24.Spieltag Landesliga Staffel 1
SV Thuringia Königsee – Fortuna
Großschwabhausen 30:23 (14:10)
Handball, Landesliga: Staffelsieger und
Thüringenligaaufsteiger meisterlich abgekocht!
Letztes Heimspiel einer, wie man schon vor dem Anpfiff behaupten
konnte, erfolgreichen Landesligasaison im ersten
Aufstiegsjahr für die Thuringia. Als Bonbon zum Abschluss
weilten die Fortunen aus Großschwabhausen am Schiefer, die in
dieser Saison sprichwörtlich Ihren Vereinsnamen alle Ehre
machten. Bislang mit nur zwei Niederlagen bereits vorzeitig Meister und
qualifizierter Thüringenligaaufsteiger, waren selbstredend
eindeutig Favorit der Begegnung. Die Gastgeber selbst wollten sich so
teuer wie möglich verkaufen, die Partie so lange wie
möglich offen gestalten, um sich und den Fans einen
schönen Heimspielabschied zu verschaffen.
Thuringia legte sofort vom Anpfiff weg los und Michael
„Steffko jr.“ Varchmin eröffnete
augenblicklich den Torreigen. Die Gäste im Gegenzug patzten
und Tim Kurras erhöhte auf 2:0. Allmählich sortierte
der designierte Meister seinen Angriff und konnte den Anschlusstreffer
markieren. Thuringia ließ nicht locker, spielte weiter sehr
druckvoll und Steffko jr., gegen den die Fortunen an diesem Tag einfach
kein Mittel fanden, vollendete bereits seinen 2. von insgesamt 9
Treffern (3:1). Die GSH`s sichtlich beeindruckt, suchten weiter nach
Ihrer Form, wobei Thuringia nicht nachließ und sich auf 7:4
durch Ralf „Oldi“ Oldenburg leicht absetzen konnte
(15. Min). Die Hausherren wirkten sowohl im Angriff, wie auch in der
Defensive körperlich und geistig frischer und beweglicher und
hatten wiederum in Mario Föhr einen phantastischen
Rückhalt, der seine beiden Gegenüber absolut
ausstach.
Auch ein kleines Zwischentief, als die Gäste trotz Unterzahl
zum Anschlusstreffer gelangten (7:6, 17. Min.), verschmerzte das
Thuringia Team und stellte mit einem schönen Tor vom Kreis von
Steven Götz nach Zuspiel von Oldi (9:6) den alten Abstand
wieder her. Das weitere Spiel gestalte sich nun recht offen, die
Hausherren ließen immer wieder ihr handballerisches
Vermögen aufblitzen, kombinierten und variierten ihr
Angriffsspiel, so dass als Lohn zum Halbzeitpfiff ein 14:10
aufleuchtete, das für den 2. Durchgang auch auf den
Rängen hoffen ließ. Die Halbzeitansprache von
Spielertrainer Steffko sr. Varchmin gab zusätzlich Motivation,
der Chef sichtlich positiv von der Leistung seiner Jungs
überrascht, ermunterte diese die gezeigte
Spielqualität so lange wie möglich zu halten, um
evtl. doch die nie geglaubte Überraschung zu
ermöglichen.
Nach dem Wiederanpfiff verkürzten vorerst die Gäste
bevor Oldi wieder zum 15:11 nachzog (32. Min.). Thuringia gelang es in
Folge tatsächlich den Druck auf die gegnerische Deckung weiter
zu erhöhen und wiederum war es Steffko jr. der mit seinem
17:11 das erste deutlichere Polster schuf (34.Min.). Dies
ließ die mitgereiste Trommler- und Fangemeinde der
Großschwabhausener endgültig verstummen, so dass
auch die treuen Querschläger auf den Rängen den
akustischen Sieg verlauten ließen. Diesen Vorsprung
manifestierten die Gastgeber in den Folgeminuten, dominierten weiter
das Geschehen auf der Platte, wobei der Kampf- und Siegeswillen der
Fortunen längst nicht gebrochen war. Spielerisch, muss man
aber objektiv eingestehen, war Thuringia an diesem Tag sicherlich nahe
an der Ausschöpfung ihres Potentials und damit offensichtlich
besser als der Thüringenligaaufsteiger.
Nachdem Steven wiederum vom Kreis nach sehenswerten Zuspiel von Oldi
das 20:14 markierte, verhinderte Mario 2 Minuten später mit
einer Wahnsinnsparade einen Konter der Gäste, leitete damit
selbst einen Konter ein, den Robert Erb zum 22:14 vollstreckte und die
Schieferhalle zum Kochen brachte. Allmählich schwand der
Widerstand auf Seite der Fortunen, auch wenn die Königseer
immer noch nicht an den Erfolg glauben konnten, pegelte sich das Spiel
im Schlussviertel auf das 8 Torepolster ein. Die Jungs um Oldi, Michael
„Schwarzer“ Gießler und Michael
„Katze“ Lächa schafften es immer wieder
aus einer wirklich konsequent sicheren Deckung ihr Offensivspiel
aufzubauen und somit den Schlüssel zum Erfolg zu legen. Im
Angriff bewies die Mannschaft von allen Positionen Spielwitz und
–freude, so dass von links Außen, Gernot
Brähne, bis rechts Außen, Stephan Göring,
sich das ganze Team in die Torschützenliste eintragen konnte.
Im Spielrausch sowie Angesichts des nahenden Erfolges verwahrte das
Thuringia Team mit Clevernis den Vorsprung, auch wenn es
Großschwabhausen noch gelang um 2 Treffer zu
verkürzen, ehe Oldi mit der Schlusssekunde per Strafwurf den
ominösen 30. Treffer markierte und der Meister damit nicht nur
seine erst dritte sondern auch höchste Saisonniederlage erlitt
(30:23).
Alles in allem auch in dieser Höhe ein unbestrittener Erfolg
der Königseer, die damit ihr gestecktes Saisonziel absolut
übertrafen und die Saison definitiv mit positiven
Punktverhältnis mindestens auf Platz 8 abschließen
werden.
Allen Grund also, im Anschluss mit allen Fans und
Unterstützern des Königeer Handballs dies bei einem
Freibier ausgelassen zu feiern.
Falls es der Mannschaft sogar gelingen würde am kommenden
Samstag einen Punkt beim TSV Oppurg zu ergaunern, bestünde die
Möglichkeit bei einem Heimsieg von Großschwabhausen
gegen unsere Arnstädter Freunde, diese durch das bessere
Torverhältnis vom 7. Rang zu verdrängen.
Wer das erfahren will, muss am Samstag ab 16.00 Uhr in der
Pößnecker Rosentalhalle zusehen.
Thuringia: . Föhr, Th. Merten, G. Brähne (2), T. Kurras (4),
M. Gießler, R. Oldenburg (9), Ch. Schirmer, M. Varchmin (9), St.
Götz (3), R. Erb (1), S. Elsässer, U. Oswald, M. Lächa,
St. Göring (2)
08.05.2012; sixtyone