händen.
Doch zunächst hatte der zahlenmäßig stark mitgereiste HSV-Anhang Grund zum Jubeln, da ihre Mannen die Führung erzielen konnten. Auf Königseer Seite setzte Najman einen Strafwurf an den Pfosten, so dass die Kurstädter ihre Führung ausbauen konnten (3:1, 4.). Die Partie pegelte sich in den Anfangsminuten auf eine Zwei-Tore-Differenz ein, da die Gastgeber mehrfach ihre Möglichkeiten ungenutzt ließen. Die Gäste wirkten dagegen konsequenter, fanden allerdings jetzt in den Thuringia-Keepern Cadek und Föhr ihre Meister.
Königsee kämpfte verbissen und wurde belohnt mit dem Ausgleich und der erstmaligen Führung (6:5, 11.). Bad Blankenburg ließ jedoch mit der Antwort nicht lange auf sich warten. Dieser Spielstand und der leidenschaftliche Kampf auf beiden Seiten war die nötige Würze für dieses ewig brisante Derby, welches die Gastgeber weiter knapp vorn sah (7:6, 13.), was sich schnell wieder änderte. Der HSV Bad Blankenburg kam in diesen Minuten zu drei Toren in Folge, welche die Rinnestädter zurückwarfen (7:10, 18.). War das bereits der Knackpunkt für die Gastgeber? Es hatte den Anschein, da Thuringia nach vorn weiter sündigte und der HSV traf (12:8, 20.). Einen höheren Rückstand verhinderte in diesen Minuten Torhüter Cadek. Doch die Gäste wurden in dieser Phase spielbestimmender und Königseer Treffer waren weiterhin Mangelware, da selbst Strafwürfe nicht untergebracht wurden (9:15, 24.). Die Rinnestädter gaben nicht auf, scheiterten jedoch mehrfach am HSV-Schlussmann Recknagel. Kurz vor der Pausensirene wurde das Resultat wieder etwas freundlicher aus Königseer Sicht (12:16, 29.).
Noch einmal 30 Spielminuten pure Leidenschaft wünschte man sich für den zweiten Durchgang, der zunächst von Fehlwürfen geprägt war, bevor die Gäste den Torreigen wieder eröffneten (17:12, 32.), welche allerdings Wiegand durch den roten Karton verloren. In diesen Minuten wurde die Partie härter aber nicht unfair, was die Königseer zum Verkürzen nutzten (16:17, 35.). Der HSV begann erstmals zu wackeln und forderte die Unterstützung von den Rängen, da die Rinnestädter nun ausglichen und Bad Blankenburg Meilahn sowie später noch Jahn per roter Karte verlor. Die Partie war nun wieder völlig offen mit Treffern auf beiden Seiten, allerdings mehr für den Tabellenzweiten, welcher sich wieder in Front schieben konnte (20:18, 39.). Königsee warf weiterhin all seine Kampfkraft in die Waagschale und blieb dran (20:21, 42.).Als jedoch Recknagel erneut mehrere Einschläge verhindern konnte, bedankten sich seine Vorderleute mit einem Vier-Tore-Vorsprung (24:20, 44.). Bei den Rinnestädtern schien nun die berühmt berüchtigte Flautezeit anzubrechen, da im Vorwärtsgang nicht mehr viel lief. Bad Blankenburg hatte nun die Partie wieder fester in der Hand und schien auf dem Weg zum sicheren Doppelpunktgewinn zu sein (26:21, 46.), denn noch einen Aufholkraftakt traute man den Hohmann-Schützlingen wirklich nicht zu. Doch die Najman, Varchmin & Co. kämpften und zerrten weiter mächtig an den Ketten (24:27, 50.). Die Kurstädter blieben cool, nutzten ihre Möglichkeiten besser und ließen ihren Vorsprung wieder deutlicher werden (29:24, 52.).Der HSV war insgesamt die spielerisch bessere Mannschaft, dem die Königseer großen Kampfgeist entgegensetzten, so dass die Fans auf der Tribüne ein rassiges Kreisderby verfolgen konnten, welches in der Schlussphase noch einmal zu brodeln begann.
Thuringia Königsee spielte sich noch einmal ins Geschäft, als Friedrich drei Mal in Folge ins Bad Blankenburger Tor traf und seine Farben zum 29:30 (57.) brachte. Erneut begannen die Kurstädter zu wanken, die sich durch einen Treffer von Oertel retteten (31:29, 58.). Die Partie wurde in den letzten Sekunden noch einmal zum offenen Schlagabtausch, welcher die Königseer jedoch weiter hinten sah (32:33, 59.) Gastgeber Thuringia lief nun die Zeit davon, zumal die Gäste in letzter Sekunde sich aller Sorgen entledigten. Nicht berauschend in diesem Kreisderby war die Leistung der beiden Schiedsrichter Dähne und Jakob aus Bad Klosterlausnitz bzw. Vieselbach.

SV Thuringia Königsee: Cadek, Föhr - Göring (5), Götz (1), Lächa, Friedrich (5), Najman (11), Pojonie (2), Varchmin (3), Brähne (4), Riwe (1).

HSV Bad Blankenburg: Jahn, Recknagel - Ardan (6), Sternkopf (2), Sabrsula (4), Wiegand, Meilahn, Oertel (9), Jäschke (3), Hanl, Gäbler (1), Reichmann, Hellwig (9).

Schiedsrichter: Dähne/Jakob (Bad Klosterlausnitz/Vieselbach).

OTZ Rudolstadt 09.11.06

SV Thuringia Königsee - SV Hermsdorf 27:33 (12:14)

Thuringia schlägt sich wacker

Handball, Vereinspokal: Gegen Regionalligist kein Klassenunterschied erkennbar
Von Gerd Wagner
Das aus Punktspielgründen des Regionalligisten Hermsdorf vorverlegte Achtelfinalspiel um den Thüringer Vereinspokal sah den Gast trotz einiger Ausfälle als klaren Favorit. Das wollte der SVH auch vom Anpfiff weg unterstreichen. Er hatte allerdings die Rechnung ohne die Rinnestädter gemacht, welche in diesem David-Goliath-Duell voll mitmischten. Doch zunächst lief es hüben wie drüben nicht ganz nach Wunsch. Mit der Zeit fanden die Holzländer zu ihrer Durchschlagskraft und gingen in Führung (2:0 - 3.). Thuringia ließ sich davon nicht beeindrucken und erzielte den Ausgleich (2:2 - 4.). Auch in der Folgezeit blieb die Partie offen, da die Rinnestädter keinen Respekt zeigten, allerdings konnte Hermsdorf weiter vorlegen. Als jedoch weitere Treffer der Gastgeber ausblieben, setzen sich die Gäste ab (3:6 - 10.). Die Königseer kämpften aufopferungsvoll weiter und wurden belohnt durch den treffsicheren Dademasch (6:6 - 13.). In dieser Phase hatten die Hohmann-Schützlinge ein weiteres Mal die Möglichkeit, in Vorderhand zu kommen, was ungenutzt blieb. Dies gelang dann allerdings Göring (8:7 - 17.) sowie Najman (10:9 - 21.), bevor sich die Rinnestädter erstmals eine Zwei-Tore-Differenz schufen (11:9 - 21.). Fünf Minuten vor der Pausensirene war Hermsdorf wieder da, markierte den Einstand bzw. die Führung (11:12 - 26.), welche bis zum Seitenwechsel noch leicht ausgebaut wurde. Nach dem guten Auftritt des Tabellenvorletzten der Thüringer Handball-Oberliga im ersten Durchgang, hoffte man das auch für die zweiten 30 Spielminuten, die zunächst wieder den Ausgleich brachten (14:14 - 32.). Doch nach wie vor blieben die Gastgeber hinten und mussten weiter zur Aufholjagd blasen, zumal sich der Rückstand nun mit einem Schlag vergrößerte (15:18 - 35.). Thuringia wirkte nun in der Abwehr unaufmerksam, was der abstiegsbedrohte Regionalligist nutzte und einen Drei-Tore-Vorsprung hielt (20:17 - 38.). Wer nun dachte, der Favorit zieht seine Kreise, sah sich getäuscht. Die Rinnestädter spielten weiter munter mit und ließen keinen Klassenunterschied erkennen (20:21 - 42.), was auch der erneute Ausgleich von Pojonie bestätigte (22:22 - 44.). Hermsdorf tat sich schwer und hatte es den ausgelassenen Möglichkeiten der Königseer zu verdanken, dass man weiter in Führung blieb (23:25 - 47.). Gut zehn Minuten vor dem Ende der Partie dann doch wieder klarere Verhältnisse, da sich die höherklassigen Gäste weiter absetzen konnten (23:26 - 49.). Auch sechs Minuten vor Ultimo war trotz des Spielstandes von einem David und Goliath nichts zu erkennen, obwohl Hermsdorf nun mit fünf Toren am Schiefer führte und Königsee bei Holztreffern Pech hatte. Ganz kurz vor der Schlusssirene wurde das Resultat dann etwas standesgemäßer. Doch die Thuringia-Sieben bot alles in allem eine beherzte und gute Partie, auf die man - sollte es in den Punktekampf umgesetzt werden - in der Zukunft aufbauen kann.

Thuringia: Höhne, Cadek, Lächa, Götz, Göring (5), Friedrich (1), Dademasch (8), Najman (12), Pojonie (1).

OTZ Rudolstadt 06.11.06

SV Thuringia Königsee - ESV Lok Meiningen 27:13 (13:6)

Königsee diktiert das Kellerduell

Handball, Oberliga: Durststrecke gestoppt - Thuringia-Keeper Höhne lässt Gäste verzweifeln
Von Gerd Wagner
Nach äußerst knappen Resultaten, die nichts Zählbares für die Königseer brachten, sollte es nun in diesem Kellerduell klappen. Doch die ebenfalls noch punktlosen Südthüringer wollten auch dieses Dilemma beenden, so dass man mit einer nervenaufreibenden Partie rechnen musste. Das war am Ende nicht so, da die Gastgeber das Match diktieren konnten und mit Höhne einen Mann im Kasten hatten, der hielt, was zu halten war, und die Lok-Angreifer verzweifeln ließ. Thuringia, ohne Oldenburg und Anders, versuchte, vom Anpfiff weg die Akzente zu setzen, was Meiningen durchkreuzte und sich zunächst nach dem 0:1 mit 2:1 (4.) in Vorderhand brachte. Die Rinnestädter suchten weiter ihr Spiel, wurden stärker, hatten allerdings die eine oder andere Abschlussschwierigkeit. Da auch das Schlusslicht mit diesen Problemen zu kämpfen hatte, konnten sich die Gastgeber langsam absetzen (6:2, 11.). In diesen Minuten erwies sich Thuringia-Keeper Cadek als wahrer Siebenmetertöter, doch Lok kam und kämpfte sich heran (5:7, 16.). Mit Torerfolgen bei Tempogegenstößen sorgten die Hohmann-Schützlinge allerdings wieder für klarere Fronten (10:5, 21.). Die Königseer hatten die Partie in sicherer Hand, sündigten allerdings mit ihren Möglichkeiten, so dass das Resultat für die Gäste schmeichelhaft war. Kurz vor der Pausensirene hatte sich das Spiel auf eine Fünf-Tore-Differenz eingepegelt, welche die Rinnestädter nun noch ausbauten. Mit einer klaren Führung im Rücken konnten die Königseer ohne eine nervliche Belastung an die zweiten 30 Spielminuten gehen, denn die halbe Miete zum ersten Doppelpunktgewinn sollte zu diesem Zeitpunkt eingefahren sein, was nicht nur die kühnsten Optimisten so sahen. Die ersten Minuten hatten die Gastgeber in Unterzahl zu überstehen, was ohne Gegentreffer über die Bühne gebracht wurde. In der Folgezeit übernahmen die Hausherren wieder das Kommando und bauten den Vorsprung weiter aus (16:7, 35.). Königsee schickte sich an, eine Zehn-Tore-Differenz herauszuspielen, gegen die sich die Lok-Sieben mit allen Mitteln wehrte. Nach guten Reflexen von Schlussmann Höhne und einem Treffer des jungen Götz war es beim 18:8 (42.) dann doch so weit, was die Meininger nun nicht mehr verhindern konnten. Thuringia ließ trotz des komfortablen Vorsprungs die Zügel nicht schleifen und setzte die Südthüringer weiter unter Druck. Allerdings ließ bei manchen Aktionen der Abschluss zu wünschen übrig (22:9, 51.). Das wurde den Akteuren um ihren überragenden Schlussmann Höhne verziehen, denn niemand glaubte noch an einen Einbruch, zumal der Vorsprung weiter bestand hatte (24:11, 54.). Fünf Minuten vor dem Ende waren alle Messen gelesen. Während Königsee seine Durststrecke stoppen konnte, hält diese bei Meiningen an.

Thuringia: Höhne, Cadek, Götz (1), Göring (4), Friedrich (4), Dademasch (6), Najman (10), Varchmin (1), Pojonie (1), Brähne

OTZ Rudolstadt 30.10.06

SV Thuringia Königsee - SG Erfurt/Bad Langensalza 32:33 (15:13)

Torpfosten verhindert ersten Saisonpunkt

Handball, Oberliga: Königsee im Pech
Von Gerd Wagner
An alter Ausweich-Wirkungsstätte Gehren wollten die Thuringia-Akteure ihre ersten Saisonpunkte einfahren. Und dass man dies mit aller Macht wollte, zeigte die Aufstellung, wo die verabschiedeten Steffen Varchmin und Gernot Brähne auftauchten. Doch es war Vorsicht geboten, denn dieser absolute Neuling im Thüringer-Handball-Oberhaus hat seine Spiele bisher nur äußerst knapp verloren. Das prägte auch die Auftaktphase, die ausgeglichen verlief und die Thuringia vorn sah (3:2, 3.). In diesen Minuten präsentierten sich Cadek im Königseer Gehäuse als starker Rückhalt und vorn wirkte Oldenburg treffsicher, welcher mit vier Treffern seine Farben zum 5:3 (7.) brachte. Die Gäste aus Westthüringen kamen mehr und mehr unter Druck, da sich ihr Rückstand vergrößerte (3:7, 8.).Beim Gastgeber lief zu diesem Zeitpunkt alles wie am Schnürchen, was auch auf den Rängen der Schobse-Sporthalle zur Kenntnis genommen wurde. Nach knapp einer Viertelstunde Spielzeit hatte sich die Partie eingepegelt, in der die Königseer sich einen Drei- bis Vier-Tore-Vorsprung erspielten (9:5). Allerdings schlichen sich just zu diesem Zeitpunkt die ersten Leichtsinnsfehler ein, welche die Gäste nutzten (7:9, 18.). In dieser Phase machte das Altenburg/Eisenberger Schiedsrichterduo auf sich aufmerksam mit einigen nicht nachvollziehbaren Entscheidungen, welche keine Wirkung bei den Hohmann-Schützlingen hinterließen (13:10, 23.). Doch Cadeks starker Auftakt gehörte der Vergangenheit an, so dass Erfurt/Bad Langensalza dran blieb und den Ausgleich vor Augen hatte. Im zweiten Durchgang konnten sich die Gastgeber zunächst wieder leicht absetzen (17:13, 32.). Doch Thuringia durfte sich in diesen Minuten keine Unkonzentriertheiten leisten, auf die die Gäste nur warteten. Oldenburg gelang schon früh sein zehnter Treffer, welcher seine Farben auf Siegkurs hielt (20:17, 36.). Und als auch Najman immer besser die Lücken fand, baute Königsee die Führung weiter aus (23:18, 38.). Die Freude währte jedoch nicht lange, da die Rinnestädter hinten und vorn zu patzen begannen (24:22, 43.). Doch Thuringia fing sich im richtigen Moment (27:23, 46.). Der Neuling steckt auch weiterhin nicht auf und blieb im Rennen (26:28, 49.). Erfurt/Bad Langensalza witterte Morgenluft, da der Ausgleich nahe war, den Najman zunächst verhinderte (29:27, 52.), aber den Gästen per Siebenmeter gelang (29:29, 53.) und in Vorderhand kamen (30:29, 54.). Mehr noch: Der Gast kam zu einer Zwei-Tore-Führung (31:29, 56.). Königsee warf noch einmal alles in die Waagschale, doch die Gäste blieben knapp vorn (32:31, 59.). In den Schlusssekunden traf Oldenburg nur noch einmal das Torgebälk, was die sechste Niederlage in Folge besiegelte.

Thuringia: Höhne, Cadek, Götz (2), Göring (2), Friedrich(2), Oldenburg (12), Najman (9), Brähne, Varchmin (5)


OTZ Rudolstadt 23.10.06

HBV Jena - SV Königsee 23:24 (13:12)

Thuringia-Sieben kann vorzeitiges Aus vermeiden

Handball, Thüringer Vereinspokal: Glücklicher Sieg gegen einen gleichwertigen unterklassigen Gegner
Von Gerd Wagner
Die mit argen Besetzungsproblemen nach Jena gereisten Königseer konnten bei ihrem ersten Pokalauftritt gerade noch ein vorzeitiges Aus vermeiden. Ohne zahlreiche Stammspieler antretend, musste der Oberligist die Gleichwertigkeit der unterklassigen Zeiss-Städter anerkennen und kam am Ende zu einem glücklichen Sieg, welcher das Weiterkommen im Thüringer Vereinspokal bedeutete. In der jederzeit abwechslungsreichen und spannenden Partie sahen die Zuschauer zunächst eine 2:0-Führung der Rinnestädter, welche der Gastgeber zum 3:2 wenden konnte. Von nun an begann eine kurze Zeit des Hinterherlaufens, bis die Thuringia-Sieben sich erneut wieder mit 6:5 in Vorderhand schieben konnte und den Vorsprung ausbaute (8:6). Auch dies brachte noch nicht die nötige Ruhe, da die Hohmann-Schützlinge zu viele Möglichkeiten ungenutzt ließen und in der Abwehr mit erheblichen Lücken operierten, welche der Landesligist nutzte und das Blatt erneut wenden konnte (9:8). In den verbleibenden Minuten bis zur Pausensirene hatte nun die knappe Jenaer Führung bestand, wobei die Gäste lediglich noch dreimal zum Ausgleich kamen, aber auch kurz mit zwei Toren im Hintertreffen lagen (11:13).Mit Beginn des zweiten Durchgangs wirkten die Königseer konzentrierter, wurden spielbestimmender und kippten dieses Pokalmatch zu ihren Gunsten. Nach dem Ausgleich folgte postwendend die Führung, welche zunächst auf eine Zwei-Tore-Differenz ausgebaut wurde. Mit der Zeit ließen die Rinnestädter kurz den Spielklassenunterschied erkennen, als man sich weiter absetzte, was auch ein Verdienst von Thuringia-Keeper Höhne war (19:15). Wer nun glaubte, der Rest wird zum Spaziergang und der HBV baut ab, sah sich getäuscht. Jena warf noch einmal all seine Kampfkraft in die Waagschale und gestaltete diesen Pokalfight erneut offen (18:19). Thuringia begann allerdings langsam damit, die Partie zu kontrollieren, setzte sich erneut leicht ab (21:18) und ließ nun keinen Ausgleich mehr zu, obwohl dieser noch mehrfach in der Luft lag. Kurz vor der Schlusssirene reichte ein 24:22-Vorsprung, da die Gastgeber nur noch Ergebniskosmetik betreiben konnten.

Thuringia: Höhne - Friedrich (5), Najman (10), Götz (3), Göring (4), Oldenburg (2), Seifert, Lächa.
Schiedsrichter: Kirchhöfer/Siebert (Thal/Breitungen)

OTZ Rudolstadt 17.10.06

HV Spielzeugstadt Sonneberg - Thur. Königsee 30:29 (13:11))

Königsee lässt Tabellenführer zittern

Handball, Oberliga: Thuringia nach zwei verletzungsbedingten Ausfällen gehandicapt
Von Gerd Wagner
Von der Tabellenkonstellation her standen die Königseer vor einer kaum lösbaren Aufgabe beim aktuellen Tabellenführer. Doch die Rinnestädter überraschten mit einem sehenswerten Spiel, verkauften sich so teuer wie möglich und ließen die Sonneberger bis zur Schlusssirene zittern. Thuringia begann abwehrmäßig ganz stark, brauchte allerdings im Vorwärtsgang zu viele Anläufe zu etwas Zählbaren (2:0, 4.), was zu diesem Zeitpunkt bei den Gastgebern noch gravierender war. In dieser Auftaktphase hätte sich die Thuringia-Sieben schon einen schönen Vorsprung herausspielen können, doch Dademasch scheiterte mehrmals. Nach acht Spielminuten platzte auch der Knoten beim HVS, welcher seinen ersten Treffer beim 1:3 erzielte. Mit der Zeit kamen die Sonneberger besser zum Zuge, doch die Oldenburg, Najman & Co. hielten weiter dagegen, da sich Thuringia-Keeper Cadek als ein Meister seines Faches erwies und hielt, was zu halten war (4:3, 12.). In diesen Minuten große Aufregung auf der Königseer Bank, da es nach einem Foul an Dademasch nicht gut bestellt war für den Außen, der auch nicht wieder zum Einsatz kam. Doch nach wie vor lagen die Gäste vorn (7:5, 16.), die weiter geschickt ihr Spiel aufzogen, allerdings quälte sich auch Anders mit einer Knieverletzung über die Zeit. Als in den weiteren Minuten weiterhin viel Leerlauf bzw. Fehler das Königseer Spiel bestimmten, drehte der Tabellenführer das Match zu seinen Gunsten (9:7, 21.). Die Rinnestädter kämpften aufopferungsvoll weiter und erreichten wieder den Ausgleich (10:10, 25.). Der Favorit rüttelte nun mächtig an den Ketten (13:11.).Die Königseer zogen sich auch mit Beginn des zweiten Spielabschnittes weiter achtbar aus der Affäre, wo man erneut ausgleichen konnte (14:14, 33.). In diesen Minuten fielen die Treffer wie reife Früchte, da beide Torhüter nichts zu bestellen hatten. Freude auf Seiten der Gäste, die durch Najman wieder in Front ziehen konnten (17:16, 37.). Auch in der Folgezeit blieben die Thuringia-Akteure auf der Höhe des Geschehens, welche sich allerdings die Führung wieder aus der Hand nehmen ließen (18:19, 41.) und die Sonneberger ziehen lassen mussten (18:21, 43.). Die Hohmann-Schützlinge ließen sich davon nicht beeindrucken und verkürzten (22:23, 47.), mussten aber nun nach Dademasch auch auf Anders verzichten. Diesen Schock nutzten die Gastgeber, die sich erneut absetzten (26:23, 51.). Wer nun dachte, Königsee bricht zusammen, sah sich getäuscht. Thuringia kämpfte sich auf Tuchfühlung (25:26, 55.), was aber keinen langen Bestand hatte (25:28, 57.). In den letzten Spielminuten setzten die Rinnestädter alles auf eine Karte. Ein Remis kam beim 28:29 (59.) wieder in den Bereich des Möglichen, was Sonneberg mit dem letzten Angriff zunichte machte.

Thuringia: Höhne, Cadek, Anders (4), Lächa, Götz, Göring (3), Najman (11), Dademasch (1), Friedrich (4), Oldenburg (6).

OTZ Rudolstadt 09.10.06

SV Thuringia Königsee - ThSV Eisenach II 31:37 (16:15)

Königsee kassiert vierte Niederlage

Handball, Oberliga: Thuringia-Sieben bleibt im Oberhaus weiter ohne Punktgewinn
Von Gerd Wagner
Nach ihren drei Auftaktniederlagen wollten die Königseer nun in ihrem zweiten Heimspiel des noch jungen Spieljahres 2006/2007 die ersten Punkte auf die Habenseite bringen. Doch es war vom Anpfiff weg Vorsicht geboten gegen die junge quirlige Zweit-Bundesliga-Reserve aus Eisenach, welche diesen Traum nach den 60 Spielminuten zerstörte. Königsee begann zwar zielstrebig, ließ sein Vorhaben erkennen, doch die Wartburgstädter hielten in dieser Auftaktphase mit und glichen jeweils die Führung der Rinnestädter aus (2:2, 6.). Mit der Zeit kamen die Hohmann-Schützlinge besser zum Zuge und hatten die Möglichkeit sich ein Polster zu verschaffen, was Dademasch nicht gelang (4:2, 8.). Auf der Gegenseite nutzte der ThSV II diese Situationen zum Ausgleich bzw. zum Führungswechsel (6:5, 13.). Auch in den weiteren Minuten blieb Thuringia in der Verfolgerrolle, da im Vorwärtsgang zu viele Möglichkeiten ungenutzt blieben (7:8, 17.). Als sich die Wartburgstädter dem anschlossen schlugen die Mannen vom Schiefer zu und wendeten das Blatt (11:9, 21.). Doch die Freude währte erneut nicht lange (11:11, 23.). Allerdings brachten zwei erfolgreiche Gegenzüge den erneuten Zwei-Tore-Vorsprung (13:11, 24.). Mehr ließen die Eisenacher jedoch nicht zu, welche fast postwendend immer wieder ausglichen und erneut in Vorderhand kamen (14:13, 27.). In den letzten Minuten des ersten Durchgangs wurde die Partie zum offenen Schlagabtausch, die wieder Königsee knapp vorn sah. Mit 16:15 ging es in die Pause. Abwechslungsreich ging es auch mit Beginn des zweiten Spielabschnittes weiter, wo die Thuringia-Sieben sich wieder eine Zwei-Tore-Differenz schuf (18:16, 33.). Just in diesen Minuten wurde das Spiel hektischer und Najman bzw. Oldenburg in persönlichen Gewahrsam genommen, was den Gästen zu Gute kam (20:20, 39.). Bei den Gastgebern häufte sich nun die Fehlerquote, was die Eisenacher nutzten wieder die Führung zu übernehmen und diese nun ausbauten (23:21, 43.). Für die Königseer begann nun die entscheidende Spielphase, um sich wieder ins Gespräch zu bringen, was ihnen nicht gelang (21:25, 45.). Die Wartburgstädter wurden in diesen Minuten der Begegnung immer selbstbewusster und steuerten auf die Zehn-Tore-Differenzmarke zu (30:22, 50.). Mit diesem Spielstand war auch der nächste Traum der Gastgeber vom ersten Punkt geplatzt, da man sieben Minuten vor dem Ende nur noch zur Schadensbegrenzung verurteilt war (26:33). Und das sah in dieser Schlussphase nicht schlecht aus (30:35, 57.). Doch kurz vor der Schlusssirene waren längst die Würfel gegen Thuringia gefallen.

Thuringia: Höhne, Cadek - Anders (4), Pojonie, Friedrich (3), Dademasch (9), Göring, Oldenburg (5), Najman (10), Götz, Lächa.
Schiedsrichter: Lugauer/Schuster (Erfurt).

OTZ Rudolstadt 02.10.06

SV Hermsdorf II - SV Königsee 21:17 (10:10)

Königseer Sieben verfehlt ersten Punkt knapp

Handball, Oberliga: Begegnung bei der Regionalligareserve in Schlussphase verloren
Von Gerd Wagner
Die Königseer, welche mit einem Fehlstart in diese Saison gestartet sind, wollten den Bock unbedingt beim Aufsteiger umstoßen. Doch das sollte für die Thuringia in Hermsdorf äußerst schwer werden. Den Rinnestädtern klebte das Pech in der Anfangsphase an den Händen, als zwei Angriffe am Torgebälk landeten. Najman machte das dann besser und brachte seine Farben in Führung. Die Freude währte allerdings nicht lange, da die Gastgeber das Blatt schnell wenden konnten und in Front blieben (3:2, 5.). Thuringia spielte gefällig mit, vergab aber viele Angriffsversuche, so dass der SV Hermsdorf II seinen Vorsprung leicht ausbauen konnte (5:3, 10.). Trotz ihrer Führung rissen auch die Gastgeber noch keine Bäume aus, was den Rinnestädtern zugute kam (4:5,13.). Als Königsees Angriffsmisere nicht abreisen wollte, nutzte das Hermsdorf und setzte sich weiter ab (8:4, 18.). In diesen Minuten häufte sich die Fehlerquote weiter für die sich die Gastgeber bedankten (10:4, 20.). Die Gäste suchten weiter ihr Spiel, was sie langsam fanden und verkürzten (8:10, 24.). Thuringia schien sich in diesen Minuten zu festigen und gestaltete das Spiel kurz vor der Pause ausgeglichener. Königsee versuchte mit Beginn des zweiten Durchgangs an die Vorpausenleistung anzuknüpfen, was bei Fehlversuchen und einem vergebenen Siebenmeter nicht gelang, so dass die Gastgeber wieder in Front ziehen konnten (11:10, 35.). Die Königseer rackerten, leisteten sich aber weiterhin Fehlabspiele. Sie blieben allerdings im Rennen (12:12, 38.), da Zadek mehrfach glänzte, und vorn war es nun Najman, der die Rinnestädter in Führung warf (13:12, 41.). Thuringia kämpfte nun mit Bravour und hätte sich ein Torpolster schaffen können, was nicht so richtig gelang (15:13, 46.), da die Fehlerquote weiter hoch blieb. Hermsdorf schaffte so wieder den Ausgleich und war drauf und dran das Blatt wieder zu wenden, was ihnen auch gelang (16:15, 50.). Zehn Minuten vor dem Ende war noch alles möglich für die Hohmann-Schützlinge, die allerdings wieder einen Zwei-Tore-Rückstand hinterherlaufen mussten (15:17, 56.), den Najman verkürzen konnte (16:17, 57.). Als die Gäste versuchten mit der Brechstange zum Torerfolg zu kommen und sich Zeitstrafen einhandelten setzte sich die Hermsdorfer Regionalligareserve in der Schlussphase wieder ab und sicherte sich den Doppelpunktgewinn.

Thuringia Königsee: Höhne, Cadek, Pojonie (1), Najman (5), Friedrich, Dademasch (3), Oldenburg (5), Göring (3), Götz, Lächa.

OTZ Rudolstadt 25.09.06

SV Königsee - Post SV Gera 27:38 (13:18)

Heimpremiere wird zum Debakel für Königsee

Handball, Oberliga: Post SV Gera lässt die einstige Thuringia-Festung am Schiefer bröckeln
Von Gerd Wagner
Gegen Gera sahen die Königseer Handballfreunde das erste von fünf Ostthüringenderbys. Und das diese brisant sind, zeigten die 60 Minuten. Doch aus dem ersten Punktgewinn wurde es nichts, da die Gäste das Ruder übernehmen konnten und den Takt angaben. Nach einer anfänglichen Torflaute auf beiden Seiten wurde diese durch Friedrich beendet, der die Thuringia in Führung brachte. Doch auch bei den Geraern platzte in diesem Moment der Knoten. Im weiteren Verlauf wurde das Spiel der Königseer druckvoller, die sich leicht absetzen konnten (3:1, 5.). Vor allem wurden die Außen Dademasch bzw. Friedrich gut in Szene gesetzt, welche sich mit Treffern bedankten. Gera steckte das weg und markierte den Ausgleich (4:4, 8.). Als die Gastgeber im Vorwärtsgang zu patzen begannen, nutzte das der Post SV (8:5, 14.), zumal Thuringia-Keeper Cadek einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte. Die Hohmann-Schützlinge kämpften zwar aufopferungsvoll, doch so richtig rund wollte ihr Spiel nicht laufen, so dass man weiter einem Drei-Tore-Rückstand hinterherlaufen musste, der sich weiter erhöhte (8:12, 21.). Und als die Königseer es mit der Brechstange versuchen wollten, kam es noch derber (8:14, 23.). Die Gastgeber rappelten sich mit großer Mühe auf, was sie wieder näher brachte (12:14, 26.). Kurz vor der Pausensirene sah so die Welt schon wieder besser aus, doch nach wie vor hatten die Rinnestädter so ihre Abwehrprobleme, welche die Gäste eiskalt nutzten und sich erneut Luft verschafften (13:18, 30.) Diese Misere änderte sich auch mit Beginn des zweiten Durchgangs nicht. Den Königseern fehlte es an Angriffsdruck bzw. Treffsicherheit und hinten bot man Gera die entsprechenden Lücken, die sich bedankten (14:21, 37.). Die Gäste hatten ein leichtes Spiel in der einstigen Thuringia-Festung am Schiefer, die arg zu bröckeln begann, da beim Gastgeber so gut wie gar nichts mehr zusammenlaufen wollte (17:23, 39.). Post steuerte langsam auf die Zehn-Tore-Differenz zu, welche in greifbare Nähe rückte (17:26, 43.). Die Rinnestädter, die nach dieser Partie eigentlich mit einem ausgeglichenen Punktestand dastehen wollten, wurden in diesen Minuten von den Geraern regelrecht vorgeführt (18:28, 45.). Was den Königseern zu diesem Zeitpunkt gelang, waren Ergebniskorrekturen, da die Fehlerquote weiter äußerst hoch blieb (22:32, 53.). Allerdings hatte man auch ein Quäntchen Pech bei einigen Holztreffern. Vier Minuten vor dem Ende hatte die Zehn-Tore-Differenz weiter bestand und auf Königseer Seite sehnte man sich der Schlusssirene entgegen, um dieses Heimdebakel schnell zu vergessen, was für Coach Hohmann Schwerstarbeit wird.

Thuringia: Cadek, Höhne - Pojonie (2), Najman (8), Friedrich (4), Dademasch (9), Oldenburg (3), Götz (1), Lächa.

OTZ Rudolstadt 18.09.06

HSV 90 Apolda - SV Königsee 32:23 (11:12)

Königsee hadert mit den Schiris

Handball, Oberliga: Siebenmeter- und Zeitstrafen bringen Thuringia auf Verliererstraße
Von Gerd Wagner
Bei den heimstarken Apoldaern setzte der Gast aus der Rinnestadt 32 Minuten lang klar die Akzente. In den verbleibenden Minuten schob sich dann das Schiedsrichterduo immer mehr in den Mittelpunkt, verhängte Siebenmeter und Zeitstrafen, die den Königseern letztendlich das Genick brechen mussten. Thuringia begann diese Saisonauftaktpartie mit einem druckvollen Angriffsspiel, was mit dem 1:0 durch Göring belohnt wurde. In der Abwehr hatten die Rinnestädter dagegen alle Hände voll zu tun, boten dem Gastgeber Lücken, welche sie zum Führungswechsel nutzten (2:1 - 4. Minute). Königsee steckte das schnell weg, überraschte den HSV 90 sowie seine Anhänger und schob sich erneut in Vorderhand (4:2 - 9.). Apolda zerrte zwar mächtig an den Ketten, doch die Hohmann-Schützlinge blieben cool, wurden stabiler im Abwehrverhalten und hielten ihren Vorsprung (6:4, 13.), der zeitweise auf drei Treffer anwuchs. Gut in Szene setzte sich in diesen Minuten Neuzugang Dademasch, welcher weiter erhöhte (8:4 - 16.). Die Glockenstädter mühten sich, fanden allerdings kaum ein Mittel den Thuringia-Abwehrriegel zu knacken. Als jedoch Najman und Oldenburg vom Siebenmeterpunkt scheiterten, kam Apolda wieder näher (8:7 - 20.). Die Königseer wirkten in dieser Spielphase etwas eigensinnig, so dass der Ausgleich nun mehrfach in der Luft lag, den Oldenburg abwenden konnte (9:7 - 24.). Doch die Gastgeber blieben dran und ließen das Resultat bis zur Pausensirene knapp bleiben. Die Thuringia-Sieben, welche bis dato eine Top-Leistung bot bzw. die HSV-Anhänger beeindruckte, setzte das auch mit Beginn des zweiten Durchgangs fort und schuf sich schnell wieder eine Drei-Tore-Differenz (14:11 - 32.), für die Oldenburg sich verantwortlich zeigte. Doch die Freude währte nicht lange, zwei Strafwürfe in Folge sowie eine Unachtsamkeit brachten nun erstmals wieder den Ausgleich (14:14 - 35.) für die Apoldaer, die nun das Blatt wenden konnten und die Gäste in die Verfolgerrolle drängten (16:15 - 36.). In diesen Minuten häuften sich die Zeitstrafen und die Siebenmeter gegen die Königseer, welche die Welt nicht mehr verstanden. Nutznießer war der HSV 90, der seinen Vorsprung nun mühelos ausbauen konnte (23:18 - 44.). Thuringia kämpfte, doch nach vorn passierte in diesen Minuten nicht mehr viel und auch hinten war man nicht mehr sattelfest (26:20 - 50.). Ein Zwischenspurt brachte die Thuringia wieder etwas näher heran (22:26), doch eine weitere Unterzahl warf die Gäste erneut zurück (22:29 - 54.). In diesen Minuten fuhr der Zug für die Rinnestädter ab, an dem allerdings das Schiriduo im zweiten Spielabschnitt einen Anteil hatte.

Thuringia: Cadek, Höhne - Pojonie, Najman (7), Friedrich (2), Dademasch (7), Oldenburg (5), Göring (2), Lächa, Götz.
Schiedsrichter: Leinhos/Sondermann (Erfurt/Bad Langensalza).

OTZ Rudolstadt 30.08.06

SV Königsee - 1.SSV Saalfeld 27:26 (10:13)

Trotz Siegs viel Arbeit bei Thuringia

Handball, Testspiel: Saalfeld sieht lange wie der Gewinner aus - Siegtreffer in letzter Sekunde
Von Gerd Wagner
Diesen Aufgalopp zur 17. Oberligasaison sollte man nicht überbewerten. Zum einen ließ Neu-Coach Hohmann durch viele Wechsel alles spielen, was auf der Bank saß, und zum anderen merkte man der Thuringia-Sieben noch erheblichen Trainingsrückstand an. Anders die Kreisstädter, die schnell spielten und geschlossener agierten, da sie schon einige Vorbereitungsspiele absolvierten. So kam der Königseer Sieg gegen einen lange führenden Gast in der letzten Sekunde eher schmeichelhaft. Beide Vertretungen begannen zunächst äußerst ehrgeizig und suchten das schnelle Tor. Thuringia übernahm zwar die Führung, hatte es allerdings seinem Keeper Cadek zu verdanken, dass es zu keinem Rückstand in diesen Minuten kam. In der Folgezeit setzten sich die Rinnestädter immer besser in Szene und kamen mit 3:1 (8.) in Vorderhand. Hohmann ließ den jungen Götz und Lächa sowie den Arnstädter Neuzugang Friedrich vom Anpfiff weg spielen, die sich neben den Routiniers Oldenburg, Najman und Pojonie profilieren sollten.Doch hüben wie drüben lief noch nicht viel nach Wunsch, was speziell die Chancenverwertung und Treffsicherheit betraf. So war es kein Wunder, dass nach einer knappen Viertelstunde erst acht Treffer gefallen waren (4:4). Die Kreisstädter kamen in dieser Spielphase allerdings immer besser in ihr Spiel, was sie zur erstmaligen Führung nutzten (7:6, 20.), während die Gastgeber serienweise am sich steigernden SSV-Keeper Szotowski scheiterten. Als auf Königseer Seite weitere Tore ausblieben, nutzten das die Gäste und setzten sich ab (9:6, 23.). Ein Aufbegehren der Rinnestädter brachte zwar noch einmal den Ausgleich (9:9, 26.), doch bis zur Pause führte Saalfeld wieder mit einer Drei-Tore-Differenz. Auch mit Beginn des zweiten Durchgangs änderte sich das Bild kaum, da es bei den Najman, Oldenburg & Co. weiter an der Präzision fehlte, wobei mit Föhr und Knedlik zwei A-Jugendspieler mit im Team standen (13:17, 36.). Thuringia mühte sich, versuchte einige Varianten im Angriffsspiel, doch es blieb nach wie vor bei minimalen Verkürzungen (17:19, 40.).Ansonst wirkten die Gäste weiter spritziger und auch treffsicherer und konnten sich wieder absetzen (21:17, 42.). In diesen Minuten wurden die Rinnestädter aggressiver, setzten zur Aufholjagd an, kamen zum Ausgleich (25:25, 56.) und hatten die Möglichkeit, das Spiel zu drehen, was Saalfelds Keeper verhinderte. Machtlos war er allerdings eine Sekunde vor der Schlusssirene, als Göring für seine Farben der Siegtreffer gelang.

Höhne, Cadek, Föhr, Pojonie (2 Treffer), Najman (10), Göring (4), Oldenburg (3), Lächa, Götz (4), Friedrich (2), Knedlik (2), Obstfelder.

Szotowski, Matussek, S. Schmidt, Arnold (4), Hinz (4), Schmeißer (6), Wolfram (2), A. Schmidt (5), Zahn (5), Richter.


Saison 2005/06

OTZ Rudolstadt 10.04.06

SV Königsee - LSV Ziegelheim 31:33 (13:16)

Fehlabspiel begräbt Ausgleichshoffnungen

Handball, Oberliga: Ziegelheim holt ersten Sieg auf Königseer Schiefer
Von Gerd Wagner

Nach Dank, Ehrungen und Verabschiedungen von Michael Varchmin, Sven Elsässer, Jens Riwe und Nils Pojonie konnte am Schiefer das Saisonhalali gestartet werden. Ziegelheim war der Favorit. Vom Anpfiff weg waren beide Vertretungen bemüht, Torgefahr auszustrahlen. Thuringia verzeichnete einige Ungereimtheiten, so dass sie schnell in Rückstand geriet (1:3, 3.). Mit der Zeit fanden die Rinnestädter ins Spiel, was den Ausgleich brachte (3:3, 7.). Dieses Aufbegehren erwies sich allerdings als Strohfeuer, da sich die Gäste erneut absetzen konnten (6:4, 10.). Doch Königsee versteckte sich nicht, merkte, dass der LSV ebenfalls nur mit Wasser kocht und blieb dran (7:7, 13.). Thuringia nutzte die Möglichkeit zur Führung (8:7, 15.). In der abwechslungsreichen Partie wechselte diese erneut und sah die Gäste wieder vorn (10:9, 21.). Problematischer wurde es für die Gastgeber, als man im Vorwärtsgang aussetzte und Ziegelheim zu Tempogegenstößen einlud, die sie nutzten. Der 13:16-Pausenrückstand war zwar noch nicht groß, doch mussten die Mannen um den glänzend aushelfenden Oldie Varchmin aufpassen. Und genau das sah in den Auftaktminuten des zweiten Durchgangs nicht gut aus. Zunächst vergaben jedoch beide serienmäßig, bevor Ziegelheim den Torreigen wieder eröffnete (13:17, 33.). Die Gastgeber mühten sich zwar, fanden allerdings nicht ihre Treffsicherheit. Und da auch der LSV schwächelte, blieb alles noch hoffnungsvoll (16:19, 36.). Mit der Zeit brachte sich das Meininger Schiedsrichtergespann ins Gespräch, so dass die Königseer ins Hintertreffen gerieten (17:22, 39.). Mit dem Mut der Verzweiflung stemmten sich die Rinnestädter gegen den ersten Ziegelheimer Sieg auf Königseer Boden, sahen sich allerdings nur noch mit vier Akteuren auf dem Parkett und hatten zudem Pech (20:25, 44.). Doch Thuringia kämpfte weiter mit Leidenschaft, aber mit wenig Zählbaren (21:27, 47.), so dass die erhofften Erfolgsaussichten schwanden, wenn da nicht Najmans Sternstunde gewesen wäre (23:27, 49.). Zehn Minuten vor dem Ende bekam die Thuringia-Sieben ihre zweite Luft (25:28, 53.). Ein weiteres Näherrücken vereitelte zunächst LSV-Keeper Urwank, doch den Drei-Treffer-Rückstand (27:30, 55.) baute Najman weiter ab (28:30, 56.). Königsee verkürzte und hatte den Ausgleich vor Augen (31:32, 59.), den ein Fehlabspiel von Najman auf Varchmin-Senior aber zunichte machte. Im Gegenzug ein Ziegelheimer Treffer und die Schlusssirene.

Thuringia Königsee:
Höhne, Cadek, Anders(2), Elsäßer, Pojonie (1), Najman (9), Göring (3), Oldenburg (7), M.Varchmin (3), St. Varchmin (2), Nirsberger (1), Riwe (3), Götz, Lächa.


OTZ Rudolstadt 03.04.06

SV Königsee - HC Suhl 99 26:25 (14:12)

Mit Sieg das Bangen verbannt

Handball, Oberliga: Thuringia Königsee bleibt auch in 17. Saison im Thüringer Oberhaus
Von Gerd Wagner

Thuringia wollte in diesem vorletzten Spiel der Saison nahtlos an die Leistung der Vorwoche anknüpfen, um mit einem weiteren Punktepaar allen Spekulationen, was Klassenerhalt betrifft, ein Ende zu setzen. Doch die Suhler, als harte Nuss bekannt, mussten erst einmal geknackt werden, was in turbulenten 60 Spielminuten gelang. Die Gastgeber begannen zunächst viel versprechend und gingen in Führung. Doch die ersten Schrecksekunden ließen nicht lange auf sich warten, als Varchmin-Junior bzw. Oldenburg vom Siebenmeterpunkt nicht trafen. Thuringia hatte in diesen Minuten seine Schwierigkeiten mit der Gangart der Gäste, welche sich absetzen konnten (6:3, 10.). Königsee mühte sich, hatte allerdings abwehrmäßig noch einige Probleme. Mit der Zeit stellten sich die Rinnestädter besser ein, entschärften einige HC-Anläufe, verkürzten, erreichten den Ausgleich und kamen in Vorderhand (8:7, 15.). Von da an kam Leidenschaft ins Spiel bzw. auf die Tribüne. Thuringia wurde Ton angebender und erhöhte (9:7, 19.). Die Rinnestädter spielten mit einem hohen kämpferischen Einsatz, setzten Suhl mächtig unter Druck. Die begannen gravierende Fehler zu machen, was die Gastgeber nutzten (12:8, 24.). Kurz vor der Pause zogen die Südthüringer alle Register und verkürzten (11:13, 28.), so dass es mit einer Zwei-Tore-Differenz zum Seitenwechsel ging (14:12, 30.). Mit Beginn des zweiten Durchgangs glänzte zunächst Cadek im Thuringia-Gehäuse, während sich auf dem Feld die Fehler häuften, was der HC 99 nutzte (13:14, 32.). Suhl begann mit Haken und Ösen zu spielen und blieb in Unterzahl dran (14:15, 34.). Doch die Königseer wehrten sich dank eines treffsicheren Varchmin-Senior und hielten die Südthüringer weiter auf Distanz (17:14, 36.). Es begann ein Kampf auf Biegen und Brechen, bei dem Königsee weiter jubeln konnte, allerdings kam man kaum noch über die Zwei-Tore-Differenz hinaus. Und als die Partie an Härte zuzunehmen schien, waren die Geraer Unparteiischen Obenaus/Seidemann in ihrem Element. Die Rinnestädter konnten sich auch weiterhin keinen Aussetzer erlauben, da die Mannen aus der Suhler Wolfsgrube kreuzgefährlich und trotz des Rückstands im Spiel blieben (18:20, 44.). Gut zehn Minuten vor dem Ende begann ein Zeitabschnitt, der mit Bangen verknüpft war. Fehler häuften sich. Der HC 99 kam (22:23, 51.). Und als erneut einige Anläufe ins Leere gingen, war der Ausgleich da (23:23, 55.). Die Zeit des offenen Schlagabtauschs war angebrochen bzw. Suhl drauf und dran, die Partie zu kippen. Thuringia bewies Nervenstärke in der hektischen Schlussphase, setzte sich noch einmal ab (26:24, 58.) und rettete das so wichtig Punktepaar über die Zeit, was die Fans mit stehenden Ovationen begleiteten.

Thuringia Königsee:
Höhne, Cadek, Elsäßer, Pojonie (4), Najman (4), Göring (1), Oldenburg (5), M.Varchmin (1), St. Varchmin (9), Nirsberger (2).


OTZ Rudolstadt 28.03.06

SV Königsee - HSV Ronneburg 23:22 (12:10)

Cadek ist Turm in der Schlacht

Handball, Oberliga: Der Königseer Torwart hält fünf Siebenmeter in Folge
Von Gerd Wagner

Brisante Aspekte hatten sie schon immer, diese Ostthüringenderbys gegen Ronneburg, welche zu den ältesten der Region zählen. Doch dieser Zuschauermagnet könnte nach dieser Saison platzen, wenn die Königseer hinter den drittletzten Tabellenplatz abrutschen und Hermsdorf nicht aufsteigt. So war die Konstellation für dieses Spiel klar. Thuringia musste das Punktepaar am Schiefer behalten, was dank Cadek und Kampf gelang.
Beide Teams hatten in dieser Partie alles an Deck, was Rang und Namen hat. Hinten wurde aufopferungsvoll gekämpft und vorn traf man mit kleineren Abstrichen (2:0, 4.). Doch der Tabellenfünfte kam mit der Zeit besser ins Spiel und fand die ersten Lücken (2:3, 7.). Das beeindruckte die Rinnestädter in keinem Fall. Sie nutzten nun Fehler der Gäste und setzten sich fast sensationell ab (7:2, 10.). Thuringia spielte weiter mit einem hohen kämpferischen Engagement, versuchte Ronneburgs Rückraumkanoniere zu neutralisieren, so dass sich die Partie auf eine Vier-Tore-Differenz einpegelte (9:5, 16.), wobei Cadek zweimal das Duell vom Punkt gewann und auch sonst einige hochkarätige Möglichkeiten entschärfte. Doch Königsees Fehler im Vorwärtsgang begannen sich zu häufen, was den HSV näher brachte (7:9, 19.). Von da an kamen die Gäste besser ins Spiel und begannen auf den Ausgleich zu drängen, der bei der beiderseitigen Hektik ausblieb (8:10, 24.). Cadek im Thuringia-Kasten wurde in diesen Minuten zum Turm in der Schlacht. Seine Vorderleute brauchten dagegen zu viele Anläufe, um erfolgreich zu sein (12:10, 28.), blieben aber vorn. Bei diesem Spielstand war hüben wie drüben noch viel zu erwarten im zweiten Durchgang, der mit Treffern der Ronneburger begann, welche ausglichen (12:12, 32.). Die Gastgeber antworteten und holten sich die Führung zurück (15:13, 35.), allerdings blieben die HSVer weiter im Geschäft (15:15, 36.). Thuringia kämpfte mit Leidenschaft, wollte den Doppelpunktgewinn und setzte sich erneut ab (17:15, 41.), was wieder keinen langen Bestand hatte (17:17, 42.). Auf beiden Seiten dominierte weiter die Fehlerquote, welche Ronneburg besser zu überspielen verstand und erstmals die Führung übernahm (18:17, 45.). Doch Cadek hielt seine Farben weiter im Spiel, der den vierten Siebenmeter in Folge hielt und im Gegenzug krachte der Ball an das Gebälk. In der Folgezeit lud Königsee per Fehlabspiele den HSV zum Torewerfen ein, der sich bedankte. Zehn Minuten vor der Schlusssirene hatten die Gäste weiter leichte Vorteile, was die Rinnestädter zu Konzentration zwang, um nicht weiter in Rückstand zu geraten (20:21, 53.). Sollte Thuringia mit leeren Händen dastehen? Es hatte den Anschein, da die von Co-Trainer Lapke gecoachten Mannen vom Schiefer weiter sündigten, die Führung vergaben, allerdings im dritten Anlauf trafen (22:21, 56.) Hüben wie drüben steigerten sich die Torhüter weiter. Während Cadek erneut Sieger im Vier-Augen-Duell blieb, hielt Gegenüber Seidemann Scharfschüsse aus allen Lagen. Thuringia blieb vorn (23:22, 59.) und zehn Sekunden blieben noch. Ronneburg vergibt und Königsee vollführt Freudentänze.

Thuringia Königsee:
Cadek, Höhne, Anders (1), Elsäßer, Pojonie, Najman (3), Göring (1), Oldenburg (8), Varchmin M. (4), Varchmin S.(6)


OTZ Rudolstadt 20.03.06

SV BW Goldbach/Hochheim - SV Königsee 32:24 (15:11)

Nach dem Ausgleich kommt die Flaute

Handball, Oberliga: Thuringia Königsee verliert beim Tabellenzweiten - Achtbar geschlagen
Von Gerd Wagner

Vor schweren 60 Spielminuten standen die Königseer in Goldbach, hatten sie doch den Tabellenzweiten zum Gegner. Doch die Gäste, mit einigen angeschlagenen Akteuren, wollten sich so teuer wie möglich verkaufen. Dies gelang zumindest 43 Minuten lang, wo der Ausgleich fiel. Im Anschluss daran war diese Leistung wie weggeblasen. Anders konnte zunächst seine Farben in Führung bringen. Doch die Antwort folgte auf dem Fuß. Die Blau-Weißen glichen aus und wendeten das Blatt. Die Rinnestädter, welche zunächst auf Najman (Nasenbeinfraktur) verzichteten, spielten gefällig mit, ließen jedoch Torgefährlichkeit vermissen, so dass die Gastgeber weiter erhöhten (4:1, 6.). In dieser Phase konnte sich Cadek im Thuringia-Kasten mehrfach auszeichnen. Die Ostthüringer verkürzten, glichen aus (5:5, 12.) und kamen ein zweites Mal in Vorderhand (6:5, 14.). Goldbach steckte das schnell weg und nutzte Fehlversuche, unter ihnen ein Strafwurf von Najman, zum erneuten Führungswechsel (8:7, 18.).Doch die Gäste spielten weiter clever mit und hielten vorübergehend einen Zwei-Tore-Rückstand (8:10, 21.). Als allerdings Thuringia leichtfertig Bälle verspielte bzw. am Keeper der Gastgeber scheiterte, wurde das Resultat deutlicher (13:9, 25.). Königsee bäumte sich kurz vor der Pausensirene noch einmal auf, doch das Gebälk verhinderte weitere Resultatskorrekturen, so dass der erste Durchgang die Gäste mit vier Toren hinten sah. Wie im ersten Spielabschnitt erzielten die Rinnestädter auch mit Beginn der zweiten Halbzeit den ersten Treffer, wo es nun möglich war, in kürzester Zeit den Abstand weiter zu verringern, was ausgelassen wurde (13:17, 33.). Der SV Blau-Weiß blieb bis dato vieles schuldig. Das war allerdings weiter ein Verdienst von Cadek und der sich stabilisierenden Thuringia-Abwehr. Und als nun vorn getroffen wurde, kam der Gastgeber in Schwierigkeiten (15:17, 37.). Die Gäste hatten in diesem Spielabschnitt den Respekt abgelegt, trafen weiter und erzielten zur Überraschung den Ausgleich (19:19, 42.). Den mehrfach möglichen Führungstreffer ließ man allerdings weg. Von nun an häuften sich wieder die Fehler, was die Gastgeber nutzten, um das Spiel endgültig an sich zu reißen (21:19, 44.). Nach diesem Aufbegehren schlitterte Königsee in seine bekannte Flaute und musste Goldbach weiter ziehen lassen (25:20, 49.). Knapp zehn Minuten vor dem Ende lief bei den Gästen nicht mehr viel zusammen. In den letzten Minuten stemmten sich die Ostthüringer gegen den Zehn-Tore-Rückstand, was ihnen gelang (23:30, 58.). Am Ende unterlag Thuringia deutlich, schlug sich streckenweise recht achtbar, was die Sorgen aber auch nicht kleiner werden ließ.

Thuringia Königsee:
Cadek, Höhne, Anders (6), Elsäßer, Pojonie (2), Najman (6), Göring (3), Götz, Oldenburg (4), Varchmin (3), Lächa


OTZ Rudolstadt 13.03.06

Thuringia Königsee - HV Ilmenau 55 22:22 (10:12)

Königsee versagen die Nerven

Handball, Oberliga: Oldenburg verschießt drei Sekunden vor Schluss einen Siebenmeter
Von Gerd Wagner

In diesem Duell, auf das die Gastgeber für den operierten Coach Rusch von Co-Trainer Lapke eingestimmt wurden, musste zum sicheren Oberliga-Überleben ein Doppelpunktgewinn her. Doch die Mannen vom Schlusslicht HV Ilmenau versalzten den Königseern die Suppe mächtig. Die Gäste erwischten den besseren Start und gingen in Führung. Thuringia startete mit Fehlversuchen, hatte allerdings in Cadek einen gut aufgelegten Keeper, so dass es ausgeglichen blieb (3:3 - 6.). Mit der Zeit kamen die Rinnestädter besser ins Spiel, trafen durch Oldenburg, übernahmen die Führung und setzten sich ab (6:3 - 9.). Kurze Zeit pegelte sich dieses Kellerduell auf eine Zwei-Tore-Differenz ein, wobei die Gastgeber erneut anfingen mit ihren Abschlüssen zu sündigen, was bestraft wurde mit dem Ausgleich (7:7 - 17.) bzw. dem erneuten Führungswechsel. Ilmenau bekam Oberwasser, scheiterte zunächst an Cadek und erhöhte (9:7- 20.). In diesen Minuten richtete sich der ganze Frust gegen das Sömmerdaer Schiedsrichtergespann Wilk/Schwarzien, das mit fragwürdigen Entscheidungen auffiel, was den HV 55 zu einer Drei-Tore-Führung brachte (10:7 - 22.). Thuringia startete durch den jungen Göring zur Aufholjagd, die Najman fortsetzte (10:11 - 26.). Die Königseer - euphorisch angefeuert - mühten sich, blieben jedoch bis zur Pausensirene weiter im Hintertreffen (10:12). Der zweite Durchgang begann mit dem 11:12 und starken Szenen des HV-Keepers, der schnelle Königseer Konterpläne im Feld wegfing. Die Rinnestädter wurden zusehends unsicherer. Es begann langsam alles zusammenzupassen. Najman vergab vom Siebenmeterpunkt und die Mannen vom Fuß des Kickelhahns erhöhten weiter (16:11 - 37.). Ilmenaus kleiner Anhang jubelte, denn das Schlusslicht schien auf der Siegerstraße zu sein (17:12 - 39.). Die Königseer mühten sich, doch der Rückstand wurde kaum kleiner (14:18 - 41). Just in diesen Minuten verletzte sich Najman bei einem unglücklichen Zusammenstoß mit Pojonie, was ihn für Minuten zur Pause zwang. Mit dem Mut der Verzweiflung setzten die Gastgeber alles auf eine Karte und fühlten sich erneut benachteiligt. Doch Thuringia kam langsam näher (16:18 - 44.), hatte Pech durch Anders, der Holz traf. Die Oldenburg, Najman & Co. versuchten alles. Königsee und sein wieder munter werdender Anhang schöpfte Hoffnung, als Najman zum Anschlusstreffer traf (18:19 - 47.). Den möglichen Ausgleich vergab Oldenburg vom Punkt, so dass Ilmenau wieder erhöhen konnte (20:18- 49.). Trotz des Zwei-Tor-Rückstands war in den verbleibenden zehn Minuten noch viel möglich, zumal die Rinnestädter nun dran blieben (20:21 - 51.). Es hielt schon lange keinen mehr auf den Sitzplätzen, wo es zum Herzschlagfinale kam und man auf den Ausgleich wartete. Als diesen Oldenburg fünf Minuten vor dem Ende markierte (22:22) stand die Halle Kopf. Der Führungstreffer war nun mehrmals möglich, welcher zwei Mal vom Siebenmeterpunkt vergeben wurde. Drei Sekunden vor Ultimo hatte Oldenburg erneut per Siebenmeter die Möglichkeit zum Königseer Doppelpunktgewinn. Doch in diesem Vier-Augen-Duell versagten ihm ein weiteres Mal die Nerven, da sein Wurf das Gehäuse weit verfehlte. Während Ilmenau die Punkteteilung wie einen Sieg feierte, machte sich auf der Gegenseite Betroffenheit breit, da das Klassenerhaltsbangen weiter geht.

Thuringia Königsee:
Höhne, Cadek, Anders (1), Elsäßer, Pojonie, Nirsberger (2), Najman (7), Göring (6), Oldenburg (5), Varchmin (1), Götz,


OTZ Rudolstadt 06.03.06

ThSV Eisenach II - Thuringia Königsee 34:23 (20:9)

Abstiegsgefahr für Königsee wird größer

Handball, Oberliga: Thuringia liefert in Eisenach ganz schwache erste Halbzeit ab
Von Gerd Wagner

Die günstige Ansetzung nutzten die Wartburgstädter, um ihr Team mit drei höherklassigen Akteuren zu verstärken. Denn der überraschend schlecht platzierte Gastgeber versucht mit allen Mitteln, aus dem Tabellenkeller zu kommen, was eigentlich auch die Gäste vor hatten. Sie wollten dagegen halten, um auch nach den 60 Spielminuten noch vor dem Bundesliga-Anschlusskader zu liegen. Eisenach eröffnete den Torreigen, doch Najman brachte Thuringia in Führung (2:1, 4.). Die Ostthüringer blieben cool, stellten sich auf die schnellen Attacken des ThSV ein und hielten die Partie offen (4:4, 9.). Als sich allerdings die Ungereimtheiten häuften, konnten sich die Einheimischen leicht absetzen (6:4, 13.). Dazu kam noch ein etwas Pech, so dass es schnell 5:10 hieß (17.). Thuringia hatte gut begonnen, schlitterte allerdings auch schnell in die Flaute. Dies merkten die jungen Gastgeber, welche das konsequent nutzten. Die Rinnestädter hatten nichts entgegenzusetzen, agierten durchsichtig und mit einer hohen Fehlerquote, so dass die Wartburgstädter frühzeitig zu einer Zehn-Tore-Differenz kamen (17:7, 24.). Die Königseer mühten sich zwar, bekamen aber auch weiterhin die Gastgeber nicht in den Griff. So hatten sich das die Rusch-Schützlinge auf keinen Fall vorgestellt, die nun nur noch auf Schadensbegrenzung ausgehen mussten und sich schon nach 30 Minuten auf dem drittletzten Tabellenplatz wieder fanden. Die Königseer stemmten sich gegen das drohende Debakel, doch der Abstand wollte zunächst nicht kleiner werden (11:22, 34.). In diesen Minuten erwies sich der junge Varchmin wenigstens als sicherer Siebenmeter-Vollstrecker, der nun sein Team resultatsmäßig etwas besser aussehen ließ (15:23, 40.). Auch in der Folgezeit hielten sich die Gäste tapfer und ließen die Wartburgstädter nicht weiter enteilen, die bereits das geschafft hatten, was sie wollten (17:25, 47.). Coach Rusch begann durchzuwechseln, so dass A-Jugendspieler Götz zu seinem ersten Oberligaeinsatz kam. Zehn Minuten vor dem Ende hielten die Oldenburg, Najman & Co. das Resultat weiter in Grenzen und engten den Spielraum der ThSV-Reserve ein (20:27, 52.). Doch näher ließen die Eisenacher die Rinnestädter nicht kommen. Sie zogen noch einmal das Tempo an und schufen wieder klarere Fronten (32:21, 56.). Mit dieser Niederlage ist das eingetreten, was man ahnen musste: Königsee wurde weiter durchgereicht, liegt nun unmittelbar vor den Rängen gen Landesliga und ist im Visier des Abstiegsgespenstes. Oberliganiveau sieht anders aus.

Thuringia Königsee:
Höhne, Cadek, Anders (6), Elsäßer, Nirsberger (3), Pojonie, Najman (6), Göring, Oldenburg (4), Varchmin (4), Götz


OTZ Rudolstadt 20.02.06

SV Thuringia Königsee - HV Sonneberg 30:33 (14:18)

Am Ende fehlte das Glück des Tüchtigen

Handball, Oberliga: Sonneberger Sieben erweist sich in der Schlussphase als cleverer
Von Gerd Wagner

Nach drei Auswärtsspielen in Folge war nun mit den Südthüringern der zweite Regionalligaabsteiger und aktuelle Tabellendritte am Schiefer. Die Thuringia-Sieben, mit den verabschiedeten Steffen Varchmin und Gernot Brähne im Aufgebot, hatten sich einiges vorgenommen, um ihre Fans zu versöhnen. Doch daraus wurde nichts. Beide Vertretungen schlugen von Anpfiff weg eine enorm schnelle Gangart an, mit wechselnder Führung. Die Spielzeugstädter entwickelten mit der Zeit mehr Durchschlagskraft, welche nichts Zählbares brachte. Ihr setzten die Gastgeber Kraft entgegen, die das 3:3 bzw. das 6:3 (6.) brachte. Thuringia blieb weiter am Drücker, ließ den HVS nicht zur Entfaltung kommen und setzte sich weiter ab (8:3, 9.). Die Rusch-Schützlinge boten in diesen Minuten eine disziplinierte Leistung, welche die Fans begeisterte und an die Auftritte gegen Goldbach und Apolda erinnerte. Doch der Regionalligaabsteiger stellte sich nach seiner Flaute immer besser auf die Oldenburg, Najman & Co. ein und verkürzte (6:9, 13.). Thuringia kämpfte aufopferungsvoll weiter, auch in Unterzahl (10:8, 17.). Als allerdings mehrere Anläufe nichts brachten, wurde es brenzliger. Sonneberg kam näher und zum Ausgleich (10:10, 20.). Just in diesen Minuten bekamen die Königseer in den beiden Damen in Schwarz einen weiteren Gegner, was die Halle in Rage brachte (13:13, 24.). Coach Rusch musste seine Mannen beruhigen und die Südthüringer setzten sich leicht ab (15:13, 26.). Sonneberg hatte kurz vor der Pausensirene seinen Bonus eines Spitzenteams genutzt und konnte zufrieden den ersten Durchgang mit 18:14 beenden. 30 Spielminuten blieben den Gastgebern, um den Vier-Tore-Rückstand abzubauen, was gegen so einen hochkarätigen Gegner äußerst schwer war. Thuringia spielte unbekümmert weiter und sah nicht schlecht aus (18:19, 34.). Der Tabellendritte hatte erneut seine Schwierigkeiten, blieb aber weiter knapp vorn. Als der junge Nirsberger dann doch zum Ausgleich kam, stieg das Stimmungsbarometer und ließ Hoffnungen keimen (20:20, 39.), welche M. Varchmin untermauerte (21:20, 40.). Statt die Führung nun auszubauen, unterliefen den Königseern Abspielfehler, welche Sonneberg gnadenlos bestrafte und die Partie erneut zu seinen Gunsten kippte (23:21, 43.). Die Rinnestädter mühten sich, hatten allerdings Pech mit dem Torgebälk, so dass die Zwei-Tore-Differenz weiter Bestand hatte (25:23, 47.). Thuringia fightete und sah sich belohnt als Oldenburg das 26:26 unterbrachte (52.), doch die mögliche Führung blieb versagt. Diese behielten die Gäste, welche sich erneut absetzen konnten (29:27, 55.). Als sich die Königseer nun mit der Brechstange einlassen wollten, schienen die Südthüringer alles klar zu machen (30:28, 57.). Doch die Rinnestädter bäumten sich noch einmal auf, hatten allerdings nicht das Glück des Tüchtigen in dieser Schlussphase, so dass Sonneberg die Punkte unter Dach und Fach bringen konnte.

Thuringia Königsee:
Höhne, Cadek, Elsäßer, Anders (8), Nirsberger (2), Göring (3), Najman (8), Oldenburg (5), M. Varchmin (1), Götz, Brähne, St. Varchmin (3).

Schiedsrichter:
Katrin Schäfer/Cornelia Kraft (Jena/Erfurt).

OTZ Rudolstadt 13.02.06

SV Hermsdorf - SV Thuringia Königsee 41:19 (19:9)

Königseer auf verlorenem Posten

Handball, Oberliga: Thuringia nur 15 Minuten gleichwertig
Von Gerd Wagner

Die ohne Erfolgsaussichten nach Hermsdorf gereisten Königseer, welche Ausfälle und fiebrige Erkrankungen zu verkraften hatten, wollten sich zumindest achtbar aus der Affäre ziehen. Das sollte die sonst stabile Abwehr richten, welche vor dem Anpfiff die Drittstärkste im Thüringer-Handball-Oberhaus war, was sich allerdings nach den 60 Spielminuten ändern sollte. Zunächst begannen beide Vertretungen mit Angriffsleerlauf, bevor der Regionalligaabsteiger die ersten Lücken fand (2:0, 3.). Die Königseer verzeichneten dagegen Holztreffer bzw. warfen den Keeper der Gastgeber berühmt. Thuringias Torrereigen eröffnete Oldenburg, der auch nachlegte (2:3, 7.). Die Rinnestädter hatten nun annähernd ihr Konzept gefunden, glichen aus (3:3, 8.) und gestalteten das Match offen (4:5, 11.). Die Rusch-Schützlinge überraschten den souveränen Tabellenführer, spielten frech mit und hatten in Cadek ihre Stütze zwischen den Pfosten (6:7, 15.). Als sich allerdings eine Abschlussflaute einstellte, konnte der Aufstiegsaspirant sich einen Vorsprung verschaffen (11:7, 18.). Von da an bekam der SVH die Gäste aus dem Tabellenkeller immer besser in den Griff, welche sich mit ihren eher bescheidenen Mitteln zu wehren versuchten (8:14, 24.). Zehn-Tore-Differenz zur Pause bedeutete für den zweiten Durchgang Schwerstarbeit für die angeschlagen in das Spiel gegangenen Königseer, welche sich wieder an der Anfangsviertelstunde orientieren wollten. Doch das war mehr als schwer gegen diese Hermsdorfer Übermacht, die sofort an ihre Vorpausenleistung anknüpfte und nun Höhne im Thuringia-Kasten prüfte (22:10, 33.). Das war alles so richtig nach dem Geschmack der einheimischen Fans, die zudem mit unsachlichen Zwischenrufen die Gäste weiter verunsichern wollten bzw. die Herren in Schwarz zu beeinflussen versuchten. Die Königseer kämpften mit dem Mut der Verzweiflung, doch in diesem Duell des David gegen Goliath waren die Rollen längst klar verteilt (12:26, 40.). Die ohnehin überforderten Rinnestädter, denen die Kraft schwand, leisteten sich weiter in allen Belangen viele Fehler, so dass die Zwanzig-Tore-Differenz langsam nahte, gegen die sich die Rusch-Schützlinge zu wehren versuchten (16:32, 50.). Und als Hermsdorf zaubern wollte und zu patzen begann keimten Hoffnungen, dass es nicht soweit kommt (19:37, 56.). Drei Minuten vor dem Ende war der angehende Thüringer Landesmeister dann am Ziel seiner Wünsche (39:19), der nun auch die Vierziger-Treffer-Marke überschritt.

Thuringia Königsee:
Höhne, Cadek, Anders (6), Elsäßer, Nirsberger (1), Najman (3), Oldenburg (6), Göring (2), M.Varchmin, Lächa (1).


OTZ Rudolstadt 06.02.06

ESV Lok Meiningen - SV Thuringia Königsee 22:21 (9:8)

Königseer lassen erneut Auswärtspunkte

Handball, Oberliga: Kein schönes, aber spannendes Spiel gestern in Meiningen
Von Gerd Wagner

Mit einer Portion Optimismus sind die Königseer gestern nach Meiningen gereist. Doch die Gastgeber als Tabellenvorletzter waren nicht von Pappe. Zu Beginn war Abtasten angesagt, bevor Thuringia durch Nirsberger der erste Treffer des Spiels gelang (5.). Lok konnte per Siebenmeter ausgleichen. Doch schon in diesen Anfangsminuten ließ Najman einen Strafwurf aus (9.), so dass Lok in Führung ging (2:1, 10.) Auch in den folgenden Minuten geizten beide Vertretungen mit Treffsicherheit. Meiningen blieb weiter knapp vorn und baute seine Führung leicht aus (4:2, 14.). Die Gäste mühten sich, und sahen sich durch Najman belohnt (3:4, 15.). Mit der Zeit fanden die Südthüringer besser die Lücken und schufen sich einen Drei-Tore-Vorsprung (6:3, 19.). Die Königseer ließen sich davon nicht beeindrucken, verkürzten und hatten erneut den Ausgleich in der Hand (6:5, 22.), der dann Anders gelang (7:7, 26.). Trotz alledem blieben die Rinnestädter weiter in der Verfolgerrolle, da es auch weiterhin an der Torwurfpräzision fehlte. Mit Beginn des zweiten Durchgangs konnte Thuringia erneut ausgleichen. Die Rusch-Schützlinge vergaben in den weiteren Minuten die klarsten Möglichkeiten und hatten Glück, dass auch die Gastgeber dieses Spielchen beim 10:10 (38.) mitmachten, so dass Najman doch noch der Führungswechsel gelang. Das hatte allerdings auch keinen langen Bestand, da Lok das Blatt wieder wendete (12:11, 43.). Beide Vertretungen übertrafen sich in diesen Minuten mit Fehlversuchen, doch Thuringia war wieder dank Oldenburg vorn (13:12, 46.), was die Gastgeber schnell wieder änderten (14:13, 48.). Das war kein schönes Oberligaspiel, doch an Spannung war es kaum zu überbieten. Die Gäste mussten nun höllisch auf der Hut sein, da sie weiterhin in der Verfolgerrolle blieben und nichts auslassen durften, was sich durch Najman erneut änderte (17:16, 52.). Es sollte und wollte einfach keine Ruhe einziehen. Allerdings konnte Königsee durch einen spektakulären Treffer von Anders erhöhen (18:16, 53.). Im Gegenzug scheitert Oldenburg vom Siebenmeterpunkt und Lok verkürzte (17:18, 55.). In diesen Minuten begann der offene Schlagabtausch (19:19, 56.). Die Gastgeber schienen die größeren Kraftreserven zu haben und gehen wieder nach vorn (21:20, 58.). Von Hektik sind die letzten Minuten geprägt. Thuringia gleicht aus und Lok hat nur noch vier Feldspieler auf dem Parkett, die sich erneut in Front werfen. Königsee verliert beim letzten Angriff überraschend den Ball und verschenkt erneut Punkte.

Thuringia Königsee:
Cadek, Höhne, Elsäßer, Anders (6), Pojonie, Nirsberger (3), Göring, Oldenburg (5), Najman (6), Varchmin (1), Götz.


OTZ Rudolstadt 30.01.06

Post SV Gera - SV Thuringia Königsee 27:25 (12:15)

Thuringia hat in Gera knapp das Nachsehen

Handball, Oberliga: Schlagabtausch am Ende
Von Gerd Wagner

Nach ihrer guten Heimleistung gegen Apolda rechneten sich die Königseer auch in Gera etwas aus. Auf Königseer Seite machte in der Anfangsminute Keeper Cadek positiv auf sich aufmerksam, während nach vorn gar nichts lief, so dass sich die Gastgeber in Front bringen konnten (2:0, 4.). Den Torreigen der in Unterzahl agierenden Gäste eröffnete Oldenburg (1:2), doch die Rinnestädter blieben ihrem Angriffsdilemma treu, für das sich Post bedankte (4:1, 6.). Thuringia Coach Rusch erkannte das und nahm frühzeitig die Auszeit. Das Spiel der Königseer schien sich zu stabilisieren, was weitere Anschlusstreffer zeigten (4:5, 11.). Und als Najman einen Konter startete, hieß es 5:5 (13.). Doch nach wie vor waren die Gäste zur Aufholjagd gezwungen. Dies änderte sich nach 17 Spielminuten, als Varchmin seine Farben erstmals in Führung brachte (8:7) und Oldenburg diese ausbauen konnte (9:7, 20.). Die Freude währte nicht lange. Oldenburg übertrieb seinen Tordrang, und Gera war wieder da (9:9, 23.). Auch das hatte keinen langen Bestand, da Göring und Najman wieder erhöhten (11:9, 24.). Und als Cadek erneut glänzte, zog Thuringia durch Oldenburg und Najman weiter davon (13:9, 26.). Kurz vor dem Pausenpfiff hatte sich die Partie auf eine Dreitoredifferenz eingepegelt, welche Bestand blieb (12:15). Mit Beginn des zweiten Durchgangs macht sich die Thuringia erneut das Leben schwer, so dass der Post SV verkürzen konnte (14:15, 33.). Königsee blieb zwar weiter vorn, doch die Gastgeber drückten auf den Einstand (16:16, 36.). Die Rinnestädter ließen weiter Angriffe aus, so dass Post das Blatt wendete (17:16, 37.) und sich leicht absetzte. Die Rusch-Schützlinge bäumten sich nun auf, blieben dran, glichen durch Göring aus (20:20, 47.) und kamen durch Nirsberger wieder nach vorn (21:20, 48.). Jetzt entwickelte sich die Partie zum offenen Schlagabtausch (21:22, 52.). Da auch Gera patzte, blieb es weiter knapp bzw. ausgeglichen (22:22, 55.). Doch Post blieb in Vorderhand und zwang die Thuringia weiter zur Aufholjagd - allerdings ohne Erfolg

Thuringia Königsee:
Cadek, Föhr, Elsässer, Pojonie (1), Nirsberger (4), Göring (3), Oldenburg (9), Najman (6), Varchmin (2).


OTZ Rudolstadt 23.01.06

SV Thuringia Königsee - HSV 1990 Apolda 34:25 (22:13)

Landesmeister ist chancenlos

Handball, Oberliga: Klasseleistung lässt Thuringia - Fans jubeln
Von Gerd Wagner

Die Königseer brachte den Thüringer Landesmeister schon frühzeitig auf das Abstellgleis, der in der Schiefer-Arena nicht die Spur einer Chance hatte.
Die Gastgeber begannen couragiert und setzten die HSV-Akteure sofort unter Druck. Thuringias Youngster knüpften an ihre Gothaer Leistung an und brachten ihre Farben in Vorderhand. Die Mischung aus jungen Wilden und Routiniers startete mit einem enormen Tempo und setzte sich langsam ab (4:2, 6.). Thuringia spielte weiter wie entfesselt, doch Apolda bekam die Gastgeber langsam in den Griff. Die Partie wurde ausgeglichener (8:8, 13.). Apolda griff in dieser Phase zu taktischen Maßnahmen, nahm Oldenburg bzw. Najman in persönliche Obhut, was ihnen wenig half, da die Rusch-Schützlinge weiter trafen (13:9, 17.). Der HSV wusste sich kaum zu helfen und änderte schnell wieder sein Konzept, was der Thuringia-Sieben in jeder Beziehung zu gute kam (16:11, 22.). Die Gäste begannen mit versteckten Fouls zu agieren und sahen prompt den roten Karton (19:12, 26.). Apolda hatte in diesen brillanten Minuten der Königseer seinen Spielfaden total verloren und fiel weiter zurück (21:12, 28.), wobei Oldenburg seinen 100-sten Saisontreffer unterbringen konnte. Najman gelang die Zehn-Tore-Differenz (23:13, 31.). Apolda ließ sich davon nicht beeindrucken und wehrte sich gegen das drohende Debakel (16:23, 35.). Thuringia hatte in dieser Auftaktphase des zweiten Durchgangs zwar etwas an seiner Durchschlagskraft verloren, hielt aber die Glockenstädter weiter auf Distanz (25:17, 38.). Apolda erkannte das und verkürzte weiter (20:25, 44.). Oldenburg bzw. Najman sorgten schnell wieder für mehr Ruhe (28:20, 48.) und Stimmung auf den Rängen, für die auch der Kreisrivale aus der Kurstadt mit sorgte (30:21, 52.). Cadek glänzte mehrfach im Thuringia-Gehäuse (32:24, 57.). Kurz vor Ultimo begannen die Jubelgesänge auf der Tribüne und auf dem Spielfeld ließ Thuringia nicht mehr viel anbrennen. Mit diesem Sieg bleiben die Rusch-Schützlinge in der Rückrunde weiter ungeschlagen und können mit Selbstvertrauen in die kommenden drei Auswärtsbegegnungen gehen, wo man bei der derzeitigen Verfassung in Gera bzw. Meiningen auch nicht chancenlos sein sollte.

Thuringia Königsee:
Höhne, Cadek, Elsäßer, Anders (4), Pojonie (1), Nirsberger (2), Najman (12), Göring (4), Oldenburg (8), Varchmin (3).

OTZ Rudolstadt 16.01.06

Ernestiner SV Gotha - SV Thuringia Königsee 28:34 (13:12)

Königsee feiert ganz tollen Auswärtserfolg

Handball, Oberliga: Die jungen Varchmin und Göring überzeugen auf den Außenpositionen
Von Gerd Wagner

Die Königseer, welche mit einer Portion Selbstvertrauen zum Tabellennachbarn gereist waren, wollten unbedingt die Schmach des Heimspiels vergessen machen. Aber auch die Gastgeber wussten um die Bedeutung des Spiel für den Klassenerhalt. Der Ernestiner SV führte schnell mit 3:0 (3.). Thuringia tat sich indes schwer und hatte Abstimmungsprobleme. Mit der Zeit fingen sich die Rinnestädter, trafen, verkürzten und blieben dran (3:4, 7.). Und als der junge Varchmin vom Siebenmeterpunkt den Ausgleich markierte, bekam Thuringia mehrfach die Möglichkeit zum Führungstreffer, der leichtfertig verspielt wurde. Gotha wirkte cleverer, nutzte seine Chancen und setzte sich erneut ab (7:4, 12.), zumal die Königseer ihren Schlussmann im Stich ließen. So blieben die guten Vorsätze nur Stückwerk, zumal sich die Fehlerquote häufte und man Laufbereitschaft gänzlich vermissen ließ. Gotha konnte seinen Vorsprung weiter ausbauen (9:5, 16.). Aus Verzweiflung griff Coach Rusch zur Auszeit, da sein Team bis auf wenige Ausnahmen bislang eine enttäuschende Vorstellung bot. Die kurze Pause schien Früchte zu tragen, da Thuringia wieder auf Tuchfühlung kam (8:9, 20.) und erneut ausglich (9:9, 22.). Doch wieder verließ man die eingeschlagenen Linie, was abermals den Rückstand brachte (9:11, 25.). Kurz vor der Pausensirene gelang der erneute Ausgleich (12:12, 29.), den die Gastgeber allerdings nur in eine knappe Führung umwandelten. Thuringia schien die Pausenpredigt zu beherzigen, glich aus und kam erstmals in Vorderhand (14:13, 33.). Doch schon die nächsten Aktionen warfen alles wieder über den Haufen, so dass Gotha das Blatt schnell wieder wenden konnte (16:15, 36.) und sich leicht absetzte (17:15, 38.). Die Königseer steckten nicht auf, rackerten trotz vieler spielerischer Ungereimtheiten weiter, und drehten den Spieß erneut (18:17, 40.). Der Ernestiner SV schien nun nervös zu werden, bekam die jungen Außen Varchmin und Göring nicht in den Griff, so dass Thuringia weiter davon zog auf 23:18 (44.). Als Gotha versuchte, mit allen Mitteln zu verkürzen, nutzten die Rinnestädter die Räume, spielten äußerst clever, nahmen das Tempo aus dem Spiel und begannen, die Gastgeber vorzuführen (29:21, 52.). Gotha griff zu taktischen Mitteln, nahm Oldenburg und Najman in persönliche Obhut, um das scheinbar Unmögliche doch noch möglich zu machen. Thuringia ließ aber nichts mehr anbrennen und kam zum ersten Auswärtssieg in der Saison.

Thuringia Königsee:
Höhne, Cadek, Elsäßer, Anders (4), Pojonie (2), Nirsberger, Najman (10), Oldenburg (8), Göring (5), Varchmin (5).


OTZ Rudolstadt 19.12.05

SV Thuringia Königsee - HSV Bad Blankenburg 22:22 (14:9)

Wieder Punkteteilung in Königsee

Handball, Oberliga: Neun - Tore - Führung für Thuringia - Blankenburg kippt fast die Begegnung
Von Gerd Wagner

Die Gäste, welche diese Partie hinauszögern wollten, da ihre tschechischen Gastspieler auf der Anfahrt stecken blieben, waren sauer auf den pünktlichen Anpfiff. Schon davor herrschte eine tolle Stimmung auf der Tribüne. Und als die Thuringia die Führung übernahm, entwickelte sich eine Tollhausstimmung. In den folgenden Minuten taten sich beide in ihren Angriffsbemühungen schwer, so dass die Kurstädter lediglich zum Ausgleich kamen (1:1, 5.). Königsee ließ auch weiterhin Angriffe ungenutzt, was zum Führungswechsel führte (2:3, 7.). Die Gastgeber drehten wieder den Spieß und erhöhten (6:3, 11.). Der HSV mühte sich, blieb aber im Vorwärtsgang zu vieles schuldig (9:4, 15.). Thuringia spielte in diesen Minuten wie aus einem Guss und zog weiter vom Leder (12:6, 20.). Der Neuling agierte weiterhin mit bescheidenen Mitteln. Alle Anfeuerungen für den HSV brachten nichts, der in dieser Phase den frühzeitigen Zehn-Tore-Rückstand vor Augen hatte. Kurz vor dem Seitenwechsel zog der Schlendrian in die Königseer Reihen, was die Gäste nutzten (9:14, 29.). Trotz der Führung der Hausherren war noch nicht aller Tage Abend. Thuringia ging bis dato ein hohes Tempo, während der HSV noch an seinen Vollstreckerqualitäten bastelte. Denn das war bislang noch nicht das wahre Gesicht der Schwarzataler. So waren noch einmal brisante zweite 30 Spielminuten zu erwarten. Diese begannen zunächst beiderseits mit viel Leerlauf, bevor die Rusch-Schützlinge die Torflaute beenden konnten (16:9, 36.). Das Blankenburger Spiel blieb weiter erfolglos. Thuringia kam in diesen Minuten ein zweites Mal zu der Möglichkeit sich eine Zehn-Tore-Führung zu erspielen (18:9, 37.). Doch auch dieses Mal löste sich der HSV aus der Umklammerung (12:18, 41.). Die Gastgeber schienen just zu diesem Zeitpunkt in ihre obligatorische Schwächephase zu schlittern. Nach vorn ging nichts mehr, hinten wurde man offen, was die Hanl-Schützlinge bestraften, die ihren Spielfaden fanden (14:18, 44.). In diesen Minuten stieß der Tscheche Tucek, der wegen des Schneetreibens nicht pünktlich zum Anpfiff dabei war, zum HSV, was weiteren Auftrieb gab (16:19, 47.). Königsee wehrte sich gegen ein weiteres Näherkommen der Gäste (20:16, 49.), die immer stärker wurden (19:21, 53.). Thuringia war drauf und dran, das Match aus der Hand zu geben (21:22, 55.). Fünf Minuten vor Ultimo war alles wieder offen, und Königsee setzte die Brechstange ein, die für sie nichts brachte, aber für die Blankenburger den Gleichstand (22:22, 57.). Zwei Minuten vor dem Ende kam die Chance für die Kurstädter, das Blatt zu wenden. Sie vergaben, so dass eine erneute Punkteteilung zu Buche stand.

Thuringia Königsee:
Höhne, Cadek, Elsässer, Anders (1), Pojonie (2), Niersberger, Najman (9), Oldenburg (7), Göring, Varchmin (3).

HSV:
Jahn, Recknagel, Grüner, Pfistner, Wiegand (2), Meilahn, Oertel (8), Hinz (4), Hanl, Gäbler (2), Hellwig (5), Tucek(1).

Schiedsrichter:
Jung / Jung (Gera).

OTZ Rudolstadt 12.12.05

LSV Ziegelheim - SV Thuringia Königsee 28:25 (15:8)

Thuringia verschläft erneut erste Halbzeit

Handball, Oberliga: Mit einem Rumpfaufgebot angetreten - Respektables Resultat erreicht
Von Oliver Schmidt

Vor einer wiederum gut besuchten Wieratal-Halle musste die Thuringia-Sieben auf Grund einiger Ausfälle mit einem Rumpfaufgebot antreten. Das machte es von vornherein noch schwerer einigermaßen zu bestehen, zumal sich im weiterem Verlauf auch noch Riwe (Muskelfaserriss) und Oldenburg (Auge) verletzten. Doch am Ende zogen die Königseer mit Bravour ihren Kopf aus der Schlinge, was eventuell noch besser ausgesehen hätte – wenn nicht die katastrophalen ersten 30 Spielminuten gewesen wären. Beide Vertretungen begannen die Partie zunächst äußerst nervös, vergaben die ersten Angriffe, bevor Schiri Langbein (Bad Blankenburg) ein Ziegelheimer Stürmerfoul in einen Siebenmeter ummünzte, was die LSV-Führung brachte. Und auch Treffer Nummer zwei fiel vom Punkt (2:1, 5.). Thuringia ließ sich davon nicht aus dem Konzept bringen und blieb dran. Königsee versuchte geschickt das Tempo aus dem Spiel zu nehmen, was im Hallenrund kein Verständnis fand. Die Partie blieb auch nach über zehn Spielminuten weiter knapp, doch als die Rinnestädter viermal in Folge nicht mehr trafen bestraften dies die Hausherren eiskalt (7:4, 14.). Thuringia hatte nun auch in der Folgezeit seine Schwierigkeiten, ließ zu viele Anläufe ungenutzt und war hinten offen wie ein Scheunentor (6:9, 19.). Glücklicher Umstand bei der Sache, auch Ziegelheim patzte und ließ die Haare seiner Fans zu Berge stehen. Das änderte sich kurz vor dem Seitenwechsel. Königsee fehlte weiterhin die Treffsicherheit, was die Hausherren bei ihren Gegenzügen besser machten (12:7, 27.). Bis zur Pausensirene wurde das Resultat dann noch deutlicher (15:8, 30.). Den Gästen, welche bis dato wieder mit einigen Totalausfällen agierten, drohte ein erneutes Debakel – wenn man nicht seine Schwächen in Angriff und Abwehr abstellte. Najman verstand es erneut nicht seine Farben zu führen und seine Abschlüsse wirkten kläglich. Aber auch seine Teamgefährten boten mehr Schatten als Licht, so dass es kaum noch schlechter Laufen konnte. Dies setzte sich zunächst nahtlos fort mit Beginn des zweiten Durchgangs. Najman trifft weder im Alleingang noch vom Siebenmeterpunkt. Anders die Gastgeber, welche weiter für klare Verhältnisse sorgen (17:8, 34.). Als auch Pojonie vom Punkt nicht trifft, stand die Halle Kopf und der Hexenkessel fing an zu brodeln, der erkannte das hier etwas für das Torverhältnis zu machen war. Und als Riwe in das Altenburger Krankenhaus gebracht wurde, Oldenburg eine Hand im Auge zu spüren bekam, war Königsees Bank wie ausgefegt (21:12, 38.). Doch die verbliebenen Thuringia-Mannen legten sich mit dem Mut der Verzweiflung ins Zeug (14:21, 40.). Die Rinnestädter wehrten sich weiter gegen das übermächtige Heimteam und das mit Erfolg (21:25, 51.), obwohl man auch weiterhin vom Punkt nicht traf (Varchmin). Königsee war nun drauf und dran die Partie offen zu gestalten (22:25, 52.). In dieser eingeläuteten Schlussphase hatte sich das Match kurzzeitig auf eine Drei-Tore-Differenz eingepegelt, was der LSV schnell wieder ändern konnte (28:23, 56.). In den verbleibenden Minuten erlebten die Zuschauer ein Fehlerfestival, so dass aus Königseer Sicht noch ein respektables Resultat zu Buche stand, mit dem man zwischenzeitlich nicht rechnen konnte.

Thuringia Königsee:
Höhne, Cadek, Riwe (1), Pojonie, Nirsberger (3), Najman (8), Oldenburg (7), Göring (4), Varchmin (2).

Schiedsrichter:
Langbein/Schmidt (Bad Blankenburg/Saalfeld).


OTZ Rudolstadt 28.11.2005

HC Suhl 99 - SV Königsee 31:30 (16:13)

Königsee sehr nah am Punktgewinn

Handball, Oberliga: Unkluge Aktionen in der Schlussphase - Oldenburg erzielt zwölf Treffer
Von Gerd Wagner

Im Duell der Tabellennachbarn hieß es für beide Teams zu punkten, um sich weiter vom Tabellenende zu distanzieren. Am Ende gelang dies den Suhlern, welche in der Schlussphase der Begegnung den Kopf oben behielten und unkluge Aktionen der Königseer bestraften. Thuringia begann die Partie mit Missverständnissen und Schrittfehlern, welche der Gastgeber sofort bestrafte (3:0, 3.). Die Rinnestädter agierten nervös und setzten ihre Fehlerquote fort, für die sich Suhl weiter bedankte und dem Resultat klarere Konturen gab (5:0, 7.). Der erste Treffer der Gäste kam auf das Konto von Oldenburg (1:5, 8.), der auch weiter verkürzte. Thuringia schien sich langsam zu fangen, allerdings hatte eine Drei-Tore-Differenz weiter Bestand (4:7, 12.). Oldenburg entpuppte sich in dieser Anfangsphase als Torschütze vom Dienst, brachte seine Farben ins Spiel, und als Göring traf, war man dran (6:7, 14.). Die Freude währte jedoch nicht lange, da sich der HC 99 wieder absetzen konnte (10:7, 16.). Najman, bis dato ein Schatten seiner selbst, brachte die klarsten Sachen nicht unter, so dass es erneut brenzlig wurde für die Ostthüringer (7:12, 19.). Trotz Ergebniskosmetik tat sich die Thuringia-Sieben weiter in allen Mannschaftsteilen schwer (10:13, 22.; 12:15, 26.). Königsee lud die Gastgeber förmlich zum Tore werfen ein, da auch kurz vor der Pausensirene viele Aussetzer in Angriff und Abwehr sowie schwache Torhüterleistungen das Spiel prägten (13:16, 30.). Mit dem Drei-Tore-Rückstand sah die Welt allerdings noch gut aus für die Rusch-Schützlinge, welche bei mehr Konzentration noch etwas machen konnten und zunächst weiter verkürzten (15:16, 33.). Die Königseer witterten ihre Chance, Suhl zeigte Nerven, die auch Najman vom Siebenmeterpunkt offenbarte und den Ausgleich ausließ. Der gelang dann jedoch Riwe (17:17, 36.). Und als der junge Göring Thuringia in Front warf, verstand Suhl die Welt nicht mehr. Die Gäste bestimmten nun die Szenerie und erhöhten weiter (20:18, 38.). Als man allerdings in Unterzahl auf dem Parkett war, kam der HC 99 wieder zum Ausgleich (21:21, 40.) und im Anschluss zum Führungstreffer (22:21, 42.). In diesen Minuten entwickelte sich die Partie zum offenen Schlagabtausch, bei dem die Rinnestädter das Match wieder drehten (23:22, 45.). Mit Führungswechseln wurde die Partie fortgesetzt, bis sich Thuringia erneut leicht absetzen konnte (26:24, 50.). Die Südthüringer steckten nicht auf, fanden immer wieder die Lücken (26:26, 52.), doch die Gäste blieben weiter knapp vorn (28:27, 55.). In diesen Minuten war Treffsicherheit gefragt, welche bei den Königseern schwand. Anders scheiterte, Najman verspielte den Ball, und Suhl führte 30:29 (58.). Als Anders erneut verzog, machte der HC Suhl im Gegenzug alles perfekt (31:29, 59.). Elf Sekunden blieben den Thuringia-Mannen, die aber nur noch zur Ergebniskosmetik reichten

Thuringia Königsee:
Höhne, Cadek - Anders (6), Elsässer, Riwe (1), Pojonie, Najman (6), Oldenburg (12), Göring (4), Varchmin (1)


OTZ Rudolstadt 21.11.2005

HSV Ronneburg - Thuringia Königsee 32:19 (14:9)

Thuringia Königsee verliert Derby

Handball, Oberliga: HSV-Keeper Punga zieht den Gästen den Nerv - Aufholjagd Strohfeuer
Von Gerd Wagner

Nur zwei Tage nach dem erfolgreichen Kraftakt gegen Goldbach-Hochheim hieß es im brisanten Ostthüringen-Derby Farbe zu bekennen. Doch ein wenig Skepsis war schon im Spiel gegen den aufgerüsteten Kader der Ronneburger, welcher von der Aufholjagd der Rinnestädter im zweiten Durchgang leicht zu wanken begann. Allerdings hatte der HSV in ihren Keeper Thomas Punga einen Mann zwischen Pfosten, der in den entscheidenden Phasen die Königseer zur Verzweiflung trieb. Für die Gäste sah es bereits in den Anfangsminuten alles andere als rosig aus, als zahlreiche Anläufe nichts brachten, während der Gast gebende HSV traf (3:0, 4.). Dieses Dilemma beendeten Oldenburg und Najman, welche die Rinnestädter wieder ins Spiel brachten (2:3, 6.). Damit war zunächst das Anfangsfeuerwerk der Ronneburger abgebrannt. Königsee hatte weiter gute Möglichkeiten, die allerdings nicht viel Zählbares brachten, so dass sich die Partie zunächst auf eine Zwei-Tore-Differenz einpegelte (6:4, 12.). Bereits zu diesem Zeitpunkt entpuppte sich das Match zu einem Torhüterduell Punga gegen Cadek, welches im weiteren Verlauf Vorteile für den HSVer brachte (10:4, 15.). Allerdings wurde Cadek mehrfach allein gelassen. Nach einer guten Viertelstunde sah es so nicht gut aus für die Gäste, die weiterhin Punga glänzen ließen und die Abwehr vernachlässigten (4:11, 20.). Königsee fand auch in den weiteren Minuten kein Mittel sich entscheidend ins Spiel zu bringen, hatte allerdings auch Pech bei einigen Holztreffern (6:14, 25.). Kurz vor der Pausensirene kleine Hoffnungsschimmer durch Göring und Anders (9:14, 29.). Mit der zweiten Luft starteten die Rusch-Schützlinge in den zweiten Durchgang, mit der die Gastgeber und sein Anhang nicht gerechnet hatten. Thuringia blies im großen Stiel zur Aufholjagd, bestimmte die Szenerie und verkürzte durch Anders-Konterstöße weiter (11:14, 31.). Als sich allerdings Punga wieder ins Spiel brachte, dominierte erneut der HSV (16:11, 35.). Thuringia ließ sich jedoch nicht beeindrucken, zwang auch die Ronneburger zu Fehlern und blieb dran (13:16, 37.). Die Rinnestädter rackerten weiter und schienen die Partie ausgeglichen zu gestalten (16:18, 41.). In diesen Minuten begannen die Ronneburger zu wanken, doch Teufelskerl Punga richtet sein Team im richtigen Moment auf, welches durch Puta und Meyer wieder für klarere Verhältnisse sorgte (21:16, 45.; 23:17, 48.). Knapp zehn Minuten vor dem Ende nimmt das Resultat noch klarere Konturen an, als bei den Königseern Kraft bzw. Konzentration schwinden (18:26, 52.). Der Gastgeber ist nun drauf und dran die Zehn-Tore-Differenz zu markieren, welche nicht lange auf sich warten lässt (28:18, 54.). In den letzten Minuten häufte sich die Fehlerquote bei den ausgepowerten Gästen, was Ronneburg nutzte (32:18, 58.).

Thuringia: Cadek, Merten - Anders (5), Riwe (1), Elsässer, Pojonie (1), Nirsberger, Najman (3), Oldenburg (4), Göring (5), Varchmin



OTZ Rudolstadt 19.11.2005

SV Thuringia Königsee - SV Goldbach-Hochheim 31:26

Thuringia stoppt den Goldbacher Höhenflug

Handball, Oberliga: Königsee überrascht
Von Gerd Wagner

Mit den Goldbach-Hochheimern wartete ein äußerst schwerer Brocken auf die Thuringia-Sieben am Donnerstagabend, zumal die Gäste mit einem Sieg auf den Vizerang klettern wollten. Dem machten die Rusch-Schützlinge mit einem Kraftakt einen Strich durch die Rechnung, mit welchem die in dieser Saison erfolgsgewohnten Gäste ihre Schwierigkeiten hatten. Der Gastgeber begann die Partie äußerst konzentriert und ging schnell in Führung (2:0, 1.). Das veranlasste die Bank der Rand-Gothaer zu reagieren, die eine frühzeitige Aus-Zeit nahm. Im Anschluss brachten sich die Unparteiischen ins Spiel und gaben Pojonie nach einem Allerweltsfoul Rot (2.), was auf der Gegenseite ausblieb. Die Rinnestädter überspielten diesen Schock mit Bravur und setzten sich weiter ab (4:1, 4.). Der Tabellendritte fand zu diesem Zeitpunkt kaum ein Mittel, um die robust stehende Abwehrkette und den glänzend aufgelegten Thuringia-Keeper Cadek zu knacken. Königsee blieb auch in der weiteren Zeit tonangebend und ließ die Goldbacher nicht näher kommen (5:2, 10.; 6:3, 13.). Thuringia kämpfte aufopferungsvoll und mit einem erschreckend hohen Tempo weiter und konnte seinen Vorsprung halten (8:4, 17.). Weiterhin blieben auch die Herren in Schwarz in der Schusslinie, welche mit Siebenmeterentscheidungen für die Gäste nicht geizten und nun näher kamen (6:8, 19.; 8:10, 23.). Die Rinnestädter hielten weiter mit breiter Brust dagegen, was eine erneute Vier-Tore-Differenz brachte (12:8, 26.). Kurz vor der Pausensirene häuften sich beim Gastgeber die Fehler, welche der Kontrahent bestrafte. Dieser verkürzte und witterte plötzlich Morgenluft (12:13, 29.). Mit der noch herausgeworfenen Zwei-Tore-Führung und dem Auftreten der Thuringia-Sieben war man zufrieden, was Hoffnung machte für die zweiten 30 Spielminuten. Diese begann zunächst mit Treffern auf beiden Seiten. Allerdings wirkte Goldbach-Hochheim kurzzeitig kompakter in der Abwehr und vorn suchte man gnadenlos den Ausgleich. Wieder setzten die Königseer Hintermannschaft sowie Cadek die Glanzpunkte und ließen die Gäste abblitzen. Thuringia nutzte das im eigenen Vorwärtsgang und konnte sich erneut leicht absetzen (17:14, 36.). Die Rand-Gothaer machten weiter ungeheueren Druck gen Cadek-Gehäuse, setzten alles auf eine Karte, doch die Rusch-Schützlinge behielten den Kopf oben (19:16, 42.). Just in diesen Minuten kam der nächste Schlag gegen die Königseer, als der bis dato glänzend haltende Cadek einen Sturmlauf unterband und auch den roten Karton zu sehen bekam. Das machte nun die Aufgabe noch schwerer für den ohnehin dünnen Kader der Mannen vom Schiefer. Doch dieser zeigte weiter eisernen Willen und enormen Kampfgeist (20:17, 44.). Goldbach wurde optisch stärker und Thuringia konterte (22:18, 46.). Noch standen die Rinnestädter ihren Mann, nahmen den Kampf auf Biegen und Brechen an (25:20, 53.) und ließen den Schiefer beben. Thuringia spielte weiter wie entfesselt und hatte nun in Keeper Höhne seinen Turm in der Schlacht, welcher die Gäste zur Verzweiflung brachte (27:21, 55.). Goldbach-Hochheim ging in diesen Minuten in Manndeckung über, mit der die Gastgeber Schwierigkeiten bekamen (23:27, 57.). Doch die Ostthüringer befreiten sich, fanden wieder die Lücken, hielten die Rand-Gothaer auf Distanz (31:25, 59.) und holten sich unter den Augen vom Kreisrivalen HSV Bad Blankenburg einen in dieser Höhe nie geahnten aber hochverdienten Doppelpunktgewinn.

Höhne, Cadek, Elsässer (1), Anders (8), Pojonie, Nirsberger (7), Najman (8), Göring(1), Oldenburg (6), Varchmin


Schiedsrichter:

Kommentar:

Zitat aus der TA Gotha vom 19.11.05 : Katastrophal in Königsee GOLDBACH (hjk): Den ersten Teil des Wochenend-Einsatzes haben die Oberliga-Handballer von Goldbach/Hochheim mit 26:31 verloren. Und das gegen eine Königseer Mannschaft, die Trainer Sven Rothhämel zu den schlechtesten der Oberliga zählt...

Hierbei ist anzumerken, das ein Trainer der so arrogant wie in diesem Spiel auftritt, eine solche Einschätzung lieber sein lässt ! Eine Auszeit nach 1:15 Minute zeigt nicht viel von taktischem Gefühl . Und leider haben es die Unparteiischen nicht bestraft, wie Herr Rothhämel seine eigenen Spieler aus dem Spielfeld stieß und nach Strich und Faden "rund" machte! Ein solches Auftreten ist selbst im schlechtestem Spiel unangebracht. Selbst er spielte an diesem Tag unter seinen Möglichkeiten ... ! Wir sind nicht die beste Mannschaft (waren wir noch nie und werden es nie sein) , aber ein Trainer mit solchen Aussagen und Taten hat nichts in der Oberliga verloren.



OTZ Rudolstadt 07.11.2005

HV 55 Ilmenau - Thur. Königsee 23:23 (11:12)

Zum Schluss war alles möglich

Handball, Oberliga: Thuringia-Keeper Cadek ist erst der Sündenbock und dann der Held
Von Gerd Wagner

HV 55 Ilmenau - Thur. Königsee 23:23 (11:12) Keinen Schönheitspreis gab es in diesem Handball-Ortsnachbarschaftskrimi, wo nur die Punkte zählten. Thuringia hatte in den Schlusssekunden die Möglichkeit zum Sieg, doch der geplante Torwurf von Keeper Cadek landete am Deckengebälk. Im Gegenzug klärte der Tscheche dann drei Sekunden vor Ultimo gegen einen freiwerfenden Ilmenauer im großen Stil und rettete das Remis, wurde somit vom Sündenbock zum Helden.Thuringia versuchte vom Anpfiff weg, mit einem schnellen Spiel den Gegner zu beeindrucken, blieb im Abschluss aber harmlos. Anders die Gastgeber. Sie wussten, was die Stunde geschlagen hatte und übernahmen die Führung (2:0, 3.), welche Najman verkürzte. Die Gäste waren auch in den weiteren Minuten in der Verfolgerrolle, weil es in ihren hinteren Reihen an der nötigen Konsequenz bzw. Abstimmung fehlte. Da auch im Vorwärtsgang der Sand im Getriebe blieb, konnte der HV 55 weiter Jubeln und seine Führung ausbauen (7:3, 12.).Der Auftritt der Rinnestädter wirkte hilflos, was Brechstangen-aktionen beheben sollten. Ilmenau witterte bei diesen Umständen Morgenluft und versuchte, den Königseern frühzeitig den Nerv zu ziehen. In diesen Übereifer hinein stabilisierten sich die Rusch-Schützlinge, welche zum Ausgleich kamen (8:8, 20.) und beim 10:9 (24.) sogar erstmals führten. Kurz vor der Pausensirene schufen sich die Rinnestädter eine Zwei-Tore-Differenz, deren Ausbau möglich war, aber nicht genutzt wurde, so dass die Goethe-Städter dran blieben.Mit diesem Spielstand waren noch einmal spannende 30 Spielminuten vorprogrammiert, zumal die Thuringia-Akteure von Fehlern der Hausherren profitierten und sich einen Drei-Treffer-Abstand schufen (14:11, 32.). Königsee bestimmte in diesen Anfangsminuten des zweiten Durchgangs das Geschehen und hatte das Tabellenschlusslicht im Griff, welches Nerven zeigte (17:12, 39.).Dieser Spielstand machte Königsees mitgereiste Anhängerschar mobil, die auch auf den gut gefüllten Rängen die Übermacht bekamen. Ilmenau mühte sich, das drohende Unheil abzuwenden und nutzte dies durch nicht nachvollziehbare Thuringia-Aussetzer, die in diesen Minuten zunahmen (19:17, 44.). Noch führten die Gäste, doch es wurde immer brenzliger, zumal der HV 55 wieder im Spiel war und den Ausgleich ansteuerte, der dann auch fiel (19:19, 47.). Und bevor sich die Rusch-Schützlinge versahen, waren sie auch schon im Hintertreffen (19:20, 49.).In diesen Minuten begann der offene Schlagabtausch, bei dem die Königseer das Blatt erneut wenden konnten (21:20, 52.) und Ilmenau mit dem 22:21 (53.) die Halle auf den Siedepunkt brachte.Fünf Minuten vor dem Ende war das bessere Nervenkostüm gefragt (22:22). Der HV bringt sich erneut in Vorderhand, die Gäste lassen aus und den Ostthüringern scheint wie so oft die Zeit davonzulaufen (22:23, 58.), die wieder ausgleichen (23:23, 59.). 45 Sekunden vor Schluss hat der Gastgeber den Ball, der locker den Sack zubinden will und das Leder vertändelt. Thuringia-Keeper Cadek erwischt das Streitobjekt und übersieht zwei allein nach vorn stürmende eigene Leute. Der Rest war nur noch Herzflattern, welches noch ein akzeptables Ende nahm.

Höhne, Cadek - Anders (5), Elsässer, Riwe, Pojonie (2), Nirsberger (3), Najman (10), Prazak, Oldenburg (3), Göring, Varchmin.

Schiedsrichter: Kolb/Raßbach (Goldlauter/Breitungen)